Christians Velomobil-Thread

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Könnte man nicht für die Unterseite direkt im Durchmesser größere Magnetscheiben nehmen? Dann können diese auch nicht durch die bestehende Öffnung flutschen und die Magnetkraft ist auch größer, oder?
 
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Es hätte sein können, der untere Magnet muss nicht an Unterkante Karosse sitzen, sondern etwas hinein in das Loch wo die Mutter drin war. Die zylindrischen Magnete Duchmesser 6 mm hätten da reingepasst. Meine Magnete sitzen nun aber auch Unterkante Karosse. Das wäre mit größeren Scheiben ebenso gut gegangen.

Die Konusmagnete gibt es mit 4 mm oder 5 mm Dicke. Meine sind 4 mm. Jemand brachte die 5 mm dicken ins Gespräch, wobei ich nicht verstanden habe warum 4 mm zu kurz sein soll. Selbst diese schauen bei mir am Deckel eingeklebt weit genug unten heraus, um an die zyl. Magnete heranzureichen, wenn diese an der Unterkante Karosse sitzen. Vielleicht kann das hier mal jemand aufklären, was 5 mm Dicke bezweckt.

Schönen Gruß
a n d r e a s
 
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@ChristianW schickes Video in Threema über den geworfenen Deckel. Eindrucksvoll. Ich würde den Deckel jedoch nicht werfen, da Neodyme schnell splittern bei Aufprall.
Ja - der Deckel-Wurf... :giggle:
Sollte nur zeigen, wie schön automatisch er "einrastet".
Ich habe das jetzt x-fach gemacht und abgeplatzt ist noch nichts - kenne das Phänomen aber von "nackten Magneten", die man beim Rumspielen mal aneinander klatschen lässt.
Ich denke, das ist beim Deckel aus zwei Gründen weniger kritisch: erstens ist der Magnet nicht lose und hängt an einer trägeren Masse, also ist die Aufprallgeschwindigkeit viel geringer.
Zweitens ist der Magnet - auch unten - rundum von einer schützenden Schicht Kleber umgeben, so dass er relativ gut geschützt ist und nur die Stirnflächen frei sind.
Und sollte was abplatzen - dann ist das halt so. Stört erstmal die Funktion nicht. Und wenn doch, dann klebe ich halt einen neuen Magneten ein.

Deckel-Update bzgl. Sicherung

Ich bin mit dem Magnet-Deckel ja schon einige Male gefahren - auch über 70 km/h und bisher nichts passiert.
Heute dann aber doch - etwa 50 km/h und deftiges Schlagloch - er hob ab und segelte - wie beim Trennen der abgebrannten Booster beim Space-Shuttle - mit einer sauberen Rückärts-Rolle über meinen Kopf hinweg. Lag dann seitlich auf der Straße.
Ich gewendet, aufgesammelt, draufgemacht, weiter gefahren - zum Glück nichts passiert.
Klebe ich dann auf dem Heimweg mal mit Panzertape vorne feste und mache dann doch die schon geplanten "Nasen" vorne und hinten ggf. noch etwas Klettband von unten.

Die Serviceklappe hinten ist jetzt auch fertig. Da sind es aber 3 Magnete - oben/vorne/rechts ist noch die Schraube drin, mit dünner Gummischeibe darunter und Sicherungslack. Um die Schraube dreht sich dann der Deckel - kann also nicht einfach wegfliegen, sondern sich maximal aufdrehen.
 
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Bild hintere Wartungsklappe (Nachtrag)
IMG_4321.JPG
@Stephan1965 kam noch mit der Idee, oben rechts einen Magneten von innen einzukleben, der die offene Klappe hält.
Habe ich mittlerweile gemacht - ist aber leider noch zu klein und so schwach, dass die Klappe beim kleinsten Hach wieder runter schwingt.
Der Magnet sitzt etwas oberhalb der Hutablage und hält die Klappe 180 Grad gedreht in Zwei-Uhr-Stellung.

Sicherung Serviceklappe

Ist mittlerweile umgesetzt. Zwei kleine 0,8 mm Bleche (mit Muster - waren gerade noch Reste da) - ausgeschnitten, entratet, verkröpft und angeklebt - mit Panzertape gesichert.
IMG_4352.JPG
Hat schon 2 x Pendelstrecke überstanden - inklusive üble Löcher, Bahnschienen und Gerüttel.
Die Bleche sind dünn genug, um sie etwas weiter oder strammer zu biegen im Notfall, aber sollten verhindern, dass die Klappe vorne wieder hochspringt.
Der Spezi laminiert solche Dinger natürlich aus Carbon. Wiegt dann 2 g weniger - war mir aber zu kompliziert. Also erst mal Alu.

