Der Abnehm-Thread

@Jack-Lee
Aber die führen inzwischen genau Buch (app und Trainer/essenverantwortliche haben Zugriff), was sie essen und trinken, wiegen sich vor und nach der Etappe um genau dosiert auf das Gramm genau ihr Abendessen zu bekommen.
Das ist auch abends nicht mehr wirklich dramatisch viel, da sie während des Tages schon so viel Kohlenhydrate durchballern.
Bei 177 cm gehen Gewichte mit 72 kg noch nach Gefühl, bei dem was ich für die Tour bräuchte (62 kg), nur noch mit Essen abwiegen.
 
@MatthiasH : Deshalb kommen die drei genannten Punkte IMMER zusammen. Ein einzelner ist kein Wundermittel, nur die Kombination hilft wirklich.
Wenn aber zwei der drei Punkte bereits erledigt sind, kann einer aber auch wegfallen.

Ich denke keiner hier im Thread isst nur annähernd so viele Kohlenhydrate wie z.B. die Fahrer bei der Tour de France. Die haben aber alle kein Diabetes, sind nicht übergewichtig und leisten etwa 200-400% von dem, was wir hier schaffen.

@Jack-Lee
Aber die führen inzwischen genau Buch (app und Trainer/essenverantwortliche haben Zugriff), was sie essen und trinken, wiegen sich vor und nach der Etappe um genau dosiert auf das Gramm genau ihr Abendessen zu bekommen.
Das ist auch abends nicht mehr wirklich dramatisch viel, da sie während des Tages schon so viel Kohlenhydrate durchballern.
Bei 177 cm gehen Gewichte mit 72 kg noch nach Gefühl, bei dem was ich für die Tour bräuchte (62 kg), nur noch mit Essen abwiegen.
Ja, das stimmt. Die Sportler der Tour de France verbrennen auch sehr viel auf der Etappe und müssen die KH im Essen genau kalkulieren, die sie für die Tour benötigen, sonst könnten sie diese Leistungen nicht aufbringen und die Kraft würde ihnen ausgehen.
Sowas ähnliches kannte ich dahmals als Lehrling bei schwerer körperlicher Arbeit. Da haben wir damals im Gleisbau ca. 6000 Kilokalorien verbrannt und haben abends dann sehr viel gegessen. Damals habe ich so viel gewogen, wie ich jetzt wieder wiege. Und ich war damals sportlich noch um einiges fitter. Allerdings hatte diese Körperliche Arbeit noch andere Verschleißerscheinungen im Körper ausgelöst, was auch schlecht war. Körperliche Arbeit ist halt auch eine andere Belastung als Sport. Dahmals habe ich ca. das 5-Fache gegessen und habe auf Grund dieser Arbeit nicht zu genommen. Das was man zusich nimmt muss man auch verbrennen. Und bei so hohen Leistungen, wie die Fahrer der Tour de France muss man das halt genau kalkulieren, auch die Essenszeiten. Wenn man kurz vor Start sich den Bauch vollgeschlagen hat, ist das auch eher belastend und "bremst" einen aus. Es braucht auch Zeit bis das Essen vom Körper in Energie um gesetzt wird.
Das ist halt noch mal eine ganz andere Nummer, als das was wir hier im Hobby-Bereich betreiben. Die Profi-Sportler gehen ja wirklich an die Grenzen.
 
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Ups, die bösen, gierigen Ärzte mal wieder. Jetzt mach aber mal wirklich den Realitäts-Check.
...der Diabetologe, der im Netz erklärt hat, wie ein Typ2-Diabetiker wirklich vom Insulin, Übergewicht und seiner Insulinresistenz weg kommt, der hat erklärt, was man tun muss, was in der Klinik gemacht wird, wo er arbeitet, und hat ausführlich erklärt warum, und worauf man achten muss.
Er bekommt sein Gehalt unabhängig davon, wie viele Patienten er damit, für immer von der Nadel los bekommt. Auch wohl deshalb kann er sich das erlauben. Nach dem was ich dieses Jahr, auch von Ihm gelernt habe, wird mich wohl nie ein Diabetologe zu Gesicht bekommen.

Nächste Woche habe ich wieder einen Termin in der Rheumaklinik, ich werde sie bitten auch den Hb1c- Wert wieder zu ermitteln, mal sehen ob der noch weiter gesunken ist....:) ....würde mich nicht wundern...

