Das fehlt mir noch , Quad mit Federung , günstig und einfach

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Hallo
Ich will mir für meine Sammlung ein günstiges und einfaches Quad aufbauen . Mit günstig meine ich das ich vieles aus Schrott zusammenzimmern will .
Der Aufbau soll so weit es möglich ist so einfach wie möglich werden . Mein Plan sieht zur Zeit so aus das ich diesen Achskörper DSCN4525 (2).JPG
als Hinterachse nutzen will . Dieser soll so aufgehängt werden das er wie eine Schwinge federt .
Die Vorderachse wird ein Eigenbau und würde gerne versuchen auch diese mittels einer Blattfeder zu federn .
Allerdings bin ich noch etwas unsicher was ich als Blattfeder nutzen könnte . Ich habe hier mal einen Tread verfolgt und da hat @Rayner dies mit Federleisten , ich denke von einer Bettmatratze versucht . Leider hat er den Umbau wieder rückgängig gemacht weil es nicht richtig funktioniert haben soll . Aber ein Leser hatte ihn den Vorschlag gemacht das er es mit einen Ski versuchen sollte . Nachdem weder Schnee und auch Skifahren so mein ding ist habe ich natürlich keine . Aber nachdem ich meine Kollegen mal in der Mittagspause gefragt habe hatte ich schnell 4 Stück zuhause liegen . Ich habe mit einen verschiedene Versuche gemacht und so weit es ging mir den Aufbau angeschaut . Er besteht aus verschiedenen Materialien . Im Kern ist Holz mit einem selsamen Aufbau . Ich dachte erst diese hell - dunkel Anordnung kommt vom schneiden aber es scheinen unterschiedliche Hölzer zu sein .DSCN4919 (2).JPG Auf der Oberseite war noch ein beschichtetes Alublech das ich mit einem scharfen Messer abgetrennt habe ( bzw abgeschählt ) . Darunter ist dann eine GFK-Schicht DSCN4917 (2).JPG danach kommt das Holz und unten Stahlblech . Hier etwas sichtbar an der Bohrung DSCN4922 (2).JPG und zum Schluß wieder eine Kunststoffbeschichtung .
Ich habe dann den Ski auf ca 80cm abgeschnitten um zu testen ob er als Federblatt geeignet sein könnte , bzw ob er federt und wann er bricht . Ich habe ihn dazu rechts und links auf zwei Holzstücke gelegt und in der Mitte belastet .DSCN4915 (2).JPG . Mit meinen ca 80 Kg konnte ich mich drauf stellen und wippen . Also zum brechen habe ich ihn nicht gebracht und bei meinen Gewicht habe ich ca 7 cm Federweg . Ich glaube ich versuche es damit , oder gibt es von eurer Seite bessere Vorschläge .

Grüße
 
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Hi bbike,

Ski sind auf günstige Produktion und einen sehr spezifischen Lastfall konstruierte Blattfedern.
Und durchaus recht unterschiedlich gebaut. Nur weil Du einen zerlegst, ist's noch lange nicht gesagt, dass die nächsten gleichwertig sein werden...
Warum nicht die Blattfeder selbst laminieren?

Und zur Sicherheit angesprochen:
Wie viel Schränkung stellst Du Dir zwischen Vorder- und Hinterachse vor?
Je nach Einsatz wird das recht relevant.
(Vor allem, falls nur ein Rad angetrieben sein sollte! Dies hätte bei einer steifen Konstruktion sehr schnell keinen Anpressdruck am Boden...)

Gruß aus Graz, Harald
 
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Und durchaus recht unterschiedlich gebaut. Nur weil Du einen zerlegst, ist's noch lange nicht gesagt, dass die nächsten gleichwertig sein werden...
Ich habe natürlich einen zum testen und den gleichen für den Aufbau .
Wie viel Schränkung stellst Du Dir zwischen Vorder- und Hinterachse vor?
Je nach Einsatz wird das recht relevant.
(Vor allem, falls nur ein Rad angetrieben sein sollte! Dies hätte bei einer steifen Konstruktion sehr schnell keinen Anpressdruck am Boden...)
Das ist mir schon klar das gerade beim Quad , selbst wenn es nur für Straße sein soll beim kompletten starren Aufbau dies ein Problem ist . Deswegen auch die Idee mit einer gefederten Vorderachse auch wenn ich hier keinen sehr großen Federweg erwarte .
Beim Antrieb bin ich noch unsicher . Motor wird sowieso verbaut , Tretlagermotor mit Differential an der Hinterachse , oder Freilaufrädern . Einseitiger Radantrieb , das heist ein Rad mit Motor und ein Rad per Muskelkraft . Also wie gesagt das ist noch nicht wirklich sicher was am besten ist .

