Das Anthrotech, ein Aschenbrödel?

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Ist das E- Anthtrotech ein Aschenbrödel?
Versteckt sich unter dem schlichten Gewand evtl. eine Prinzessin?
Gelesen habe ich irgendwo, es hat den Charme einer Landmaschine, aber ist ausgereift in der Technik und hat gute Fahreigenschaften. Ist das so?
Kann es z.B. gegen ein HP Scorpion antreten?
Was sind die besonderen Stärken oder was die eher negativen Eigenschaften?

Es sollte vielseitig nutzbar sein: Asphalt, Schotterwege, Einkauf und Gepäck, Kurzstreckenerledigungen, etwas längere Touren, bergauf, bergab im etwas bergigen Gelände usw. ...
 
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Ich habe keinen Vergleich zu HP, aber das Anthrotech Pedelec funzt einfach und tut, was es soll. Draufsetzen, Motor einschalten und losfahren (und auch ankommen). Nur wenn man scharf bremsen muss (Autotür vor der Nase aufgemacht) neigt es hinten zum ausbrechen. Aber beherrschbar.
 
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Nur wenn man scharf bremsen muss (Autotür vor der Nase aufgemacht) neigt es hinten zum ausbrechen. Aber beherrschbar.
Dann ziehst du aber die hintere Bremse mit an, was man nicht machen sollte. Mein Anthrotech hebt bei solchen Manövern nur das hintere Rad. Ein Anthrotech kann man immer empfehlen. Von meinem Radhändler wurde es als Kaltblut unter den Trikes benannt:giggle:.

das Anthrotech Pedelec funzt einfach und tut, was es soll. Draufsetzen, Motor einschalten und losfahren (und auch ankommen).
Das kann ich genauso unterschreiben. Ich habe mir den Pedelecantrieb selbst reingebaut und fahre es immernoch sehr gerne. Ist jetzt allerdings für die Frau umgebaut.
 
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Ein Anthro gibt es bis 180 kg Auflastung. Und dann ist die hintere Bremse nur Parkbremse? Und die vorderen Bremsen schaffen regelmäig die alltägliche Bergabarbeit alleine?
Vieleicht bin ich (noch) nicht so fit in der Handhabung eines Trikes. Aber ich war immer davon ausgegangen, daß beide Bremsen gleichzeitig zu Bedienen sind. :unsure:
 
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Und die vorderen Bremsen schaffen regelmäig die alltägliche Bergabarbeit alleine?
Ja. Auch wenn ich selbst kein Anthro habe kenne ich doch genügend

Aber ich war immer davon ausgegangen, daß beide Bremsen gleichzeitig zu Bedienen sind
Ist auch richtig: im Falle eines Tadpole- Trikes vorne rechts und vorne links.

Dirk
 
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Bremsen bringt den Schwerpunkt nach vorn. Während die Last auf den Vorderrädern zunimmt und die Bodenhaftung verbessert. Wird das Hinterrad entlastet. Kleine Unebenheit und kleiner Lenkimpuls und schon bricht das Trike aus
 
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Hallo,

ich bin neu hier im Forum, aber nicht unerfahren, was das Anthrotech Trike angeht. 1995 hatte ich das erste, mit Sachs 3x7 und mit dem ersten Schümo-Kofferanbau, zu dem ich den Hersteller angeregt hatte. Das Rad war dadurch wirklich ein Trecker und in der Ebene nicht über 28 km/h zu beschleunigen, was u.a. daran lag, daß bei dieser Nabe nur maximal ein 28er Ritzel verbaut werden durfte. Da wäre ein Motor hilfreich gewesen.

Seit drei Wochen fahre ich ein aktuelles Anthrotech Trike mit der einfachen 9-Gang Kettenschaltung, ohne Motor. Mit gefällt das leichte Dahinrollen und die schnelle Beschleunigung beim Antritt.

Was die Hinterradbremse angeht, ist sie primär als Parkbremse einzusetzen, weil sie, im Gegensatz zur 95er Version, keine Alu-Felgenbremse ist, bei der viel Energie in die Verformung der Bremsbacken geht, sondern jetzt ist eine V-brake verbaut, die schon bei leichtem Hebelzug sehr bissig ist. Bei der ersten Ausfahrt gelang es mir unbeabsichtigt, beim normalen Bremsen das Hinterrad zu blockieren, wodurch das Trike aus der Spur kam. Die höchste Geschwindigkeit, die ich bisher bergab erreichen konnte, lag bei 34 km/h, und da reichen die beiden hydraulischen Bremsen vorne. Die hintere Bremse würde ich nur dann energischer einsetzen, wenn das Hinterrad merkbar belastet ist.