Ich sprach nicht von gierigen niedergelassenen Ärzten und schon gar nicht von Bösen. Das ist ausschließlich deine Aussage, die ich als populistische Rhetorik einordne, die du mir anscheinend in den Mund legen möchtest.
 
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die ich als populistische Rhetorik einordne...
Sorry, so geht es mir mit deinem Statement zu dem Thema, dass ich zudem für gefährlich halte. Für mich überschreitest du hier deutlich eine Grenze, was mich zu einer ausführlichen und in der Sache scharfen Erwiderung veranlasst.
Also erzählen sie ihren Patienten den gleichen Mist der im Mainstream immer wieder und wiedergekäut wird. Auch ein niedergelassener Diabetologe wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert...
Ich bin gerade am überlegen, ob du damit nur noch einen Schritt von den Verschwörungserzählungen über "Big Pharma" entfernt bist, oder ob du die Grenze für Dich schon überschritten hast.

Welche Anlaufstelle für Diabetis-Typ-2 gibt es, in der nicht schon im ersten Kontakt auf den Zusammenhang zwischen der Erkrankung und Ernährung hingewiesen wird? Hausarzt, Facharzt, GKV, öffentliche Stellen und anerkannte Selbsthilfeorganisationen - da erhält zunächst wirklich jeder Betroffene Informationen zur Ernährung und den Vorschlag einer ausführlichen Ernährungsberatung und die darin enthaltenen Empfehlungen haben grundsätzlich immer das Ziel einer Reduktion des Gewichst bei Übergewicht und der Reduktion von einem Übermaß an Kohlehydraten. Der Hinweis über die Bedeutung von Fetten von der Makrele, Lachs, Hering, Sardine, Thunfisch fehlt auch in keiner dieser zur Verfügung stehenden Informationen. Was zu tun ist, ist seit Jahren bekannt, nur darauf hören will halt nicht jeder.

Was du da nicht findest ist die Aufforderung zu einer Mangelernährung, auch nicht über wenige Tage, und das hat gute Gründe, allen voran die Verantwortung gegenüber dem Patienten. Das ist nämlich alles nichts, was man ohne erhebliche Risiken im Selbstversuch durchführen kann, insbesondere wenn man "an der Nadel hängt", also insulinpflichtig ist. Nicht schön daran zu sterben und genauso wenig aus dem Koma wieder aufzuwachen und ein Depp zu sein, weil das Hirn nur noch Matsch ist. So Sachen können bei einer Entgleisunf des Blutzuckers nämlich passieren.

Ich habe auch noch von keinem Diabetologen gehört, der nicht nach allen Kräften bemüht ist, dem Patienten Maßnahmen nahe zu bringen, durch die Insulinspritzen zunächst durch Tabletten substituiert, um dann die Tabletten ausschleichen zu können, nur hören können oder wollen halt viele nicht. Ich will da gar nicht den Stab darüber brechen, ich war ja auch auf dem besten Weg den 65sten nicht mehr zu feiern und habe jahrelang die Konsequenzen meines Handelns verleugnet, aber bis Menschen ein Fuß abgeschnitten wird, ist es halt schon ein langer Weg der Therapieverweigerung.

Und schließlich hat der Klammerbeutel ein Loch: Im Wesentlichen wird in unserem System auch die Leistungen des Diabetologen nach Pauschalen pro Patient im Quartal vergütet und die beinhalten wiederum Aufklärung, Betreuung, Fallmanagement und Dokumentation. Ja, ein Diabetologe erhält eine höhere Vergütung für insulinpflichtige Patienten, wäre ja doof wenn nicht, weil der Aufwand deutlich höher ist. Aber es gibt genauso ein halbes Dutzend Kontrollmechanismen und für jeden Patienten, der keine Intensivbetreuung mehr benötigt, stehen 20 vor seiner Tür, die Wochen oder Monate auf einen Ersttermin warten.

Er bekommt sein Gehalt unabhängig davon...
Ja ne, is klar, kommt halt auf seinen Vertrag mit der Klinik an, oder nicht?
Ein Klinikarzt arbeitet doch nicht frei von ökonomischen Zwängen, die vielleicht einen größeren Einfluss haben, als bei einem niedergelassenen Facharzt. Und vielleicht haben unterschiedliche Maßnahmen auch ein ganz klein wenig damit zu tun, ob ein Patient engmaschig in einer Klinik überwacht wird oder eben nicht.