Ich habe mir mal gedanken gemacht wie ich dieses Gelenk DSCN4923 (2).JPG am Federblatt am besten befestigen könnte .
Meine erste Idee DSCN4924 (2).JPG habe ich wieder verworfen weil ich festgestellt habe das die Kugel ( also der Drehpunkt ) im Kern des Federblatt liegen sollte damit bei Belastung zB von vorne das Federblatt durch die Hebelwirkung verdreht wird .
So aufgebaut DSCN4925 (2).JPGDSCN4926 (2).JPGliegt die Kugel im Inneren des Federblattes und es gibt keine Verdrehlast
( zumindest viel weniger ) . Etwas unsicher bin ich noch ob es Sinn macht am Federblatt außen eine Stützstrebe zu verbauen , oder ob es besser ist das Federblatt mittig so zu befestigen das es sich am Rahmen nicht verschieben kann . Die Stützstangen könnte man zB so befestigen .
DSCN4929 (2).JPG
Für die Konstruktion der Achsschenkel habe ich mir dieses Material bereit gelegt .
DSCN4927 (2).JPGDSCN4928 (2).JPGDSCN4933 (2).JPG
Die untere Aufhängung könnte ich mit Dreiecklenker oder Einzelstangen wie beim Velomobil lösen .
Werde mir hierzu am Wochenende mal gedanken machen .

Grüße
 
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Hallo
Ich habe jetzt mal angefangen meine Achsschenkel mit dem Material was ich habe aufzubauen . Das Rechteckrohr hat die Maße 40x40x5 und das Rundmaterial ist 30mm starkes Vollmaterial . Ich kann so das Rundmaterial in das Rechteckrohr stecken und habe so die Möglichkeit mit der Drehbank genau mittig Löcher zu bohren und Gewinde schneiden . Habe aber trotzdem für die Bremsankerplatte und Spurstange später ebene Anlageflächen .
DSCN4935 (2).JPG
Die Querschraube zeigt wo später die Achsaufnahme und Bremsankerplatte ist .
Hier noch ein Bild mit meiner Blattfeder .
DSCN4936 (2).JPG
So das wars erst mal und ich werde noch ein wenig werkeln .
Grüße
 
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Hallo
Also meine Achsschenkel sind soweit vorbereitet .
DSCN4938 (2).JPGDSCN4939 (2).JPG
Jetzt stellt sich für mich die Frage wie ich mein Federblatt am Rahmen am besten befestige . Als Rahmen wollte ich Stahlqudratrohr in 50x50 verbauen .
Das Federblatt muß dabei auf die Oberseite des Rohrs befestigt werden . Optimal wär es wenn ich keine Stützstangen bräuchte .

Grüße
 

BuS velomo

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Hallo @bbike
ist ein interessanter Versuch, den du da machst. Aber geht das am Ende auf mit "günstig" und "einfach"?
Ich hab auch schon öfter gedanklich und praktisch versucht, unsere Vorderachs-Einheit mit günstigeren Bauteilen umzukonstruieren. Aber es wird nicht einfacher, und damit auch nicht günstiger: weder an den GFK-Federn, noch an den Lagerschalen oder dem Achsschenkel. Egal wie man es umstellt, am Ende ist genau diese Anordnung (wie auch hier)(oder hier) am günstigsten, einfachsten und verlässlichsten.
VG Steffen
 
