Corona-Virus

JKL

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Da steigen die Zahlen. In den Baltikstaaten geht es gerade richtig durch die Decke, vielleicht verursacht Eintragung aus Russland, das ja momentan Rekordsterbefälle hat :( - die gemeldeten Infektionen stimmen dort wohl noch weniger als die Sterbefälle, die ja schon letztes Jahr falsch gemeldet wurden.
Die Daten aus Russland waren mir schon letztes Jahr zu parallel an den Zahlen der Welt.
Keine Ausschläge nach oben oder unten und Berichte von ARD / ZDF Korrespondenten, dass Fälle aus ganzen Gegenden nicht in der Statistik auftauchten.
Das war ein Grund, warum ich Russland durch Israel ersetzt habe.

Gruß Jörg
 
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Alle bedingt durch Reisen von und nach Russland?
Hast Du mal auf einen Atlas geschaut? Es geht mir darum, daß in Russland die Inzidenz Mitte bis Ende August in die Höhe geschnellt sein muss, daß Mitte/Ende September die Todeszahlen so sprunghaft steigen konnten - oder noch früher, wenn davor viele Tote einfach nicht gezählt wurden. Das würde dann zeitlich zum Anstieg nach Eintrag in die Baltikstaaten passen, nachdem dort das Wetter herbstlich wird.


Wie Du auf die Idee kommst, daß ich dieselbe Argumentation auch für einen Anstieg in der Türkei sehen könnte, verstehe ich nicht.
Oder wo der Zusammenhang zwischen genau diesen Ländern sein könnte, wenn die Inzidenzverläufe so gar nichts miteinander zu tun haben:

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Gruß,

Tim
 
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In den Baltikstaaten geht es gerade richtig durch die Decke, vielleicht verursacht Eintragung aus Russland, das ja momentan Rekordsterbefälle hat
Ich bezog mich auf "vielleicht verursacht Eintragung aus Russland". Eintrag interpretiert als "Einschleppung" als Resultat auf Ansteckung bedingt durch menschlichen Kontakten. Deswegen wollte ich nur zeigen, dass andere Länder die traditonell auch viel Kontakt zu Russland haben auch rapide Anstiege haben, nicht nur die Baltikstaaten. Georgien und Armenien drürfen wir gerne noch dazu nehmen.

Wir sind, mMn, auch der gleichen Wellenlänge. Bei Russland begon es Mitte August und Anfang September folgte die das Baltikum und der Balkan. Es erscheint mir allerdings etwas zu leicht, einfach auf Russland einzuschlagen. Das die Zahlen aus Russland beschönigt seinen, will ich nicht abstreiten aber auch nicht weiter kommentieren. Auch verzerrt die große Skala der Karte, deswegen ein genauerer Blick auf die letzten 6 Monate:
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Bestätigt das Bild, das es in Russland losging und dann auf die Nachbarländer rüberschwappte? Scheint so ...

Dennoch zusätzlich noch ein Blick auf die Impfrate der jeweiligen Länder. Das überraschte mich schon etwas.
Dort sind das Baltikum und Türkei bei (so gut wie) über 50% Littauen sogar nur unwesentlich schlechter als Deutschland. Russland bei 30%, nur kurz vor Romänien. Buglarien und Georgien etwa bei 20% und Ukraine 15%.

Will sagen auf Grund der recht hohen Impfquote des Baltikums und Türkei bin ich überrascht, dass dort die Zahlen nach oben gehen. Bei den andereren wundert es mich nicht so sehr.
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Deswegen wollte ich nur zeigen, dass andere Länder die traditonell auch viel Kontakt zu Russland haben auch rapide Anstiege haben, nicht nur die Baltikstaaten. Georgien und Armenien drürfen wir gerne noch dazu nehmen.
Ach so. Ich würde da aber nur EU-Staaten vergleichen und Ungarn und die Slowakei mit Nutzung des nicht in der EU zugelassenen Sputnik V auch noch herausnehmen wollen, weil es wohl noch keine zuverlässigen Daten zur Prüfung gibt - bzw. die EMA sie nicht bekommt.
Bleiben DE, Baltikum, Rumänien und Bulgarien aus Deiner Liste.

Will sagen auf Grund der recht hohen Impfquote des Baltikums und Türkei bin ich überrascht, dass dort die Zahlen nach oben gehen. Bei den andereren wundert es mich nicht so sehr.
Selbst Deutschland hat viel zuwenig Geimpfte, um eine Ausbreitung von Delta ohne Zusatzmaßnahmen zu verhindern, interessant wird es wie in Dänemark bei einer Impfrate >95% bei den Risikogruppen ab 60 und mit Vorerkrankungen, dann kann man die letzte Welle wohl riskieren. Es kommt also viel mehr auf andere Faktoren als auf die Impfrate an. Ich bin nicht informiert, ob Estland+Lettland+Litauen nicht direkt nach Rückgang der Inzidenz Schutzmaßnahmen abgeschafft haben, das könnte ebenfalls der Grund sein - deswegen mein "vielleicht".

