Der Abnehm-Thread

Mit Kohlenhydraten habe ich auch meine Erfahrungen gemacht. Ich hatte mehrere schmerzende Gelenke, Ursache?
Nach langer Zeit wurde mir eine Ernährungsumstellung empfohlen: keine Kohlenhydrate, wenig Fleisch und Wurst, kein Fertigfutter. Das war am Anfang eine starke Umstellung (vor allem Kohlenhydrate sind fast überall zu finden), es hat sich aber gelohnt. Die Beschwerden sind weg.
 
und was glaubst du woran das liegt, das sich heute massenhaft Kinder schon maßlos überfressen und übergewichtig zu Diabetikern werden ?
Invertzuckersirup, Glucose-Fructose-Sirup, Maltisirup und die vielen anderen "Nicht-Zucker".

Übrigens ernähre ich mich aus praktischen Gründen (unfallbedingte "Vierfüßigkeit") hauptsächlich aus Kohlehydraten, da Mehl einfach zu Hause ist. Trotzdem habe ich wieder 2 kg abgenommen.

Die Tage war ich mal unterwegs und bin dann auch (sowieso auf dem Heimweg) über den Marktplatz gegangen. Da habe ich mich dann auch gleich mit Bio Gemüse - ein 2-Liter-Topf war zu klein, als ich das gekocht habe - eingedeckt. Davon gib's jetzt jeden Tag was, bis die 4 800ml-Gläser leer sind.
 
Klassische "Gichtgeschichte"

Wenns so ist, haste Recht. Aber oft ist es anders. Die KH befeuern in bestimmten Konstellationen gern die "subklinischen" Entzündungsprozesse - und es gibt noch andere Faktoren, mit denen die Ernährung auf Gelenkprobleme durchschlagen kann. Alles nicht so einfach und vor allem nicht pauschal zu verallgemeinern.

LG Holger
 
Nein, denn die Begründung war: Entzündungen, ausgelöst durch einen kranken Darm, bekannt auch als Leaky Gut (hoffentlich richtig geschrieben).
Es war anfangs auch so, wenn ich Kohlenhydrate konsequent reduziert habe, sind die Schmerzen besser geworden. Sobald ich mehr Kohlenhydrate gegessen habe, sind die Gelenkschmerzen zurück gekommen.
 
Wenn Fleisch krank macht...

...dann ist das genauso nur eindimensional betrachtet und argumentiert, wie zu sagen, dass LowCarb Darmkrebs fördert. Es kommt - wie meist - drauf an... In diesem Fall wird wohl die Frage entscheidend, ob man (besser gesagt das Mikrobiom) den eventuell entstehenden Mangel an Ballaststoffen über längere Zeit unbeschadet übersteht, oder eben nicht. Low Carb mit ausreichender Ballaststoffversorgung scheint ja kein Problem zu sein. Man muss immer genau hinschauen.

Ich habe es nun im dritten (!) Anlauf endlich geschafft, in eine mittelgradige Ketose zu kommen, ohne dass die Leber vorher in die Glukoneogenese abgebogen ist...im Prinzip bin ich mittlerweile auch bei LowCarb gelandet - aber mindestens 2/3 der Kalorien beziehe ich aus pflanzlichen Quellen, vorwiegend Tofu. Der Rest kommt aus Fisch (durchaus auch Sardinen!) und Harzer Käse. Große Salate mit Chicoree, Radiccio etc., viel Lein- und/oder Olivenöl machen das ganze echt erträglich. Hungern muss ich überraschenderweise gar nicht!

Haferflocken lasse ich momentan vorsichtshalber ganz weg. Das mache ich wieder, wenn ein größerer Teil des Leberfetts verstoffwechselt, und die Insulinresistenz noch weiter zurückgegangen ist. Es war ein ganz schöner Eiertanz - aber momentan sieht es so aus, als könnte ich das ohne Metformin durchziehen - Schwein gehabt!

Ich merke aber, dass ich mich mit dem vorherigen Modell, also oft Haferflocken zum Frühstück, mittags irgendwas "Unverfängliches" mit viel Gemüse (Broccoli, Blumenkohl etc.) und einem großen Salat zum (für mich ungewohnt zeitigen) Abendessen ziemlich wohl gefühlt habe. Damit habe ich auch am schnellsten abgenommen - und damit würde ich natürlich sehr gern weitermachen, sobald meine Leber das zulässt.

Leider habe ich bei jedem "Einfangen" der Leber das Abnehmen ein wenig ausbremsen müssen. Übermorgen ist der Tag der Wahrheit...bin gespannt, welche Bilanz ich ziehen kann - mein eigentliches Ziel, unter 82 Kilo 'rauszukommen, musste ich durch die "diabetischen Komplikationen" leider streichen. Aber es könnte trotzdem noch ganz gut ausgehen...

