Der Off Topic Faden

Im Sportunterricht war ich immer grottenschlecht. Zugleich war ich bergsteigen, bin anspruchvolle Abfahrten mit Schi gefahren (Noch mit den weichen Lederschischuhen, später überhaupt mit Lederbergschuhen, weil mir die Schischuhe zu klein geworden sind, und ich keine neuen bezahlen konnte. Die Bindungen dafür habe ich selbst gebaut.), bin geklettert. War also ein sehr schlechter Sportler. Ich glaube, die Taten in der Schule sagen gar nichts aus!

Lg!
georg
 
BJS ist halt nur einmal im Schuljahr, die anderen Sachen wöchentlich. Im normalen Schulsport bei der Auswahl zur Fußball, Handball oder was immer Mannschaft immer einer der letzten zu sein finde ich prägender als einmal im Jahr beim Laufen / Springen /Werfen iwo im letzten Viertel rumzueiern. Da hätte es für das Wecken von Interesse am Sport auch nix genutzt die BJS abzuschaffen. Ganz im Gegenteil, ich habe diese Tage, trotz schlechten abschneidens, eher positiv in Erinnerung.

Angefangen regelmäßig sowas wie Sport zu treiben habe ich nach der BW-Zeit. Bin schon immer gerne Fahrrad gefahren und habe mir dann das erste RR gekauft (war in meinem dörflichen Umfeld der einzige mit so einem Ding, hat rundum viel Kopfschütteln erzeugt weil "für das Geld bekommt man schon ein Moped") kurz danach kam dann zwecks Formerhalt im Winter Laufen dazu und mit Freunden bin ich zu der Zeit eh regelmäßig im Schwimmbad gewesen (eher Wellness). So nam die Sache dann ihren Lauf. Gut war ich nie, 40min auf 10k und knapp unter 1,5h auf 21k langte so für's Mittelfeld. Spaß gemacht hat's trotzdem.
 
In dem Bereich bin ich auch gewesen. Nur sollte man sich dann nicht nur mit den anderen Teilnehmenden vergleichen. Mit den Leistungen ist man insgesamt schon SEHR gut, und man sollte sich hüten, daraus zu schließen, das Jeder mal 10km traben kann. Kann er nicht,
 
  • Like
Reaktionen: spz
Sportlich? Ja, aber nicht im üblichen Rahmen?
Exakt, ging mir genauso. Ich habe mich gerade mit einem Kollegen unterhalten, der früher im Jugendkader von Hertha BSC war und ihm klargemacht, dass ich in der Schule nur nach den Noten unsportlich war, weil Ausdauersport eben nicht gefragt wurde und - wie wir im Gespräch herausgearbeitet haben - nicht so gut leistungsgeprüft werden konnte.
Man wird dabei unabhängig vom Urteil anderer und sportelt fortan aus innerer Motivation, nicht wegen äußerem Ansporn. Deutlich nachhaltiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Ausdauerlauf hatte ich eigentlich immer ne 5 oder 6 bekommen, war mies in Ballsportarten und Kraft war keine da.
Sport machte mir prinzipiell Spaß, aber eher 3er Kandidat.
Hat halt wenig mit Genetik zu tun, eher mit der mangelden Bewegung, kein Sport, hauptsächlich an Rechner hängen.
Und das ist im Erwachsenenalter nicht anders.
Kann man auch auf quasi alles andere übertragen, z.B. bei Musikinstrumenten.
Du kannst endlos talentiert sein, ohne Übung und Training ist man trotzdem schlechter als jeder disziplinierte Untalentierte.
 
Bei Musik hilft mir Training nichts. Ich liebe die Musik, aber die Musik liebt mich nicht! Buhuu!

Selbst Musik machen würde mich freuen, wäre aber reine Tierquälerei, für alle, auch die Zuhörenden.

So freue ich mich über das, das ich gerne mache und kann, eine ganze Menge, und den Rest lasse ich anderen. Ich muss nicht alles machen!