*dropmic*
 
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Sorry, so geht es mir mit deinem Statement zu dem Thema
Okay, meine Vereinfachungen und Übertreibungen sind auch populistisch, da muss ich dir Recht geben.

Was du da nicht findest ist die Aufforderung zu einer Mangelernährung, auch nicht über wenige Tage, und das hat gute Gründe, allen voran die Verantwortung gegenüber dem Patienten.

Hast du so eine Aufforderung bei mir entdeckt ?
 
Nun,

bis auf Weiteres, bleibe ich ja unter anderem, erst mal noch auch dieser Frustfresser, der sich schon in der Kindheit in mir festgefressen hat.

Eine Antwort auf eine mögliche Frage, in wie weit ich heutzutage selbst beteiligt bin, am Aufbau dieser frustrierenden Strukturen und Atmosphären, um mich herum, (projektive Identifizierung) bekomme ich vielleicht in dem neuen Buch von Frau Dr. Mirriam Prieß.

Wenn dem so ist, führt einen ja wie bei Vielem, das Warum die entscheidenden Schritte weiter, denke ich......

Wenn man etwas verstanden hat, bekommt man vielleicht auch hier die Wahl, zwischen Weitermachen und Ändern......:unsure:
 
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...der Diabetologe, der im Netz erklärt hat, wie ein Typ2-Diabetiker wirklich vom Insulin, Übergewicht und seiner Insulinresistenz weg kommt, der hat erklärt, was man tun muss, was in der Klinik gemacht wird, wo er arbeitet, und hat ausführlich erklärt warum, und worauf man achten muss.
xxx.jpg
I don´t always ask the internet for advice, but when I do, I prefere sensible topics like health...
:ROFLMAO:
 
Hast du so eine Aufforderung bei mir entdeckt ?
Kettcar, ich finde es wichtig, dass jeder seinen eigenen Weg findet und solange es in der sehr individuellen gesundheitlichen Situation nicht schadet, ist meine Kritik auch sehr zurückhaltend.

Wenn ich signifikant abnehmen möchte, ist der Ansatz eine quantitative Mangelernährung, ich füge dem Körper weniger Kalorien zu, als er für den Erhalt des Gewichts benötigt und dabei findet auch immer ein Muskelabbau statt. Vieles von dem, was wir hier diskutieren, ist eine qualitative Mangelernährung und dazu gehört qua Definition eine Ketose-Diät oder die Beschränkung auf nur ein Nahrungsmittel über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg. Nichts davon ist ohne Risiken für ein Schadensereignis und Entrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe werden durch die Art und den Umfang der Vorerkrankungen bestimmt. Mehrere Tage nur Ölsardinen zu sich zu nehmen mag für einen Menschen, der sich sonst ausgewogen ernährt und keine schwerwiegenden Vorerkrankungen hat, zumindest nicht schädlich sein, für einen insulinpflichtigen Patienten ergeben sich hieraus lebensbedrohliche Risiken, ebenso bei bereits geschädigten Nieren und sicherlich einem Dutzend weiterer Vorerkrankungen.

Nach meinem Eindruck ziehst du hier einen unzulässigen Induktionsschluss: Weil es mir gut tut, oder ich es zumindest für richtig halte, muss es allen anderen doch auch gut tun, die mir tagtäglich mit ihrem Übergewicht auffallen. Nein, Induktionsschlüsse führen nirgendwohin und sind nicht geeignet, allgemeingültige Regeln abzuleiten.

Ich kann nicht für dich sprechen, jeder läuft in seinen eigenen Schuhen, aber ich kann dir sehr genau sagen, warum derartige qualitative Mangelernährungen und entsprechende Empfehlungen, von wem auch immer, nie mein Weg waren und ich mich für eine sehr ausgewogene Ernährung entschieden habe, die alle Nährstoffgruppen beinhaltet und trotzdem deutlich Kohlehydrate reduziert. Das Ziel den Körper nicht zusätzlich zu stressen und die Erkenntnis, dass Gewichtsverlust nur die indirekte Wirkung eines achtsamen Umgangs mit dem eigenen Körper ist, befindet sich auf der rationalen Ebene und ist daher nicht die eigentliche Antwort.

