Deutschland - RAD gemütlich

Das hätte auch den Vorteil, daß es ein paar sehr schöne Fotos von Velomobilen vor der größten Ziegelsteinbrücke der Welt geben wird - entsprechendes Wetter vorausgesetzt. Und damit wird das Verschenken des VM-Kalenders an meine Eltern (15km Luftlinie von der Brücke weg) noch sinnvoller als bisher.
 
Ich sehe gerade, um Heiligenstadt waren dann wieder Baustellen? Vor zwei Wochen war die schöne Bergroute, die ihr heute zwischen Kilometer 115 und 120 genommen habt und wo es einen Gasthof mit der leckersten Wildscheinbratwurst gibt, gesperrt, die, zu der ihr angesetzt habt auch. Eigentlich wollte ich Euch die rote Route weiter im Westen über Dietzenrode empfehlen. Die ist landschaftlich traumhaft und die Straßen sind alle neu asphaltiert und topf eben. Aber das geht hoch und runter. Muss ja auch nicht sein. Aber man hätte dann Heiligenstadt umfahren können.

Viel Freude im schönen Mühlhausen! Die Kirchen lohnen sich zu besichtigen. Da habe ich herausragendes Bleiglas gesehen.


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Fortsetzung
1. Tag Helmern - Mühlhausen
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Aufbruch 9:15
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Weitblick Richtung Weserbergland und Solling
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Bei Beverungen über die Weser und nach Niedersachsen.
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Wieder auf die andere Weserseite. Ein Stückchen in Hessen. Bad Karlshafen.
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15 km bis Gieselwerder. Dort in den Tante Enso-Laden für 2 Donauwellen und 2 Kaffee.
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Das Rathaus von Gieselwerder mit besonderem Pfahl unter dem Torbogen.
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Die Region der Weser gehört mit zu den Märchenlander der Gebrüder Grimm. Hier mein frühes Lieblingsmärchen.
 
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Von Bursfelde haben wir mal einen anderen Weg in das Leinetal bei Göttingen gewählt. Durch das Niemeltal über Löwenhagen nach Dransfeld. Sehr empfehlenswert weil es sehr ruhig war. Autos dürfen nur 50 fahren.
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Hinter Dransfeld
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In Deutschland wechseln die Baustile auffällig von Region zu Region. Hier sind wir nahe Göttingen.
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Allee südlich von Göttingen
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Die alte innerdeutsche Grenze bei Friedland
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Das hab ich nur aus dem Augenwinkel gesehen und bin dann zurück gerollt. Das Tor der Freiheit. Hier sind die Menschen aus der sowjetischen Besatzungszone von 1945-1950 einfach nach Westdeutschland gegangen. Ebenso andere, die nach Thüringen und Sachsen wollten.
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Die haben so viel Geld, dass sie das in den großen Türmen lagern müssen.
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Heilbad Heiligenstadt. Geht gar nicht so leicht auszusprechen.
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Die erste Strasse wieder zurück auf die Route war wegen Baustelle gesperrt. Die zweite hatte einen netten Anstieg im Naturpark Eichsfeld Hainich- Werratal. Was für ein Wortungetüm.
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Witzig den Mittelpunkt Deutschlands gestreift. Einer der den Anspruch erhebt. Flinsberg
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Hier gibt es echte Single Roads.
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Küllstedt.
 
In Deutschland wechseln die Baustile auffällig von Region zu Region. Hier sind wir nahe Göttingen.
Das ist ja komplett meine Heimat, die ihr heute durchquert habt. Auf jedem Foto erkenne ich genau, wo das ist, auch das Grenzmuseum. Ihr hättet in Bursfelde noch das Kloster anschauen können, das ist bald 1000 Jahr alt, aber vermutlich kennt ist sowas. Mich beeindrucken die alten Gemäuer immer. In Göttingen steht eines der ältestes Fachwerkhäuser Europas aus dem Dreizehnten Jahrhundert.

Ihr habt mehrfach die Religionsgrenze überschritten, dazu seit ihr durch historisch gesehen sehr arme und sehr reiche Gegenden gekommen. Das erklärt die unterschiedlichen Baustile. Das Leinetal ist schon ewig bewohnt und war immer wichtiger Handelsweg. Bei unserem Nachbarn in Grone hat man Klostermauern aus dem achten Jahrhundert ausgegraben, die Christianisierung war da sehr früh.

Das sind alles Dinge, die man im Auto auf der Autobahn nicht wahrnimmt. Aber mit Fahrradtempo hat man Zeit und Muße, jedes Dorf und jede Kirche zu betrachten. Gerade im Eichsfeld ist in den letzten Jahrzehnten alles extrem gut renoviert worden. Und diese, Du nennst sie "Single Roads" werdet ihr noch ganz oft finden. Ich suche die immer und fahre fast nur auf solchen Straßen. Die sind total leer.

Ich wünsche Euch noch ganz tolle Einblick in unser wunderschönes Land. Da kommen noch viele unerträglich tolle Gefilde und unglaubliche Ausblicken! Das Erzgebirge hat mich immer begeistert.

... höllische Fussschmerzen plagen, ....
Dann lass Dir jetzt eine ordentliche Fußmassage geben. Die hast Du Dir nach der lange Strecke verdient! Viel Glück, dass der Fuß die lange Strecke mitmacht!

historischer Nachtrag: Ich erinnere mich noch, dass zu meiner Kindheit in Grone Ausgrabungen um 1969 waren. Jetzt suchte ich danach, und fand, dass man noch eine linienbandkeramische Besiedlung aus der Zeit 5200 vor Christi Geburt fand. Das ist wirklich schon ewig besiedelt!
 
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Die Locals (@efeu325, @Matthias., @Jack-Lee, ...?) sind gerne mit Verbesserungen zur Routenführung willkommen. Wir haben einfach nur Mühlhausen, Erfurt, Weimar, Gera und Jena als Punkte gesetzt, weil sie sehenswert sein könnten.
Ich klicke euch morgen früh mal ein paar Tracks für die nächste Etappe zusammen. Dann könnt ihr beim Frühstück entscheiden, wie ihr fahren wollt.
 
Allgemeines:
  • Den Unstrutradweg zwischen Mühlhausen und Bad Langensalza sollte man meiden. Die Umfahrung bei "irgendwas dazwischen" kenne ich nicht. Eventuell gibt es da mal Kopfsteinpflaster. Die B247 lässt sich gut fahren. Landschaftlich am schönsten ist die touristische Variante.
  • Erfurt & Weimar: Da habe ich die typischen Sehenswürdigkeiten eingebaut. Leider kommt man da nur über Kopfsteinpflaster durch Fußgängerzonen hin. Wenn das zu holprig ist, einfach umfahren (Achtung, in Erfurt gibt es Straßenbahschienen). Auf der Krämerbrücke unbedingt das Krämerbrückeneis verköstigen.
  • Jena ist ein Verkehrsmoloch. Falls ihr da das Zentrum sehen wollt, ab Weimar die touristische Variante wählen.
 
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