Der Abnehm-Thread

kann tatsächlich (psychisch) kontraproduktiv sein

Ja, richtig...kann. Aber da ich bei mir immer schon große Schwankungen beobachte (obwohl ich keine Frau bin ;-)), mache ich mich damit wie gesagt nicht verrückt. Mir war das nur aufgefallen, weil ich die letzten Wochen tatsächlich täglich bissl weiter 'runter kam, oder zumindest nicht zugenommen habe. Heute aber schon...

Und da kommt mein innerer Schweinehund ins Spiel: der sagt nämlich, dass die Schwankungen normal sind, dass das tägliche Wiegen und die Selbstbeobachtung nix bringen, dass die psychische Balance wichtiger und außerdem durch die Einschränkungen in der gewohnten (aber ja nunmal als nicht förderlich befundenen) Ernährungsweise gefährdet ist. Und dass es ja mit dem Abnehmen ganz schnell gehen würde, wenn es denn sein müsste und man sich im Ernstfall mal einfach bissl beherrscht...und so bleibt letztlich alles beim Alten, man redet sich die Dinge schön - und arrangiert sich im günstigsten Fall mit seinem Übergewicht oder nimmt im Regelfall weiter zu. Langsam, aber sicher.

Darüber möchte/muss ich dauerhaft hinauskommen - und mache mir absolut keinen Stress, wenn das Gewicht mal bissl steigt. Aber in den meisten Fällen kann ich die Schwankungen durch die recht detaillierte Selbstbeobachtung ursächlich nachvollziehen und lerne dadurch, was gut funktioniert und was ich vielleicht eher bleiben lassen sollte. Und ganz wichtig: natürlich auch, was mir bekommt und was nicht. Der Auslöser für meine detaillierte Antwort war ja die Frage, ob man als "Stressesser" das Ernährungsverhalten überhaupt bewusst von Stresslage und letztlich falschen/ungesunden Gewohnheiten entkoppeln kann - ich kann das überraschend gut. Momentan. Die Zeit wird zeigen, wie lange und wie konsequent. Und für die Konsequenz ist für mich eben die Hinnahme eines Gewichtsanstiegs als "normal" leider schon kontraproduktiv. Wenn ich nachvollziehen kann, wieso, ist das für mich in Ordnung, weil ich es dann selbst in der Hand habe. Aber das ist meiner psychischen Ausgangslage und meiner Ernährungsstörung geschuldet. Wenn man erstmal soweit ist, sich das selbst einzugestehen, hat man schon viel geschafft - das als normal hinzustellen und den Spieß umzudrehen und die gewonnene Selbstkontrolle aus "Sorge ums psychische Wohlergehen" aus der Hand zu geben ist dann plötzlich paradox.

LG Holger
 
Sich jeden Tag wiegen kann tatsächlich (psychisch) kontraproduktiv sein,
Aus meiner Sicht als Hobbypsychologe und aus der Sicht meiner studierten und praktizierenden Haupttherapeutin, ist auch ein tägliches Wiegen, nur der Blick auf die tatsächliche Realität. Man sollte zu allen Dingen und Personen, die einen umgeben, auf Augenhöhe sein, sich bringen und halten. Realitätsverweigerung und -vermeidung gehört zu den eher krankheitsbedingten Symptomen. Ich sehe ja was das bei meinem Kumpel für Folgen hat, der ist dick und fett, wiegts sich aber aus Prinzip nicht, damit er in dem Glauben weiter leben kann "sooooo dick bin ich gar nicht, deswegen muss ich nichts unternehmen" ...trotzdem trägt er diesen 1a Risikofaktor täglich mit sich rum.

Ob tägliches Wiegen der Gesundheit schadet, bestimmt der Mensch durch seine Überzeugung. Wenn er denkt es schadet ihm, kanns aber nicht lassen, dann schadet es ihm. Wenn er überzeugt ist, das es vollkommen schnuppe ist, wie oft man sich wiegt, dann schadet es nicht.
Das, sagen und schreiben die gut erforschten Gebrüder Cebo.

Ich mache mir enormen Druck

stimmt genau ! DU machst dir den Druck... die Waage misst nur...nicht mehr und nicht weniger....und lass dir von keinem was anderes erzählen, es sei denn, du brauchst das zur täglichen Niedergeschlagenheit, durch die eigene Hand.