Ich habe kein Bedürfnis mich zu belohnen und mir z.B. nach einer Woche, einem Monat oder einem Jahr erfolgreicher Ernährungsumstellung "etwas zu gönnen". Durch die Nummer bin ich (hoffentlich) durch, ein Alkoholkranker kann sich auch nicht zur Belohnung einen Schnaps gönnen.
Viel wichtiger ist aber, dass ich auch keinerlei Bedürfnis nach Bestrafung habe.

Ich habe den Eindruck, dass es genau darum geht, wenn ich mir den Hype um immer neue und extremere Formen der qualitativen Mangelernährung bzw. Lebensführung höre: Dem unstillbaren Verlangen nach Bestrafung, weil man das Gefühl hat, den Ansprüchen nicht genügt zu haben, nicht zu genügen und auch in Zukunft nicht genügen zu können.
 
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Ich picke mal 3 entscheidende Punkte heraus, damit es nicht zu kompliziert wird.

1. Bei welchen Vorträgen, Interviews oder Büchern, hast du die Informationen an die Hand bekommen, auf deren Basis du deine Beurteilung der Ketogenen Ernährungsformen vornimmst ?

Ich selbst würde eine absichtliche langfristige Kalorienreduzuierung oder Kalorienunterversorgung auch als Mangelernährung bezeichnen.
Wasserfasten, Heilfasten und das "Scheinfasten" sehe ich und die praktizierenden Ärzte wohl nicht als Mangelernährung an.....aber:

2. Hast du irgendwelche Informationen, am besten von Fachleuten, die über Krankheiten oder ernste Problem berichten können, die mit einem weitreichenden Verzicht auf Kohlenhydrate ,auch über längere Zeit, berichtet haben oder könnten ?
2b. Gibt es Kohlenhydratmangelerkrankungen ?

3. kannst du benennen welche Lebenswichtigen Nähstoffe Ölsardinen nicht liefern ?


PS:
Ich weiß nicht ob du es hier im Faden mitbekommen hast, aber das, was der normale Körper an Kohlenhydraten wirklich braucht, kann es sich selbst aus Fett und Proteinen Herstellen.
 
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Lieber Diogenes,

vielen Dank für deinen ausführlichen Wiederspruch, er bot mir eine mögliche zu einem sokratischen Dialog im Besten Fall, den ich dann aber erst im 3. Anlauf entdecken und nutzen konnte. Das du meine 3,5 Fragen, in der Sache, nicht umgehend beantworten konntest oder wolltest, war ja für mich zu erwarten. Was mich gestern, zu einer Erwiderung angeregt hatte, die ich dann aber erst mal nur abgespeichert habe, weil mir auch klar war, das es uns in der Sache nicht wirklich weiter bringt. Die Sache (ich nenn sie mal KE), braucht ja Interesse, Offenheit, Respekt, Wertschätzung und Empathie, um sich auf Augenhöhe begegnen zu können. Interesse und Offenheit hatte ich, aber weil klar war, das du dich gar nicht wirklich mit KE beschäftigt hast, konnte sich bei mir der Respekt und die Wertschätzung nicht aufbauen. Respekt und Wertschätzung hatte ich nur dafür, was du zu anderen Themen schon mal formuliert hattest, in denen du dich auskennst und entsprechende Kompetenz besitzt.

Danke das du mir die Möglichkeit geboten hast, zu entdecken, wie auch ich mich durch "Vorurteile", selbst oft davon abhalte, weiterführende Informationen an mich heran kommen zu lassen, die dann mein Interesse oder sogar Neugier wecken. Das kann mir jetzt sehr nützlich werden, bei der Jobsuche, denn da kann ich dann dadurch, vielleicht mehr einbringen als "nur" meine handwerklichen Fähigkeiten in Holz, Metall und Elektronik.......:) als da wären: Nachhaltigkeit und Sozialromantik.....

liebe Grüße vom Sokra Tisch ;)



Nachschlag:
...typisches Bespiel von Lernblockade durch Vorurteile (LbdV) bei mir, ist das Buch: "Darm mit Scharme" erst vorgestern wurde es in dem Buch ab Seite 195 noch mal spanend, wo es um das Microbiom geht und Speziell ab Abschnitt "Wie können Bakterien dick machen? 3 Hypothesen"

das Buch wurde mir seit Jahren empfohlen....dann hatte ich es als Leihgabe noch mal länger als ein Jahr hier rum liegen, bis ich es dann als "Pausenbrot" immer mit zu Arbeit genommen habe.....jetzt kaue ich an dem Schinken auch wiederum schon über ein Jahr rum, weil die Pausen zu selten und zu kurz waren, um zügig voran zu kommen. Warum hab ich also diesen Bestseller, der schon fast in aller Munde war nicht eher und mit Neugier angefasst ?

