Carbon-Rahmen fertigen

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Ist das Steuerrohr selbstgemacht?
Wie hast Du das Steuerrohr in den Rahmen geklebt? Ist die Kontaktfläche nur die Schnittkante des Rahmens?
 
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is 16/20 Radkombi oder
Ja, genau. Hinten hätte ich auch gern 20 Zoll gehabt, aber das kleine Rad lag gerade da und es war nicht genug Zeit, ein anderes Rad zu besorgen. Aber so geht es auch und ist etwas kompakter.

Trittbrett hatte ich aber in Sandwich mit Sperrholz-CKF mehrschichtig überlegt,
Das wollte ich auch erst, aber das hätte zu lange gedauert. Oben liegen 3 Lagen UD-Gelege in Längsrichtung und 2 Lagen 200er Gewebe. Unten eine Lage UD-Gelege quer, 3 oder 4 Lagen längs und noch eine Lage 200er Gewebe. Wir haben es mit ca. 100 kg auf normalen Wegen getestet und es schien zu halten.

Hast Du speziell etwas gemacht, damit Vorder- und Hinterrad auch gerade stehen?
Die Löcher für das Steuerrohr wurden stufenweise gebohrt, so dass man immer wieder relativ lange Rohre durchstecken konnte, um zu prüfen, dass der Winkel zum Rahmen stimmt. Ich hab keine Lehre verwendet und nur auf Sicht gearbeitet. Der kurze Rahmen hilft dabei.

Du hast innerhalb von 2 Tagen aus Schaum eine Form geschnitzt, diese mit Carbon belegt und dann war in diesen 2 Tagen auch noch ein Tag übrig, um es aushärten zu lassen?
Ich habe ca. 1,5 Tage den Rahmen geformt und einen Abend laminiert. Am 24. war der Roller nur zu ca. 2/3 laminiert. Die "Kettenstreben" wurde erst nach dem ersten Laminieren ausgeformt und das Steuerrohr fehlte auch noch. Im Januar habe ich noch mindestens 3 Abende gebraucht für den Rest. Das Aushärten hab ich beschleunigt, indem ich den gut eingepackten Rahmen auf eine Heizung gestellt habe.

Ist das Steuerrohr selbstgemacht?
Wie hast Du das Steuerrohr in den Rahmen geklebt? Ist die Kontaktfläche nur die Schnittkante des Rahmens?
Als Form für das Steuerrohr diente eine dicke Papprolle (Lebensmittelfolie). Gewebe möglichst sauber aufgewickelt und mit Abreißgewebeband umwickelt. Danach die Pappe rausgefeilt. Das geht sehr schnell. Vor dem Einkleben mit stark angedicktem Harz habe ich jeweils von oben und unten ca. 1,5 cm Schaum aus dem Rahmen entfernt. Die Hohlräume sind mit knapp 50 Gramm Harz ausgefüllt. Die Klebefläche ist damit sehr groß und man kann die massiven Enden, in die die Lageschalen kommen, sehr gut bearbeiten, ohne zu riskieren, zu viel Material wegzunehmen.

Wie tief liegt das Trittbrett? Warum nicht tiefer? @uage
Je tiefer, desto besser, oder? Oder Kompromisshöhe wegen Aufsetzen?
Die Höhe hab ich von unserem anderen Roller übernommen und nur leicht reduziert. Das ist gerade noch so praxistauglich. Es gibt viele flache Bordsteine über die man drüber muss. Da aber das Carbontrittbrett weniger hoch baut als das vom Stahlroller, fährt sich der Carbonroller besser.
 
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Autolack ist super, einen Grundierfüller wirst du allerdings brauchen!
Autolack klingt direkt hochglänzend. Und damit betont man noch die ganzen Unebenheiten. Obwohl, gibt natürlich auch matte Lacke.. Für mich würde ich es machen, wie von Kurbel beschrieben. Meine Tochter wünscht sich ihre Lieblingsfarbe und daher peile ich erstmal ein saftiges mattes Grün an. Wenn ich es richtig verstehe, bekomme ich das Harz nicht so eingefärbt, dass es wirklich deckt. 2-Komponenten wird wohl robuster sein. Spricht etwas gegen den Yachtlack?
 
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Hi Uwe,

geiles Teil!

@frankw : Sorry, ich musste Dein kleines Vorderrad verbauen. Vielleicht können wir uns am Stammtisch einigen. Wenn nicht, kein Problem, es ist eh viel zu schwer :sneaky:
schwer ist doch nur der Reifen;-) Sieh es als Spende für den Nachwuchs, oder als Leihgabe, falls Du wirklich kpl. was Leichteres einbauen willst.

Viele Grüße,
Frank
 
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Ich habe keine Erfahrung mit Yachtlack, weiss nur dass alles wo "Marine" drauf steht gleich das doppelte kostet.

2k Autolack ist echt gut, elastisch, kratzfest usw.

Wenn das beulig ist kannst du spachteln und schleifen so gut es geht, dann Grundierfüller, so glatt schleifen wie möglich und dann matt grün lackieren.
 