Lg!
georg
 
Auto und das Ein- und Aussteigen. Als Sitzriese kenne ich diese Probleme, wobei ein SUV ja nicht immer die Lösung ist.
Einige Erfahrungen:

Ford Bmax Bj 2016, ich kann superbequem rein und raus, Technik: 90° gedreht mit dem Rücken rein, Kopf passt leicht unter der Dachkante.. Dann am Sitz 90° nach vorne drehen und gleichzeitig die Beine reinziehen. Aussteigen genau umgekehrt. Sitzposition, Aussicht, Innenspiegel perfekt. Lediglich die B-Säule ist für sehr Große einen Hauch zu weit vorne. 9,8/10.

Opel Agila (=Suzuki Splash) bj 2014?: Situation ähnlich wie Bmax. Dachkante einen Hauch tiefer, 9,5/10.
Seat Altea (Türen, Innenausstattung identisch Golf Plus, beide Modelle laufen am gleichen Band in Spanien), bj 2007: "Sportlichere" Sitze mit leichten Seitenwangen und seitlichen Kunststoffabdeckungen behindern eleganten Einstieg wie im Bmax, geht nur mit ca. 45° Drehung und gleichzeitigem Mitziehen des rechten Beines, der Seitenwulst sieht nach jahrelanger Verwendung zerquetscht aus, die Sitzfläche unterm Popo zeigt ebenfalls Verschleiß durch das Drehen am Sitz, Aussicht etc ähnlich bmax, 8/10.

Audi TT, 1999, Testfahrt: Dachkante wäre bei 90° Einstieg in Halshöhe, dazu fetter Seitenwulst auf Sitzfläche. Einstieg also Kopf voraus k0nschen, geht natürlich nur mit leerem Beifahrersitz, bis die Hüfte über der Sitzfläche ist, seitlich über beide Sitze liegend die Beine reinziehen, dann als Ganzes hochkippen. Sitzposition dann sehr gut und sehr gute Aussicht. 2/10.

VW Golf 6 und Golf 7, nur im Autohaus: Einstieg deutlich schlechter als in Golf Plus, Altea, Bmax. Aber die Sicht komplett eingeschränkt. Vordere Dachkante zu tief, Rückspiegel so groß wie Kinoleinwand, ober Spiegel ist der Dachhimmel runtergehend und mit Innenlicht, Schaltern, Regensensor etc vollgepfrimelt bis zum Rückspiegel. Selbst in tiefster Sitzstellung sehe ich in Blickrichtung zwischen 1 und 2 Uhr wegen dem Rückspiegel gar nicht raus!!! Bewertung Einsteigen 6/10.
Bewertung Sichtfeld 1/10.

Also:
es braucht keinen Suv mit zu breitem Schweller und zu hohem Sitz, sonden nur ein passendes Konzept, unabhängig von der Fahrzeugklasse!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat halt wenig mit Genetik zu tun, eher mit der mangelden Bewegung
Ich denke schon. Zu meiner Zeit war noch nix mit Rechner, war als Kind immer draußen unterwegs, Radfahren, Bäume klettern etc., sportlich trotzdem ne Niete. Auch später habe ich einige erlebt, die nach ein paar Lauf- oder Radeinheiten als Anfänger in Bereichen waren in die ich nie gekommen bin.
 
Bei Musik hilft mir Training nichts. Ich liebe die Musik, aber die Musik liebt mich nicht! Buhuu!

Selbst Musik machen würde mich freuen, wäre aber reine Tierquälerei, für alle, auch die Zuhörenden.

So freue ich mich über das, das ich gerne mache und kann, eine ganze Menge, und den Rest lasse ich anderen. Ich muss nicht alles machen!

Lg!
georg
Jede Kunst ist grundlegend erstmal ein Handwerk, und ein Handwerk braucht Übung. Auch die talentiertesten Musiker müssen die Grundlagentechnik üben - und die Technikübungen klingen auch bei denen scheiße. Die Vorstellung, dass irgendjemand mit einer Fähigkeit auf die Welt kommt, ist und bleibt sehr lustig.

