Cleats für Winter-Radschuhe

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Moin allerseits,
weil ich immer so schnell kalte Füße bekomme habe ich mir mal Winter-Radschuhe gegönnt.
Erfahrungswerte habe ich noch keine, weil ich noch keine Cleats dafür habe.

Die Stahlschrauben sind ja die Kältebrücke und mitverantwortlich für die kalten Füße.

Und damit komme ich zur Frage: Hat schon mal jemand die Cleats mit Titan- oder Nylonschrauben befestigt?

Sind Nylonschrauben überhaupt stabil genug oder reißen die gleich bei der geringsten Belastung ab?
Sind Titanschrauben eine Alternative zu Stahl?

Gruß Uwe
 
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Grundsätzlich ist Metall eine gute Temperaturbrücke. Man kann auch ein paar Lagen Alufolie zwischen die Schrauben und die Innensole zu legen.

Aber um das Ganze vielleicht zu einem Geheimtip werden zu lassen: dünnen Schlitzschraubendreher, Feuerzeug, Inbus und die originalen Metallschrauben einpacken, die Cleats mit Nylonschrauben befestigen und testen.

Wenn sie abreissen, den dünnen Schraubendreher mit dem Feuerzeug an der Schneide heiss machen und in den abgerissenen Stummel reinschmelzen und nach dem erkalten damit rausdrehen.

Ich bin gespannt!
 
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Geniale Idee, wenn ich keine Titanschrauben kriegen kann dann probier ich das mal aus.
 
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Ist es denn so, dass Titan die Kälte weniger leiten würde?

Habe gestern bei Ebay zufällig gesehen, dass jemand SPD-Cleats aus Titan anbietet. Kann's leider grade nicht verlinken - aber es ist das erste Ergebnis wenn man 'Titan' und 'Cleats' eingibt...
 
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Nylon ist nach meiner Erfahrung ziemlich zugfest, aber kaum scherfest.
Soll heissen: mit etwas Silikonpaste einpinseln vor dem anziehen. Dann bekommt man sie fester. Sonst dreht man im schlimmsten Fall den Kopf ab beim zu feste anziehen.

Stahl hat die Wärmeleitfähigkeit 15, Titan 16, Alu 230. Soll heißen: abgesehen vom Gewicht ist Titan dem Stahl kaum überlegen.

Weshalb der Tip mit der Alufolie? Weil sie durch den hohen Temperaturleitkoeffizienten die Kälte der Schrauben auf ein große Fläche verteilt, die Füße aber noch besser dagegen anwärmen können.
 
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Vergeßt es. SPD Cleats muß man sehr fest anziehen, damit sie sich nicht spätestens beim Ausklicken verdrehen. Da kommt man um Metallschrauben nicht herum.
 
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Nimm Look Keo Carbonpedale oder was ähnliches aus CFK. Dann die passenden Kunststoffplatten und schon sind die kalten Füße Geschichte.
Das gute an Überschuhen ist dass man die Kombi Rennradpedale am MTB bei mir im Winter nicht sieht.;)
 
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Vergeßt es. SPD Cleats muß man sehr fest anziehen, damit sie sich nicht spätestens beim Ausklicken verdrehen. Da kommt man um Metallschrauben nicht herum.
So sehe ich das auch und im Prinzip ist das hier eine falsche Hergehensweise zu dem Problem. Im Winter schmeiße ich meine Einlagen aus den Radschuhen raus und statte sie mit Lammfelleinlegesohlen aus. Ist günstiger, einfacher und ebenfalls zielführend, wenn nicht sogar wärmer als der blose Austausch dieser Schrauben
 
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aber reines Carbon hat doch eine Wärmeleitfähigkeit fast wie Stahl?
Da wären Pedale und Platten aus Kunststoff wohl die bessere Lösung.
 
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Also ein Winterschuh der was auf sich hält sollte doch die Cleats von den Füssen isolieren. Ich würde daher eigentlich erstmal normale Cleats testen, da die Schrauben an den Schuhen der größten Festgammelgefahr ausgesetzt sind und weil alle erwähnten wenig wärmeleitenden Materialien eine erhöhte Abreiss/Fress/Runddrehgefahr besitzen. Und Schraube ausbohren aus einem Schuh stelle ich mir noch unlustiger vor als aus einem 'normalen' Ort, vor allem wenn es sich um einen 150 EUR Schuh handelt, dessen Investement man ja grade für sorgenfreien Winterspass getätigt hat.
 
