Das Open Source Wohn- und Lastenvierrad

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Bei Velomobiel.nl ( QV) wird einen Basis von Trikit aus England benutzt. Das is ein CassettenKörper mit zwei Verzahnungen/Freilaufe. Da wird dan von beide Seiten eine Achse mit Rille( Verzahnung) rein gesteckt. Irgendwie steckt auch am anderen Ende der Achse etwas Technik womit die Achse die Nabenhülse zum drehen bringt. Beim QV und beim Trikit ist dann auch ein Rahmen notwendig was zentral die Kettenkraft auf denn Cassettenkörper auffangt, und weiter seitlich die Achsen in Position hält. Rein Theoretisch und wenn Velomobiel.nl es verkaufen will, könnte mann ein QV hinterbau auch in/ unter eine andere konstruction hängen. Dabei sollte Kettenlinie, Befestigungspunkte und Feder Kinematik in acht genommen worden. Das (bewegende) Rahmenteil und die Federelemente werden Seitlich an die VelomobilHulle befestigt. Spurbreite ist relativ eng, und nicht zu andern ohne ein anderen Rahmen zu bauen.

Ponyquad wird hier erklärt; Sieht anders aus,

Dabei sieht es so aus als werden die Federbeine und die Hinterradachse eher Zentral an ein T formigen Rahmen befestigt. Die spur ist deutlich breiter als beim QV.

Keine Ahnung was die Hersteller angaben uber Maximalbelastung sind. DIe QV konstruktion wurde ich ein geringere maximalbelastung Zutrauen als die Ponyversion. Grob geschatzt irgendwo uber 200 Kilo fahrzeuggewicht ist es vermutlich schluss beim QV, Ausgelegt fur 1 person+kind. Pony geht auch mit deutlich höheren zuladung.

Beide nutzen eine Zentrale Kette. Wurde auch sagen das die QV version vermutlich einfacher zu integrieren ist in eine Selbstragende Hülle, wie beim QV, und die Pony version braucht sehr stabile Befestigungspunkte.
 
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Bloss mal so eine Frage, es scheint ja hier Konsens zu sein, dass auf keinen Fall ein Vorderradantrieb umgesetzt werden sollte, was wäre der hauptsächliche Grund einen solchen abzulehnen?
Wenn man konstruktiv dafür sorgt, dass Kardangelenke im hauptsächlichen Lastfall (Geradeausfahrt, eventuell minimale Kurve) eine gerade Achs-Linie beschreiben, sollten diese doch kaum einen nennenswerten Widerstand hinzufügen?
Die Vorteile wären dagegen enorm: das ganze Hinterteil könnte sehr flach und veränderlich (Baukasten wie hier schon angesprchen wurde) ausgelegt werden, ich ergänze noch Schraubärs Gestaltungsvorschlag um Seitenwandungen deren Hinterkanten (bei nicht Gebrauch) zusammengeschoben und arretiert werden könnten, so dass sich ein aerodynamisch günstigeres, gepfeiltes Ende ergäbe. Das Stichwort wäre "Faltbox".
Dazu eine kurze Kette, idealerweise als Rieman, also weniger Gewicht, auch weil das Chassis hinten anders (weniger... Kein Antrieb) belastet wird und anders versteift werden darf.
Vorne 26 Zoll Räder, hinten nur 16 Zoll. Schließlich wird das Konstrukt selten schneller als 60 Kmh werden, und die Hinterräder wären nur bessere, bremsbare, gefederte Stützräder (jedes auf ca. 80 Kg ausgelegt)...
Okay, die breite Frontscheibe (inkl. Seitenscheiben) würde ich auch extrem verkleinern durch ein rundliches Haubendesign, also weg von der kastigen Box. Schließlich sollten wir hier nicht den Vorteil von aerodynamischen Gewinnen aufgeben, die aber der hauptsächliche Gag von unseren VMs hier sind. Und so eine große Frontscheibe wiegt enorm und hat Flächen, die gewischt, beheizt und sonstwie gewartet werden möchten, was einfach bei einer kleinen Haube deutlich reduzierter wäre.
Warum schwer und autoähnlich bauen, wenn man weiterhin nur Radfahrerkräfte (okay, Pedelec...) zur Verfügung hat? Somit auf ewig verurteilt, aufgrund anfänglicher Konzeptionsfehler immer nur langsam und schwerfällig durch die Gegend zu schleichen?
Die Trennung von Chassis und Hülle finde ich gut, da Letztere dann sehr leicht sein kann (Sandwich, gerade eben fahrtwindstabil, nur sich selber tragend).
So weit mein Votum für ein schnelles leichtes aerodynamisches Konzept dass trotzdem im Sinne dieses Fadens als potentieller Transport- und Wohnwagen dienen kann.
 