Anscheinend, weil die Empfehler und die Verleiher von mir mit Vorurteilen belegt wurden.....ich neige ja auch oft zu dem Kurzschluß, wenn es dem LauDaten offensichtlich nix gebracht hat, warum soll ich das dann noch unbedingt lesen.:unsure:
 
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Interesse, Offenheit, Respekt, Wertschätzung und Empathie...
Die eigentliche Frage ist doch, warum dich mein Widerspruch so sehr triggert, dass du mit einem derartigen Beitrag reagierst und das Ganze noch in den Off-Topic-Faden trägst. Wie auch immer...

Zu deinen Fragen:
Ich lese nur sehr selten Bücher in Form von Ratgebern zu einem Thema, das ich eingehend vertiefen möchte. Interviews und Vorträge, also Vorträge, die nicht für ein Fachpublikum ausgearbeitet wurden, interessieren mich nur insofern sie auch unterhaltend gemacht sind und entsprechend als Zeitvertreib und zur Schulung meines Allgemeinwissens. Sorry, ich weiß wie das klngt, ist aber eine ehrliche Antwort von mir.

Wenn ein Thema für mich eine grundlegende Bedeutung hat, erschließe ich mir zunächst die allgemeinen Grundlagen und die zentralen Begriffe der Fachsprach. Bei dem vorliegenden Thema sind das entsprechend die Grundlagen der Biochemie des Stoffwechsel, der Endokrinologie und Diabetologie aus unabhängigen Quellen. Diese Informationen gibt es auch auf der fachlichen Ebene eines Wissenschaftsjournalismus, der die Zusammenhänge umfassend und verständlich erklärt.

Zur Überprüfung einer These ist das hilfreich, aber keine notwendige Bedingung. Thesen lassen sich auch mit der kritisch-rationalen Methodik überprüfen, ohne über besondere Fachkenntnisse über das Thema zu verfügen.

Schritt 1 - Vorprüfung der Primär-Quelle:
Handelt es sich um eine seriöse Quelle? Gilt der Autor als anerkannter Experte in seinem Fachgebiet? Vertritt er eine völlig abweichende Minderheitsmeinung? In welchem Zusammenhang und auf welcher Plattform wurde der Text veröffentlicht? Wird der Sachverhalt auch von anderen Vertretern des Fachgebiets diskutiert? Findet sich eine überwiegene fachliche Position von Vertretern anerkannter Institutionen zu dem Thema?

Schritt 2 - Definition der These:
Was ist die zentrale These des Textes?

Schritt 3 - Versuch der Widerlegung:
Das ist der entscheidende Schritt - es kommt nicht darauf an, eine These zu bestätigen (Verifikation), es kommt darauf an, ob ich die These widerlegen kann (Falsifikation) und das trifft gerade auf Thesen zu, die ich für glaubwürdig halte und denen ich bereit bin zu folgen. Ich bemühe mich also ohne Ausnahme nach Kräften eine These zu widerlegen und erst, wenn mir das nicht gelingt, gilt die These als vorläufig bestätigt. Für die Widerlegung der These "Eine Keto-Diat ist in allen Fällen unbedenktlich", braucht es keine 5 Minuten Recherche.

Warnhinweise:
Unter einer der folgenden bedingung ist eine These und die darin enthaltene Aussage unzulässig:
Ist die zu prüfende These eine Tautologie?
Eine Tautologie ist eine These, die immer wahr ist und daher auch nicht widerlegt werden kann: „Die Keto-Diät funktioniert, weil sie ketogen ist.“
Ist die zu prüfende These ein Zirkelschluss?
Auch ein Zirkelschluss enhält keine widerlegbare Aussage: „Keto ist gesund, weil gesunde Ernährung ketogen ist.“
Beinhaltet die These eine unzulässige monokausale Erklärung?
Kompexe Sachverhalt werden auf eine ausschließliche Ursache zurückgeführt: „Keto ist gesund, weil Kohlenhydrate ungesund sind.“
Beinhaltet die These einen unzulässigen Induktionsschluss?
Unzulässige Induktionsschlüsse schließen von einem speziellen Sachverhalt auf einen allgemeingültigen Sachverhalt: "Ich habe mit Keto keine gesundheitlichen Probleme, also hat keiner gesundheitliche Probleme mit Keto".

