Corona-Virus

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Verlängerung: Befristet bis 31. Dezember 2021 können Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden.

Hier alle befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie auf der Seite der G-BA

Ich kenn mich mit den Begriffen nicht aus, aber anscheinend dürfen Rezepte (und Überweisungen?) vom Arzt per Post an den ihm schon bekannten Patienten geschickt werden. Klingt irgendwie so bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Nebenbei: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in ihrer Pressemittelung vom 17. September 2021:
„Schluss mit Gruselrhetorik und Panikpolitik!“ Die Aufhebung aller staatlich veranlassten Restriktionen der Corona-Pandemie hat Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf der heutigen Vertreterversammlung in Berlin gefordert. „Wenn eine Impfpflicht nicht gewollt ist – und auch ich will sie nicht – dann gibt es politisch nur diese Alternative“, sagte der KBV-Vize. Jeder, der sich mit einer Impfung schützen möchte, könne das tun. Die Möglichkeiten dazu seien reichlich vorhanden. Hofmeister: „Jetzt liegt es nicht mehr in der Verantwortung des Staates, sondern in der individuellen Verantwortung jedes und jeder Einzelnen.“[...]

o_O
 
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Es besteht aber die Möglichkeit einer Straftat und genau das aufzuklären ist die Aufgabe der Staatsanwaltschaft.
Wenn es einen hinreichendem Anfangsverdacht gibt. Die Tatsache, dass in Osnabrück gefälschte Impfnachweise gefunden wurden, ist aber sicher keiner, solange sich keine Verbindungen zu Abnehmern in Münster ergeben. Auch wenn die Vorermittlungen ergeben, dass die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gerechtfertigt ist, wird's denen aber primär um Ge- und Missbrauch dieser Fälschungen gehen, nicht um den Besuch dieser Party.
 
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Donnerwetter. Hat lang genug gedauert. Der Artikel ist bestellt, danke für den Hinweis.
Ich guck immer mal ins Inhaltsverzeichnis der "Neuen Juristischen Wochenschrift", da tauchten schon seit Beginn der Pandemie immer wieder Beiträge in Sachen Corona auf. Die aktuelle Ausgabe Heft 38/2021enthält sechs Aufsätze zum Thema:

Professor Dr. Klaus Ferdinand Gärditz: Grundrechtsschutz in der Pandemie

Professor Dr. Thorsten Kingreen: Der demokratische Rechtsstaat in der Corona-Pandemie

Professor Dr. Christian Waldhoff: Der Bundesstaat in der Pandemie

Professorin Dr. Johanna Hey: Die Pandemie als Bewährungsprobe für das Steuersystem: Steuerpolitik nach Corona

Professor Dr. Rainer Schlegel: Der Sozialstaat in und nach der Covid-19-Pandemie

Professor Dr. Gregor Thüsing: Lehren aus der Pandemie: Zwang, Anreiz und Appell als Instrumente des (Arbeits-)Rechts

Es gibt auch kostenlose Leseproben aus der Zeitschrift, hier vom März 2021 "Impfpflicht im Arbeitsverhältnis?
Zitat daraus:
Genauso spricht viel dafür, dass Arbeitgeber geimpfte Arbeitnehmer anders als Ungeimpfte behandeln dürfen. Nach einer Gefährdungsbeurteilung iSv § 5 ArbSchG in Verbindung mit der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel kann es durchaus „erforderlich“ sein, dass Ungeimpfte keinen Zugang mehr zu bestimmten Gemeinschaftseinrichtungen, wie etwa der Kantine, erhalten dürften, wenn ein Zugang nicht zwingend notwendig ist, um die Arbeitsleistung wahrzunehmen. Sollte feststehen, dass die SARS-CoV-2-Impfung auch Ansteckungen verhindert, kann in diesen Einrichtungen auch dahingehend differenziert werden, dass nur Ungeimpfte weiter eine Maske tragen und die Abstandsregelungen einhalten müssen bzw. ungeimpfte Personen gar keinen Zutritt erhalten.
Aufgrund der überragenden Wichtigkeit des Gesund- heitsschutzes erscheint es aus Sicht der Autoren vertretbar, derartige Differenzierungen bereits vorzunehmen, wenn die Verfügbarkeit des Impfstoffs noch nicht für die gesamte Bevölkerung und daher auch Belegschaft gewährleistet ist und es Arbeitnehmern objektiv nicht möglich ist, sich impfen zu lassen, obwohl sie dazu bereit wären.
Ergänzend stellt sich die Frage, ob Arbeitgeber Informationen über den Impfstatus ihrer Beschäftigten in datenschutzrechtlicher Hinsicht überhaupt abfragen dürfen, was Voraussetzung der oben genannten Schritte wäre. Nach der hier vertretenen Auffassung ist eine solche Datenerhebung nach Art. 88 DS-GVO iVm § 26 III BDSG zulässig. […]
 
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Wenn ich die Impfquote der einzelnen Bundesländer vom RKI (aufger. 14.30h) mit dem 7-Tage R-Wert aus der JKL-Tabelle vergleiche, dann sieht das für mich so aus, als wöre eine Impfquote von ~65% bei derzeitigen Hygieneregeln ausreichend für einen 7-Tage R-Wert von etwa 1. Liege ich damit einigermaßen richtig?
 