Sicherung Gelenkköpfe

Da mir ja einer dieser Billo-Köpfe beim Montieren schon auseinandergeflogen ist (siehe weiter oben im Thread) habe ich jetzt noch Karoscheiben darunter gemacht.
Und damit ich nicht noch Muttern oder Scheiben für den Abstand und die Beweglichkeit brauche, habe ich sie mit zwei kleinen Nüssen im Schraubstock geschüsselt:
IMG_4310.JPGIMG_4311.JPGIMG_4312.JPG

Längslenker-Lager

Wo ich die geschüsselten Karoscheiben hatte, fiel mir direkt das Längslenker-Lager ein.
Die flachen Scheiben üben ja ein gewisses Rückstellmoment beim Lenken aus - oder andersrum: Man muss die Räder zum scharfen Einschlag zwingen.
Also habe ich da vorne auch geschüsselte Karoscheiben montiert - so wird die Gummi-Lagerung etwas kugelgelenk-artiger.
Ich meine, Lenken würde jetzt leichter sein.
Mal schauen, wie sich das bewährt.
IMG_4314.JPG

Teflon Schalt- und Bremszüge

Die originalen Brems- und Schalt-Innenzüge waren teflonisiert.
Nach Umbau von Fahrwerk und Schaltung habe ich normale Innenzüge genommen, aber die Hüllen noch gelassen.
Leider waren die Bremskräfte sehr groß, man spürte das Rubbeln des Metals beim Ziehen.
Auch das Schalten am Trigger war mit größeren Kräften verbunden.
Also noch mal bessre Aussenzüge mit Teflon-Innenliner bestellt und getauscht. Das wirkte Wunder!
Die Bremse spricht super an, ist besser modulier- und wieder mit normaler Kraft bedienbar.
Das Schalten geht auch jetzt butterweich.

Lenkerend-Schalthebel

Und weil ich den Trigger leid war und viele auf LES schwören, habe ich eine 12-Fach Version für SRAM bestellt und verbaut:
IMG_4307.JPGOhne Titel.png
Das Handling ist wirklich gut! Es ist simpel, man kann leichter mehrere Gänge durchschalten, hat im Notfall Umschaltung auf Friktion und sieht/fühlt sehr schnell, welcher Gang gerade drin ist.
Da der Schalter keine Einstellschraube hat, habe ich einen Inline-Zugeinsteller einige Zentimeter dahinter in Höhe des Tillers gesetzt.
 
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Die Ketten-Säge - oder: wie verliert man unnötig Watt?

Es war am Dienstag beim zweiten mal Pendeln auf dem Rückweg. Da war ein Kettengeräusch von hinten. Laut. Schwer auszumachen, wo es her kam. offensichtlich kein Fremdkörper, keine fehlenden O-Ringe und kein Abwurf.
Je steiler der Berg und je größer die Last, desto lauter. Mist! Also suchen.

Dann nach der dritten Block-Runde die Erkenntnis: Das Kettenleitrohr. Zugtrumm. Hinten.
Nach dem Rausziehen des Rohres aus der Führung wirkte es völlig zerfasert. Das Geräusch war noch lauter. Wie das?
Na klar: Nicht nur das Rohr war im Kettenlauf, sondern sogar der Klebeflansch am "Vögelchen".
Und alten Bildern zu urteilen war das schon vorher so (Archivfoto):
F42F8306-95A0-48F6-A144-AB9328014EF2.jpeg
Damit erklärt sich nachträglich dieses seltsame, rechteckige Loch im Leitrohr. Das Rohr saß einfach ein Stück zu tief und die Kette hat unermüdlich den oberen Rand abgeschliffen.

Mit dem Eagle-Umbau habe ich das Vögelchen komplett ausgebaut, etwas nach vorne gekippt und die Situation damit noch weiter verschärft.
Es täuscht anfangs: Der Zugtrumm hängt ohne Last etwas durch und man erkennt nicht auf Anhieb, dass das nicht stimmen kann.
Dabei hatte @gyps mich noch gewarnt, dass Daniel bei seinem DFspezial genau an dieser Stelle unglaublich sorgfältig gemessen und geprüft hat, damit das alles optimal fluchtet. Aber ich hatte es nicht ernst genommen.

