Doppel Triple Trike

Nachdem meine liebe Frau ein exzellentes Mittagessen bereitet hat, habe ich doch richtig gerne auch ihren Rebel auf hydraulische bremsen umgebaut.
Zuallererst kommt das Trike in die Wohnküche und hebt schon mal das rechte Beinchen:
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Noch ist die BB7 dran:
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Ich baue zuerst nur den Bremssattel ab, alles andere bleibt erst einmal wie es ist. Dann wird das Rad ausgebaut, 2 Imbusschlüssel genügen. Die neue Bremsscheibe ist etwas größer als die alte:
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Beim rechten Vorderrad ist der Adapter wie folgt anzuschrauben:
image004.jpg
Es gibt da verschiedene Adapter, fragt mich bitte nicht, welcher am Rebel erforderlich ist, irgendwie erinnere ich mich, dass Dominic davon sprach "den kleinen" oder "A-Typ" - aber völlig unverbindlich, das kann auch in ganz anderem Zusammenhang gewesen sein. Wenn man von außen auf das rechte Vorderrad schaut, muss die Bremsscheibe wie folgt montiert sein:
image005.jpg
Das folgende Bild zeigt das wieder eingebaute Rad mit seiner Bremsscheibe und dem Adapter für den Bremssattel:
image007.jpg
Dass die beiden Schrauben minimal herausstehen ist völlig unkritisch, wichtig ist: Die Ebene der Scheibe und die Ebene des Adapters müssen absolut parallel zueinander sein, damit am Ende kein Schleifgeräusch zu hören ist. Und das ist auch die einzige Herausforderung, denn die Schweißkonstruktion des Rebel ist nicht präzise genug und weder am Rebel noch an der Bremse kann man hier etwas justieren. Wenn man den Bremssattel auf den Adapter schraubt, gibt es eine Justagemöglichkeit, aber die erlaubt es nicht, in allen Achsen zu justieren. Nach meiner Einschätzung geht das bei der BB7, aber auf Kosten der Stabilität. Vielleicht erzähle ich hier Blödsinn, da ich kein studierter Mechaniker bin. Gerne können wir das im Faden "Fahrradkomponenten" debattieren - bitte nicht hier!

Der zweite Teil folgt in Kürze.
 
