Corona-Virus

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Die Impfpflicht für Lehrer gibt es bereits (Masern) erzeugt aber die gleiche Abwehrreaktion wie eine mögliche Impfpflicht bei Corona. Ich würde es freiwillig lassen.
- Wer sich dann aber ansteckt, kann nicht mit der gleichen Gesundheitsunterstützung rechnen und
- wer andere ansteckt, ist voll haftbar.
Wäre doch eine risikoabschätzbare Möglichkeit sich zu entscheiden, oder nicht?
Bis zum Sommer 2021 müssen KollegInnen in BaWü alle eine Masern Impfbescheinigung vorlegen (bis zu einem bestimmten Alter), wenn sie in der Allgemeinbildenden Schule unterrichten wollen.
Sind Lehrer nicht per se (oft) erst mal dagegen?
Gegen das Öffnen der Schule, gegen das Impfen, gegen Online-Unterricht ...


Es soll auch Leute geben, die nach Afrika fliegen und sich weder gegen Hepatitis noch gegen Malaria etc impfen lassen, obwohl sie in ein Risikogebiet reisen. So lange alles gut geht, war die Entscheidung richtig, wehe aber, wenn nicht.
Es soll auch Länder geben, die man ohne gewisse Impfungen nicht bereisen darf, und jetzt?
 

Ute

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Und der Mensch ist trotzdem ein Herdentier mit einer "Grundprogrammierung". Klar sind wir Individuen, aber viele Verhaltensmuster laufen überall gleich/ähnlich ab. Wir teilen uns ja 99,99xx% der Programmierung aka DNA. Und ich sehe puren Egoismus als Laster an, nicht als "Freiheit und Individualismus", wohinter sich die schlimmsten Vertreter der "ICH ICH ICH" Kategorie gern verstecken.
Ein Herdentier? mag sein.
Aber eines, dass ein Ich-Bewusstsein hat und nach seinem individuellen Glück sucht.
Es gab schon einmal den deutschen Versuch die Individualität weitgehend auszuschalten. Nach 40 Jahren sind denen die Menschen weggelaufen....;)
 
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Wenn die Menschen auch ohne Straf(androhung)en, Überwachung etc. in ausreichender Zahl das Richtige tun, warum brauchen wir dann derartig drastische Eingriffe in elementarste Grundrechte?

Tun sie eben nicht. Sie tun es erst, wenn bekannt ist, dass Einschränkungen kommen werden.

Ein Herdentier? mag sein.
Aber eines, dass ein Ich-Bewusstsein hat und nach seinem individuellen Glück sucht.
Es gab schon einmal den deutschen Versuch die Individualität weitgehend auszuschalten. Nach 40 Jahren sind denen die Menschen weggelaufen....;)
Niemand hat was gegen Individualismus (wem sag ich das hier). Egoismus ist aber was anderes.
 
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Die Impfpflicht für Lehrer gibt es bereits (Masern) erzeugt aber die gleiche Abwehrreaktion wie eine mögliche Impfpflicht bei Corona. Ich würde es freiwillig lassen.
- Wer sich dann aber ansteckt, kann nicht mit der gleichen Gesundheitsunterstützung rechnen und
- wer andere ansteckt, ist voll haftbar.
Wäre doch eine risikoabschätzbare Möglichkeit sich zu entscheiden, oder nicht?
Klingt für mich nach einem Spiel mit dem Feuer, das ich unterlassen würde.
Der zweite Punkt wird am Nachweis scheitern, dass andere sich bei dieser Person angesteckt haben. Und wie weit willst Du die Infektionsketten in die Haftung aufnehmen, auch bis zum Klassenkamerad der Freundin des Sohns eines Kollegen?
Den ersten Punkt halte ich für 'ne Büchse voller Würmer, in der auch Rauchen, Fettleibigkeit, exzessives Sonnenbaden, Risikosportarten und vielleicht auch Radfahren ohne Helm stecken. Da landen wir nicht nur bei einem sehr individuellen Krankenversicherungsbeitrag, sondern sogar bei einer von allem möglichen abhängigen Gesundheitsversorgung. Und womöglich bei privaten Zusatzversicherungen, mit denen man sich davon wieder freikaufen kann.

Oops, überlesen:
Es soll auch Leute geben, die nach Afrika fliegen und sich weder gegen Hepatitis noch gegen Malaria etc impfen lassen, obwohl sie in ein Risikogebiet reisen. So lange alles gut geht, war die Entscheidung richtig, wehe aber, wenn nicht.
Ob die Entscheidung richtig war, kann nicht vom Ergebnis abhängen, denn das kennt man zum Zeitpunkt der Entscheidung ja noch nicht. Wenn alles gut geht, hat nur das Risiko nicht zugeschlagen.
 
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@Fanfan es gibt derzeit keine "richtige" Nachverfolgung. Keine Zeit, keine Ressourcen, keinen Plan. Es soll aber Menschen geben, die können nicht geimpft werden (bspw bei Masern der Fall), denen muss erklärt werden, dass sie Pech haben und ihr persönliches Risiko in z.Bsp. der Schule angesteckt zu werden eben sehr groß ist, weil es Mitmenschen gibt, die sich nicht impfen lassen wollen. Diesen Fakt finde ich bei jeder Impfung wichtig.