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ist ein interessanter Versuch, den du da machst. Aber geht das am Ende auf mit "günstig" und "einfach"?
Ok zugegeben einfach ist es für mich , wenn ich es mit dem Werkzeug was ich zu verfügung habe bewerkstelligen kann .
Und günstig wird es für mich , wenn ich wenig zukaufen muß und vieles verbauen kann was ich rummliegen oder übrig habe .
Ich denke das sogar mein Vorderachsaufbau aufwändiger ist wie der gezeigte von dir da ich nur oben eine Querblattfeder und unten einen Dreiecklenker verbaue . Mein Ski als Feder ist sicherlich umstritten ob dieser das richtige ist und auch da bin ich noch nicht wirklich sicher ob er das hält . Bei den Versuchen habe ich ihn noch nicht zu bruch gebracht und ich habe ihn wirklich stark belastet . Auf dem Video hat man schön erkannt wie das in etwa federt und ich denke das dies ähnlich sein müsste . Mein Problem ist momentan noch wie ich ihn optimal am Rahmen befestigen kann . Ich habe gesehen das die GFK-Federn zur Mitte breiter werden . Mein Federblatt ist so halt 60mm auf der ganzen länge breit . Habe jetzt schon überlegt ob es sinn macht in der Mitte auch eine breitere Platte aus zb. GFK aufzukleben um am Rahmen eine zusätzliche Befestigung zu erlangen . Oder ich verbaue doch eine Strebe die am Traggelenk mit befestigt werden könnte .
1604836076393.png
So wie hier im Bild .
Habe nur die Befürchtung das durch den Längenunterschied ( Feder bis Mittelpunkt Rahmen und Strebe bis Rahmen ) das ganze beim Einfedern zu arg für Spannung sorgt .
Ich denke das meine Konstruktion einen wichtigen Vorteil gegenüber der Doppelquerblattfeder hat . Ich kann so alle Achswinkel nachträglich verstellen . Bei einem Eigenbau wo noch alles offen ist kann das wichtig sein . Ich habe zwar schon einen Plan im Kopf aber ich habe zB. darauf geachtet das ich sogar die Spreitzung einstellen kann damit ich diese auf die Radgröße von 20 bis 24 Zoll optimieren kann .

Grüße
 

BuS velomo

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Da die Belastung in Richtung Wurzel zunimmt, ist es wichtig, von außen nach innen einen einigermaßen gleichmäßigen Materialzuwachs zu haben. Dann federt das Blatt auf ganzer Länge. Wenn es schmal bleibt, erzeugst du eine Lastspitze kurz hinter der Rahmenklemmung, und das wars.

So wie du es jetzt zeigst, würde ich das Blatt höchstens als Führung verwenden, aber die Federung über Diagonaldämpfer zum Rahmen einfügen.

Du kannst auch mit Doppelblattfeder die nachträgliche Einstellbarkeit bewahren, wenn du am Achsschenkel den oberen Punkt über eine seitliche Augenschraube (bei Gelenklager) oder Gelenkkopf (bei Bolzen durch Feder) löst.
 
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Da die Belastung in Richtung Wurzel zunimmt, ist es wichtig, von außen nach innen einen einigermaßen gleichmäßigen Materialzuwachs zu haben. Dann federt das Blatt auf ganzer Länge. Wenn es schmal bleibt, erzeugst du eine Lastspitze kurz hinter der Rahmenklemmung, und das wars.
Ok verstehe . Ich komme ja aus dem LKW-Bereich und mache halt da oft meine Vergleiche . Mein Federblatt ist in der Breite natürlich immer gleich , aber ich dachte da es in der Materialdicke in der Mitte am stärksten ist und sich nach außen verjüngt wär das richtig so . Ich kenne das so bei Querblattfedern wie beim Sprinter , Smart usw und auch bei den längs verbauten wie im LKW .
So wie du es jetzt zeigst, würde ich das Blatt höchstens als Führung verwenden, aber die Federung über Diagonaldämpfer zum Rahmen einfügen.
Wie meinst du das genau ? Zusätzlich zur Feder noch einen Dämfer bzw eine Feder . Das wär aber dann schon sehr hart und würde nach meiner Schätzung nicht mehr federn .
Du kannst auch mit Doppelblattfeder die nachträgliche Einstellbarkeit bewahren, wenn du am Achsschenkel den oberen Punkt über eine seitliche Augenschraube (bei Gelenklager) oder Gelenkkopf (bei Bolzen durch Feder) löst.
Irgendwie verstehe ich das nicht wirklich . Hast du mal ein Bild wo man das erkennen kann .

Grüße
 
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