LG Holger
 
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Sodele - versprochen ist versprochen...auch wenn ich mir mehr vorgenommen hatte, hier der "Frühjahrswert" meiner Abnehm-Challenge: 83 Kilo.
Das sind nur (oder immerhin, je nachdem) 13 Kilo seit Feb./März 2023. Im ersten Jahr 5,5, im zweiten 3,5 und nun nochmal 4 Kilo/Jahr.
Und natürlich soll es weiter gehen. Nochmal 13 Kilo wären das Maximum, aber mit so 7 oder 8 - also bei 75 Kilo - wäre ich schon sehr gut unterwegs.

Durchschnittswerte Blutdruck (ohne Medikamente) bei 105/75, Ruhepuls (ohne Sport) bei 52, alles natürlich mit den normalen Schwankungen. Die während der falsch gelaufenen Anfangsphase verlorene Muskelmasse habe ich glücklicherweise retten, bzw. auch wieder aufbauen können. Blutzucker seit Erkennen des Problems mit der Gluconeogenese durchweg im grünen - also gesunden - Bereich, Höchstwerte genau am Grenzwert zum Prädiabetes. Hoffentlich bleibt das so...

Von einem Kollegen ist mir die Adresse von Prof. Schwarz zugespielt worden, der im Uniklinikum Dresden "Prävention und Versorgung von Diabetes" betreibt - da wird als "Hau-Ruck-Methode" zum Abbau der Fettleber ein 14tägiges Wasserfasten unter ärztlicher Aufsicht angeboten. Als Privatleistung natürlich - aber man gibt so viel Geld für weniger sinnvolle Dinge aus...
Das wäre im Fall, dass ich mit meiner Methode nicht zum Ziel kommen sollte, mein nächster Anlaufpunkt. Obwohl mein Internist wenig Begeisterung zeigte, als ich ihn danach gefragt habe. Aber ich bin optimistisch und glaube, dass ich das allein hinbekomme.

In zwei Wochen geht's zur Diabetologin und im April schaut sich der Internist die Leber an - man darf gespannt sein. Und dann weiss ich wieder mehr und kann entsprechend nachstellen, falls was falsch laufen sollte.

Vielen Dank an alle, die ihre Erfahrungen hier geteilt haben, speziell noch mal an @Diogenes für die hilfreichen Tipps.

LG Holger
 
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auch Eckert wird langsam vernünftig....


das Wichtigste was man verstehen sollte ist, das, was für den weißen Zucker gilt, gilt für alle Zuckerformen, deswegen:

Zucker = Kohlenhydrate = Zucker

Kohlenhydratfreiheit seit 42. Tagen...süße Getränke, die mit am Schlimmsten sind, gibt's schon viel länger nicht mehr,
und früher, höchstens mal Phasenweise aber nie chronisch. Zerokram, war für mich schon immer der größte Quatsch und Dummheit, für die man sein Geld verschwendet.
 
Wenn etwas in der x fachen empfohlenen Dosis schädlich ist, ist es natürlich komplett logisch das man komplett verzichten muss, weil Gift.
7l Wasser trinken am Tag kann tödlich sein, man sollte es aber unterlassen auf 0l pro Tag zu wechseln.

KH sind am Ende immer Glucose, ja, aber nahezu alle Lebewesen inkl. Pflanzen bauen darauf auf. Ketose ist ein Notfallprogramm des Organismus, einige Zellen können aber nicht mal dann ohne KH auskommen, z.B. rote Blutkörperchen.

Ketose kann im Freizeitsport halt vor Allem zur Gewichtskontrolle genutzt werden. Wenn's um Leistung, Regenerationsfähigkeit und Leistungssteigerung geht, ist's jetzt nicht die beste Idee.
Wenn's für dich funktioniert, ist's doch super.

PS. Du bist garantiert nicht seit 42 Tagen KH frei ;) du nimmst nur relativ wenig auf.
 
Ja die Menge macht das Gift, aber auch der Zustand in dem man sich befindet, entscheidet darüber, ob etwas weiter schadet oder noch lange nicht.

Einem schlanken, jungen gesunden Menschen, macht ein temporäres Übermaß an KH wohl kaum etwas aus, war bei mir ja offensichtlich auch so,
aber wenn man älter, dick und krank ist, dann sieht es anders aus. Hier sind ja nicht alle alt, dick und krank....für manche gelten nur 2 Sachen davon und ganz wenige sind nur in einem oder keinem dieser Zustände.

Ketose ist ein Notfallprogramm des Organismus,
Nach dem was ich von Experten dazu gehört habe, stimmt das nicht. Demnach war der Fettstoffwechsel der dominierende Motor und der KH-Stoffwechsel ein Zusatz-Aggregat für Leistungsspitzen. Durch den Suchteffekt und das entsprechende Überangebot an KH, hat sich da ein Wechsel vollzogen an den sich jetzt viele Menschen, Anbieter und Krankheitsbilder gewöhnt und angepasst haben.

