@Rotkaeppchen, dein Anspruch ist Murks - du verkennst, dass das Achten auf extrem seltene mögliche Gefahren die Aufmerksamkeit wegnimmt von Gefahren, die weit häufiger sind. Moment mal,
woher kenne ich das noch?
Das weißt Du doch gar nicht? Wenn ich fahre, bin ich zu 100% bei dem, was mich umgeht. Das Thema
"LKW steht neben mir" passiert wie oft? Vielleicht zweimal im Jahr. Und dann fahre ich zur Seite aber ich stehe niemals neben dem und seinen "Gummibomben". Andere "Profis" drängeln sich neben den rechts blinkenden LKW, stehen dann mit Tuchfühlung neben den LKW, wollen gradeaus fahren und mecken dann noch, wenn der LKW wie angekündigt abbiegt. Wenn man unbedingt die paar Sekunden sparen will, warum dann nicht links neben den LKW stellen und dann möglichst weit weg von den Reifen, also z.B. 2m links vor ihn, oder so, dann wird man vom Fahrenden auch sicher gesehen. Das eigene Verhalten beeinflusst das Risiko im Straßenverkehr extrem.
Wir haben vier Bereiche für mögliche Unfälle:
- Eigenverschulden, weil man wieder irgendwas rutschiges nicht sah, in Straßenbahnschienen hängt, sich beim Bremsen verschätzte etc. Was kann man dagegen machen? Üben, üben, üben, und Augen auf.
- Technische Defekte, also z.B. platzende Reifen, ausfallende Bremen, brechende Lenker, etc, dagegen hilft Wartung mit regelmäßiger Begutachten und eine sinnvolle Auswahl an Produkten, z.B. Alumiumlenker vermeiden, oder Tourenreifen anstatt hauchdünne Rennreifen sowie Belastungsspitzen beim Fahren vermeiden, also z.B. ungebremst über Bordsteine knallen.
- Die anderen, das ist die unkalkulierbare und am schwersten zu beeinflussende Größe. Wenn Dich ein LKW von hinten kommend in den Graben drängt kannst Du nix machen, außer Straßen zu wählen, wo die nicht fahren
- Natureinflüsse, also herunterfallende Äste im Wald, Dachziegeln in der Stadt usw. Aber das passiert vor allem beim Sturm. Da fahre ich nicht, ich bin ja nicht blöd.
Die meisten Unfälle kann man vermeiden, wenn man mitdenkt und Fehler anderer einkalkuliert. Und dann sehe ich meine Mitmenschen in unerträglicher Ignoranz, mit physikalischem Unverständnis sowie Gottvertrauen und wundere mich nur. Statistiken nehme ich darum zwar wahr, und man kann damit für z.B. Straßenbaumaßnahmen argumentieren, für mein Einzelrisiko sind die aber untauglich.