Die Begriffe sind definiert:
Quantitative Mangelernährung - Der Körper baut Fett- und Muskelgewebe ab.
Qualitative Mangelernährung: Die zugeführte Energiemenge reicht aus, aber es fehlen essenzielle Nährstoffe.
Wasserfasten ist vom ersten Tag an eine quantitative und qualitative Mangelernährung.
Heilfasten ist eine quantitative Mangelernährung.
Intervallfasten unter der Bedingung einer ausgewogener Ernährung und ausgeglichener Energiebilanz ist keines von beidem.
Was der Begriff Mangelernährung nicht aussagt ist, ob eine Mangelernährung aus therapeutischer Sicht gewünscht ist. Und wenn das der fall ist, nennt man es im allgemeinen Sprachgebrauch Diät.

Eine Ketose-Diät kann unter der Bedingung einer Vorerkrankung lebensbedrohliche Akuterkrankungen auslösen:
Diabetes-Typ-2: Akute Unterzuckerung mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, insbesondere in Wechselwirkung mit Diabetes-Medikamenten.
Diabetes-Typ-1: Akute Lebensgefahr durch Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose)
Vorgeschädigte Nieren: Die hohe Proteinzufuhr steigert den Filtrationsdruck und kann zu Nierenversagen führen
Verschiedene Stoffwechselerkankungen: Enschränkungen bei der Verstoffwechselung von Eiweiß mit entsprechenden Folgen (Vergiftung).
Die Liste läßt sich unter der Bedingung der Zufuhr von großen Mengen Fett im Rahmen einer Keto-Diät noch erweitern um Lebererkrankungen, Bauschspeicheldrüsenentzündung, Gallensteinleiden und Gicht.

Vitamin C, B9 und K, A / β-Carotin, Kalium und Magnesium, Sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe.

Was sagt das nun aus?
Eine Keto-Diät kann unter bestimmten Bedingungen ein vielversprechender Ansatz zur Gewichtsreduktion sein, ebenso wie eine ausgewogene, kohlehydratreduzierte Ernährung. Die Risiken einer Keto-Diät unter der Bedingung einer relevanten Vorerkrankungen sind dabei nach Art und Umfang deutlich schwerwiegender, als bei einer ausgewogenen, kohlehydratreduzierten Diät.

PS: Diese Aussage ist unzulässig - ob ein normaler Körper das in ausreichendem Maße kann, hängt unter anderem von Alter, Geschlecht, genetischer Anpassung und Verhalten ab.
 
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ebenso wie eine ausgewogene, kohlehydratreduzierte Ernährung.
bei der man dann, wegen einer bestehenden Insulinresistenz, möglicherweise weiterhin das Risiko eine Blutgefäßerkrankung, durch zu hohen Blutzucker und Insulin, bis hin zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Aporisma riskiert....

...irgendwas ist ja immer.


@SD3
1kg/Tag sind es bei meiner 3 Tage Sardinendiät dann doch nicht geworden. Anscheinend bin ich schon zu dicht am Normalgewicht oder es hatte mit dem Turbolenzen um eine stille Entzündung zu tun, die ab 28.07. sehr laut wurde mit Ibu. Paracetamol, Aspirin und Kortison nicht leiser wurde und nach dem Aufbohren am Montag mit Novalgin und Antibiotika zurückgedrängt werden konnte.

...nach der SD3 89,5 kg..dann 90-91....heute 90,5 und nach der Radrunde wieder 89,5 ich denke das ich mich aber in den Folgetagen von den 90kg nach unter verabschieden werde. Heute konnte ich mein buntes Mapei Radkostüm nach 20 Jahren mal wieder durch OWL führen. Trotz XL fällt es so eng aus das es über 90 zu stramm sitzt um entspannt zu bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
...irgendwas ist ja immer.
Das ist genau der Punkt: Wenn immer igendwas ist, dann hilft nur eine Abwägung der Risiken weiter.
Nach allem was wir wissen, senkt eine ausgewogene, kohlehydratreduzierte Ernährung die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Infarkt, auch bei bestehender Insulinresistenz. Weiterhin ist sie unter bestimmten Bedingungen auch dazu geeignet, eine Insulinresistenz zu mindern.