Beide Punkte waren nur Gedanken, die doch genauso legitim sind wie die Aussagen/Vermutungen, was eine Impfung alles an Nebenwirkungen verursachen könnte.
Andere Medikamente, die viel eingenommen werden, werden interessanterweise viel weniger kritisch beäugt und können meist rezeptfrei gekauft und konsumiert werden. Die Nebenwirkungen sind egal. Aber Impfen? NEIN. (das betrifft nicht nur Corona!)
Schon mal eine Frau gesehen, die Röteln in der Schwangerschaft hatte? Nur so als Frage? Sollte der Partner also auch nicht geimpft sein, ist es einfach ein Problem der Frau? Aus Überzeugung nicht geimpft!
Ich wünsche das keinem, ebenso nicht mit Corona zu erkranken. Danke, der 2. Fall in meinem Umfeld ist bereits der 2. zuviel!
 

JKL

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Zum Thema "nicht impfen lassen wollen"

Das wird sich erledigt haben, nachdem die Geimpften sich wieder halbwegs frei bewegen dürfen und die Gerichte haben der Politik auch schon signalisiert, wie sie entsprechende Anträge beurteilen werden.

Die die dann noch nicht wollen, müssen natürlich weiter vor Corona geschützt werden ... tut mir leid. :sneaky:

Gruß Jörg
 
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Beide Punkte waren nur Gedanken, die doch genauso legitim sind wie die Aussagen/Vermutungen, was eine Impfung alles an Nebenwirkungen verursachen könnte.
Die Gedanken sind frei. Bis man sie ausspricht. ;)
Haftung für die Ansteckung anderer lässt sich schon über Körperverletzung herleiten, jedenfalls wenn der betreffenden Person bewusst ist, dass sie selber ansteckend ist. Nur ist das außer in speziellen Fällen ("Ich habe Corona und stecke Euch alle an! Ihr werdet steeerbeen!" *hust hust*) eher ein Papiertiger, weil ohne Nachverfolgung nicht zu erkennen und ohne Vergleich der Gensequenzen vermutlich auch nicht gerichtsfest nachzuweisen.
Über den Punkt, wie weit Gesundheitsversorgung vom eigenen Beitrag zum eigenen Gesundheitszustand abhängen sollte, kann man sicher diskutieren und unterschiedliche Ansichten haben. Das ist für mich allerdings ein ziemlich grundlegender Baustein der menschlichen Gesellschaft, und ich stehe da auf dem Standpunkt, dass eine solche Abhängigkeit nicht bestehen sollte. Eher schon bei den Krankenkassenbeiträgen, da geht's immerhin nur ans Geld und nicht an die Gesundheit, aber nichtmal dort halte ich das für gut. Einen Punkt gibt's, in dem ich das Ansetzen an der Gesundheitsversorgung besser finde als das Ansetzen bei Krankenkassenbeiträgen: Geld ist weder gleich noch gerecht verteilt, und wer zufällig viel davon hat, kann sich "freikaufen". Das geht mit dem eigenen Beitrag zur eigenen Gesundheit deutlich schlechter.
 
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- Wer sich dann aber ansteckt, kann nicht mit der gleichen Gesundheitsunterstützung rechnen und

Auf welcher gesetzlichen, ethischen und medizinischen Grundlage willst Du das in Deutschland den regeln?

- wer andere ansteckt, ist voll haftbar.

Ist das denn nicht schon heute so? Stichwort Infektionsschutzgesetz. Wo kein Kläger, da kein Richter. Wo ein Corona-Leugner im Apparat, dort keine Anzeigen. Wenn ich lese, dass 70 Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkriegs noch KZ-Aufseher verurteilt werden, frage ich mich ernsthaft, ob die Verurteilung in dem Fall einer Person die mutmaßlich andere mit dem Corona-Virus ansteckt schneller erfolgen wird?!
Es soll auch Länder geben, die man ohne gewisse Impfungen nicht bereisen darf, und jetzt?

Nichts!?

Es gibt bei der Feuerwehr eine Dienstvorschrift zum Thema Atemschutz. Da wird neben der körperlichen Eignung auch die Bartform geregelt. Auch Hipster und Vollbartträger sehe ich regelmäßig auf der Atemschutzstrecke. Im Bereich der Dichtlippe ist zwar keine Funktion gegeben, aber das hat noch nie einen der Ausbilder gestört ... auch keinen Kommandanten oder Zugführer.

Beispiele für die Nicht-Anwendung von Recht und Gesetz gibt es wahrlich mehr als genug. Das fängt im kleinen an und endet ganz weit im großen weiten Felde.
 
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Ihr Flug nach Delhi mit Lufthansa​

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" :unsure:
Die fliegen bestimmt auch nicht leer zurück.
https://www.lufthansa.com/de/de/fluege/land/indien
Davor hab ich echt Angst das wir uns so, die Mutante der Mutante der Mutante einfangen.

Und bis ich dann Impfschutz habe, ist der dann schon wieder obsolet.
 
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Servus,
hier gibt es eine Zusammenstellung der Wirksamkeit (Efficacy, dh. Wirksamkeit in den Zulassungsstudien) der Verschiedenen Impfstoffe gegen Wildtyp (D614G), Britische Variante (B.1.1.7), Südafrikanische (B.1.351) und braslilianische (P.1) Variante:
http://www.healthdata.org/covid/covid-19-vaccine-efficacy-summary

Die Indische Variante ist lt. Drosten nicht so verschieden vom Wildtyp / britischer Variante. Indien trifft es gerade halt hart weil es a) viele Inder gibt, die absoluten Zahlen also hoch sind, b) das Gesundheitssystem unserem deutlich unterlegen ist (insbesondere Intensivbetten / 1Mio Einwohner), und Inder tendenziell mehr Vorerkrankungen (Parasiten, Hepatitis) mitbringen als ein Westeuropäer.
Viele Sorgen macht mir die Mutante damit erstmal nicht...

--Rainaari
 
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