Ich denke auch das die Zukunft nicht ein Konzept zeigen wird das alle andere Uberlegen ist. Es gibt eben unterschiedliche Leute, mit unterschiedliche anforderungen, eine andere Prioritätenliste was wichtig ist beim Neuen Velomobil. Bei einige steht Geschwindigkeit, Effizienz, Aktionsradius sehr hoch. Bei andere Wetterschutz, Gepackmitnahme, die moglichkeit ein Kind mit zu nehmen, wieder andere sehen es als herausforderung und kostensparend selbst zu bauen. Nicht das damit andere Aspekte unbedeutend sind, aber die haben halt ein niedrigeren wert in die Entscheidungshierarchie. Komplizierend ist auch das man ohne Velomobil Erfahrung diese Aspekte nicht so gut beurteilen kann als mit viel Erfahrung. Und sogar Erfahrene machen manchmal falsche Entscheidungen wobei das vorher im Kopf entstandenes Idealbild von ein Model dennoch in der Realität zu Enttauschung wird.
Ich hab mir fur das selber bauen entschieden. Als personliche herausforderung, und weil ich hoffte das es billiger sein wurde. Das hatt dan jahre gedauert. Das Endresultat entsprach meine vorsichtige Erwartungen, billiger wurde es nicht. Aber ich hab das Geld eben in mehrere kleine Portionen ausgegeben. Nach einige jahre Erfahrung damit hab ich festgestellt das ein Velomobil mir sehr viel bringt, das ich es oft nutze, und das ich damit mehr Radfahr als vorher. Auch ist mein Aktionsradius weiter gewachsen, ich fahr an ein Tag weiter als vorher per Midracer. Ich hab aber auch festgestellt das ein kommerzielles Produkt noch ein Schritt "besser" ist, der ich als Bastler nicht erreiche. Aber bei das Velomobil Basteln hab ich enorm viel gelernt weil man eben auch die Konstruktionsgrundlagen verstehen muss, wenn man selber den Entwurf macht. Mit den Milan GT fahr ich noch weiter, bin ich noch ein bisschen schneller. Aber jeh weiter man ein Teilaspekt heraushebt, und das verbessert, entwickelt sich aber auch irgendwo ein Nachteil, muss man akzeptieren da es etwas anders deswegen nicht so gut kann.
Es gibt auch einige die sich z.b. fur ein QV entscheiden weil sie die extra Gepackkapazität wunschen. Nach einige jahre folgt dan gelegentlich ein schnelleres Model. Weil man feststellt das man doch nicht unbedingt die extra Platz braucht und ein bisschen mehr Geschwindigkeit vielleicht auch nicht schlecht ist. Es gibt welche die sich fur ein sehr schnelles Model entscheiden, dann aber feststellen das es mit ein bescheidenen Bio Motor nicht viel bringt und dann doch ein E motor einbauen. Es gibt wahrscheinlich sehr viele die sich gern ein anderes Vortbewegungsmittel wunschen als ein Auto, aber nicht bereit sind sich dafur als Sportler zu verhalten.
Nicht fur jeder ist das gleiche Haus das ideale, nicht fur jeder der gleiche Auto, das gleiche Aufrechtrad, und eben das gleiche Velomobil. Und fur die Hersteller ist es noch mal anders, es zeigt sich das es sehr schwer ist, aus die Manufakturgrosse auf noch grosser zu wachsen. Der Verkaufsschlager von Heute ist es Ubermorgen vielleicht nicht mehr. Weniger Arbeitsintensive Herstellung ist zwar moglich aber nicht ohne ein anderes Produkt zu liefern. Aber auch dafur gibt es Kunden. Daher denke ich das es gut ist auch andere Produktionsweisen, wie die Rotationsmethode, Blechkisten, Holzbau weiter zu benutzen, zu entwickeln. Es gab leztes Jahr mehr Kunden fur ein A4 als fur nen Milan SL. Aber das sind nicht die gleiche Kunden ! Fur den SL gibt es Alternative, fur den A4 nicht.
Die Zukunft liegt denk ich darin, fur einige UNTERSCHIEDLICHE Kundenprofile unterschiedliche Produkte zu haben, die Ihren spezifischen Zweck dann auch wirklich gut erfullen.