Gruß,

Tim
 
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In England beginnt die umfassende Aufarbeitung der Corona Krise erst nächstes Jahr, aber eine parteiübergreifende Parlamentarier-Gruppe hat schon mal eine Erklärung abgegeben:
Die vergleichsweise späte Verhängung des ersten Lockdowns am 23. März 2020 wird vor allem auf „Gruppendenken“ in der Regierung zurückgeführt. Sie habe „nicht versehentlich“ gehandelt und auch nicht gegen den Rat der offiziellen wissenschaftlichen Berater, aber deren „falsche“ Annahmen und Empfehlungen nicht genügend hinterfragt. Erst als die Überlastung des Nationalen Gesundheitsdienstes NHS offenkundig wurde, sei umgesteuert worden. [...]"
Quelle:
Die Fehler der Briten in der Pandemie
 
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Auch in den Niederlanden kommen jetzt die ersten Evaluationen des Umgangs mit der Pandemie - KPMG hat gerade einen sehr kritische Report veröffentlicht:


U.a. kommt man zu dem Schluss, dass in NL zu sehr auf Basis der Krankenhausaufnahmen und zu wenig auf Basis der Infektionszahlen gesteuert wurde. Daher seien viele Entscheidungen zu spät genommen worden - mit als Folge mehr Toten und mehr Gesundheitsschäden. Dabei wird NL mit Dänemark, Norwegen und Finnland verglichen. Außerdem verlief die Impfkampagne anfangs schwerfällig wegen zu vieler Reibungsverluste zwischen verschiedenen Organisationen. Nach dem schlechten Anfang lief die Kampagne allerdings gut (war mir auch schon aufgefallen). KPMG äußert sich auch überrascht darüber, das die niederländische Politik auf vielen Gebieten nicht den internationalen Empfehlungen gefolgt ist - spät gestartet mit testen, sehr spät überhaupt eine Maskenpflicht, Impfkampagne spät (wir waren die letzten in der EU). Insgesamt kein positives Urteil, aber es werden wohl noch mehr Untersuchungen folgen.
 

JKL

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U.a. kommt man zu dem Schluss, dass in NL zu sehr auf Basis der Krankenhausaufnahmen und zu wenig auf Basis der Infektionszahlen gesteuert wurde. Daher seien viele Entscheidungen zu spät genommen worden - mit als Folge mehr Toten und mehr Gesundheitsschäden.
Mein Reden,
Die Inzidenz ist die einzige Zahl, die zeitnahe Entscheidungen ermöglicht.
Ob jetzt 150, 170 oder 200 die neue 50 ist, kann man Woche für Woche neu bewerten / festlegen, aber auf die Zahlen aus den Krankenhäusern zu warten, ist Wahnsinn, die kommen viel zu spät.

Gruß Jörg
 
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20:18 Uhr

Regional hohe Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen


Das Robert Koch-Institut registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. Wie das RKI auf Twitter mitteilte, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen in acht Landkreisen bei mehr als 500. Nähere Angaben zu den Landkreisen und deren jeweiligen Zahlen wurden nicht gemacht, auf einer Karte waren Kreise aber entsprechend eingefärbt.
 
  • Wow
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wenn das (alte) Medikament dann offiziell für den neuen Behandlungszweck zugelassen wird (und dann meist der Preis steigt...)
Das nennt sich Viagra ;) Naja, passt nicht ganz, da Viagra in der geplanten Indikation nicht überzeugt hatte.
Hier wird der Begriff "repurposing" genutzt. Im deutschen halt Zulassung einer neuen Indikation für einen Wirkstoff oder Zweitindikation?

Gruß,

Tim
 
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Gerade wegen einem leichten Infekt beim Arzt gewesen. Da umgezogen nun bei einem anderen wie sonst. Er hat nach dee Frage nach Impfung und meiner Bestätigung schnell damit angefangen das die mrna Impfstoffe noch zu wenig erforscht sind, sie viel mehr Nebenwirkungen haben als sonst (haben 1800 Impfungen verabreicht) und meinte was von "jede Körperzelle wird mit dem Impfstoff zu einem Antikörperproduzent" oder so ähnlich.. Kam mir alles etwas spanisch vor. Auch wurde gesagt das er und einige Kollegen die Nebenwirkungen meist nicht melden, da zu aufwendig...gab aber zu bedenken, dass Influenza auch Langzeitschäden verursachen kann und eine Impfung dort genauso sinnvoll wäre wie bei covid. Zudem war die Meinung "freedom day und gut. Geimpfte sterben sogut wie nie, der Rest hat halt Pech."
 

JKL

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Zudem war die Meinung "freedom day und gut. Geimpfte sterben sogut wie nie, der Rest hat halt Pech."
Ich muss gestehen, dass ich inzwischen zu einer ähnlichen Meinung gekommen bin und mich die Covidjoten nur noch ... ne, nicht mal mehr das.
Wer nicht will bekommt halt und die Chancen es zu überleben stehen ja (noch) bei >97%.
Mir tun dabei nur die Pfleger leid.

Mein Vorschlag:
Debatte im Bundestag über einen freedom day zum 1.1.22, mit der Ankündigung der Triage und dem Recht Ungeimpter auf ein "50er Zimmer" im Krankenhaus.
Namendliche Abstimmung
Bei Erfolg: doppelseitige Anzeigen in allen Printmedien
Und dann auch durchziehen

Zum Glück habe ich nichts zu entscheiden.

Gruß Jörg
 
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