Der Bremssattel wird mit 2 Schrauben befestigt:
image008.jpg
Der rote Pfeil zeigt auf die eine, der blaue, punktierte Pfeil auf die andere, die aber im Foto verdeckt ist. An diesen beiden Schrauben gibt es ein Langloch, so dass man diesen Stellen den Bremssattel in Richtung meiner Kamera verschieben kann. Schaut man in Fahrtrichtung auf die Konstruktion und Scheibe und Bremsklotz stehen v-förmig, so kann man das nicht justieren. Nun ist die Konstruktion des Rebel sehr robust, einfach mal nachbiegen geht da nicht. Von den insgesamt 4 Rädern war nur eines wirklich perfekt. Es gibt also eine Fertigungstoleranz bei Steintrikes!
So sieht die montierte Bremse von schräg oben aus:
image009.jpg
Die Bremse kann man mit radialem oder axialen Leitungsabgang bekommen, das kann auch nachträglich ganz schnell geändert werden, ich rate aber davon ab, es selbst zu machen.
Von unten sieht es dann so aus:
image010.jpg
Ganz am äußersten rechten Bildrand sieht man noch die Schraube für den radialen Leitungsabgang, das lässt sich ganz einfach ändern (hat Dominic auch gemacht, weil wir beide fanden, dass axial am Rebel definitiv besser ist), aber dabei öffnet man die Hydraulik und dann ist schnell zu viel Luft im System. In der Manufaktur war das natürlich problemlos binnen weniger Minuten an alle 4 Bremssätteln geändert.
Was man noch sieht: die beiden türkisfarbenen Bremsklötze, die magnetisch gehalten werden und mit der Schraube gesichert sind. Ein Tausch geht wirklich in weit unter einer Minute vonstatten!
Kommen wir zum linken Rad. Gespiegelte Bremssättel gibt es, aber bei Steintrikes ist keine gespiegelte Montage möglich. Das wäre ein echtes Feature für den "Rebel evo 2" (am besten noch verbunden mit geringerer Fertigungstoleranz). Deshalb wird der Adapter wie folgt montiert:
image011.jpg
Und dann muss leider am Bremssattel etwas gefeilt werden, sonst ist eine perfekte Montage nicht möglich. Die beiden Fotos zeigen das:
image013.jpg
image012.jpg
Auf dem ersten der beiden Bilder ist auch das Langloch gut zu erkennen. Zwischen den Bremsklötzen ist noch die Transportsicherung zu sehen.
Da mein Rebel keine Schutzbleche hatte,war die Montage auf der linken Seite völlig unkritisch. Meine liebe Frau möchte aber unbedingt Schutzbleche haben - und so macht das Justieren und Festziehen der beiden letzten Schrauben keine Freude. Es ist eine echte Fummelei, und das Schutzblech kann auch gar nicht so einfach abgeschraubt werden, weil bei einer der 3 Schrauben die größere Bremsscheibe im Weg ist. Aber ich kann euch verraten: ich habe es dann doch geschafft, hat halt ein wenig länger gedauert.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Juergen
  1. Welche Bremsen hast du genau genommen?
  2. Was sind die Vorteile?
  3. Wie sind die regulären Kosten?
  4. Was ist beim Umbau so aufwändig?
  5. Welcher Wartungsaufwand entsteht?
  6. Hast du Fotos?
  1. Ich habe noch keine Rechnung, aus der die genaue Bezeichnung hervorgeht, aber aus meiner Erinnerung heißt die Type "F 2000".
  2. Geringe Bremskraft, auch für zartbesaitete Fingerchen, und super-schnelles und einfaches Wechseln der Bremsbeläge - wie schon erwähnt für meine Frau ist ersteres sehr wichtig und ich freue mich über letzteres. BB7-Bremsbeläge wechseln ist "Finger-brechend". Trotz mehrerer Internetvideos und Hinweisen des Fahrradhändlers meines Vertrauens ("ja, das ist echt ein Schwachpunkt der BB7") habe ich es nie unter 20 Minuten geschafft. Die Finger taten mir weh, mehrfach ist die dreiteilige Konstruktion, die man zusammenhalten muss, wieder auseinander gefallen, bevor sie eingerastet ist. Kann sein, dass ich mich extrem doof angestellt habe, aber seit 2005 (also seit 20 Jahren) habe ich nichts dazugelernt, um es besser zu machen.
  3. Ich habe pro Trike den Messepreis bezahlt, der war in Lauchringen auf der Spezi öffentlich für jede Person groß lesbar, weshalb ich es hier wohl auch sagen kann: 333 Euro. Kein Schnäppchen, aber jeden Cent wert. Nein ich habe keine Aktien der Firma und bin auch nicht bestochen worden (die Tasse Kaffee zählt nicht!), sondern einfach ein sehr zufriedener Kunde. Das Geld hole ich an anderer Stelle wieder rein! Die Präzision ist genial: der BB7-Bremsgriff schlottert und wackelt (am besten mal eine Schotterpiste fahren und zuschauen, wie es schwingt, der neue Bremsgriff ist absolut spielfrei - da lacht das Mechanikerherz!
  4. Ich hoffe mein Bericht sagt alles, wenn nicht nachfragen.
  5. Bremsbeläge tauschen, ansonsten laut Hersteller wartungsfrei. Gegebenenfalls muss man nach Ausbau der Bremsklötze mit geringem Druck auch den "Innenraum" ausblasen oder auspinseln, wenn sich zu viel Schmutz abgelagert hat.
  6. Reichen die vorhandenen oder gibt es ein konkretes Foto, welches fehlt? Die Leitungsverlegung ist wie bei der BB7, die Hydraulikleitung ist beim Rebel 90 cm lang, die Bremsgriffe haben eine 2-teilige Schelle, so dass sie schnell ausgebaut werden können, was zum Entlüften erforderlich ist.
  7. Nicht gefragt, aber dennoch eine Antwort: ich war anfangs skeptisch, ob ich einer kleinen Firma vertrauen kann. Nachdem ich aber gesehen habe, wie dort die Auftragslage ist und wer die Kunden sind (weiter Informationen werdet ihr von mir a aber nicht bekommen!), sehe ich gelassen in die Zukunft.
 
@takanata Auf was bezieht sich jetzt dein haha ?

@Juergen mal schaun was du sagst wenn es ans entlüften oder neu befüllen der Bremse geht, wenn du schon Probleme hast die Bremsbeläge an der BB7 zu wechseln oder das für kompliziert hältst. Ich hoffe du hast auch die richtigen Adapter zu den Bremsen bekommen. Schon mal die richtigen Bleeds besorgt.
Besonders lustig wenn man ein Problem unterwegs hat und nirgendwo Hilfe bekommt. Du hast dir doch sicherlich auch Ersatzbelege geholt oder weißt du schon was da rein gehört. Gleiche für die Bremsflüssigkeit.
Da sage ich dann mal haha.
Meine Radwerkstatt hier in der Nähe befüllt oder entlüftet nur Shimano weil sie dafür alles da haben. Tektro wird schon nicht bedient.

