chromo-rohre, sammelbestellung?

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Wäre mal was ganz neues auch von der optik richtig exotisch und Gnade bei Gott man lässt es pulvern :ROFLMAO: gleich 2x so schwer
 
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Die Wölfe aus Baustahl, bei den Preisen,
Zumindest die, welche die Sache mit dem emodul kapiert haben, dürfte das kaum kümmern. Baustahl oder cromo ist völlig schnuppe. Bei cromo ist die Hooksche Gerade länger, d h er kann stärker belastet werden als Baustahl bis eine bleibende Verformung eintritt. Sie ist bei beiden gleich steil, d h bei gleicher Krafteinwirkung gleiche elastische Verformung. Ein guter Rahmen soll ja aber genau keine elastische Verformung aufweisen, also ist es auch egal wo die Grenze der elastischen Verformung liegt. Man könnte also sagen, aus cromo kann man elastischere Gummikühe bauen als aus Baustahl. Is aber glaub ich irrelevant.
Eine andere Sache ist die Verfügbarkeit. Baustahl gibts halt nicht so häufig in dünnen Wandstärken wie cromo. Aktuell ist das aber wohl anders.
Die Wölfe machen das schon richtig so.
 
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@Jack-Lee, erklärs mir nochmal, warum hast Du die Velomo-Rahmen aus CrMo gebaut? Aus Spaß? Weils so leicht und teuer war?
U d das mit dem emodul weiß ich auch nicht.
Ich will nur leichte und stabile Fahrradrahmen schweißen. Das reicht mir.
Gruß Krischan
 
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@Krischan:

Kurze Gegenüberstellung der "griffbereiten" Materialien (Dehngrenze/E-Modul/Biegewechselfestigkeit):
ST37/S235 (div. Hobbybastler-Rahmen, teilweise Zox): 235MPa / 210GPa / 180MPa
ST52/S355 (teilweise Zox, Steintrikes) : 355MPa / 210GPa / 255MPa
25CrMo4 (teilweise ICE, Velomo, Flux?) : 800MPa / 210GPa / 400MPa
AW7020 ("alles aus Alu", Performer, teilweise ICE, HP, usw.) 280MPa / 72GPa / 90MPa

Man sieht das mit normalen Baustählen (S235/S355) gute Alukonstruktionen im Punkto Gewicht nicht erreichen kann. Mit guten CroMo-Rohren hingegen kann man sogar leichter bauen als mit Alu. Durch die hohe Wechselfestigkeit von CrMo, welche bei Alu hingegen NICHT die Dauerfestigkeit beschreibt, sondern die Belastbarkeit bei 10^7 Schwingspielen, sind die Stahlrahmen dann sogar meist haltbarer.

@Micha13 : Jain. Du kannst mit CrMo auch dünnere Wandstärken erreichen, ohne eine zu hohe Beulempfindlichkeit zu haben, da durch die höhere "Elastizität" eben erst bei ca. der dreifachen KRafteinwirkung von Baustahl eine Delle/Beule entsteht. Zudem kommt die Steifigkeit eines Rahmens durch dessen Geometrie, nicht durch dessen Material. Denn der Rohrdurchmesser geht hoch 3 in die Biegesteifigkeit ein, die Wandstärke aber nur linear. Daher kann man z.B. ein 50x2mm Baustahlrohr her nehmen oder eben ein 60x1mm CrMo Rohr und ist (fast) gleich steif von der Konstruktion. Nur das letzteres 40% weniger wiegt...
Auch ist der Materialquerschnitt bei Zug und Druckstreben fast irrelevant, da hier schon sehr geringe Querschnitte ausreichend steif sind.
Die Erklärung mit "Man baut Rahmen eh so, dass sie nicht elastisch sind" hat zudem nichts mit der Materialbelastung ansich zu tun. Man kann auch einen komplett "unflexiblen" Rahmen aus Baustahl bauen, der trotzdem nach wenigen 100km bricht.

