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Cycle Vision 2009 - Bilder & Berichte [Sammelthread]

Dieses Thema im Forum "Treffen, Rennen und Veranstaltungen" wurde erstellt von eisenherz, 03.07.2009.

  1. Niko

    Niko

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Da kann ich nur zustimmen! Ich würde eigentlich gerne mal ein Rennen mitfahren, und nach den langen Anfahrtswegen (=Kosten) ist der Hauptgrund, der mich bisher davon abgehalten hat, genau der, daß ich denke daß ein zu hoher Geschwindigkeitsunterschied zwischen mir und den schnellen Fahrern letztlich für niemanden komfortabel ist.

    Mich wundert auch sehr, daß gerade auf (einer) der größten Liegeradveranstaltung überhaupt die riesige Meute an Teilnehmern alle das gleiche Rennen fahren...


    PS: gibt es eigentlich dieses Jahr noch eine Rennveranstaltung in Berlin?


    Viele Grüße,
    Niko.
     
  2. Niko

    Niko

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    AW: Cycle Vision Bilder

    Geht mir genauso, auch das mit dem Wasser...äh, Charakterkopf.

    Von diesen Sturzringen, die Du in dem anderen Post erwähnt hast, habe ich vorher aber noch nie gehört; sind die bequemer als Helme? Billiger? Und werden die auch bei Deutschen Rennen als vollwertiger Helm akzeptiert?


    Danke,
    Niko.
     
  3. Reinhard

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Ich sehe in der Hinsicht nicht so das Problem, obwohl es sicherlich ideal wäre, wenn es je Klasse ein Rennen geben würde. Allerdings lässt das die Teilnehmeranzahl, CV vielleicht ausgenommen, meist wohl nicht zu ... Das richtige Radkonzept für ein Rennen können auch nur die wenigsten wählen; die meisten haben nur ein Rad fürs Rennen ...

    Folgendes sollte m.E. umgesetzt werden:

    Teilnehmer, welche die Regeln nicht beachten (bspw. Überholende behindern), werden disqualifiziert.

    Überrundete Teilnehmer einer Klasse scheiden aus.
     
  4. Heinz B.

    Heinz B.

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Einverstanden.

    Dagegen!

    Dann hätten dieses Jahr in Paderborn nur fünf von 24 Teilnehmern das Rennen beenden dürfen. Wer kommt dann noch zu einem Liegeradrennen wenn er nach nach der Hälfte des Rennens aufhören muss? Für fünf Spitzenfahrer organisiert keiner ein Rennen. Irgendwie müssen die Kosten wieder reinkommen. Ich glaube nicht, dass unsere "Spitzenfahrer" 100€ und mehr für ein Rennen ausgeben möchten um unter sich zu sein.

    Heinz
     
  5. eisenherz

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!


    Hallo Heinz!
    Ich hatte den Eindruck, dass beim DLC meine Botschaft schon seit längerem angekommen ist und die Fahrer dort nicht "rumgurken" sondern einen sportlichen Wettkampf bestreiten.
    Was ich hier teilweise lese fällt aber hinter das Niveau des DLC deutlich zurück und passt nicht zu einer WM. Es ist schade um die Mühe der Veranstalter und die Mühe der Sportler.
    Bei einer WM sollte der sportliche Aspekt ohne Wenn und Aber im Vordergrund stehen. Das scheint nur teilweise geglückt. Daran sollte man beim nächsten Mal arbeiten.
    Tschüss
    Jörg
     
  6. Carsten K.

    Carsten K.

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Hallo Joachim,

    Du hast sicher recht, dass es für ein Rennen bessere Trikes als ein Anthro gibt, aber wer nichts anderes hat, kann auch damit schnell fahren. Im Alltag tue ich das natürlich selten, aber wenn's um ein Rennen geht, schaffe ich auch mit dem Anthro 35-40 kmh auf ebener Strecke.
    Das Hauptproblem sehe ich nicht nur in der Einstellung eines Fahrers (wenn er sich nicht überholen lassen will), sondern vor allem in einer Rennorganisation, die auf einem Parcours mit langen schmalen Passagen überhaupt Mehrsspurer zulässt.