Gruß von der Ostsseküste

Werner
 
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Die höchste Geschwindigkeit, die ich bisher bergab erreichen konnte, lag bei 34 km/h,
Also das wird dann wirklich an der Ostseegegend liegen. In bergigen Gegenden wird man diese Geschwindigkeit bergab deutlich überschreiten.
Wie sieht es denn aber mit der Lauffreude und Geschwindigkeit in der Ebene aus? Sind es jetzt mehr wie die genannten 28 km/h?
 
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Hallo ich fahre mein Anthro seit 1994. Wenn Du meinen Avatar siehst, hat es nicht mehr so viel mit dem Originalrad zu tun, weil ich einen flacheren Sitz und ein höherliegendes Tretlager haben wollte, weil ich auf Feldwegen mit Schuhgröße 46 regelmäßig auf dem Mittelstreifen aufgesetzt habe.
Original war eine Shimano Kettenschaltung (drei Zahnkränze vorn, sieben Ritzel hinten), nach acht Jahren habe ich auf DD 3*8 umgebaut und seit acht Jahren verrichtet eine Speedhub ihren Dienst. Vorne habe ich immer den dreifach Zahnkranz behalten, der erweitert die Entfaltung bei Bedarf kräftig.
Als Traktor habe ich mein Anthro nie angesehen. Es ist nur optisch langsamer, mit Scorpions habe ich z.B. immer locker mithalten können und auch ein Mungo Sport ist mir nicht weggefahren.
Bergab sind auch 50-60 kmh noch beherrschbar. Ein gutes Gefühl habe ich aber erst, seit ich von 70er Sachstrommelbremsen auf Scheibenbremsen umgebaut habe.
Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei mir eigentlich immer zwischen 20 und 24 kmh und ich bin kein Sportler.
Das Anthro ist ein jederzeit zuverlässiges Arbeitstier, das ohne meine gewünschten Umbauten in 26 Jahren kaum Pflege gebraucht hat. Nach 10.000 km habe ich mal die Kugelgelenke an den Lenkstangen ausgestauscht - das wäre schon etwas früher angebracht gewesen, aber es ließ sich auch mit ausgeschlagenen Gelenken noch zuverlässig fahren.
Es sieht halt etwas altbacken aus, aber ich fahre es lieber mit der etwas höheren Sitzposition als mit einem Steintrike oder Scorpion den Boden abzukratzen. Ein Beinchen habe ich bisher erst ein einziges Mal gehoben, bei der Überführungsfahrt von FFM in den Odenwald - also auf den ersten 50 km in einem superengen Kreisverkehr im Dieburger Neubaugebiet (der auf die Fläche der originalen Kreuzung gebastelt worden ist).
Danach wusste ich immer rechtzeitig, wo die Grenze liegt.
Ich liebäugele zwar seit vielen Jahren mit einem vollgefederten, aber nötig war es bisher nie und ich bin viele Jahre sehr viel Feld- und Waldwege mit dem Anthro gefahren und inzwischen dient es sogar fast ausschließlich für die unbefestigten Wege. Die Traktion auf dem Hinterrad lässt manchmal zu Wünschen übrig, aber von Herbst bis Frühjahr sorgt ein BMX Dirt Reifen für besseres Fortkommen.
C.
 
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Ich habe noch keinen festen Tacho angebaut, aber da ich vorn mit einem 38er Kettenrad und hinten mit einem 11er Ritzel fahre, dürfe die Höchstgeschwindigkeit in der Ebene wegen der Entfaltung von unter 6 Metern eher unter 28 km/h liegen. Es ist geplant, hinten eine Sturmey Archer 3x9 Nabe CS-RF3 einzubauen; eine extra Felge wurde beim Kauf mitgeliefert.
 
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Willkommen @Werner7 und vielen Dank für den
Schümo-Kofferanbau
Ich habe zwar keinen, bin aber schon von den Fotos begeistert und falls mir mal ein Anthro-Schnäppchen über wen weg läuft, mach ich mich auf die Suche nach einem (y) Anthrotech mit dem Koffer klingt für mich wie das perfekte Einkaufsrad (und wie wir hier lesen können, ist das Anthrotech ja noch für viel mehr gut :))
 
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Hallo Disch,
herzlichen Dank für den Gruß; es müßte dann ein komplettes Trike sein, der Koffer paßt nur an den früheren Sitz und ist mit dem aktuellen nicht kompatibel.
 
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Gut zu wissen, Danke. Immerhin passt „früher Sitz“ wahrscheinlich zu „Schnäppchen“ :)
 
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Und die Firma Schümo gibt es leider nicht mehr; ich hatte es vor kurzem recherchiert, sie scheint in Konkurs gegangen zu sein.
 
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Na das ist schade. Vielleicht findet sich ja in dem ein oder anderen Keller oder Garage einer ;)
 
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