@Me
habe gerade gesehen das mein Lieblinkstherapeutin nach 5 Monaten Sommerpause endlich mal wieder einen Podcast....die Nr.47 gemacht hat.
ich freu mich drauf...:p
 
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das geringe Mengen Qualitäts-Honig, beim Abnehmen helfen kann und den Blutdruck senken kann, war mir neu :eek:

 
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Da würde mich mal als Erstes interessieren wie groß du bist, wenn du früher mal nur 55kg hattest.
Ich bin 172cm hoch.
Ich bin damals aber jeden Morgen 5-7km laufen gegangen oder 2,1km schwimmen und abends dann 2 Stunden Handballtraining.

Hattest du größere Probleme mit Hautüberschuß durch das starke Abnehmen, oder zog sich das Abnehmen lange genug hin, das die Haut genug Zeit hatte zum Mitschrumpfen ?
Es geht.
Man sieht zwar, dass die Haut gerissen ist, aber es hat sich ziemlich gut mit zurück gezogen. Das liegt wohl an dem relativ langsamen Abnehmen, gerade jetzt in den letzten Jahren. Aber man sieht es in jedem Fall. Ist aber für mich nicht schlimm; gehört zu mir und meinem Leben dazu.

Hast du schon Erfahrungen mit einer Haferkur gemacht ?
Ich wollte letztes Jahr während meiner Reha (Diabetes) eine Haferkur machen, wurde aber vorher wegen C. einfach abends um 23 Uhr vom Arzt vor die Tür gesetzt.
Ich bin jedoch in rund 7 Wochen wieder in der Reha und werde dort bei meiner Haferkur von einem Arzt mit entsprechender Ernährung, Planung u.s.w begleitet. Das werde ich neben dem "Einlesen" viel mitnehmen und umsetzen können.

Bei mir wird es schwer, bissle Abwechslung in das Hafer zu bekommen, da ich keine Paprika, Tomaten, Pilze essse. Ich esse jedoch alles an Kohl, Brokoli, Nüsse und Gurken und hoffe, so etwas Abwechslung in das Hafer rein zu bekommen.

Aber dort gibt es spezielles Essen für Diabetiker und man kann mitteilen, was man gar nicht isst.
Beim letzten mal die 5 Tage war das Essen wirklich hervorragend.
 
Ich habe gar keine Lust mit dir über Bücher oder Dinge zu diskutieren die du doof findest.
Ich finde diese Dinge nicht doof.
Wenn wir einer Meinung über irgendetwas sind, warum sollten wir dann darüber diskutieren?

Ich möchte meine Position dazu also noch etwas genauer formulieren.

Ich habe keine Lust mit fremden Menschen über Bücher zu diskutieren, die sie nicht gelesen haben, weil mich das meistens ärgerlich macht.
Ärgern tu ich mich aber nicht darüber, das Derjenige das Buch nicht gelesen hat, sondern darüber, wenn ich mich in eine Diskussion darüber, von diesem fremden Menschen habe locken lassen.

Mein Vater legte ja immer hohen Wert darauf, das Menschen von ihrem Verstand gebrauch machen. Wenn einer das nicht tat, oder seinen Verstand dazu benutzte sich dumm zu stellen, dann machte ihn das meistens Wütend. Er war also nicht selten wütend, denn er war mit meiner Mutter verheiratet. In dieser Atmosphäre bin ich aufgewachsen und niemand muss sich wundern, wenn auch mich, Dummheit (noch) wütend machen kann, auch eben meine eigene Dummheit.

Verstand ohne Wissen, ist Dummheit.

Deswegen lese ich Bücher über Gesundheit im Allgemeinen und gesunde Ernährung, sowie Psychologie im Speziellen, die mich interessieren, von Autoren die mich neugierig gemacht haben.

Über Autoren die ich nicht kenne, weil ich kein Buch von ihnen gelesen habe, oder Bücher die ich nicht gelesen habe, sollte ich also keine Bewertungen oder Urteile abgeben, denn das wäre eine Dummheit.
 
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Wie wäre es für alle, die zu diesem Faden beitragen, für jeden Beitrag eine lockere halbe Stunde mit Liegefahrrad oder Velomobil zu fahren. Einen Beitrag hätte ich heute noch gut.
Ich empfehle als geeignete Fachliteratur: Johann Peter Hebel, Der geheilte Patient.

und für die Menschen die "nur helfen wollen" und sich und andere, gleichzeitig damit, gerne dabei über "Dicke Menschen" belustigen,
hier mal eine Meinung einer Wissenschaftlerin dazu.... die Mir, und vielleicht auch anderen "Dicken" damit aus der Seele spricht:

5:32 bis 8:55

 
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gestern hab ich mal Waffeln mit kernigen Haferflocken gebacken.......das geht.