Gruß,
Patrick
 
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@Jack-Lee , klar, das stimmt alles. In der Praxis wird das dann aber so gedeutet, dass der rel hohe Flex beim Zox wg des Baustahls ist, das hat damit aber nix zu tun, das komnt halt vom geringen Rohrquerschnitt. Wäre bei cromo in den Dimensionen genauso. Und die Sache mit den Wölfen ist auch so. Von wegen wenn die Kunden wüssten, dass Baustahl und nicht cromo ist auch eine Aussage die von der vermeintlichen Überlegenheit des cromos her rührt.
Deine Aussage zu 50x2 oder 60x1 ist auch klar, gilt aber für Baustahl und cromo gleichermaßen. Wenn ich in den Bereich komme, wo die Unterschiede eine Rolle spielen, ist mein Rahmen eh eine Fehlkonstruktion.
Was anderes ist es, wenn ich mir einen Überrollkäfig für ein Rally Fahrzeug schweiße, da würde ich auf jeden Fall cromo nehmen, weil ich durch die höhere Streckgrenze das Material günstiger dimensionieren kann. Da ist es mir aber auch relativ egal, wie sehr das Material flext bis es zur bleibenden Verformung sprich Deformation kommt weil ich die Energie für den Flex nicht mit meinen Beinen zur Verfügung stellen muss.
 
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Oder anders gesagt, die Vorzüge von cromo werden dann relevant, wenn ich eine extreme Gummikuh konstruiert habe. Aber dad macht ja keiner.
 
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Kann mich nur micha13 anschließen .
Für die längen die hier genutzt werden die nichtmal sagen wir grob über 700mm gehen ist alles bocksteif und wenn kann man knotenbleche nutzen an heikeln Stellen und ich sags mal so als normalo wird man bestimmt kein unterschied spüren außer man hat zeug von 0.6mm und weniger aber alles ist machbar ob aus cromo oder st37-52 oder was anderes das sind alles Werte wo ich mir persönlich denke : wtf was für Kräfte müssen da wirken ?!?! Ronnie coleman 1 Tonne beinpresse .
Bevor es hier mit dies oder das geht sollte man alles vernüftig schweißen da bring der ganze Zauber auch nichts den da die naht nichts hält .
Klar ist es schön wenn man was besseres findet als baustahl was ungefähr wie Pudding in meinen augen da ich schlichtweg nur hochwertige sachen fertige wo ich materialen verwende wird baustahl eher uninteressant aber für so ein radl was bewegt wird wo keine extremen abverlangt werden wo man eig nur schnell fahren möchte ohne jetzt dabei downhill zu fahren will reicht baustahl .
Mein roadrunner ist auch aus st52 und ist steif die Werte die hier beschrieben sind sind die oberen Grenzen wo fast keiner hier im forum aus eigner Kraft es an die Grenze bringt,
(Kein Motor,mountain drive etc usw )
 
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Den Rahmenflex eines normalen Kurzliegers kann man sehen. Bei normaler "Beinpresse". Also, ich jedenfalls.
Der Titel des Fadens lautet übrigens:
"Chromo-Rohre-Sammelbstellung", weil ebendiese gesucht sind, sie schwer zu beschaffen sind in kleinen Mengen und die Rohre größer 40 und kleiner 1,5 in Kleinmengen teuer sind.
Den den anderen Kram bekommt man ja in jeder Wald- und Wiesenbauschlosserei. Macht doch.
(Kurzlieger sind wegen der Ausleger per se Gummikühe, das ist der Punkt. Kann man ja auch in Carbon machen- aber nicht hier...)
Gruß Krischan, sonst immer Billigbastler, nu will ich was bestes.
 
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Gruß Krischan, sonst immer Billigbastler, nu will ich was bestes.
Du hast es nicht verstanden. Baustahl ist für unsere Zwecke nicht schlechter, weil der Bereich in dem wir das Matetial belasten identische Eigenschaften hat wie cromo. Wenn du also ein 60x1 oder 57x1 in Baustahl auftreiben kannst, nimm es .
 