Jack-Lee

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Kurz : es bräuchte Gleichlaufgelenke. Die gibt's in der Größe nicht. Kreuzgelenke haben Aufgrund ihres Winkelfehlers beim einlenken unschöne Eigenschaften... für langsam durchs Gelände kriechen kein Problem, schneller fahren fühlt sich echt nicht gut an. Kann man aber teils mit Differential reduzieren das Problem. Das GaloppE Pep hat zb einen Frontantrieb+ Heckmotor
 
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Bloss mal so eine Frage, es scheint ja hier Konsens zu sein, dass auf keinen Fall ein Vorderradantrieb umgesetzt werden sollte,
Hinterradantrieb ist oft das naheliegendste, aber den Konsens, dass Vorderantrieb gar nicht geht, hab ich in diesem Thread nicht gefunden.

was wäre der hauptsächliche Grund einen solchen abzulehnen?
Mit Vorderradantrieb auf zwei gelenkte Räder hab ich mich noch nicht wirklich beschäftigt. Was mir trotzdem dazu einfällt:

Ist der Vorderradantrieb bei der zu erwartenden Gewichtsverteilung grundsätzlich sinnvoll? Ohne Ladung sicherlich schon, man sitzt ja quasi auf den Vorderrädern. Mit leichtem Reisegepäck vermutlich auch noch. Vollbeladen könnte es vielleicht Traktionsprobleme am Berg geben. Auf der anderen Seite will man das dann eh nicht mehr ohne Motor fahren und die könnte man in die Hinterräder einbauen.

Frage wäre wie kompliziert und wartungseinfach ist das im Vergleich zum Vorderradantrieb. @Jack-Lee hat gerade die Frage beantwortet, die mich beschäftigt hat: Wo bekomme ich die Gleichlaufgelenke fürs Fahrrad her? Gibts nicht. Müsste man also irgendwas selbst basteln / eine andere geeignete Lösung finden.


Man könnte natürlich auf die geniale Idee der Hinterradlenkung kommen (SCNR)... ;)

Vorne 26 Zoll Räder,
Wie kommst Du auf gelenkte große 26" Räder? Kleine Räder sind doch hier viel geeigneter.

hinten nur 16 Zoll.
Was spricht gegen 20 Zoll?
 
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Einfache Lösung ein Vorderrad und etwas versetzt zwei weitere Räder da Diese etwas hinter dem gelenkten und angetriebenen Vorderrad sind können sie fest montiert werden, zwei Hinterräder und fertig . Nachteil ist der um ein Rad höhere Rollwiederstand und das Gewicht aber der Konstruktionsaufwand wird dadurch wohl etwas kleiner.
 
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Nachteil ist der um ein Rad höhere Rollwiederstand
Den gibt es so nicht. Dafür hast Du nicht mehr alle 5 Räder in einer Spur, was sich natürlich deutlich auf Rollwiderstand und Reifenverbrauch auswirkt. Im Zweifel fährt das Rad einfach geradeaus. Ich versteh nicht, wie das funktionieren soll.
 
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Jedes Gelenk fugt auch ne Portion verluste zu, und nen Teil das kaputgehen kann, und nicht uberall verfugbar sein wird als Ersatzteil.

Die meiste Motorantriebe machen hohen Drehzahl bei geringes Drehmoment, Menschliche antrieb macht geringen Drehzahl und hohes Drehmoment. Drehmoment ist auch ne Kraft die Wellen/Achsen zerstört. Hab mal gelesen das das Drehmoment was ein Fahrer vom MTB beim Ziehen am Lenker auf den Vorbau bringt, gleich hoch ist als die Nockenwelle eines 75 ps benzinmotor (vom alten Golf) zu ertragen hatt.

Einige haben es z.b. fur Pedalbote mit Propellor mit 90 grad umlenkung aus Winkelschleifer probiert. Die hielten die Krafte nicht aus.

Wurde man z.b. ein Gleichgelenk aus ein kleinen allrad Quad nehmen, ist fur mich fraglich ob das Robust genug ist um mit die Krafte ( Drehmoment) fertig zu werden. Anderseits wird so ein Gelenk auf grund die Menge von Metal, auch viel gewicht zufugen. Und das 2x. Ein Links, Ein rechts. Ein Vielfach vom gewicht vom Trikit Differential, was nicht grösser ist als nen herkommlichen Cassettenkörper. Auch macht es die ganze Vorderradaufhängung viel komplizierter und schwerer.