Die Frage lautet demnach:
Im Vergleich von ausgewogener Ernährung und (dauerhafter) Keto-Ernährung - welche Ernährungsform birgt mehr Risiken in sich?
 
Durch mein Nüchtern-Radeln heute und dem Frühstück um 15.00 hab ich wohl genug Ketone für heute produziert.
...gut gegen Entzündungen, Schmerzen und Depressionen...uvm.

Durch den Genuss des KH-reduzierten Eiweißbrotes von EDEKA, beuge ich ja einer erneuten Insulinresistenzbildung ausreichend vor.(y)

Weiterhin ist sie unter bestimmten Bedingungen auch dazu geeignet, eine Insulinresistenz zu mindern.
vor allem, wenn man darauf achtet, KH's in Form und Begleitung zu sich nimmt, das der Blutzucker keine steilen und hohen Anstiege zeigt.....
 
Zuletzt bearbeitet:
vor allem, wenn man darauf achtet, KH's in Form und Begleitung zu sich nimmt, das der Blutzucker keine steilen und hohen Anstiege zeigt.....
Das ist Bestandteil der Erstberatung durch den Hausarzt bei Feststellung von Diabetes-Typ-2, der empfohlenen und durch die GKV erstattungsfähige Ernährungsberatung und in jedem mir bekannten Ratgeber anerkannter Organisationen.

Was man darin nicht findet, ist die konsequente Substitution von Zucker, Mehl, Nudeln, Kartoffeln und Reis durch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Kichererbsen und das aus gutem Grund: Das Ziel ist die langfristig erfolgreiche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, also eine nachhaltige Verhaltensänderung. Die Risiken, dieses langfristige Ziel bei einer konsquenten Vermeidung nicht zu erreichen wird höher bewertet, als das Risko, wenn man diese Lebensmittel als Beilage in geringen Mengen zu sich nimmt - Statistik nimmt nur wenig Rücksicht auf "Ausreißer".

Womit wir wieder beim Punkt sind: Die Botschaft hör ich wohl, allein es fehlt der Glaube.

Ich persönlich halte eine Keto-Diät für nicht geeignet für eine langfristige und nachhaltige Änderung der Ernährungsgewohnheiten. Sie ist aus meiner Sicht bestenfalls eine kurzfristige Intervention, die dazu geeignet ist, einem Akutzustand entgegen zu wirken. Das Gewicht sinkt, die langfristigen Blutzuckerwerte auch? Super! Irgendwann muss man aber zurück in den "Regelbetrieb" und die Frage ist, was passiert dann?

Das Risiko während oder nach einer derartigen "Interventions-Diät", es gibt derer ja viele, wieder in alte Verhaltensmuster, wie etwa ausgeprägtes emotionales Essen, zu fallen, ist mir persönlich zu hoch, dazu kenne ich mich zu gut. In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, ob derartige Diäten die zugrundeliegende Essstörung nicht sogar weiter chronifiziert. Ich kann nur für mich sprechen: Wenn ich 5 Tage eine derartige Diät mache und am sechsten Tag am Abend eine halbe Käsesahnetorte oder eine ganze Tüte Chips esse, wozu ich durchaus im Stande war, ist die Diät aus meiner Sicht nur ein sorgsam eingebauter Bestandteil meiner Essstörung. Das ist genau der Teufelskreis, den ich mit "Belohnung" und "Bestrafung" meine.

Kurz, nach dem "Schock der Laborwerte" war mein eigentliches Ziel meine über 15 Jahre eingeübte Essstörung in den Griff zu bekommen, die Gewichtsreduktion und die nachhaltige Verbesserung der Gesundheit sind die Folge davon.
 
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Kurz, nach dem "Schock der Laborwerte"
Wie kann man bei 149 kg, bei 1,86m noch an normale Laborwerte glauben ?

Das sind 63 kg Übergewicht... mit welchen Hilfsmitteln kann man da, alle Warnungen die du mit Sicherheit kanntest, ausblenden ?

Wo hattest du gehört, das man mit so einem Gewicht noch gesund sein kann, bei Dirk Bach oder Dieter Pfaff ?

Glaubst du, das du von dem Grad an Realitätsverschiebung heute geheilt bist ?

Ich bin auch 1,86m aber als ich Bilder von mir gesehen habe, als ich mich durch situativ bedingten, deutlich erhöhtem Stresspegel, auf 113kg gefressen habe, da war bei mir das Maß voll. Da brauchte ich keine Laborwerte, um zu realisieren, das es so nicht weiter gehen kann und darf, oder das das noch irgendwas von Gesundheit haben könnte.

