Das verpaßte Bild

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Ach ja, das Bild der
Türkentaube, die sich wieder erholte und wegflog, nachdem ich den Sperber verjagte der sie gepackt hatte

hatte ich verpaßt, aber das hier später entdeckt.

OT:
am "Büro"-Fenster hatte sie kurz vorher diesen Abdruck hinterlassen, als sie mit dem Sperber auf den Fersen die Richtung verpeilt hatte
Screenshot from 2021-02-08 10-56-28.png
OT Ende

Ich war sofort draußen und habe den Sperber verjagt, Täubchen saß eine Zeitlang bedröppelt da und flog dann weg (2g leichter?)

Grüße,
Christian
 
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FSJ in Nord-Irland 1984/85, in einer frisch gegründeten, damals stark landwirtschaftlich orientierten Einrichtung für erwachsene Menschen, die mit Behinderung leben. Wir hatten ein "wanderndes Gehege" für unsere Hühner, das wöchentlich anderswo aufgestellt wurde. Dessen provosorischer Hasendrahtzaun war für die allermeisten Hühner zu hoch zum Überfliegen, mit wenigen Ausnahmen. Eines war der wortwörtliche Überflieger und machte dann lange, jedoch unerwünschte Erkundungen in die Umgebung.
Eines Tages war das Gehege in dem herrlich überwucherten, dadurch recht unwegsamen großen Garten mit vielen hohen Nadelbäumen vor dem ehemaligen Herrenhaus, das das Zentrum der Einrichtung darstellte, aufgebaut. Das besagte Huhn war unternehmungslustig, flatterte wieder einmal über den Zaun und genoss seine Freiheit, was meinem FSJ-Kollegen Beat, einem baumlangen, sehnigen Schweizer, überhaupt nicht gefiel.
Daraus ergab sich folgendes Bild:
- In der Mitte mein Kollege, wild mit den Armen fuchtelnd, in Gummistiefeln und Latzhose sowie altem Parka mit riesigen Schritten und fliegenden Haaren hinter dem Huhn her, dabei von den Bäumen ständig ausgebremst im vergeblichen Versuch, das Viech im Bogen zu umgehen und zu fangen: "Kschkschksch! Wöttsch Du wohl zurückch?!"
- Dahinter der Chronist dieses Ereignisses, gefühlt in jeder Richtung halb so groß wie sein Kollege, der eigentlich beim Einfangen helfen sollte, jedoch vor lauter Gelächter einfach nicht zu einer zielführenden Handlung in der Lage, und sich die ganz Zeit lautstark ärgernd, dass er ausgerechnet jetzt seine Kamera nicht dabei hatte.
- Ganz vorne ein kleines braunes Huhn, voller Panik und unüberhörbar empört mit raumgreifenden Schritten in vollem Tempo im Zickzack zwischen den Bäumen hindurch, wie es eben nur diese ehemaligen Dschungelbewohner können: "Quöck! GAaaAAck! OOoooock! Tchock-tchock-tchock-tchock-tchoOOOck!"
Filmreif! :LOL:
 
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Studienzeit in der Nordwestschweiz in den frühen 90-ern , ich bin an einem Frühlings- (April-?)morgen in einem kleinen Dorf auf dem Weg in die Ausbildungsstätte. Das Dorf hat einen für seine Größe bemerkenswert großen Barockdom. Im Nordwesten rückt eine tiefschwarze, massive Unwetterfront an, ich laufe im Südosten durch die Wiesen am alten Ortskern samt Dom vorbei. Als ich einen Moment stehenbleibe, um die Unwetterfront zu begutachten, bricht die noch recht tiefstehende Sonne hinter mir durch die Wolken und wirft in der gewitterklaren Luft einen klaren, scharfen, unglaublich hellen Strahl auf das Dorf und damit auch auf die vergoldeten Kapseln auf den Turmhelmen des Dorfs. Eine extreme Kontrastwirkung, als diese Kapseln vor dem Unwetterhimmel hell und golden aufstrahlen. Ein Wahnsinnsbild. Aber wer hat schon auf dem alltäglichen Weg in die Hochschule die dicke Spiegelreflex dabei?
 
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Eines schönen Morgens in Kilgoris am östlichen Abhang der Westseite des Rift Valley: Ich schlief in einem Zimmer mit Blick Richtung Osten zur Bergkette am östlichen Rand des Rift Valley 60 km entfernt, öffnete meine Augen in dem Augenblick, als die Sonne aufging und mein Zimmer für wenige Sekunden in tiefgrünes Licht tauchte. Das war das erste und einzige Mal in meinem Leben, dass ich den grünen Blitz sah. Die Kamera lag nicht griffbereit. Wenige Sekunden später schien die Sonne mit voller Helligkeit wie am Mittag, weil die Luft extrem klar war.
 
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Vorbemerkung
Ich bin physikbegeistert. Mir sind die Begriffe "Kraft", "Kraftrichtung", "Gegenkraft", "Vektor" usw. bekannt und ich kann sie anwenden.