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(with apologies for writing in English).

Another approach as @hofale wrote is to use road (3-bolt) cleats - I personally use SPD-SL cleats, but Look or others would also work. Then the only metal elements are the bolts - but the cleat itself is not a large heat sink as is the case for SPD mountain bike cleats.

I have not seen anyone make winter shoes that take road cleats, but you could either use a 2 to 3 bolt adapter plate (SPD to SPD-SL or Look), or just wear overshoes.

Or buy a velomobile and close the foot hole covers. Then enjoy the sauna!

Phil
 
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Ich würde daher eigentlich erstmal normale Cleats testen, da die Schrauben an den Schuhen der größten Festgammelgefahr ausgesetzt sind und weil alle erwähnten wenig wärmeleitenden Materialien eine erhöhte Abreiss/Fress/Runddrehgefahr besitzen.
Genau das werde ich jetzt erstmal ausprobieren. In der Hoffnung, das die Bauart der Northwave-Schuhe alleine schon eine Verbesserung bringt. Die Vorschläge mit der Alufolie und der Lammfelleinlegesohle behalte auch im Kopf. Sollte das alles noch nichts bringen, dann kann ich immer noch mit anderen Schrauben experimentieren.
Auf ein komplett anderes Pedalsystem umstellen schließe ich aus. Ich möchte nicht für jedes mein Räder separate Schuhe haben. Drei Paar SPD-Schuhe für alle Jahreszeiten müssen ausreichen.
Meine beste Ehefrau :love: von allen hat mich ohnehin schon für verrückt erklärt, für Fahrradschuhe fast 180 € auszugeben. :unsure:

Gruß Uwe
 
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Ich fahr auch Northwave, die haben eine durchgehende Innensohle, normale Spdcleats, zusätzlich die Schlitze mit Moosgummi abgeklebt.
Noch besser sind die alten Gaerne Winter-Modelle mit echter Brandsohle.
Btw, es gibt bereits einen guten Faden zum "kalte Füße Thema", wo auch Plasteschrauben und alles andere ausführlich bequatert wird.
Gruß Krischan
Lammfelleinlegesohle
Iwo gibts noch den Tipp mit Industriewollfilz...
Edit2 Die allgemeine Erklärung ist zwar in dem zitierten Faden verlinkt, aber doppelt hält besser: https://www.dr-gumpert.de/html/kalte_fuesse.html
 
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Ich hab mal die Füße mit Rheumasalbe beschmiert, hot feet für 20km, dann bin ich 180km fast erfroren, selbst in der Sauna wurden meine Füße erst nach dem zweiten Gang wieder einigermaßen warm (ich hab sie über den Ofen gehalten).
Aber was ist mit Senf, Chili oder Pfeffereinreibungen? Hat das außer am Brathähnchen schon mal jemand probiert, im Sinne von gestestet? :p
Gruß Krischan
 
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Ich habe auch Northwave Winterschuhe.
Bei meinen kann man die Innensohle nicht ohne weiteres entfernen. Muss man aber auch nicht. Die Isolierung ist super. Ich würde es erstmal ausprobieren.
 
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Specialized Defroster und NW Celsius haben es nicht gebracht: zu viel Schwitzwasser durch wenig Ventilation und abnehmende Isolation, zu eng und damit wieder kalte Füße.

Ich fuhr im Winter zum Schluß Vaude Tonale AM SPD , einem hohen Tourenschuh. Dazu locker Regenüberschuhe drüber. Das war - naja - auch nicht der Knaller. Schwitzwasser in den Überschuhen.

Besser wurde es mit Alufolie unter der Einlegesole, dazu dicke Wollsocken, die durch die groben Maschen eine gute Isolierung waren. Das klappte für mehrstündige Wintertouren im Schnee. Aber auch keine 100%-Lösung.
Leider passen die dicken Schuhe nicht im VM. Auf dem LR oder dem Trike klappt es ganz passabel.
 