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Micha, wieviel Rohr möchtest Du denn bestellen?
Und welches kannst Du wo besorgen? Zu welchem Preis?
Fragt Krischan
 
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Ich brauche nix.
Hab, glaube Anfang des Jahres, einen Rahmen geschweißt (aus Baustahl ;-) natürlich) und bin noch versorgt. Der Rahmen soll MBB werden, deshalb war mir 40x40x1.5 dafür gut genug was die Steifigkeit angeht. Gewicht ist natürlich nicht so optimal wg Wandstärke. Letztlich soll der Rahmen nur ein Testobjekt für die Rahmengeo werden. Ich habe in den letzten 8 Jahren sicher 10 Rahmen aus dem Material geschweißt, u a mit Schülern in einem Projekt. Den Stahlrahmen kann ich sehr einfach abändern, wenn mir was nicht gefällt. Mittlerweile schaffe ich einen Rahmen an einem normalen Arbeitstag. Wenn alles stimmt, baue ich den dann in carbon. Ein anderer Aspekt ist mein Schweißgerät. Ich hab leider nur MIG / MAG zur Verfügung. Nach mehreren nicht zufriedenstellenden Versuchen, 1,1mm (jetzt crmo) Material zu schweißen, habe ich beschlossen, nicht unter 1.5mm Materialstärke zu gehen mit dem Gerät. Bei 1.5 habe ich ein gutes Gefühl, darunter ist das ein mehr oder weniger kontrolliertes Löcher wieder zuschweißen.
Ich hatte auch schon Kontakt mit den Wölfen wg Rahmenrohr. Hab ich aber dann gelassen, wg dem Schweißgerät.
Als ich auf der Suche nach Rohr so um die 60x1 war, hatte ich den Eindruck, dass Baustahl kaum in 1mm Wandstärke zu kriegen ist. Das ging eher so bei 60x3 los. Macht natürlich keinen Sinn. Bei crmo ist die Auswahl an dünnwandigem Material mit dem Durchmesser größer. Das war damals, so vor 3-4 Jahren, eher verfügbar. Bei Baustahl ist der Bedarf an dünnwandigem Material in dem Durchmesserbereich offensichtlich nicht so groß. Wenn man beim klassischen Stahlhandel anfragt, gibts erst mal sowieso nix unter 2mm, musste da bei mehreren nachhaken um ein Angebot zu kriegen.
Wenn es dir nix ausmacht, den 3fachen Preis zu bezahlen, nimm ruhig das Beste, also cromo. Da unterscheiden sich die Stähle dann tatsächlich.
Rein technisch bzw physikalisch geben die sich nix in dem für uns relevanten Bereich. Cromo ist halt auch ein bisschen gehypt im Fahrradbau und hört sich sexy an. Kann was. Vor allem mehr als Baustahl. Stimmt auch. Die Zugfestigkeit ist ca. Grob doppelt so hoch. Dabei verformt es sich aber auch doppelt so viel. Aber genau das will ja keiner.
Wenn mal einer sagen würde ich nehme crmo und zahle gerne das Dreifache, weil sich mein Ausleger dann mehr als doppelt so weit verbiegen kann bis eine bleibende Verformung eintritt und das finde ich richtig geil, dafür zahle ich gerne mehr, würde man sich an den Kopf langen.
Genau das steckt aber dahinter.
 
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@Micha13 : Jain. Du kannst mit CrMo auch dünnere Wandstärken erreichen, ohne eine zu hohe Beulempfindlichkeit zu haben, da durch die höhere "Elastizität" eben erst bei ca. der dreifachen KRafteinwirkung von Baustahl eine Delle/Beule entsteht. Zudem kommt die Steifigkeit eines Rahmens durch dessen Geometrie, nicht durch dessen Material. Denn der Rohrdurchmesser geht hoch 3 in die Biegesteifigkeit ein, die Wandstärke aber nur linear. Daher kann man z.B. ein 50x2mm Baustahlrohr her nehmen oder eben ein 60x1mm CrMo Rohr und ist (fast) gleich steif von der Konstruktion. Nur das letzteres 40% weniger wiegt...
Auch ist der Materialquerschnitt bei Zug und Druckstreben fast irrelevant, da hier schon sehr geringe Querschnitte ausreichend steif sind.
Die Erklärung mit "Man baut Rahmen eh so, dass sie nicht elastisch sind" hat zudem nichts mit der Materialbelastung ansich zu tun. Man kann auch einen komplett "unflexiblen" Rahmen aus Baustahl bauen, der trotzdem nach wenigen 100km bricht.
Also Fachwerkrahmen a la Pedersen aus CrMo bauen?
Nur müßte man sich erstmal ein Fachwerk für einen (sagen wir) Kurzlieger einfallen lassen. Da paßt ein mehr oder weniger gebogenes Einzelrohr einfach viel besser...

