Der Abnehm-Thread

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... aber ich vermute, daß ich auch Muskeln aufbaue ...
Damit sich diese auf das Gewicht auswirken, müssen es aber schon recht viele sein, oder? Ich habe an mir jedoch festgestellt, dass ich ziemlich schnell zunahm, als ich das Rauchen sein ließ. Nachdem ich mich belesen hatte zu den tatsächlichen Ursachen, konnte ich feststellen, dass Suchtsubstanzen wie Alkohol o. Nikotin die Physe dermaßen unter Stress stellen, dass diese vermehrt Energie verbraucht, um den Körper wieder zu entgiften, denn es handelt sich bei Alkohol, Nikotin usw. ja eigentlich um körperfremde Gifte, die dort im Grunde genommen nichts zu suchen haben. D.h., der Organismus muss sie wieder entsorgen, was ihn zusätzlich Kraft/Energie kostet. Deswegen sind Alkoholiker/Raucher z.B. auch oft so "schlank", wenn sie nicht auch noch zusätzlich viel in sich reinfuttern. Der Volksmund "Rauchen macht schlank" stimmt also. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man mit dem Aufhören des Rauchens etc. auch weniger essen muss, um nicht aufzugehen wie ein Pfannekuchen. Nicht einfach, weil der Grund für eine Substanzsucht ist ja gerade meistens was Psychisches und wenn man die Abstinenz auch noch unbegleitet durchzieht, kommt der "kalte Entzug" (also Entgiftung ohne psychologisch/therapeutische/klinische Begleitung) auch noch dazu. Kein Wunder also, dass es so wenigen gelingt, von den Süchten wegzukommen bzw. ohne auf Verhaltenssüchte auszuweichen, da die Entzugskliniken gerammelt voll sind.
 
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Deswegen sind Alkoholiker/Raucher z.B. auch oft so "schlank", wenn sie nicht auch noch zusätzlich viel in sich reinfuttern. Der Volksmund "Rauchen macht schlank" stimmt also.
Geraucht wird in erster Linie um umgehend auf Stresssituationen reagieren zu können. Wer sich entsprechend konditioniert hat, baut Stress ab durch das Rauchen und braucht kein weiteres Mittel um das Ziel zu erreichen. Wie viele andere Menschen kann aber auch ein Raucher gleichzeitig Stressesser sein. So langer der dann seinen Stress mit dem Rauchen kontrollieren kann, lässt ihn das schlank bleiben. Wenn der Raucher dann aus Gesundheitsgründen mit dem Rauchen aufhört, übernimmt automatisch das Stressessen, dann die Rolle des Rauchens. Stressessen hat aber genau wie das Rauchen seine Schattenseite oder Nebenwirkung, die sich dann in dem Übergewicht zeigt.

Die Schwierigkeit beim Stressessen ist, das man Essen nicht einfach so radikal sein lassen kann wie Rauchen.

Leider wird moderater Sport zum zeitnahen Stressabbau, nicht am Kiosk um die Ecke, zum schnellen Konsumieren angeboten. Moderater Sport wird auch nicht zum einfachen mitnehmen in der Hosen- o. Handtasche angeboten.

Kurze Meditation zum Stressabbau sind da teilweise schon einfacher zu handhaben. Dafür muss man/frau sich nicht erst umziehen und danach duschen, sondern es brauch nur ein paar Minuten und ne ruhige Ecke.
 
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es kommt natürlich auf das Rezept an, mir schmeckt halt ein Vollkornschrotbrot mit Hefe besser und zum Glück gab's in meiner Kindheit häufig etwas in dieser Art, ansonsten hätte es sich evtl. zum "Kindheitstrauma" entwickelt.
 
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nun, vielleicht ist die Bezeichnung "Schrot" falsch: mahle Urdinkel mit einer Stein-Mühle, so fein, dass die Scheiben sich gerade nicht berühren, ist dann aber immer noch ziemlich grob. Und nehme dann zum Backen statt Sauerteig Hefe. Evtl. muss ich auch erst 'mal unterschiedliche Sauerteige testen...
Aber die Details sind eigentlich nicht so wichtig: bin froh, dass mir die - einigermassen - gesunde Ernährung - in der Kindheit geschmeckt hat und ich daher damals nicht Zucker süchtig geworden bin.
 