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Hallo @mytoxy ,

ich hatte auch immer extreme Probleme mit kalten Füßen und auch Folgeschäden durch länger anhaltende Minderdurchblutung bei kalter Witterung. Mittlerweile habe ich das im Griff bekommen durch Kombination aus Windwrap mit Winterschuhen (NW Celsius Arctic GTX). Gaaaanz wichtig ist, dass die Blutzirkulation nicht von aussen zu sehr beeinträchtigt wird. Dazu dürfen die Schuhe nicht abschnüren und sollten gleichmässig anliegen. Das zu testen geht nur mit gewissenhafter Anprobe. Meine Schuhe habe ich 1 1/2 Nrn. größer inkl. dann Wollkniestrümpfe, da dann Waden isoliert => Füße weniger kalt.

Der Rest der Bekleidung macht - auch mitunter unerwartet - viel aus. Denn für die Thermoregulation und einhergehende Regulierung der Blutzirkulation ist im Wesentlichen das Kälteempfinden maßgeblich. Wenn man z. B. im Gesicht sehr empfindlich ist, kann sich das auch auf die Durchblutung der Extremitäten, wie Füße, Hände etc. auswirken. Solchen besonderen Sensitivitäten sollte man gezielt beikommen.

Wie gesagt, für mich sind die NW prima, die Einlegesohle hat bereits eine Lage Silberfolie integriert. Die Schrauben/Cleats als Kältebrücke nehme ich so nicht mehr war.

Also auch wenn noch so gut isoliert, immer etwas Platz zum Zehenwackeln lassen :), was auch nebenbei sehr befreiend wirkt und gut für's Gemüt ist, wie ich finde...

Beste Grüße
 
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Stahl hat die Wärmeleitfähigkeit 15, Titan 16, Alu 230. Soll heißen: abgesehen vom Gewicht ist Titan dem Stahl kaum überlegen.
Die Leitfähigkeit (thermische wie elektrische) hängt stark von der Legierung und dem Zustand des Kristallgitters ab. Brünierte Schrauben aus Kohlenstoffstahl durch welche aus V2A zu ersetzen dürfte schon was bringen.
Weshalb der Tip mit der Alufolie? Weil sie durch den hohen Temperaturleitkoeffizienten die Kälte der Schrauben auf ein große Fläche verteilt, die Füße aber noch besser dagegen anwärmen können.
Eigentlich stecken die Schrauben schon in einem Stück Stahlblech, welches die Fläche vergrößert. :unsure: Nur liegt das Blech in Winterschuhen innen nicht offen. Könnte es sein, dass die Alufolie hier eher als Reflektor wirkt? Wenn die Einlegesohle und der Innenschuh keine glatten Kunststoffflächen haben, wird der mechanische Kontakt ja nur punktuell sein.

Ich habe bei meinen Schuhen (Northwave Raptor Arctic GTX) eine deutliche Verbesserung erzielt, indem ich einfach Filzsohlen reingelegt habe.
Ähnlich gut isoliert haben aus Aufwischlappen geschnittene und in Folie gepackte Isolierschichten unter den Innensohlen meiner normalen Radschuhe, aber das ist mehr Gepfriemel und braucht insgesamt mehr Höhe. In meinen Schuhen konnte ich Platz schaffen (Kletts oben weiter öffnen). Wo das nicht geht, ist der eingeengte Platz im Schuh wegen der schlechteren Durchblutung kontraproduktiv.
 
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Ich habe auch NW Winterschuhe, und Crankbrothers Candy 7. Bisher bei 35/40 km bei ca -2 nicht gefroren. Meine könnten eine 4 mm Neoprensohle vertragen. Oder du lässt dir eine Einlage mit Neoprenauffütterung machen, ich werde das mal ausprobieren. Den Sidi Schuh mit sportmedizinischer Einlage nehme ich immer eine Nummer größer, ist allerdings mir Boa und daher gut anzupassen. Im Winter fahre ich weniger lange Strecken und brauche auch keine Einlage. Gerade meine NW Sohle angeschaut, hat unten Luftkammern. Vielleicht deshalb
 
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