Aber hydraulische Bremsen sind schon ok wenn man sie auch selber warten kann.
 
Der Bremssattel wird mit 2 Schrauben befestigt:
Anhang anzeigen 404294
Der rote Pfeil zeigt auf die eine, der blaue, punktierte Pfeil auf die andere, die aber im Foto verdeckt ist. An diesen beiden Schrauben gibt es ein Langloch, so dass man diesen Stellen den Bremssattel in Richtung meiner Kamera verschieben kann. Schaut man in Fahrtrichtung auf die Konstruktion und Scheibe und Bremsklotz stehen v-förmig, so kann man das nicht justieren. Nun ist die Konstruktion des Rebel sehr robust, einfach mal nachbiegen geht da nicht. Von den insgesamt 4 Rädern war nur eines wirklich perfekt. Es gibt also eine Fertigungstoleranz bei Steintrikes!
So sieht die montierte Bremse von schräg oben aus:
Anhang anzeigen 404295
Die Bremse kann man mit radialem oder axialen Leitungsabgang bekommen, das kann auch nachträglich ganz schnell geändert werden, ich rate aber davon ab, es selbst zu machen.
Von unten sieht es dann so aus:
Anhang anzeigen 404296
Ganz am äußersten rechten Bildrand sieht man noch die Schraube für den radialen Leitungsabgang, das lässt sich ganz einfach ändern (hat Dominic auch gemacht, weil wir beide fanden, dass axial am Rebel definitiv besser ist), aber dabei öffnet man die Hydraulik und dann ist schnell zu viel Luft im System. In der Manufaktur war das natürlich problemlos binnen weniger Minuten an alle 4 Bremssätteln geändert.
Was man noch sieht: die beiden türkisfarbenen Bremsklötze, die magnetisch gehalten werden und mit der Schraube gesichert sind. Ein Tausch geht wirklich in weit unter einer Minute vonstatten!
Kommen wir zum linken Rad. Gespiegelte Bremssättel gibt es, aber bei Steintrikes ist keine gespiegelte Montage möglich. Das wäre ein echtes Feature für den "Rebel evo 2" (am besten noch verbunden mit geringerer Fertigungstoleranz). Deshalb wird der Adapter wie folgt montiert:
Anhang anzeigen 404302
Und dann muss leider am Bremssattel etwas gefeilt werden, sonst ist eine perfekte Montage nicht möglich. Die beiden Fotos zeigen das:
Anhang anzeigen 404304
Anhang anzeigen 404303
Auf dem ersten der beiden Bilder ist auch das Langloch gut zu erkennen. Zwischen den Bremsklötzen ist noch die Transportsicherung zu sehen.
Da mein Rebel keine Schutzbleche hatte,war die Montage auf der linken Seite völlig unkritisch. Meine liebe Frau möchte aber unbedingt Schutzbleche haben - und so macht das Justieren und Festziehen der beiden letzten Schrauben keine Freude. Es ist eine echte Fummelei, und das Schutzblech kann auch gar nicht so einfach abgeschraubt werden, weil bei einer der 3 Schrauben die größere Bremsscheibe im Weg ist. Aber ich kann euch verraten: ich habe es dann doch geschafft, hat halt ein wenig länger gedauert.
So ganz werde ich aus deinen justage Problemen nicht schlau. Ich besitze in den Familienbesrand 3 Typen Scheibenbremsen (magura, tektro und eine dritte), die alle langloecher besitzen. An allen Rädern (trike, Velotraum etc ) kann ich damit eine geringfügige schief Stellung zueinander korrigieren. Klappt super, inzwischen montiere ich auch neue Bremsen (auswechseln nach 50000 km ) komplett neu mit Leitung kürzen und neu verlegen in unter 2 h. Und alleine 45 min gehen drauf alles zusammen zu suchen.
Kannst du den Sattel überhaupt nicht leicht schief justieren oder ist der anschraubpunkt zu schief.
 