- 250g Haferflocken, in Wasser einige Stunden aufquellen lassen..

- 125g Butter mit
- 4 Eiern verrührt, dann den Haferbrei dazu gerührt und
- 4 TL Hönig dazu

serviert mit etwas Puderzucker und einen Klecks Joghurt drauf, fertig:giggle:

reicht für 14 Waffeln

heute probiere ich es mit weniger Butter, dafür etwas Kokosfett und
in den Haferbrei kommen noch gemahlene Nüsse und Kokosraspeln oder so....
 
meines Wissens ist Kokosfett nicht so gesund?
Ich habe über Kokosfett viel Gute gelesen...

es soll unter anderem antibakterielle, antivirale und antifungizide Wirkung haben.

wahrscheinlich hält es sich deswegen auch so lange ohne zu vergammeln.

Es eignet sich auch besser zum Braten und Backen als Butter,
weil es wohl nicht so schnell Transfette bildet wie Butter.

Jedenfalls hab ich gestern gemerkt, das man wohl nicht so viel Butter braucht,
wie bei den Waffelrezepten mit Weizen, damit sich die Waffeln vom Waffeleisen wieder lösen.

Spaßeshalber werde ich auch mal etwas Gauda-Käse auf so eine heiße Haferwaffel bröseln
 
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Nach der vielen Theorie zur Abwechslung mal bissl Praxis:

Heute früh 84,9 kg. Momentan läuft das gut, weil ich bewusst und mit entsprechendem "Leidensdruck" gegen mein tatsächlich größtenteils hausgemachtes metabolisches Syndrom vorgehe. Ich mach' das recht konsequent, weil ich nach längerem prädiabetischen Stadium - mit deutlicher Verbesserung der Werte im letzten Sommer - seit November statistisch als "Typ-2-Diabetiker" gelte, da dort der Langzeit-Blutzuckerwert erstmals bei 6.5 lag. Ein Kollege hat mir ein Messgerät geliehen, sodass ich jetzt in der Lage bin, die Werte engmaschig zu überprüfen und beobachten zu können, was sich ernährungs- und bewegungsmäßig wie auswirkt. Der "Nüchtern-Zucker" frühmorgens sinkt seit Jahresbeginn langsam ab. Start war bei 7.0, gestern 5.4, heute 5.2...ich hoffe, dass das so weiter geht. Der Statistiker in mir freut sich über sinnvolle Beschäftigung!

Übrigens bin ich zum Erstaunen meiner Diabetologin ein Paradebeipiel dafür, dass der BMI nur sehr grobe Anhaltsdaten liefern kann - wohlgemerkt in beide Richtungen! Ich bin nämlich eigentlich gar nicht dick genug, um das Ausmaß der Zuckerstoffwechselentgleisung allein mit Übergewicht erklären zu können.
Allerdings hat sie gestaunt, als ich ihr sagte, dass ich mit Mitte 30 noch 68 Kilo gewogen habe - da wurde das aus ihrer Sicht plötzlich doch halbwegs plausibel, zumal es sich bei mir um einen überproportional großen Anteil an Viszeralfett und eine ausgeprägte Fettleber handelt...in diesem Fall eine sehr ungünstige Konstellation.

Nach den bisherigen Erfolgen/Effekten (langsam und mit wenigen Ausreissern nach oben seit Jahresbeginn 4 kg abgenommen) bin ich optimistisch, die Sache als "ultimativen Warnschuss" abhaken zu können und bis März (da beginnt der Kurs bei der Ernährungsberaterin der diabetologischen Praxis) weitere Fortschritte in Richtung Normalisierung des Stoffwechsels gemacht zu haben. Die "Oldscool-Auffassung", dass man Diabetes eben bekommt und dann immer Diabetiker ist, ist ja mittlerweile massiv am Bröckeln, besonders wenn der Diabetes sich in Folge eines metabolischen Syndroms zeigt.

Heißt für mich konkret:

Fast ausschließlich vegane Ernährung - aber kein Dogma. Gelegentliche Ausnahmen gönne ich mir...nur eben nicht wie früher 2 Mal pro Woche!

Früh Haferflocken/Kleie mit Zimt.

Mittags irgendwas "Gesundes", viel Kohl in allen Varianten. Gestern gab es Rotkraut mit Maronen - dafür könnte ich meine Großmutter verkaufen. Die bisher obligatorische Süßigkeit/das Stück Kuchen zum Nachtisch verkneife ich mir mittlerweile möglichst auch.