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Bootslack ist auf jeden Fall dick uns schwer... Damit der superleichte Rahmen bei Wind nicht wegfliegt, wäre das eine Option.
Falls Du nicht aus der Dose sprühen willst, nimm einen Kompressor.
Gruß Krischan
 
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Wie hast Du das Harz verdickt und wie zwischen Rahmen und Steuerrohr bekommen?
Angedickt hab ich mit Thixotropierpulver, bis das Harz nicht mehr wandert. Damit lassen sich die Hohlräume gut ausfüllen. Vor dem Hineinschieben des Steuerrohrs war der Rahmen oben und unten quasi randvoll mit Harz, das sich wie Schlagsahne verhalten hat. Das überschüssige Harz landete im Steuerrohr und konnte mit einem Lappen wieder weggewischt werden. Mit der Methode wird der Rahmen etwas schwerer, aber man muss nicht von außen von allen Seiten Rovings bzw. Gewebe auflegen und das Steuerrohr kann so kurz sein wie der Rahmen hoch ist.
 
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@uage wie gut ging denn das Gewebe um den Radius des Hauptrahmens? Könntest du da aufwickeln?
 
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Was auch geht, leicht ist, und wenig Arbeit macht: Vorbereiten mit Wischfüller, Lackieren in der gewünschten Grundfarbe, noch auf dem frischen Lack Sprenkeln in dazu passendem dunkleren und/oder hellerem Farbton (evtl. einfach Grundfarbe abgedunkelt oder aufgehellt).
Das Sprenkeln geht besonders mit billigen Lackierpistolen sehr einfach, indem man den Luftdruck runterdreht, bis es nur noch sprotzt. Durch die Sprenkel fallen Imperfektionen nicht mehr so stark auf und man spart Spachtel, Arbeit und Gewicht.
Matte Lacke sind schwieriger zu verarbeiten, wenn es gleichmäßig aussehen soll.
 
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@uage wie gut ging denn das Gewebe um den Radius des Hauptrahmens? Könntest du da aufwickeln?
Gewickelt wurde eigentlich nur das Abreißgewebe. Das Gewebe hat gerade so gereicht für folgende Zuschnitte:
1. Trittbrett von oben und unten jeweils mit etwas Überlappung nach oben/unten um die Kante sowie nach vorn zum "Hals" und nach hinten zum Hinterbau
2. 2x Hals von beiden Seiten mit etwas Überlappung der Mittellinie
3. 2xHinterbau
Die kritischen Stellen sind alle mit UD-Gelege verstärkt.Das Verlegen ging ganz gut. Schwierig ist die Spitze am Trittbrett um die Ecke und der Übergang vom Trittbrett zum Hals. Aber die Fläche ist insgesamt so groß, dass das halten sollte. Der Hinterbau war anstrengend, weil das Gewebe immer wieder verrutscht ist. Am Steuerrohr hatte ich gleich zu Beginn einige runde Stücke in verschiedenen Größen ausgeschnitten. Je kleiner die Zuschnitte, desto leichter lassen sie sich verlegen.
Laminieren und Zuschneiden find ich irgendwie immer schwierig und man muss wirklich versuchen, positiv zu denken, weil nicht alles gelingt. Schleifen strengt auch an, ist aber irgendwie nicht so stressig. Noch ein Hinweis, der auf keinen Fall schadet: Die wichtigste Anschaffung bei vielen Arbeiten mit diesem Zeug ist meiner Meinung nach eine ordentliche (Halb-) Maske.
 
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Autolack klingt direkt hochglänzend. Und damit betont man noch die ganzen Unebenheiten.
Auch wenn es nicht glänzt siehst du nach der Grundierung/Füllern schon die Fehlstellen recht deutlich.
Diese könnte man dann nochmal spachteln, schleifen und nachgrundieren.

Kommt aber auch drauf an wieviel Arbeit man sich machen möchte und wie gut das Ergebnis aussehen soll.
Vor allem bringt Spachteln und Nacharbeiten wieder Gewicht. Da gilt es ja auch einen Kompromiss zu finden.

Ich habe jetzt auch nicht die Erfahrung mit Yachtlack, aber ich gehe davon aus, das man mit dem Pinsel mehr aufträgt als mit einer Sprühdose.
Zudem dürfte es mit Dose gleichmäßiger werden.
 
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Noch mal eine lage epoxid druber, fullt schon viele kleine poren und unebenheiten. Hier blieb noch kein kinderrad lange ohne kratzer. Matt oder hochglanz macht oft die letzte schicht klarlack.

Grusse, Jeroen
 
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Danke für die Tips! Die Idee mit dem Sprenkeln klingt interessant, das wäre mir einen Versuch wert. Was ist der Vorteil von Wischfüller (Link) gegenüber einer weiteren Lage Epoxy, die man nochmal anschleift? Und wenn man mit Wischfüller arbeitet, womit sollte man dann grundieren, wenn 2KI-Autolack drauf soll?
Einen Kompressor habe ich nicht hier vor Ort. Wenn ich es trotzdem hier machen möchte, bleibt nur die Sprühdose (sind die 2K-Dosen brauchbar?) oder der Pinsel. Wie könnte man das Sprenkeln hinbekommen ohne einen Kompressor? Mit einer Bürste die Farbe draufspritzen?

Viele Grüße
Uwe
 
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