Diy-Delta-Velomobil von Alex N.

Jenachdem was einem wichtig ist, kann das Delta-Velomobil eben auch besser geeignet sein, als ein Tadpole.
Mir z. B. ist eine gute Kurvenlage und Kontrolle im Extremfall wichtig, Tadpoles kann ich auch auf zwei Rädern fahren, Deltas kenne ich nicht als kurvenfreudig. Auch bei unverkleideten Trikes konnten mich die Deltas nie überzeugen. Einigermaßen kompakt ist mir auch lieber als so ein elend langes Schiff. Und das sind nur drei Gründe, warum ich sowas wie das hier diskutierte Fahrzeug ablehne. Es ist ja völlig okay, wenn irgendwer Spaß an sowas hat… ich finde derartige Fabrikate halt bestenfalls kurios.
 
Selbstverständlich wurde es versucht max schnell zu machen. Oder warum macht man eine Front so aberwitzig spitz. Schlecht zu laminieren, Seitenwind schlecht, unnötig lang vorne, richtig gefährlich für andere HPVler.
Es kippt halt auch ohne Kästen Bier schnell.
Kann sich nicht überschlagen! Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt
Für Bier lang auch dieses HPV. Kann auch langsam fahren
 

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Das ist ja die zweite version von dieses super Velomobil was er wieder verkauft. Wird der nachste dann noch mal besser? Delta's gehen auch auf 2 räder. Beim Sinner Comfort meiner frau schafte ich das mit ein kleinen Schlenker links rechts bei etwa 10 km/h. So lange man (zufallig) innerhalb die Grenzen des moglichen bleibt hatt man auch keine Ahnung wie nah man an ein Unfall ist.
 
Ich finde das einen interessanten Eigenbau, wenn man darin schlafen kann, ist das zumindest eine Sache. Ich freue mich über jedes Rad, und habe Respekt für Eigenbauten.

Hart Selbstbewusst treten auch Andere auf, und für den Preis sind Verkäufer und Käufer zuständig.
 
Wollte den Innenraum von dem Himmelblauen Spielmobil auf der Spezi. Wollte der Besitzer aber nicht, weil er meinte es wäre patentiert oder dazu angemeldet…. Naja dann eben nicht.

Interressant: Ich habe von der Spezi zurück einen Jung mitgenommen der Patentanwalt ist. Der wiederum konnte die Aussage nicht verstehen, weil man mit Tag der Einreichung Patentschutz geniesst, wenn es erteilt werden sollte . O-Ton: Und dann sollte man drüber reden und es auch zeigen…
 
Recumbent news schreibt über einen Selbstbau mit kleinem Wendekreis und großem Kofferraum

Dieser Halbsatz im Artikel fasst es gut zusammen:
Alex has obviously managed to combine all the advantages and disadvantages together...
 
Wollte der Besitzer aber nicht, weil er meinte es wäre patentiert oder dazu angemeldet…

Meinte er vielleicht die Schaltung, auf die wirklich ein Patent erteilt wurde?


Kurzfassung: Eine 11-46 Kassette wird zwischen den Tretkurbeln auf der Achse befestigt. Man hat also statt einer 1x11 oder 2x11 eine 11x11 Schaltung. Wobei immer nur so geschaltet wird, dass sich eine gerade Kettenline ergibt oder ein Ritzel daneben.

Kann man so machen, aber braucht es wirklich für jede Trivialerfindung ein Patent?

Als Tüftlerprojekt finde ich das nicht mal schlecht. Mit vorhanden Sachen was neues zu bauen und eine Kassette zwischen den Kurbeln statt Kettenblätter zu verwenden. Ob das in allen Aspekten sinnvoll ist, kann man diskutieren. Ich frag mich z.B. für was man 1748% bei 46/11 11/46 braucht* (wie im Patent beschrieben). Oder wie gut eine Kassette in umgedrehter Laufrichtung schaltet.

Ausprobieren und Basteln ist toll. Auch die Idee ist nicht verkehrt, abwechselnd vorne hinten durchschalten zu können. Nur die wirklich technische Innovation sehe ich nicht. Das ist nur eine Anordnung von vermutlich gewöhnlichen Schaltwerken, Kassetten und nicht näher spezifizierten "Spezial"teilen. Fällt für mich im übertragenen Sinne in die Kategorie Softwarepatent. Am Ende wird das Patent niemanden interessieren.

