Der Off Topic Faden

Bislang war ich der Meinung, schusssichere Westen aus Faserverbundstoffen seien eine Erfindung der Neuzeit… doch schon die "alten" Griechen hatten den Linothorax.
Mongolen-Krieger hatten "schußsichere" Kleidung aus Seide. Die Pfeile stanzten dir zwar trotzdem ein Loch in den Körper, aber wurden von der Seide gehalten, durchlöcherten nicht die Organe und man konnte sie einfach wieder rausziehen.

Fun fact: So ein Pfeil bleibt im Körper nicht wie in Hollywoodfilmen nach 10cm stecken, sondern geht meist durch.
 
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Verbote helfen da wenig.
Verbote machen "Etwas", zu was ganz besonderem, also zu einem knappen Gut und dadurch zu etwas wertvollem, was dann auch entsprechend teuer gehandelt werden kann. Reiche Menschen können und wollen sich das dann trotzdem oder sogar gerne leisten. Arme Menschen die bestimmt genauso viel Gründe haben sich zu berauschen, können sich das dann nicht leisten und müssen kriminell werden. Verbote werten Drogen nicht nur im Preis auf, auch in der Bedeutung, es macht Arme ärmer und spaltet Arm und Reich weiter auseinander. Verbote sind die Basis für das Geschäftsmodell Drogenhandel.
 
Ja, es wäre eine bessere Welt, wenn denn, was zu langsam passiert, das organisierte Verbrechen weniger Geld aus der Gesellschasft zieht. Ich bin für die Freigabe aller, auch der härtesten Drogen, aber in bester Qualität aus der Apotheke zu vernünftigen Preisen. Das entzieht "dem Bösen" die Mittel.
Eine hamburger Innensenatorin* (FDP) erklärte mir vor 38 Jahren(!) auf einer öffentlichen Wahlveranstaltung:
"Heroinsüchtige sterben nicht an Heroin. Die sterben an dem Dreck mit dem Heroin gestreckt wird. Wenn wir denen sauberes Heroin aus der Apotheke anbieten könnten, würden die Meisten etwa ab Mitte 30 von selber aufhören."

Ich war relativ geschockt das sie das sagte.

*hamburger Senatoren sind in anderen Bundesländern Minister. Das war also unsere amtierende Innenministerin!
 
Mongolen-Kriger hatten "schußsichere" Kleidung aus Seide.
Ja, nur schlappe anderthalb tausend Jahre später! ;)

Frage an Gemini: Wann hatten Mongolen-Krieger bereits "schußsichere" Kleidung aus Seide?







Die kurze Antwort lautet: Im frühen 13. Jahrhundert, konkret unter der Herrschaft von Dschingis Khan (ca. 1206–1227).

Es handelte sich dabei jedoch nicht um "schusssichere" Kleidung im modernen Sinne (wie Kevlar, das Projektile abprallen lässt), sondern um eine sehr schlaue Form der Schadensbegrenzung.

Hier sind die Details zu dieser historischen Innovation:

1. Das Prinzip: Wie die Seidenrüstung funktionierte​

Mongolische Krieger trugen oft ein fest gewebtes Hemd aus Rohseide direkt auf der Haut, unter ihrer eigentlichen Rüstung (die meist aus Leder- oder Metalllamellen bestand).

Wenn ein Pfeil die äußere Rüstung durchschlug, traf er auf die Seide. Da Seide extrem reißfest und zäh ist, wurde sie vom Pfeil oft nicht durchschnitten. Stattdessen wurde der Stoff unbeschädigt mit der Pfeilspitze in die Wunde hineingedrückt.

  • Der Effekt: Der Pfeil drang in den Körper ein, war aber komplett in den Seidenstoff eingehüllt (wie ein Finger in einem Handschuh).