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dann sieht das für mich so aus, als wäre eine Impfquote von ~65% bei derzeitigen Hygieneregeln ausreichend für einen 7-Tage R-Wert von etwa 1. Liege ich damit einigermaßen richtig?
Die Hygieneregeln selber sind ja nur eine (wenn auch wichtige) Einflussgröße. Gilt halt nur in Verbindung mit dem derzeitigen Wetter (noch warm genug um draußen zu sitzen), der aktuellen Urlaubssituation (gerade keine Schulferien), den noch kostenlos verfügbaren Tests und was noch so alles reinspielt das nicht unmittelbar durch Hygieneregeln beeinflusst wird.
 

JKL

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Wenn ich die Impfquote der einzelnen Bundesländer vom RKI (aufger. 14.30h) mit dem 7-Tage R-Wert aus der JKL-Tabelle vergleiche, dann sieht das für mich so aus, als wöre eine Impfquote von ~65% bei derzeitigen Hygieneregeln ausreichend für einen 7-Tage R-Wert von etwa 1. Liege ich damit einigermaßen richtig?
Hmm ... was 65% bedeuten können, sieht man in Israel.

Gruß Jörg
 
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1631967256188.png
Mal eine Frage zu Verstorbene/ Mio Einwohner Schweden und Deutschland in deiner Tabelle.

Deutschland 0,27
Schweden 2,16


Deutschland 1.112
Schweden1.448


Deutschland 1.111
Schweden1.446
 
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- dann in der Grafik auf die Statistik zu den Toten der letzten 7 Tage anzeigen lassen... (Kurzfassung: Überraschung!)
Wo findest Du denn dort etwas über die Todesfälle der letzten sieben Tage?
Ich finde beim Spiegel auf Kreisebene dargestellt nur die Toten/100.000 Einwohner gesamt (also seit Pandemiebeginn), und wenn ich parallel dazu einen Blick auf die Infektionen/100.000 Einwohner (ebenfalls gesamt) z.B. aus dem RKI-Dashboard werfe, finde ich das nicht so überraschend.
 
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Wo findest Du denn dort etwas über die Todesfälle der letzten sieben Tage?
Ich finde beim Spiegel auf Kreisebene dargestellt nur die Toten/100.000 Einwohner gesamt (also seit Pandemiebeginn), und wenn ich parallel dazu einen Blick auf die Infektionen/100.000 Einwohner (ebenfalls gesamt) z.B. aus dem RKI-Dashboard werfe, finde ich das nicht so überraschend.
Fehlinterpretation meinerseits - die große Beschriftung "täglich neu gemeldete Tote 7-Tage-Schnitt" ist nicht auf die nebenstehende Grafik bezogen (da exitiert eine kleinere) - Danke für die Richtigstellung!! Insofern steckt tatsächlich nichts Überraschendes in der Grafik.
Habe (da zu spät für EDIT) um Löschung gebeten, weil sonst unzulässige Rückschlüsse gezogen / Vorurteile angefeuert werden könnten.
 
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In seiner Klinik wurden in dieser Woche schon mehr Corona-Patienten betreut, als Richtwerte der Politik vorsehen. Lungenarzt Cihan Çelik über frustriertes Personal, die Nachlässigkeit der Ungeimpften und Patienten, die ausgeflogen werden müssen.
 
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In seiner Klinik wurden in dieser Woche schon mehr Corona-Patienten betreut, als Richtwerte der Politik vorsehen. Lungenarzt Cihan Çelik
Christiane hat -noch- relative Ruhe. Das könnte an Münsters relativ hoher Impfquote liegen:
IMG_20210918_085200.jpg
So viele Patienten wie im letzten Frühjahr könnten auch gar nicht mehr intensivmedizinisch betreut werden.
Nach der Kündigungswelle im letzten Jahr sind abgemeldete Intensivstationen auch ohne Covid- Patienten ja eher die Regel als die Ausnahme. So hat lt. DIVI Intensivregister Münster von seinen 216 Intensivbetten an 9 Standorten 206 belegt, davon nur 3,4% mit Covid- Patienten.
Also (zum mitschreiben) 7 Covid- Fälle und 10 freie Betten in einem Oberzentrum.

Gruß
Christoph
 
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Wieviele Intensivbetten hat Münster denn abgemeldet, seit der letzten Covid-Welle 20/21 ?


PS:
In Gütersloh hört sich die Zahl der Intensivbetten mit 32 sehr gering an, allerdings liegen da z.Z. auch nur 3 Covidfälle, die auch beatmet werden müsssen. Bei den zivil genutzten Kasernenbauten in Augustdorf gibt es ja gerade einen Hotspot (Freikirchen) wodurch die Inzidenzen für den Kreis Lippe sehr hoch gingen.
 
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