Vor dem Abenddienst viel Salat mit relativ hohem Anteil an "bitteren" Sachen. Und das wars.

Dazwischen konsequent nix! Was die eigentliche Neuheit ist. Und ich habe seit ca. einer Woche keine Heißhungerattacken mehr, obwohl auf Arbeit aufgrund des hohen Krankenstandes gerade "der Bär steppt". Ich habe ja keine Kalorien gezählt, vermute aber, dass gerade die "kleinen Sachen zwischendurch" den Kohl fett gemacht haben könnten...

Das Experiment geht weiter!

LG Holger
 
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Ich habe ja keine Kalorien gezählt, vermute aber, dass gerade die "kleinen Sachen zwischendurch" den Kohl fett gemacht haben könnten...
Das deckt sich mit meiner Beobachtung. Bei den Mahlzeiten komme ich meistens nicht oder nur gerade so auf die angesetzten Kalorien, aber das leidige Zwischendurchgefresse treibt die Bilanz dann doch wieder massiv hoch.
 
seit Jahresbeginn 4 kg abgenommen
Seit diesem Jahr wäre aber sehr ungesund.
Ich hoffe du meinst seit Anfang 2025, oder?

Ich habe meist immer noch Heißhungerattaken zwischendurch, aber mein Blutzucker schwankt auch ohne Ende von unten nach oben und wieder zurück, gerade wenn ich Fahrad fahre.

An der Konsequenz und Disziplin fehlt es mir meist.

Es wird Zeit, dass ich in der Reha wieder sehen kann was passieren könnte oder es sich entwickeln kann, wenn man den eigenen Diabetes nicht sooooo ernst nimmt und sich die eigenen schlechten Angewohnheiten "abtrainieren" kann.

Aber Glückwunsch zu deinen tollen Werten! (y)
 
Seit diesem Jahr wäre aber sehr ungesund.

Nein, tatsächlich seit Anfang '26 - dadurch, dass ich so weit über meinem Soll liege, geht das anfangs rasend schnell, ohne dass ich viel machen muss. Bin eigentlich immer der Typ "schlechter Futterverwerter" und sehr schlank gewesen... Die Kurve wird sich abflachen, keine Angst. Und gerade esse ich Abendbrot - reichlich. Allein der Verzicht auf ständige Zwischenmahlzeiten und das Achten auf "zur Situation passende" Ernährung haben bei mir derzeit schon diesen Effekt. Dabei kann ich momentan ja noch nichtmal die Sport-Karte ziehen. Den Trumpf brauche ich dann im Frühjahr, wenn das Abnehmen nicht mehr so leicht vonstatten geht. Letztes Jahr habe ich ja noch schneller und mehr abgenommen - das war aber sozusagen durch die äußeren Umstände "erzwungen"...diesmal folgt es einer inneren Enisicht und wird dadurch hoffentlich noch etwas nachhaltiger.

Es stehen letztlich reichlich 96 Kilo Ende Februar '23 am oberen Ende der Skala. Seither pro Jahr einmal 3,5 und einmal 5,5 Kilo weniger. Das scheint immer noch zu wenig gewesen zu sein - der Diabetes hat sich trotzdem etabliert... Weshalb ich jetzt natürlich nicht "bremse". Das passiert wie gesagt früh genug von selbst.

LG Holger
 
Hallo zusammen
@Kettcar
zum Thema Kokosfett kann ich dir nen Buchtipp geben:
Das Keto-Prinzip
Der Autor Bruce Fife( C.N,N.D.) ist Ernährungsexperte und Naturarzt.
schönes Wochenende
und
GOOD BIKE
Gerd
 
heute probiere ich es mit weniger Butter, dafür etwas Kokosfett und
in den Haferbrei kommen noch gemahlene Nüsse und Kokosraspeln oder so....
der Versuch hat nicht funktioniert, ich hab aber zu viele Komponenten verändert, um zu lernen warum die Waffel nicht zusammengehalten hat und sich schlecht vom Waffeleisen trennen ließ....:cautious:

naja, halb so wild... interessiert ja erst wieder zu Weihnachten 2026, dann kann ich noch mal probieren. Man kann ja mit dem "Haferteig" auch einfach Puffer in der Pfanne braten. Spielt ja keine Rolle, ob ich einen an der Waffel, oder an der Pfanne habe. ;)

:coffee::)
 
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