Auf dem Radweg entlang der Loire endet dieser hinter Angers an einem Nebenlauf oder Kanal fernab des Ortes. Ratloses Umherschauen, ratloses Überprüfen, ob ich mich verfahren hätte.
Am Wasser liegt eine Kette, mit der ein Boot als Selbstbedienungsfähre herangezogen werden kann, allerdings fehlt ein Möglichkeit, die Kette fest zu legen, wenn man alleine ist. Ach, es wird schon gehen, denke ich.
Frohgemut ziehe ich das Boot heran, und weil ich zu faul bin, das gesamte Reisegepäck abzuschnallen, versuche ich das beladene Rad ins Boot zu hieven. Das Vorderrad ist drin, beim Hereinheben des Hinterrades haut das Boot wegen der Kraftwirkung ab. Das ganze wiederholt sich mehrfach, ich liege fast im Wasser, die Taschen ebenfalls und laufen halb voll. Es muss fast wie eine Slapstick-Einlage ausgesehen haben, zum Glück war niemand zum Fotografieren da.
Als ich nach vielen Versuchen endlich das andere Ufer erreicht hatte, und meine Sachen zum Trocknen ausgelegt hatte, kamen andere Leute, die sicherlich mir das Boot festgehalten hätten.

mfG
Michael
 
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Heute Mittag in Gaugrehweiler:

die ersten Schwalben! (bei 10°, die Armen...)

Grüße,
Christian
 
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Die Begeisterung der vor dem Eiscafe Emrich in Armsheim Wartenden, für das vorbeifahrende n+1, der Caterham Sportwagen (gefühlt flach wie ein Quest), der den Flonheimer Kreisel auf fahrbare Geschwindigkeit testete.

Grüße,
Christian
 
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Mein verpasstes Foto hat nix mit dem VM zu tun. Vor 15 Jahren in Korea der Blick aus dem Hotel In einen Hinterhof. beginnende Dunkelheit, eine ausgesprochen hübsche Asiatin läuft in einem schwarzen Business Outfit über den Hof. Dazu trägt sie gemusterte schwarze Strümpfe und knallrote high heels. Unter dem Arm eine unbekleidete männliche schaufensterpuppe. Die Hand zum tragen umfasst den Oberschenkel im Schritt. Die Puppe ist genau waagerecht ausgerichtet und der dümmlich lächelnde männerkopf zeigt nach vorne in die Luft. Das ganze war so skurril, aber ich hätte supergerne ein Foto davon.
 
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Eine blühende Kaiserkrone vor der Geistermühle, ein Eichelhäher, der einen Bussard ärgern wollte, zwischen Geister- und Rübenmühle.
Unser Salomonsiegel schiebt große Knospen,

Grüße,
Christian
 
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Zum thema sonne und gegenlicht. In dieser jahreszeit ist es noch etwas zu fruh, aber 1-2 monate weiter steht die sonne manchmal genau richtig. Ein landweg mit links und rechts ausgedehnte wiesenflachen. Ein Bauernhof, mit vor diesen Hof neben der strasse eine sehr grosse, alte Rotbuche. Bin ich under der Rotbuche, die teilweise uber die Strasse wachst, kommt rechts ein dorf im blickfeld. Wenn zeitpunt, sonnenstand und wetterlage mitwirken, steht die Sonne dan hinter die Dorfkirche und leuchtet die von hinten an.

Grusse, Jeroen
 
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wann Du wo zu sein hast
@Little Willy -- was gibt's denn da zu lachen? Für ein gutes Foto legt man sich auch mal in den Dreck und fährt mehrfach zu einer Location.

An dieser Reihe blühender ???-Bäume bin ich diese Woche täglich vorbei, bis gestern endlich mal ein passabler Wolkenhimmel fürs VM Foto bereit stand. (Vorher habe ich der Blüten wegen dennoch fotografiert, die Bilder gingen aber gestern alle in den Müll.)

P. S.: ;)
 
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Einer der Pfaue von der Neumühle kurz vor Nieder-Wiesen rief vernehmlich, als ich vorbeifuhr.

Grüße,
Christian
 
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Heute morgen mal ne kurze runde durch das Wald vor der Arbeit. Beim wasserwerk, das naturgebiet ist auch wasserspeicher, da war irgend ein ablauf offen. Schön hier ins fast flache land mal ein Bach plätschern zu hören.

Etwas weiter dann mal wieder ein verpasstes bild. Ein reh auf denn waldweg kurz vor mir, wind auf der nase, sie hörte mich also nicht. War schon ziemlich nah, etwa 50 meter. Anhalten, handschuhe aus, mobiltelefon gefasst, dann war das Reh ein paar schritte zur seite und wegen tarn farbe gegen das gestrupp kaum zu sehen. Vorsichtig noch was naher ran. Dann wurde klar das noch ein zweiter reh in gebusch war, die beide wanderten zusammen davon, und wahren in wenige sekunden ausser sicht. Wieder zu spät... :(
 
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- der Buntspecht, der das Futterhäuschen entdeckt hat, und Akrobatik betreibt um an die Sonnenblumenkerne zu kommen
- der Türkentäuberich, der auf der künstlichen Krähe auf dem Dach der Nachbarn saß, und sich für seine Angebetete in's Zeug legte

Grüße,
Christian
 
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- ein Buntspecht an einer der Eichen am Ortseingang von Nieder-Wiesen
- 2 Dohlen, die sich für den Weizen "unserer" Türkentäubchen interessieren

Grüße,
Christian
 
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