Alle mir bekannte Velomobile nutzen ein virtuelen Drehpunkt fur die Lenkung, um damit eine vernunftige Lenkrollradius zu schaffen. https://kfz-schule.com/lenkrollradius-lenkrollhalbmesser/ Dabei dreht sich die Lenkung nicht um 1 fixen Punkt. Eine einfache Lösung mit 2 Zahnräder wird daher nicht funktionieren.

Denke doch bitte an das Kiss prinzip. Keep It Simple, Stupid. Mach sachen einfacher, nicht komplizierter.
 
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Einfache Lösung ein Vorderrad und etwas versetzt zwei weitere Räder da Diese etwas hinter dem gelenkten und angetriebenen Vorderrad sind können sie fest montiert werden, zwei Hinterräder und fertig . Nachteil ist der um ein Rad höhere Rollwiederstand und das Gewicht aber der Konstruktionsaufwand wird dadurch wohl etwas kleiner.
Da gab es einen Liegeradler, der noch zwei mittlere Räder hat mitlaufen lassen (also insg. vier Räder, vorn eines gelenkt, zwei in der Mitte und ein Rad hinten ) der meinte, dass das Konstrukt lebensgefährlich gewesen wäre, er hat es schleunigst wieder zurückgebaut. Vermutlich verteilt sich die Last je nach Bodenwellen unterschiedlich, das lenkende Rad ist plötzlich entlastet, er wäre fast in einen entgegenkommenden LKW hineingefahren.

Die weitern Antworten hier zusammengefaßt: Okay, im Zweifelsfall würde wohl beim Vorderradantrieb ein gelenktes Rad in der Mitte mit kurzer Kette vorn die beste Lösung sein (gibt es ja genug Beispiele), die Front wäre aerodynamisch runder, und zwei Hinterräder, also doch wieder Dreirad (ein Hinterrad dann mit Motor). Dafür eine schöne Transport/Liegefläche hinten, ähnlich dem Camping-VM von Levin, aber etwas breiter, da schmale 16 Zoll Räder und keine seitliche Kette.

Ist jemand mal Mosquito gefahren? Wie sieht es da aus? Das war ein Rad in der Mitte vorn mit Vorderradantrieb ungelenkt und zwei gelenkte Hinterräder.

Warum 26 Zoll? Die Gangschaltung gestaltet sich einfacher, die Federung ist komfortabler z.B. auf rauhem Asphalt. Aber 20 Zoll würden natürlich auch gehen, keine Frage.

Wegen Traktionsproblemen am Berg mache ich mir da keine Sorgen, denn die hat man auch mit Hinterradantrieb. Wenn ich mit dem Tadpole-Trike auf lockerem Sandbodenweg am steilen Berg stehen bleiben müsste, ist es auch für den Hinterradantrieb aus, man kommt einfach nicht mehr los, das Hinterrad rutscht einfach durch...
 
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Ist jemand mal Mosquito gefahren? Wie sieht es da aus? Das war ein Rad in der Mitte vorn mit Vorderradantrieb ungelenkt und zwei gelenkte Hinterräder.
Ja. Ich glaube das war das erstes Liegerrad, dass ich je gefahren bin. Nur kurz auf der Spezi. Ich würde es eher als Neigungslenker bezeichnen. Man muss sich zum Lenken in die Kurve neigen. Ob das jetzt Hinterradlenkung oder Vorderradlenkung mit sehr flachem Lenkwinkel ist und man quasi in der Lenkachse positioniert ist, darüber lässt sich streiten. Es fährt sich auf jeden Fall einfach und gut. Für ein langes Wohnmobil glaub ich nicht, dass es ein passendes Konzept ist. Knicklenker / MBB könnte ich mir aber gut vorstellen. Da gibt es auch schon verschiedene Lastenräder. Beim Vierrad war ja glaub ich die Idee, dass man die Länge maximal gut als Wohn/Liegefläche ausnutzen kann, wenn man den Sitz entfernt.

Warum 26 Zoll? Die Gangschaltung gestaltet sich einfacher, die Federung ist komfortabler z.B. auf rauhem Asphalt. Aber 20 Zoll würden natürlich auch gehen, keine Frage.
Als angetriebenes einzelnes Rad hat 24" – 28" bei Kettenschaltung definitiv Vorteile. Beim Antrieb von zwei Rädern kommt es auf die Lösung an. Wenn man eh mit Zwischengetriebe arbeitet ist Bodenfreiheit und Übersetzung nicht von der Laufradgröße abhängig.

Große Räder mögen etwas besser laufen, aber das wäre ja auch ein Argument gegen kleine Hinterräder.
 
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