Das du abgenommen hast, schön und gut, dafür hast du viel Anerkennung bekommen, aber diese Anerkennung und die positiven Gefühle die sie bei dir ausgelöst haben werden, verblassen dann immer mehr. Die stabilisierende Wirkung lässt entsprechend nach.

So wie bei mir, ist das Übergewicht das Symptom einer Essstörung, und die Essstörung ein Symptom und Kompensation eines psychischen Problems. Sicherlich hat der Genuss oder die Vermeidung bestimmter Lebensmittel Einfluss auf die Psyche, aber auf keinen Fall, kann man mit einer Ernährungsumstellung ein psychisches Problem lösen. Man kann aber mit Kompensationen die Lösung von Problemen auf die lange Bank schieben, bis ins Alter oder bis zum Tod.

Ich selbst versuche bei mir Kompensationen zu entlarven und sie als das zu bezeichnen, was sie sind. Selbstverarschung halte ich für eine Dummheit die nicht besonders gesundheitsfördernd ist.

Ob du deine Diät jetzt als Ernährungsumstellung bezeichnest oder als sonst was. Diät, bleibt Diät und Kompensation, bleibt Kompensation.

Für mich ist Keto eine Diät, um die Insulinresistenz aufzulösen. Das ist das Basteln und zurück führen von Symptomen, ob das von Dauer ist, hängt von dem Erfolg meiner Arbeit, an meinen psychischen Problemen ab.


Nachtisch:
Ich jedenfalls, mach mir wegen einer Käsesahnetorte oder einer ganzen Tüte Chips nicht in die Hose. Vor allem, seit dem ich weiß das mein Homa-Index jetzt bei 1,1 liegt. Wie ich schon oft schrieb habe ich in meiner Chipssuchtzeit, trotz auch da einer gewissen Insulinresistenz 17-18kg abgenommen. Aus meiner Erfahrung hat Zunehmen und Abnehmen nicht viel mit der Menge an aufgenommenen Kalorien zu tun, sondern mit der Art der Verwertung oder jetzt mit der Zusammensetzung der Anteile von Fett, Eiweiß und KH........
 
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Ach Kettcar, schreib nicht du, wenn du ich meinst.

Ich bin mir über die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist durchaus bewusst, habe schon vor längerem entsprechende Maßnahmen ergriffen, um mich dieser Herausforderung nachhaltig zu stellen und baue auch hierbei auf eine professionelle Begleitung.

Wenn du es wissen willst...

Ich bin von einem Tag auf den anderen von der Leistungsfähigkeit eines gut trainierten Mittvierzigers auf die eines gebrechlichen Neunzigjährigen katapultiert worden - karma is a bitch. Es hat Jahre gedauert, bis die körperlichen und psychischen Wunden verheilt sind, ich mit der Unterstützung der mich pflegenden Person wieder alltagsfähig und meine Existenz nachhaltig gesichert war, dann galt es noch eine Reihe von langfristig geplanter OP durchzuführen, neue und alte Wunden wieder zu schließen, und im Anschluss habe ich einen 4-Jahresplan begonnen, der Aufgrund der Ereignisse und der sich hieraus ergebenden Dringlichkeit von mir auf drei Jahre verkürzt wurde.

Kein Feenstaub, keine Abkürzungen, schnöde langjährige Arbeit, Stück für Stück und alles zu seiner Zeit. Nicht zu vergessen ein kleines aber feines Team an Ärzten und Therapeuten und ein soziales Umfeld, das dich über Jahre trägt. Und Akzeptanz ist nach meiner Erfahrung für alle Beteiligten dabei die bei weitem schwierigste Übung.

Ich denke du kannst jetzt besser nachvollziehen, dass meine innere Motivation der lange Kampf um jedes kleine Fitzelchen zurückgewonnene Selbstbestimmtheit ist. Hey, mir scheint die Sonne aus dem Popöchen, und das schreibe ich ohne jeden Anflug von Ironie, weil ich die letzten 15 Jahre nach meinem Empfinden unfassbar viel Glück hatte.

Ich denke aber auch, die Argumente wurden unter uns ausgetauscht und ich habe zur Sache alles geschrieben, was ich dazu beitragen kann.
 
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