* irgendjemand findet vielleicht die passenden Steigungen und Abfahrten für eine Ultrahexe, wo man solche Bandbreite gebrauchen könnte.
 

Sorry , das hat er mir nicht mitgeteilt. Ich fands nur affig und hab nicht weiter nachgefragt.
Allerdings meine ich so eine Schaltung schon mal gesehen zu haben.
äh hier: https://www.velomobilforum.de/forum...nenliegend-kettenschaltung.54199/#post-987382
Insofern nach meiner geringen Sachkenntnis nicht mehr patentwürdig.

Kurzfassung: Eine 11-46 Kassette wird zwischen den Tretkurbeln auf der Achse befestigt. Man hat also statt einer 1x11 oder 2x11 eine 11x11 Schaltung. Wobei immer nur so geschaltet wird, dass sich eine gerade Kettenline ergibt oder ein Ritzel daneben.

Kann man so machen, aber braucht es wirklich für jede Trivialerfindung ein Patent?
Naja dafür muss man schon was Neues zusammenbauen. Wenn jemand das als erstes baut, warum nicht.
gabs nur schon siehe mein Link.

Oben besagter Anwalt hat sich übrigens bei Paddelbooten die Position für einen 3ten Passagier (aka Kind) patentieren lassen.
Wenn das in nächsten Jahren jemand gewerblich nachbauen möchte, ist nen kleiner Beitrag fällig.

Was ich an Patenten fragwürdig finde: Die reine Idee reicht, es braucht kein Produkt dazu.
 
Nein, die Schaltung hat er nicht patentiert, sondern:
"You can also see the reclining seat in the pictures. You can sleep in it, in the foot area there is a camping footrest is inserted in the foot area and a shelf in the head area. The head section in the Velo can be removed for this purpose. So you have a three-star hotel, bike and sauna all in one. I’ve had the sleeping area patented, though."
 
Das AN2 von Alex Neumayer wurde auf der Spezi 2026 ausgestellt und wird jetzt auch zum Kauf angeboten.

Merkmale des AN2 sind
  • 2 Räder hinten, eins vorme
  • Kleiner Wendekreis von 4m
  • gute Gewichtsverteilung, gute Bremsleistung aller Räder
  • großer Kofferraum zwischen den Hinterrädern, von außen zugänglich
  • Liegesitz, schlafen im Fahrzeug möglich
  • Gewicht: ab 27 kg.
siehe auch Artikel in Michael Döhrbeck in der neuen Info Bull 249. "Spezi 2026"

weitere Infos auf Youtube, Suche mit "AN2 Velomobil"
 
OKay, hier evtl. leicht OT, aber
Oben besagter Anwalt hat sich übrigens bei Paddelbooten die Position für einen 3ten Passagier (aka Kind) patentieren lassen.
ist insofern interessant, als der Klepper Kamerad aus den 70ern (?) bereits die Möglichkeit für einen dritten (Kinder-)Sitz vorne bot.
Man müsste also wissen, welche Position sich der Patentanwalt hat schützen lassen - und eine Lizenzgebühr wäre allenfalls bei gewerblicher Nutzung fällig, privat darf jedes Patent unentgeltlich genutzt werden.
 
OKay, hier evtl. leicht OT, aber

ist insofern interessant, als der Klepper Kamerad aus den 70ern (?) bereits die Möglichkeit für einen dritten (Kinder-)Sitz vorne bot.
Man müsste also wissen, welche Position sich der Patentanwalt hat schützen lassen - und eine Lizenzgebühr wäre allenfalls bei gewerblicher Nutzung fällig, privat darf jedes Patent unentgeltlich genutzt werden.
war irgendwie eine mittlere Position. aber ich kenne mich mit den Booten nicht aus. Ich hatte jetzt auch nicht den Eindruck, dass er übermäßige Lizenzgebühren nehmen wollte.
 
Ach dann macht man eben das gleiche nur ein bisschen anders. Im Patent wird explizit die verwendung von zwei 11-46 Cassetten benannt. Das Gleiche Prinzip geht naturlich auch mit nen 11-51 und nen 11-42. Man muss das ganze nicht verschiebbar in ein Rahmen verbauen, geht auch anders usw, und schwupdiewupp kann man selber zum Patentamt.