Und wenn man z.B. weiß, das Insulin und Glucose, Krebszellen besser wachsen lässt, dann können einem Korrelationen zwischen heutigem KH-Konsum und vielen "Zivilisationkrankheiten" einfallen. Viele leiden darunter und viele verdienen ihren Lebensunterhalt damit.

Leider,
muss ich heute zum Zahnarzt, denn auch an mir ist der KH-Konsum nicht Spurlos vorüber gegangen, und jetzt, wo ich wegen der Rheumatik nur noch 3,5mg Kortison nehmen muss, kommen einige niederschwelligere Entzündungen in meine Schmerzwelt zurück.:cautious:
 
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minikettwiesel hat etwas wichtiges geschrieben...

Ich habe die Erfahrung machen müssen (oder dürfen - man wird ja nicht dümmer!), dass das Thema komplexer ist, als man das veemittelt bekommt. Jeder kommt mit seiner - von Studien, Youtube und vielleicht sogar eigener Erfahrung belegten - Meinung um die Ecke und meint, den Stein der Weisen entdeckt zu haben. Wenn es so einfach wäre, gäbe es die Misere zumindest in diesem, immer weiter wachsenden Ausmaß gar nicht.

Ixh hatte gesrern ein aufrüttelndes/erschütterndes Gespräch mit eibem langjährigen Freund, der nach Krebs-OP und folgender Chemo in die Adipositas gerauscht ist, weil eben alles mögliche entgleist ist. Er ist mittlereile bei OMAD und Kalorienmengen angekommen, die nahelegen, dass er Geqicht verlueren müsste - nix da...jetzt gibts die Abnehm-Spritze!

Aks ich ihm von meinen derzeitigen Schwierigkeiten aufgrund der Kombi Fettleber/Diabetes erzählt habe, meinte er, dass er kinen Diabetes habe. Nur" Prädiabetes im Grenzbereich"...na klasse! Da fängt es doch schon wieder an. Bis 6.4 HBa1c bust Du "gesund" - und ab 6.5 plötzlich "chronisch krank"? Wer's glaubt, wird selig...

Bei bestehender Insulinresistenz muss man in Verbindung mit einer Fettleber leider "andere Saiten" aufziehen, was die Ernährung angeht. Und das Vergältnus von Gluconeogenese und Ketogenese im Auge behalten. Ist aufwändig und funtioniert nach der Merhode "Versuch und Irrtum" - aber scheint bei mir zu klappen. In 6-8 Wochen weiß ich mehr.

LG Holger
 
Er ist mittlereile bei OMAD und Kalorienmengen angekommen, die nahelegen, dass er Geqicht verlueren müsste - nix da...jetzt gibts die Abnehm-Spritze!
In den USA gibt es Anzeichen, daß mit GLP1-Analoga das erste Mal eine statistisch signifikante Abnahme des Anteils Übergewichtiger in der Gesamtbevölkerung aufgetreten ist:
Leider ist der Datensatz des "Gallup National Health and Well-Being Index" nicht frei verfügbar.
Das Problem ist jetzt, daß ab diesem Jahr dort diese nicht mehr von den Krankenversicherungen erstattet werden, was die Schere zwischen arm und reich weiter aufweiten wird:
Aks ich ihm von meinen derzeitigen Schwierigkeiten aufgrund der Kombi Fettleber/Diabetes erzählt habe, meinte er, dass er kinen Diabetes habe. Nur" Prädiabetes im Grenzbereich"...na klasse! Da fängt es doch schon wieder an. Bis 6.4 HBa1c bust Du "gesund" - und ab 6.5 plötzlich "chronisch krank"? Wer's glaubt, wird selig...
Da haben sie schon eine große Übergangsbandbreite definiert, die berücksichtigt, daß an Diabetes Erkrankte durch Ernährung und Medikation niedrigere HBa1C-Werte als Gesunde haben können und bei Überschreitung der Warngrenze genauere Untersuchungen durchgeführt werden müssen, um eine Erkrankung diagnostizieren oder ausschließen zu können und gleichzeitig das Risiko klarmacht, und Du regst Dich darüber auf? :unsure::rolleyes:

Gruß,

Tim
 
und Du regst Dich darüber auf? :unsure::rolleyes:

Nein - ich rege mich nicht auf. Ich wollte nur noch einmal darauf hinweisen, warum das, was bei dem Einen funzt, bei dem Anderen kontraproduktiv sein kann. Einfach, weil hier interessierte Leute mitlesen könnten, die mangels tieferem Eintauchens in die Materie die falschen Schlüsse ziehen könnten.

LG Holger

Edith meint: wenn ich mich über irgendetwas aufregen könnte, dann über mich selbst und meine verschiedenen "Fehlleistungen", die zur Ignoranz ggü. der Problematik und damit zum derzeitigen Zustand beigetragen, oder letztlich gar geführt haben. Das kann man so machen - muss man aber nicht...
 
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