2. Der medizinische Vorteil ("Bulletproof" war eigentlich "Med-Kit")​

Der eigentliche Vorteil lag nicht im Aufhalten des Pfeils, sondern in der Behandlung danach:

  • Leichtere Entfernung: Normalerweise haben Pfeilspitzen Widerhaken, die beim Herausziehen das Fleisch zerreißen. Da der Pfeil aber in der Seide steckte, konnte man einfach vorsichtig am Stoff ziehen und so den Pfeil samt Spitze „sanft“ herausdrehen oder -ziehen.
  • Infektionsschutz: Die Seide verhinderte, dass die schmutzige Pfeilspitze (oder Fetzen der schmutzigen Oberbekleidung) direkt mit dem Blutkreislauf in Kontakt kam. Dies senkte das Risiko für Sepsis drastisch – in einer Zeit ohne Antibiotika oft der eigentliche Killer.

3. Warum gerade im 13. Jahrhundert?​

Die Mongolen hatten ursprünglich keinen großen Zugang zu Seide. Erst durch die Feldzüge Dschingis Khans gegen die chinesischen Dynastien (Jin- und Song-Dynastie) erlangten sie Zugriff auf riesige Mengen dieses teuren Stoffes. Dschingis Khan erkannte den militärischen Wert und machte Seidenunterwäsche zur Standardausrüstung seiner schweren Kavallerie.

Zusammenfassung​

Man kann also sagen: Ab ca. 1210-1220 nutzten die Mongolen Seide systematisch als "ballistischen Schutz", allerdings funktionierte dieser eher wie eine eingebaute Wundversorgung und nicht wie ein Schutzschild, der den Aufprall komplett verhinderte.

Es ist dennoch immer wieder verblüffend, was Menschen bereits alles wussten, nachfolgende Generationen jedoch wieder vergessen hatten… :rolleyes:

@Rotkaeppchen – Danke für den Lesetipp. Ich bin durch die neue Dokureihe Dark Greece (ZDF) darauf aufmerksam geworden. Ich höre sowas gerne nebenbei oder zum einschlafen. ;)
 
"Heroinsüchtige sterben nicht an Heroin. Die sterben an dem Dreck mit dem Heroin gestreckt wird.
Das haben mir Herionsüchtige auch so erzählt. Ob es stimmt, keine Ahnung, aber saubere Drogen sind auf jedem Fall ein Fortschritt. Und das trifft ja auch alles zu. Auch das Thema Psychosen, was hier so leidenschaftlich diskutiert wird, kann auch an den Begleitstoffen, mit denen gestreckt wird, liegen.

Ich höre sowas gerne nebenbei oder zum einschlafen. ;)
Dann nimm diesen youtube link
 
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Reaktionen: JKL
Auch das Thema Psychosen, was hier so leidenschaftlich diskutiert wird, kann auch an den Begleitstoffen, mit denen gestreckt wird, liegen.
Cannabis, um die sich die Psychosen-Diskussion dreht, wird nicht gestreckt. Das besteht ausschliesslich aus den reifen, getrockneten Blütenständen der weiblichen Pflanzen.

Haschisch sind die unter Hitze gepressten Blütenständen der weiblichen Pflanzen (weil um Größenordnungen kompakter und deshalb einfacher zu transportieren)
 
Dein Er ist nicht mein Es. ;)
@dooxie – weshalb so erstaunt? Ich habe für Gemini ein (kostenpflichtiges) Abo. Damit habe ich per se mehr / neuere Funktionen. Dazu gehört auch das dieser Tage geänderte Verhalten, dass Es jetzt ein Gedächtnis hat – innerhalb eines Chats oder auf Wunsch auch dauerhaft. Zudem nutze ich dafür den Google Account, den ich seit ich–weiß–nicht–mehr–wann für YouTube eingerichtet habe.