Ein Patent, so weit ich es verstehe schutzt nur das eine, genau so wie es abgebildet ist. Es schutzt kein grobes technisches Konzept. Beispiel mit den Kindersitz im Kanu, deswegen sind nicht alle Kanu's mit ein dritten Sitzbank verboten, nur genau den einen, so wie gezeichtnet im Patent.
 
genau so wie es abgebildet ist
Sorry, das ist leider falsch.
Der Schutzumfang eines Patents wird durch die Ansprüche definiert; die Beschreibung dient der Auslegung (wie ist der Anspruch zu vertshen) und die Figuren zeigen i. d. R. ein (oder mehrere) Ausführungsbeispiele und evtl den bekannten Stand der Technik, den das Patent verbessern will.

Aber da ein Patent nur vor gewerblichen Nachahmern schützt, lohnt es sich nur, wenn die realistische Gefahr besteht, daß es von jemand anderem kommerziell genutzt werden könnte.
Um ein gutes Patent zu erhalten, sollte man sich deshalb entweder selber sehr gut auskennen oder einen Profi aka Patentanwalt mit der Ausarbeitung beauftragen. Und bei den PatentanwältInnen ist es wie in praktisch allen Berufsgruppen: nicht jede/r ist wirklich gut in ihrem/seinem Job!

Ich würde empfehlen, mit Aussagen zum Thema Schutzrechte eher zurückhaltend zu sein, wenn man sich nicht wirklich auskennt.

Ich arbeite nun seit über 22 Jahren im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes und weiß daher doch ein bißchen was zum Thema, würde aber auch einen Patentanwalt drüberschauen lassen, wenn ich eine Patentanmeldung schreiben würde.
 
Ist das hier der Patentfaden? (Oder Genderfaden?)
Patentfaden bedingt ja, da es auch um Patent bzw. Parentanmeldung von Alex geht und ich Falschaussagen zum Patentrecht nicht unwidersprochen stehen lassen möchte.

Gendern will ich niemandem vorschreiben, mir aber auch nicht von Dir verbieten lassen.
Daher würde ich vorschlagen, daß das Thema hier nicht weiter diskutiert wird, das wurde an anderen Orten schon getan.
 
Das Patent scheint für den Erbauer ja ein wichtiges Thema zu sein, sonst würden wir nicht darüber diskutieren.

Man müsste also wissen, welche Position sich der Patentanwalt hat schützen lassen

Nur die Position für einen Kindersitz im Paddelboot kann man sich nicht ohne weiteres schützen lassen. Das wäre zu allgemein. Dies könnte das Patent sein:


Bevor die Sitzposition des Kindes eines Rolle spielt, müssen noch viele andere Bedingungen erfüllt sein. Ein Familienkajak mit genau dieser Sitzkonfiguration gibt es auch. Ob die Erfinder unabhängig die gleiche Idee hatten oder Lettmann sich vom Patent hat inspirieren lassen, wer weiß.


Jedenfalls hat der Patentanwalt daraufhin versucht bei den Patentansprüchen ein Detail zu streichen (Befestigung für Spritzdecke), so dass Lettmann das Patent verletzen könnte. Das ist zumindest meine Interpretation. Das Patentamt wollte das Patent so aber nicht mehr erteilen und er musste diese Änderung rückgängig machen. Der ganze Schriftverkehr von 2020 bis 2025 findet man im Taballenmenü [] unter Akteneinsicht. Da kann man gut erkennen, wie es von Änderung zu Änderung immer spezifischer wird:

https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/register?AKZ=1020200057667

Am Ende ist so ein Patent fast nutzlos, weil eigentlich für ein Boot mit genau dieser technischen Eigenschaften in genau dieser Kombination entweder kein Bedarf ist oder man einfach ausreichend viel verändern kann, ohne die Funktionalität wirklich einschränken zu müssen. Patentrolle könnten natürlich trotzdem versuchen abzumahnen oder Lizenzgebühren zu fordern.

Ein Patent für das "Bett zum schlafen oder ausruhen integriert in einen Fahrrad , Liegerad , Velomobil oder als
Pedelec bis 45 kmh durch einfachen Umbau" wird wohl nie erteilt werden. Der Prüfungsbescheid macht ziemlich klar, dass daran nichts patentwürdig ist (Pos 012 vom 06.03.2023):

https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/register?AKZ=1020220047241
 
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