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@schlawag: Bitte versuche dich am Sauerteig und einer möglichst langen Teigführung. So werden die Phytine reduziert und das Brot wird erstens wesentlich bekömmlicher und zweitens lange haltbar.
Die im Korn enthaltenen Phytine blockieren im Magen und Darm in Form der Phytinsäure die Aufnahme von Calcium, Zink, Magnesium und Eisen.
Btw ist Mehl den Polysacchariden zuzurechnen, dh. ein Mehrfachzucker der aufwendig verstoffwechselt werden will. Dein Hefebrot wird dich einigermaßen lange satt machen und den Insulinspiegel nur langsam erhöhen, weils schlicht und einfach schwer verdaulich ist. Körner in dieser Form sind für Hühner mit Muskelmagen und Steinchen drin geeignet, aber selbst die bevorzugen Proteine in Form von Schnecken, Würmern und Insekten.

Besserwisserische Grüße
Karl
 
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musste da erst 'mal etwas googeln: https://infothek-gesundheit.de/phyt...tsschaedliche-gesundheitsfoerdernde-funktion/ Anscheinend hat Phytin auch positive Auswirkungen: "wirkt regulierend auf den Blutzuckerspiegel. In Tierstudien zeigte die Säure eine schützende Wirkung bei der Entstehung von Diabetes mellitus Typ2 und Herzerkrankungen. Für Forscher ergaben sich außerdem Hinweise darauf, dass Darmkrebs auf einen Mangel an Phytinsäure bei faserarmer Kost in zurückzuführen ist."
Ist das auch bei Dinkel relevant oder nur bei Weizen? Danke für den Tip mit der Teigführung (mache Brot immer im Brotbackautomat...).
Anscheinend muss ich bei Hülsenfrüchten auch umdenken bzw. mich umgewöhnen: https://supermenu.de/2018/05/huelsenfruechte/
 
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@schlawag: vorweg halte ich Dinkel für kein Wunderkorn, es hat genauso Gluten wie Weizen, auch andere Getreide enthalten Gluten...
Viele Eigenschaften, die Getreide schlecht verträglich machen, entstehen schon im Anbau, dh. durch massiven Kunstdüngereinsatz, Pestizide und Halmverkürzer, vermuten Wissenschaftler, daß ein erhöhter Anteil an ATI entsteht. Diese ATI sind maßgeblich für Unverträglichkeiten bis hin zur Zölliakie verantwortlich. Dazu kommen noch fodmaps, das sind eine Gruppe von fermentierbaren Zuckern, die, sofern sie nicht durch Sauerteig vorfermentiert werden, im Körper unter meist heftiger Gasbildung fermentiert werden.
Die Menschen haben im Laufe der Zeit recht originelle Methoden der "Vorverdauung" entwickelt, die die Nahrung bekömmlicher machen und durch den Aufschluss auch qualitativ verbessern, zB. Sauerkraut, Kimchi, Sauerteigbrot, Kombucha, Kefir, Natto, Tempeh, Käse, Joghurt,....

Ein extrem spannendes Feld!

Karl
 
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Ist ja eigentlich OT hier, aber trotzdem: Für alle die ihr Brot selber backen wollen weil sie eben genau die langen Teigführungsvarianten wollen, empfehle ich die Bücher und/oder den Blog von Lutz Geißler. Ersetze Hefe durch Zeit (zum Beispiel 0,3 gr Hefe in einem Hefebrot bei 24 Stunden Teigführung) oder ersetze Hefe durch Sauerteig. Die lange Teigführung macht das Brot wesentlich bekömmlicher und vor allem viel leckerer durch die Umwandlungsprozesse die in der Garzeit (Zeit die der Teig reift) ablaufen. Zeitaufwand dafür ist erstaunlich gering und sehr lohnend. Brotbackautomat ab zum Wertstoffhof und in eine vernünftige Küchenmaschine zum Brotteig kneten investrieren und einen Gußtopf um darin zu backen (kann ein einfacher Petromax sein).