    C.
     
  7. Reinhard

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Ich könnte mir vorstellen, das so eine Regel ein gewisser "Anreiz" sein kann, sich nicht (so schnell) überrunden zu lassen ... M.E. wird ein Rennen dadurch ganz sicher spannender ...
     
  8. Reinhard

    Reinhard Team

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    wie lange?
     
  9. Carsten K.

    Carsten K.

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Sicher nicht über eine Stunde aber für einige km sollte es schon hinhauen. Ich bin noch nie ein richtiges Rennen gefahren und dafür bin ich auch zu faul, aber in den seltenen Fällen, in denen ich mich doch mal zum Kräftemessen mit Rennradlern hinreißen lasse, habe ich das Tempo schon 5 km lang durchgehalten. (In ähnlicher Situation auf gleicher Strecke hatte ich mit dem Mango dann natürlich 5-10 kmh mehr drauf. Und hab' das ganze auch noch 3 km mehr ausgehalten.:D)

    C.
     
  10. jostein

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Hi Jörg,

    hier ging es um das 1h Einzelzeitfahren mit verkürztem Kurs. Die Orga hatte schon versucht die Langsameren zuerst und später mit größeren Abständen die schnellen starten zu lassen.
    Bei manchen hat's halt nicht so hingehauen. Als ich das/die Bülk früh am Start sah, schwant mir auch schon nichts gutes.
    Durch die verkürzte Strecke waren die Überholmanöver halt häufiger - es waren aber keine Überrundungen im Klasssischen Sinne und es kamen ja auch im Minutentakt oder kürzer Fahrer dazu. Durch die Umplanung war eh alles verspätet. Aber die Orga hatte ja dann auch reagiert und Mal keinen mehr auf die Bahn gelassen. Andere (Bernhard(?)) mussten ja per Aufruf erinnert werden, dass sie schon ne Viertelstunde zu lang fahren

    Das 20 km Einzelzeitfahren, bei dem Frank ausgiebig den Windschatten des Androtechs genießen konnte, hatte nur eine 20 km Runde. Die Piste war halt zu unübersichtlich ...

    Bis denne - Hajo
     
  11. kdrops

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Hallo Reinhard,
    wieviele Klassen soll es denn auf einem so kurzen Kurs mit dieser Überrundungsregel geben. Ich halte mich schon für einen sportlichen Fahrer, wurde aber von mehreren überholt, die nicht mal 10 Plätze mit mir auseinander lagen:confused:
    Außerdem kamen ja immer wieder neue Fahrer ins Feld, eben um die Strecke nicht zu voll zu machen. Wann ist dann was eine Überrundung:confused:
    Ich fand´ immerhin gut, dass die Veranstalter die Überfüllung und das unterschiedliche Tempo bemerkt haben - meines Wissens vor den Stürzen. Sie mussten ja auch auf die Streckenkürzung reagieren. Der Start war dann ungünstigerweise in der Kurve, in der es auch eng wurde. Alternative wäre Absagen des Rennens oder weiteres "Auseinanderziehen" des Feldes gewesen. Wir sind im hinteren Feld aber schon ca 90 Minuten später gestartet und bruzelten in der Sonne, nicht gerade förderlich für die Nerven und eine gute Zeit im Rennen.
    Ich denke, die Veranstalter lesen hier mit und werden ihre Erfahrungen machen. Ich bin dankbar für die vielen guten Entscheidungen und Regelungen, die sie getroffen haben.
    Sportliche Grüße
    Karsten

    PS: weitere Bilder gibt´s unter http://picasaweb.google.com/kdrops2454/Cyclevision2009BestOf# (wird täglich erweitert)
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.07.2009
  12. Niko

    Niko

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Wäre es nicht auch möglich, ein paar Qualifikationsrunden zu fahren, bevor das eigentliche Rennen startet? Oder ist dafür die Zeit zu knapp?