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Weil man selber das Material weder von der Konstruktion, noch von der Verarbeitung ausreizen kann, heißt es nicht, dass es andere nicht doch können.. Ich hab sicher vieles gebaut, aber keine Gummikühe. Die Hitrike Rahmen SIND bocksteif und wurden in st37 garantiert nicht halten. Schon gar nicht die Race Rahmen. Das ganze Trike wog, inkl. Pedale, Kette, Sitzmatte, 9,0kg. Zeigt mir wie ihr das haltbar aus Baustahl macht und ihr habt meinen Respekt sicher.

Ähnlich bei meinem Rennrad Rahmen, der trotz voluminöser Aerorohre nur 1,6kg wiegt. Würde in Baustahl nicht halten.
 
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Die Rohre sind der geringste Kostenpunkt. Egal ob Kauf oder Selbstbau. Ob man für das Hauptrohr nun 35€ oder 25€ bezahlt ist ja nun egal, oder? Und wer WIG schweißen kann, hat mit 1mm Wandstärke kein Problem.

Rohre fürs Aufrechtrad gibt bei ceeway.com aus England. Wandstärke der beim Rennrad verbauten Rohre 0,5-0,35mm.
 
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Hab mal novosport angemailt, seit langem stehen dort die Rohre auf ausverkauft...
Gruß Krischan
 
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aber deswegen ist doch die Aussage von @Micha13 nicht falsch oder?
Es geht denke ich um diesen Absatz:
Als ich auf der Suche nach Rohr so um die 60x1 war, hatte ich den Eindruck, dass Baustahl kaum in 1mm Wandstärke zu kriegen ist. Das ging eher so bei 60x3 los. Macht natürlich keinen Sinn. Bei crmo ist die Auswahl an dünnwandigem Material mit dem Durchmesser größer. Das war damals, so vor 3-4 Jahren, eher verfügbar. Bei Baustahl ist der Bedarf an dünnwandigem Material in dem Durchmesserbereich offensichtlich nicht so groß. Wenn man beim klassischen Stahlhandel anfragt, gibts erst mal sowieso nix unter 2mm, musste da bei mehreren nachhaken um ein Angebot zu kriegen.
Wenn es dir nix ausmacht, den 3fachen Preis zu bezahlen, nimm ruhig das Beste, also cromo. Da unterscheiden sich die Stähle dann tatsächlich.
Rein technisch bzw physikalisch geben die sich nix in dem für uns relevanten Bereich. Cromo ist halt auch ein bisschen gehypt im Fahrradbau und hört sich sexy an. Kann was. Vor allem mehr als Baustahl. Stimmt auch. Die Zugfestigkeit ist ca. Grob doppelt so hoch. Dabei verformt es sich aber auch doppelt so viel. Aber genau das will ja keiner.
Es gibt keine dünnwandigen Rohre mit großem Durchmesser aus unveredeltem Stahl, weil diese mit dem Material nicht sinnvoll verwendbar wären (Widerstand gegen Eindellen, zu geringe Biegewechselfestigkeit). CroMo ermöglicht, mit verbesserter Schweißtechnologie bei gleicher Biegesteifigkeit deutlich niedrigere Rahmengewichte bei höherer Lebensdauer zu erzielen.
Aus diesen Gründen ist CroMo eben nicht gehypt sondern sehr sinnvoll gerade im Fahrradbau.

Daß Micha wegen seiner Rahmenbedingungen diese Vorteile nicht ausnutzen kann ist auch klar, ich hege den Verdacht, daß seine Aussagen bzgl. CroMo ein Stück weit die Rationalisierung seiner Einschränkungen widerspiegeln und er sich die Entscheidung für die dickwandigeren Rohre mit kleinerem Querschnitt etwas schönreden will.
Ich finde ja, daß das nicht nötig ist. Eigenbauten dürfen gerne aus Baustahl sein, vor allem, wenn es wie in diesem Fall Entwicklungsmuster für die Geometrie im später gewünschten CFK sind. Wobei das realisierbare E-Modul in CFK meist noch deutlich unter dem von Stahl liegt, also auch dann noch eine andere Dimensionierung notwendig wird.

Gruß,

Tim
 
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