Naja. Das Ende vom Lied: Ich habe die letzten paar hundert Kilometer dort ein paar Watt in Reibung versenkt, ein Stück Lei(d/t)rohr abgeschrubbelt, bis es irgendwann aufgegeben hat und als das weiche Rohr nicht mehr dämpfen konnte, hat die Kette lautstark am Kleber und Carbon angeklopft und mich aufgeklärt, dass ich da Mist gebaut habe.

Heute dann die Abhilfe:
  • Sitz raus
  • Rohr raus
  • Kette trennen
  • Paar Biax-Fräser von der väterlichen Werkstatt in den Tunnel versenkt und die Stelle nach oben aufgeweitet
IMG_4379.jpegIMG_4380.jpeg
  • Immer wieder Kette zusammen, Hinterrad blockiert, Expander mit Vollspannung vorne an Kurbel und Kette unter spannung geprüft
IMG_4385.jpegIMG_4382.jpegIMG_4383.jpeg
Es musste erstaunlich viel ab.
Erst mal mindestens 1-2 mm Kleber, dann noch mal 1-2 mm Carbon
Dann war nicht mehr viel von dem "Schnabel" des Vögelchens da, also wurde er gestutzt.
IMG_4387.jpeg
Jetzt ist genügend Platz für Kette und Rohr, so dass auch unter Zug nichts mehr schleift.
Loch neben die Stelle gebohrt, Rohr mit Kabelbindern gesichert.
IMG_4388.jpeg
Probefahrt.

Irre!
Wie mit gelöster Handbremse!
Wie ein Gang mehr!

Direkt eine neue Bestzeit bei einem meiner Hausberge aufgestellt: :cool:
IMG_4401.png
Na gut - @jostein ist trotzdem noch schneller. Mit Abstand... :rolleyes:
IMG_4402.png
 
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So - ein paar kurze Updates wegen Insomnia...

Klingel

Hatte ich schon mal was geschrieben zu, aber ich glaube nicht so viele Bilder gepostet.
Ich war da jetzt noch mal dran, weil ich den Zug bis zum Lenker gelegt habe und dort einen kastrierten China-Lockout-Hebel zum Klingeln montiert habe, damit ich nicht erst nach em Pilzknauf suchen muss.
Der Bowdenzug läuft im Tretlagermast jetzt frei, ist an der hinteren Schraube mit einem selbstgedengelten Halter eingehängt und läuft von da nur noch am Tiller hoch zum Lenker. Damit ist der Daumen immer in Reichweite. Kurzes Anklingeln also sehr leicht und schnell möglich.
Hier noch mal Bilder von der modifizierten Klingel im Masttrichter hinter der Lampe mit abgeschnittenem Schwengel und Drahtschlaufen-Ansteuerung:
IMG_4425.jpegIMG_4426.jpegIMG_4424.jpeg

Gewichtsoptimierung

Da es in Altenberg im Domladen leider nur noch Christophorus-Plaketten mit Magnet gab, hatte ich sie zunächst angeklebt (mit Magnet).
Ist aber natürlich unglaublich schwer und neulich sogar abgefallen.
Also Magnet entfernt und 7 Gramm gespart :sneaky::
IMG_4416.jpegIMG_4418.jpeg

Daniel-Spezial-Kettenblatt ("Mädchenvariante" mit "nur" 60 Zähnen)

Erst hing es nur an der Wand, jetzt ist es mechanische Funktions-Kunst: Das jetzt schon legendäre Flaschenöffnertaugliche Narrow-Wide-Filigran-Meisterstück von Daniel und Beyss.
Nach Abstellen der Kettenbremse (siehe oben) läuft alles so leicht, dass der Sprung von 52 auf 60 irgendwie greifbar schien - trotz 12 % Steigungen; aber man wird ja auch leichter und kräftiger.
In der inneren Position lief bei Rückwärts wegen Schräglauf erst mal die Kette ab, also äußere Position - da musste noch ein Eckchen am für dünnere Blätter konstruierten Shimano-Arm weg.
Habe das Leertrum-Rohr jetzt aber etwas gelöst und weiter mittig gesetzt - vielleicht probiere ich demnächst doch noch mal die innere Position. In der Theorie müsste ja näher am Mast weniger Kräfte bedeuten.
Erste Fahr- und Kletterversuche waren positiv. Bisher kein Abwurf, dafür neue KOMs auf einigen Hausstrecken :cool:.
IMG_4450.jpegIMG_4453.jpeg
Gleich folgt die erste längere Runde...
 
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