Und nein, man muss nicht alles können und nicht alles machen. Vielleicht ist man in einer jeweiligen Disziplin tatsächlich auch einfach nicht gut. Aber ohne Übung kann man so gut sein wie man will, erreichen wird man dennoch genau gar nichts ohne irgendeine Form von Aufwand zu betreiben.
 
Die Vorstellung, dass irgendjemand mit einer Fähigkeit auf die Welt kommt, ist und bleibt sehr lustig.
Nicht für die Leute, die Leute kennen, bei denen das so ist.
Unserer Enkeltochter wurde das Blumensträuße binden tatsächlich in die Wiege gelegt, und ihre Noten in der Berufsschule (als Floristin) sind auf einmal in allen Fächern regelmäßig um 2 bis 3 Stufen besser als in der Schule vorher ...

Nach meiner Erfahrung kann man mit Übung in vielen Bereichen relativ viel erreichen, aber es gibt Menschen, die für bestimmte Dinge eine bessere Veranlagung haben.
Es gibt Talent!

Glücklich die, die ihr Talent erkennen und ausleben können!
 
Die Vorstellung, dass irgendjemand mit einer Fähigkeit auf die Welt kommt, ist und bleibt sehr lustig.
Ups, da ist mir ein Wort verloren gegangen. Wurde ja zum Glück dennoch korrekt interpretiert. :D

Nicht für die Leute, die Leute kennen, bei denen das so ist.
Nö, auch da braucht es Übung. Weniger als bei jemandem ohne Talent - genau das macht ja Talent aus - aber ohne Übung geht es eben nicht. Eventuell kommt derjenige mit Talent auch weiter als derjenige ohne, das stimmt. Aber ohne Übung kommt derjenige mit Talent genau nirgendwo hin.
 
Was täten wir in einer Diskussion nur ohne absolute Aussagen? :D

Jede hinreichend komplexe Tätigkeit muss, abseits einiger Ausnahmen erlernt und verbessert werden, je nach gewünschtem Ergebnis. Und sowohl im sportlichen als auch künstlerischem Bereich halte ich die Vielfalt für so groß, dass für fast jeden etwas dabei sein sollte, was seinen Talenten gerecht werden kann.

Schule ist halt auch einfach der falsche Ort, das passende Interesse entwicklungsgerecht zu wecken oder entsprechende Tätigkeiten zu lernen.

Anekdote: Wie man wirft, weiß ich erst seit einigen Jahren. Schule hat mir das nicht beibringen können. Ohne passende Technik hat das halt auch keinen Spaß gemacht. Das sieht jetzt anders aus.
 
Interessant, daß Du unsere Enkeltochter kennst ...

"Alle Menschen sind gleich!" ist nach (nicht nur meiner) Erfahrung falsch.
"Alle Menschen sind gleichviel wert" trifft es deutlich besser.
Ich brauche Deine Enkeltochter auch nicht kennen, um zu wissen dass sie beim Schlagen mit den Armen nicht plötzlich anfangen wird zu fliegen. Der Punkt ist ja der, dass Talent ohne Anwendung kein Ergebnis liefern wird. Derjenige mit Talent und Anwendung wird natürlich schneller und vielleicht auch weiter kommen, als derjenige ohne Talent bei gleichem Einsatz. Aber ohne diesen Einsatz hilft alles Talent der Welt nichts.

e0b.jpg

Was das (angeblich) über ihren Wert aussagt, weiß ich nicht, weil ich zum Wert irgendeiner Person, einschließlich dem Deiner Enkeltochter, keinerlei Aussage getroffen habe und auch nicht treffen werde. Und selbst wenn wir unterschiedlich viel wert wären, würde mein Bemessungsgrad dazu sich garantiert nicht an irgendwelchen Talenten festmachen.
 
Zurück
Oben Unten