Daher bekomme ich gerade bei solch generativen Sachen andere Ergebnisse. Interessant wäre es zu vergleichen, wie zwei "Es" sich verhalten, wenn sie gleichermaßen von verschiedenen frischen Accounts gleichermaßen gefüttert werden… :unsure:
 
Cannabis, um die sich die Psychosen-Diskussion dreht, wird nicht gestreckt. Das sind ausschliesslich die reifen Blütenstände der weiblichen Pflanzen.
Wenn selber gezogen oder aus der Apotheke bezogen. Auf der Straße wird da aller mögliche Dreck drauf gemacht, um die Ware a) schwerer oder¹ b) mit mehr/anderer Wirkung zu versehen.

¹ Boolsches oder
 
PS: Ich gehöre zu der vermutlich nicht geringen Zahl Männer, denen es unangenehm ist, nachts vor sich auf dem Bürgersteig eine Frau zu haben, weil ihr das ja vermutlich unangenehm sein wird. :rolleyes:
Manchmal sollte man da nicht zu viel drüber nachdenken :whistle:
Ich hatte auf der Autobahn mal einen PKW vor mir, der entspannt konstante 120 km/h fuhr. Meine Karre war ohne Tempomat, aber die Geschwindigkeit passte zu meiner und so fuhr ich hinter ihm her. Da wenig Verkehr war, hat es auch immer gepasst, dass wir nacheinander oder gleichzeitig andere überholten und so die ganze Zeit tatsächlich hintereinander blieben. Anfangs war diese "Verfolgung" Zufall, irgendwann dachte ich mir: och, mal gucken wie lange das Spiel funktioniert - für mich war's bequemes und entspanntes Fahren, ich brauchte nicht auf die Geschwindigkeit achten. Am Ende fuhren wir über eine halbe Stunde lang so. Der Wagen ist dann ein paar Ausfahrten vor mir raus. Bis heute frage ich mich, ob er mich verdächtig fand. Oder es überhaupt mitbekommen hat (wobei mein Wagen schon auffällig beklebt war).
 
aus 'Spiegel Mobilität'
Erstmals dürfen Autos auf deutschen Straßen aus der Ferne bedient werden.
Das ist doch super, dann kann Mama ihren Nachwuchs vom Arbeitsplatz aus von der Schule abholen :confused::

"Bleib bitte im Auto sitzen, Schatz, ich fahr mal rechts ran. Mama muss gaaanz kurz in ein Meeting und mach nicht die Tür auf."

Im Meeting:
"Nicht die Tür aufmachen Sören-Joachim. Mama möchte nicht dass du die Tür aufmachst! - Lass das, Sören-Joachim! Ich sagte lass das!! Mama wird sonst böse!!!"
...
"Oh Gott, neeein, nicht schon wieder!"
...
"Du Schahatz, drückst du mal bitte die Notruftaste? Der Radfahrer hat sich ein bisschen Aua getan." - "Was? Nein Du musst nicht weinen, so schlimm ist das nicht, war nur ein bisschen Aua. - "Nein, Du musst auch nicht pusten. Bleib brav im Auto und schließ die Türen ab. Wenn der Krankenwagen da ist fährt Mama sofort weiter." - "Ja, Mama hat dich auch ganz doll lieb. Gleich bist du zu Hause. Du darfst dir auch ein Eis aus dem Kühlschrank nehmen."
 
Problematisch ist aber der in letzter Zeit häufige starke Regen (leichter und normaler Regen sind unschön aber erträglich). Man sieht einfach nichts mehr, und wenn es um halb vier dunkel wird, vervielfacht sich das Problem. Die Kontaktlinsenlösung hat sich nicht bewährt, weil ich das Fremdkörpergefühl nicht los werde. Es nervt nur noch.
Gegen das Fremdkörpergefühl kann es helfen die Linsen zu wechseln zu welchen die gut feucht halten, auch wenn das evlt. nicht die billigsten sind. Ich hatte das früher nach ein paar Stunden tragen, seit ich die hier nehme auch nach einem richtig langen Tag keine Probleme:
 
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