    Gruß,
    Niko.
     
  13. jostein

    jostein

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Nee, es war hier ein Einzelzeitfahren über 1 h. Und die sollte dann auch jeder 1 Mal fahren können.

    Mit der mehr als doppelt so langen ursprünglichen Strecke wären die Verhältnisse wie in Sloten gewesen und die Starts der langsameren in 30 sec Abständen waren ok. Die wären dann auch wieder von der Strecke - wenn die Cracks in größeren Abständen auf die Piste gehen ...

    Bis denne - Hajo
     
  14. liegender_robert

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Ich möchte hier mal die Veranstalter in Schutz nehmen.
    Sicher war hier nicht alles optimal. Aber die Örtlichkeiten waren auch für den Veranstalter neu. Sollte es nächstes Jahr wieder in Sloten sein, werden die Rennen sicher wieder besser organisiert werden. Die Organisation einen Rennens auf öffentlichen Strassen ist nun mal schwierig und das der Kurs fürs 1 Stundenrennen kurzfristig stark verkürzt werden musst machte die Sache nicht einfacher. Insgesamt fand ich die Veranstaltung gelungen und möchte mich bei allen freiwilligen Helfern bedanken. Auch der Veranstalter wird gemerkt haben wo es haperte und nächstes Jahr auf Stadtkurse verzichten und wieder in Sloten o. ä. die Veranstaltung durchführen.
     
  15. Heinz B.

    Heinz B.

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Für wenn soll so eine Regel ein Anreiz sein? Für den Zuschauer, der nach einer halben Stunde statt 40 Liegeräder nur noch 10 vorbeifahren sieht. Oder für den Fahrer der nach 20 Minuten ein Vierstundenrennen beenden darf, weil er seine Kräfte auf vier Stunden aufgeteilt hat und keinen Sprint fahren wollte?

    Mein Anreiz besteht eher darin zu sehen wie viele Kilometer ich in einer oder vier Stunden fahren kann. Wenn die überrundeten Teilnehmer ausscheiden sollen werden die längeren Rennen für mich zu reine Sprintveranstaltungen. Gegen einem Bernhard Böhler, Niels van der Waal, Hans Wessels oder Ymte Sijbrandi habe ich keine Chance. Nur wenn ich von Anfang an volles Rohr fahre kann ich mich vielleicht eine halbe Stunde wehren. Das ist doch nicht der Sinn eines Vierstundenrennens.

    Es tut mir Leid, aber mit dieser Regel würden auch die letzten Liegeradrennen mangels Teilnehmer aussterben. Denn wer ist bereit eine Anreise von mehreren hundert Kilometern auf sich zu nehmen um dann nach dem halben Rennen ausscheiden zu müssen.

    Wir leben beim Rennen in Rütenbrock von den Teilnehmerzahlen. Die Zuschauer wollen viele Liegeräder vorbeifahren sehen, wenn nach und nach die Überrundeten ausscheiden müssten gibt es für die Zuschauer nichts mehr zum zuschauen. 2007 sind von 57 Teilnehmern in Rütenbrock nur vier in einer Runde geblieben.

    Heinz
     
  16. spreehertie

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Hallo Jörg,
    da hast Du die CV wohl etwas falsch verstanden. Wie häufig warst Du denn schon dabei? ;)
    Zur CV gehör(t)en die "Hobbyradler" einfach dazu und es hat immer mal wieder brenzliche Situationen und sogar Unfälle gegeben, deren Ursache auch die Unerfahrenheit dieser Mitradler war. Aber bisher waren die Strecken breiter.
    Aber frag z.B. mal René, wieviel Spaß er z.T. in Sloten beim überholen langsamerer Pulks hatte. Für einige ist ein Rückspiegel nicht notwendig oder sie kenne die Funktion nicht.:rolleyes:

    Gruß
    Felix
     
  17. iqual

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    Aber nicht bei dem Teilnehmerfeld und der Streckenbreite. Da bauchst Du schon Mörderbeine um das eine Stunde durchzuhalten, auch Aufgrund der ungünstigen Tretlager- und Sitzpostition.