@Juergen ... wenn du schon Probleme hast die Bremsbeläge an der BB7 zu wechseln oder das für kompliziert hältst...
Kompliziert ist es nicht wirklich, aber beim Ein- und Ausrasten breche ich mir die Finger, egal ob mit Original-Avid-Bremsbelägen oder alternativen Angeboten. Ich habe die Avid mehrfach komplett zerlegt und wieder zusammengebaut, aber warum es bei allen(|) 14 Avid-Bremssätteln, die ich mittlerweile besitze, gleich schwer geht hat sich mir nicht erschlossen. In einem Video wird erklärt, dass es an Toleranten liegt und dass man mit der Schlüsselfeile nachhelfen muss - Fehlanzeige, bzw. ich bin zu doof.
 
So ganz werde ich aus deinen justage Problemen nicht schlau. Ich besitze in den Familienbesrand 3 Typen Scheibenbremsen (magura, tektro und eine dritte), die alle langloecher besitzen. An allen Rädern (trike, Velotraum etc ) kann ich damit eine geringfügige schief Stellung zueinander korrigieren. Klappt super, inzwischen montiere ich auch neue Bremsen (auswechseln nach 50000 km ) komplett neu mit Leitung kürzen und neu verlegen in unter 2 h. Und alleine 45 min gehen drauf alles zusammen zu suchen.
Kannst du den Sattel überhaupt nicht leicht schief justieren oder ist der anschraubpunkt zu schief.
Ich versuche mal eine erklärende Skizze zu machen...wird aber heute nichts mehr.
 
Bremsscheibe (hellblau) und Bremsbeläge (dunkelblau) sind jeweils eine Ebene. Und diese beiden Ebenen müssen parallel zueinander sein - so wie in der Skizze links:
BB2.png
Die Ebenen können aber nun in 2 Dimensionen gegeneinander verdreht sein, die rote Linie zeigt die jeweilige Abweichung. Mit den Langlöchern kann ich aber nur 1 Abweichung korrigieren (und außerdem einstellen, dass die Scheibe genau mittig durch die beiden Bremsbacken läuft).
Theoretisch gibt es auch noch eine dritte Verdrehung, die aber für die Parallelität der beiden Ebenen keine Rolle spielt:
1748238143123.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Bremsscheibe (hellblau) und Bremsbeläge (dunkelblau) sind jeweils eine Ebene. Und diese beiden Ebenen müssen parallel zueinander sein - so wie in der Skizze links:
Anhang anzeigen 404434
Die Ebenen können aber nun in 2 Dimensionen gegeneinander verdreht sein, die rote Linie zeigt die jeweilige Abweichung. Mit den Langlöchern kann ich aber nur 1 Abweichung korrigieren (und außerdem einstellen, dass die Scheibe genau mittig durch die beiden Bremsbacken läuft).
Theoretisch gibt es auch noch eine dritte Verdrehung, die aber für die Parallelität der beiden Ebenen keine Rolle spielt:
Anhang anzeigen 404437
Mist
Das ist bei meinen Rädern immer gut gefertigt. Würde mir nur einfallen, dass man dort asymmetrische Unterlegscheiben dort anbringt. Die zurecht zu feilen stelle ich mir schwierig vor …
 
Wenn man von außen auf das rechte Vorderrad schaut, muss die Bremsscheibe wie folgt montiert sein:
bei allen Bremsscheiben, die ich bisher montiert habe, wäre die Montagerichtung eine andere gewesen. BIst Du Dir sicher, das die Scheibe wirklich richtig montiert ist ?
Die "Speichen" der Scheibe sind üblicherweise auf Druck belastet, nicht auf Zug.

Auf dem Foto mit beiden Scheiben zeigt ein kleiner Pfeil auf vier Uhr der "alten" Avid-Scheibe die Drehrichtung an. Schau mal, ob die neue Scheibe auch eine Markierung hat.

edit: ja, hat sie. Hier auf der HP der Fahrwerker zu sehen: klick
 
Zuletzt bearbeitet:
@madeba Danke für den Hinweis, dann hat ja der Profi die Scheibe auch falsch montiert... Ich habe ja nur "nachgebaut" - um ehrlich zu sein: ohne weiter nachzudenken. Ich sehe zwar keinen sofortigen Handlungsbedarf, aber ich werde mich mal mit Dominic unterhalten und das ggf. ändern.
 
@madeba Danke für den Hinweis, dann hat ja der Profi die Scheibe auch falsch montiert... Ich habe ja nur "nachgebaut" - um ehrlich zu sein: ohne weiter nachzudenken. Ich sehe zwar keinen sofortigen Handlungsbedarf, aber ich werde mich mal mit Dominic unterhalten und das ggf. ändern.
ich habe ja jetzt schon 5 Scheiben gewechselt und eingebaut (Trike & aufrechtrad), ich wüsste nicht wie das geht ohne dass die dabei ständig taumeln ....
 
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