Dinkel ist kein Wunderkorn, aber wenn man es so ursprünglich wie möglich haben will, empfiehlt sich Emmer. Das Korn hat einen sehr sehr geringen Ertrag (daher für konventionellen Ackerbau uninteressant) aber kommt vollständig ohne Pestizide aus, daher für Bio Bauern interessant. Emmer erlebt mit dem Aufkommen der Bio Bauern wieder eine kleine Renaisance, ist aber trotzdem schwer zu bekommen. Ich reise alle 7-8 Monate zu meiner Biomühle und lade 50 kg verschiedene Mehle ein, die haben zum Beispiel auch Emmer zu einem sehr angenehmen Preis, denn üblichweise ist Emmermehl sauteuer, wenn man es überhaupt mal bekommt. Vermutlich gibt es in der Gegend diverse Bio Bauern die Emmer anbauen. Dafür haben sie keinen Roggen, der dort offensichtlich nicht angebaut wird.

Wir haben seit zwei Jahren kein Brot mehr fertig gekauft und wenn man doch mal Brot woanders vorgesetzt bekommt oft genug erstaunt, wie schlecht das ist, leider gibt es nur noch sehr wenige Bäcker die traditionell backen, aber die müssen ja auch alle mit den Billigheimern konkurrieren, dass führt nicht zu Qualitätsverbesserungen. Mein Zeitaufwand pro Tag für selbstgebackenes Brot liegt bei 15 min, das schließt die frischen Brötchen Sonnabend und Sonntag mit ein, die mehr Aufwand machen. Zeit ist also keine Ausrede nicht selbst zu backen, man muß nur die Lernkurve absolvieren, Bäcker ist nicht ohne Grund ein Lehrberuf.

Hier mal ein Dinkel-Emmer Brot das ein bisschen mehr Arbeit macht, da es aus drei Vorteigen besteht, aber jede Minute Arbeit wert. Ihr könnt es knistern hören, oder?
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@blackadder: es braucht keine Küchenmaschine, ein Schaffel und eine Hand reichen (wobei eine zweite durchaus sehr hilfreich ist).
Ich empfehle Pöt's website (er war oder ist auch Liegeradler und wirklich sehr engagiert)
Der Sauerteig

Im Prinzip ja, es gibt ja auch genug nicht-kneten Brote, aber ein gut ausgekneteter Teig gibt doch eine bessere Krume, hat mich dank nicht vorhandener Bäckerlehre einiges Ausprobieren gekostet. Die bessere Glutenausbildung bei gut geknetetem Teig macht sich da bemerkbar.

Und wo wir gerade davon sprechen, mein Sauerteig möchte aufgefrischt werden, auch nur 5 min Arbeit.
 
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Alpha 7
Meine Frau hat vor einiger Zeit versehentlich (aufgrund einer Namenverwechslung) dieses Buch von Elke Schulenburg gekauft. Ich habe dann angefangen, zu experimentieren. Uns schmeckt es hervorragend - ganz ohne Gluten. Wenn ich dann doch mal Brot oder Brötchen vom Bäcker (z.B. bei Freunden) esse, denke ich immer, ich esse nur "Luft + Chemie".
Ein Freund stammt aus einer "Bäckerfamilie". Er meinte, dass 95% des Angebotes von "normalen Bäckereien" aus "Backmischungen plus Wasser" bestehen - mit reichlich Zusatzstoffen, damit die Teiglinge sich lange halten und dann über den Tag hinweg aufgebacken werden können.

Ich denke auch, dass "selber backen & kochen" hier "on Topic" ist, weil es den Bezug zur Nahrung hin zu einem bewußteren Essen wandelt. Auch das hilft, schlank zu werden bzw. zu bleiben.

Und so sieht's aus, wenn man ohne Gluten (allerdings mit Frischhefe) backt:
(Edit: die reine Arbeitszeit sind ca. 15 Minuten. Aufgrund der Teigruhe- und den Backzeiten zieht sich die Zubereitung insgesamt aber über ca. 2h)

Screen Shot 2021-03-28 at 19.53.54.png
 
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