    In den Regeln stand doch was von dem Verbot von abstehenden Teilen, das Anthro hat 3 weit abstehende Teile, den Lenker und die beiden Vorderräder :)

    Gruß Joachim
     
  18. Niko

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    AW: Erstes Rennen; Deutscher TopTen!!!

    Vielleicht ist es auch eine Preisfrage. Wenn man gerade einen vierstelligen Betrag für ein Liegerad hingeblättert hat, können 3,50€ ganz schön weh tun...

    ;)


    Gruß,
    Niko.
     
  19. eisenherz

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    Hallo Heinz!
    Paderborn oder Rüthenbrock sind keine WM und dass es beim DLC besser läuft als hier bei der WM beschrieben habe ich auch jetzt schon mehrfach betont. Eben das empfinde ich als beklagenswerten Rückschritt. So ne EM "durfte" ich schon mal in Emen bestreiten.
    Es geht mir ja nicht darum gleich alles was die Veranstalter in Tilburg auf die Beine gestellt haben zu kritisieren. Im Gegenteil, ich finde es bewundernswert, dass sie jedes Jahr so ein Ding stemmen.
    Aber ein wenig differenzierte Kritik sollte doch möglich sein. Das gleich wieder auf alle irgendwo stattfindenden Rennen zu beziehen finde ich undifferenziert und kontraproduktiv.
    Tschüss
    Jörg
     
  20. Andreas Seilinger

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    Wie der zurück aus Tilburg.

    So, Rennfreunde, jetzt sind wir auch wieder daheim. Schade, daß hier der Thread zur WM mit Regeldiskussionen etwas zerfaselt wird. Das könnte man auch in einem eigenen Thema tun. Mir fehlen hier weitere Berichte von Dabeigewesenen, um das Bild etwas runder zu gestalten. Grund genug für mich, mal etwas ausführlicher meine Eindrücke wiederzugeben.

    Eines war schonmal genial: Das Wetter. Über alle 3 Tage gab es sehr hohe Temperaturen um die 30 Grad. Bei einer WM in den Niederlanden, das war mir neu;). Da die meisten Teilnehmer den zur Verfügung gestellten Fußballplatz zum Zelten genutzt haben, war also hier schonmal für eine schöne Stimmung gesorgt. Die Einrichtungen des zugehörigen Sportparks konnten mit genutzt werden, wie auch die angeschlossene Cafeteria/Bar samt Frühstück und Abendessen. Hat alles bestens und pünktlich geklappt. Wenn man jetzt auch mal ein Frühstück, das Sportlern gerecht wird, anbieten könnte, wäre alles vom Feinsten.
    Abgesehen von der sportlichen Seite einer WM gehört für mich auch immer der Kontakt zu den Teilnehmern und das Kennenlernen neuer Leute dazu. Dazu gab es dann auch genügend Zeit, weil das Rennprogramm auf 3 Tage verteilt wurde. Immer eine lustige Truppe sind die Briten. Dauerhaft gut gelaunt, teils mit top Geräten am Start, teils mit wilden Konstruktionen. Aber alle kommen gemeinsam und haben ihren Spaß. Sehr erfreut nahm ich auch die Anwesenheit einer Gruppe Italienischer Teilnehmer zur Kenntnis. Giovanni Ropolo war mit seinem Kofferfisch auf Rädern für mich der Gewinner meines persönlichen Symphatiepreises. Völlig verrückt, was er da liebenswertes zur WM mitgebracht hatte. Auch wenn sein Gerät nicht wirklich renntauglich ist. Schade, daß es keinen Preis für das schönste Rad gegeben hat...

    Zurück zu den Rennen:
    20km Einzelzeitfahren
    Auch als Kanalralley ausgeschrieben. Das wurde hier ja schon diskutiert. Die Strecke war schon wild, aber doch haben es hier die Vollverkleideten (Sandro Bollina, Stephen Slade) auch geschafft, vorne zu landen. Können am Steuer war gefragt und etwas Risikobereitschaft. Aber es darf schon erwähnt werden, daß die Strecke wirklich grenzwertig war, zumal auch Fußgänger und völlig ahnungslose Radfahrer darauf unterwegs waren. Bei den Heckverkleideten konnte ich mit dem Comet den 3.Platz belegen. Erst jetzt wurde mir klar, daß nur 17 Sekunden zum Sieg gefehlt haben. Die hätte ich mit vorheriger Streckenbesichtigung wohl rausholen können, denn an einigen Ecken war ich dann doch lieber etwas vorsichtiger unterwegs.

    Kriterium
    Auf einer herrlichen 2km langen Outdoor Radbahn ähnlich einer Kartbahn mit gutem Belag und schönen Kurven ausgetragen. 3 Vorläufe, jeweils die 10 Schnellsten im Finale. Da hinzukommen, war kein Problem. Das Finale selbst war mir dann in der Spitzentruppe aber doch deutlich zu fix, besonders in den Kurven. Ein paar Runden konnte ich Sandros Lightning Vollverkleidung folgen. Ist schon beeindruckend, wie er sein Fahrzeug beherrscht und um die Ecken pfeifen lässt. Denn auch dieser Kurs war anspruchsvoll und gute Kurventechnik ein Muss. Am Ende war´s dann glaube ich ein Platz zwischen 10 und 15 für mich...

    200m fliegender Start
    Wieder andere Strecke mit ausreichend Anlauf und genügend Breite. Schnellen Fahrzeugen wurde sogar mehr Anlauf mit Begleitung zugestanden. Ausgetragen am Vormittag bei fast Windstille. Hier konnte man also wiederum nicht über die Bedingungen meckern. Bis kurz vor Schluss lag ich bei den Hecks mit 62km/h in Führung. Dann startete Viktor Leitsoni (ebenfalls Birk) noch einen weiteren Versuch und verdrängte mich auf Platz 2. Bei einem in letzter Sekunde (man wollte mich schon gar nicht mehr starten lassen) von mir gestarteten Gegenangriff, konnte ich mich leider nicht mehr verbessern. Da war er wieder futsch, mein erster WM Titel. 2 Birks in Front zeigen aber deutlich, wozu das Rad fähig ist. Vollverkleidet hat Stephen Slade mit 73km/h gewonnen.

    1 Stunde EZF
    Auch schon viel diskutiert. Ich muß hier ebenfalls den Veranstalter in Schutz nehmen. Dafür, daß die Strecke unerwartet verkürzt werden musste, konnnten sie nichts und haben eben so gut als möglich reagiert. Die Strecke war dann teils überfüllt, aber auch darauf wurde reagiert. Die Zuschauer hat´s jedenfalls gefreut, denn soviel Action sieht man in einem Stundenrennen sonst nicht. Gefahren wurde wegen der scharfen Kurven und der vielen Überholmanöver dann auch eher wie in einem Kriterium. Dem Anspruch eines solchen Rennens konnte man also nicht wirklich gerecht werden. War anders geplant, ist halt dann so gekommen und man musste es nehmen wie es ist. Leider hat es dann mit Sandro Bollina und Christian Ascheberg auch 2 sehr erfahrene Sturzopfer mit spektakulären Abflügen gegeben. Beide Räder wurden zumindest für das Wochenende irreparabel beschädigt. Besonders Sandro hat einige Blessuren an den Beinen davongetragen, für ihn war die WM als Aktiver gelaufen. Er nahm das aber echt entspannt und war ab da als Zuschauer und Helfer an der Strecke (er wurde in der Kurve von einem unberechenbar fahrenden Überholer vor ihm geblockt, beim Bremsen ist Sandro dann gestürzt). Christian ist in der Zielkurve weggerutscht und über die Bordsteinkante hinweg in die Zuschauer gerauscht. Zumindest eine Dame hat er dabei abgeräumt, passiert ist aber weiter zum Glück nichts. Warum an dieser Ecke Zuschauer stehen durften, hatte ich mich schon zu Beginn gefragt. Nach dem Unfall war jedenfalls abgesperrt... Unsere Nachbarn haben bezüglich Sicherheit da wohl eine etwas andere Einstellung nach dem Motto "Jeder ist für sich selbst verantwortlich". Daniel Düsentrieb hat mit dem GoOne in den Kurven ebenfalls für viel spektakuläre Action zur Freude der zahlreichen Zuschauer gesorgt.
    Für mich galt eher die Grundhaltung, die eigene Sicherheit zu wahren, daher ging ich die Sache eher vorsichtig an. Trotzdem hat´s für top5 bei den TVs gereicht.

    50m Sprint
    Nette Strecke im Park. Ich habe spasseshalber auf ein Greenspeed Gt3 Trike gewechselt. Damit war ich gut dabei. Im Achtelfinale hatte ich allerdings am Start ein durchdrehendes Hinterrad. Den da verlorenen halben Meter konnte ich gegen Niels van der Wal auf einem Slick-MTB nicht mehr gutmachen und war draussen. War ein netter Spaß und guter Anheizer für die 4 Stunden...

    4 Stunden
    Der Höhepunkt der WM. Strecke durch Park und Wohngebiet mit grenzwertigen Kurven und Engstellen. Sehr heiss und materialmordend, was die vielen Ausfälle belegen. Die einen wurden Opfer der Hitze, die anderen von Materialschäden und natürlich gab es auch ein paar Stürze. Wieder konnte also nicht flüssig durchgefahren werden, sondern es gab steten Wechsel zwischen engen Kurven (um die 20km/h) und schnellen Passagen bis etwa 50km/h. 10 Runden habe ich mich an Hans Wessels im Quest gehängt. Schon beeindruckend, wie er wieder und wieder die schwere Karosse auf 50 beschleunigt hat. Keine einfache Strecke für Velomobilisten. Da war ich schon froh um mein leichtes Comet (später hat Hans auf sein Razz Fazz gewechselt). Auch mit dem späteren Sieger Niels von der Wal und Bernhard Böhler bin ich eine zeitlang in der Gruppe gefahren. Nach etwa 3 Stunden bin ich ob der Hitze eingebrochen und war teils nur noch mit 35km/h auf den Geraden unterwegs. Gegen Ende gab´s dann aber Wolken vor die Sonne, vom Veranstalter gereichte kühle Wasserflaschen und ich konnte nochmal einen schönen Endspurt zeigen. Mit dem 9. Gesamtrang bei den 4 Stunden kann ich dann auch sehr zufrieden sein. Übrigens, 3 Comet in den Top 10...


    Eines kann man als Fazit auf alle Fälle sagen: Wir haben viel erlebt. Von dieser WM kann man noch seinen Enkeln erzählen und nicht dort gewesen zu sein, hätte ich wirklich bereuht. Was die Veranstalter auf 6! verschiedenen Strecken mit über hundert Helfern auf die Beine gestellt haben, ist gigantisch. Auch wenn nicht alles perfekt lief, muß man einfach die Rahmenbedingungen betrachten. Daher von mir ein dickes Lob an den NVHPV und seine Helfer.
    Dieses mal waren die Rennen halt was für Techniker, die letzte CV war für die Vollgasfraktion. Da ich eher den vorsichtigen Fahrstil pflege, konnte ich das Potenzial meines Rades leider nicht ganz ausschöpfen. Beim nächsten mal wird´s dann wieder anders...

    Jedenfalls hat´s richtig Spaß gemacht. Da kommt man gerne wieder zu den Nacharn.

    Andreas- ein paar Bilder werde ich noch nachreichen, wenn sich etwas Zeit findet