Canyon "concept car"

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dann nehme ich mal an das wir das erst reparieren müssen bevor wir weitere Wärme dazutun (Wärme durch Nutzung von geschenkter Energie). Bis dahin vergrößert der Fusionreaktor das Problem, oder?
Mit Energie/Strom kannst Du CO2 binden bzw. synthetischen Kraftstoff erzeugen. Dann könnten die Verbrennungsmotoren auch erstmal weiterfahren. Aber das ist momentan eh nur Theorie. Wollte damit nur ausdrücken, dass es eigentlich schon zu spät ist.
 
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Und überhaupt...
...ist es schade wie so ein Faden von Canyons Concept Car zu Grünen-Bashing abrutscht.

Fakt ist doch, das wir uns den heutigen Verkehr eigentlich nicht mehr leisten dürfen wenn wir das Schlimmste verhindern wollen. Ob sich auch ein paar Grüne daneben benehmen ist dafür völlig egal.

Aber selbst die EU-Commission beabsichtigt in ihrer aktuellen „Roadmap on Sustainable and Smart Mobility Strategy“ das gerade gesetzte Klimaziel für den Verkehr in den eigenen Planungen zu verfehlen.
Das bekommt die Autoindustrie natürlich mit (schließlich arbeiten ihre Lobbyisten ja auch daran) und freut sich...

Das Feedback der Stadt Amsterdam zu der Roadmap sagt eigentlich alles zu diem traurigen Geschehen:
 
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Mit Energie/Strom kannst Du CO2 binden bzw. synthetischen Kraftstoff erzeugen. Dann könnten die Verbrennungsmotoren auch erstmal weiterfahren.
und das frisch gebundene CO2 grad mal wieder in die Atmosphäre jagen. Also ein Nullsummenspiel. Aber trotzdem natürlich eine sinnvolle Nutzung von Überschussenergie aus Sonne und Wind.
 

JKL

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dann nehme ich mal an das wir das erst reparieren müssen bevor wir weitere Wärme dazutun (Wärme durch Nutzung von geschenkter Energie). Bis dahin vergrößert der Fusionreaktor das Problem, oder?
Nein, wenn du bedenkst, dass die Sonne ~1.000W Energie pro m² auf die Tagseite der Erde strahlt ... soviel kann der Mensch gar nicht verbrennen.

1.000W pro m² sind 1.000.000W (1MW) pro km² und die Erde hat (nach Googel) 510.100.000 km² Oberfläche.
Davon ist die Hälfte im Schatten und ca 1/2 der Tagseite steht in einem ungünstigen Winkel zur Sonne.
Bleibt also noch ca 1/4 der Oberfläche die 1MW pro km² abbekommen.

Das sind dann ~125.000.000MW Energie die jeden Moment auf der Erde ankommen.
Nein, unser heizen ist nicht das Problem, unser Problem ist, dass die Wärme, durch zuviel CO2 und Methan in der Luft, nur noch schlecht in Weltraum abstrahlen kann.

Im Extremen kann man das auf der Venus sehen.
Hauptbestandteile Kohlenstoffdioxid: 96,5 % Stickstoff: 3,5 % Schwefeldioxid: 0,015 %
Temperatur im Mittel: 464 °C


Gruß Jörg
 
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Dann ist die Verkehrwende schon jetzt gescheitert.
Ein E-Fz ist nun mal kein Verbrenner.

Bei einem Verbrenner ist die Größe des Tanks egal.
Ein Dragster hat 4000PS und einen 5 Galonentank ... passt ohne Probleme (für 400 Meter).
Für ein E-Fz wären das ~2900kW die mit einem ~16kW/h (~20 Liter Benzin) Akku betrieben werden ... bei 18600er Zellen wären das ~50A pro Zelle.
Dieser Strom wird selbst eine gute Hochstrom-Zelle dauerhaft beschädigen oder sofort zerstören.
Das geht einfach nicht.
...
Naja der Dragstermotor ist nach 400m doch auch zur Hälfte kaputt. Ansonsten hat jemand auch schon eine Art Slotcardragster gebaut.
...äh...ok...
Also ja Umdenken ist notwendig. So vielleicht weg von Placebos.
("Wir nehmen 150 Leute von Lesbos! Ja 150 nicht nur 15 - Wir lösen die Flüchtlingsproblematik! Huh! Wir sind der MAN - äh sorry politisch unkorrekt - Wir sind die WOMAN! Wonderwomerkel!! Pratchett!!!!...Oh sorry ich wurde fortgetragen")
 

JKL

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Mit Energie/Strom kannst Du CO2 binden bzw. synthetischen Kraftstoff erzeugen. Dann könnten die Verbrennungsmotoren auch erstmal weiterfahren.
Bitte nicht ....
Das ist auch nur eine weitere Nebelkerze der Automobilindustrie.

Überleg dir welchen Wirkungsgrad das Erzeugen von synthetischen Kraftstoff hat (finde ich grade nicht) und dann kippt man das in den Tank einer Maschine, die bestenfalls einen Wirkungsgrad von 30% hat.
Das sind vermutlich 85-90% Verluste und die nur, weil man in D zu blöd war auf E-Fz zu setzen!
Das ist Wahnsinn.

Ein E-Fz bringt immerhin ~75% der getankten Energie auf die Straße und die muss nicht erst durch den Einsatz von weiterer Energie erzeugt werden.


Gruß Jörg
 
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...ist es schade wie so ein Faden von Canyons Concept Car zu Grünen-Bashing abrutscht.
Das ist Deine Interpretation, war aber von mir nicht so gemeint. Es ging mir eher darum, dass man sich nicht zuviel Gedanken, um irgendwelche Rebound-Effekte machen sollte. Die Leute drehen sich ihre Argumente eh so hin wie es gerade am besten zu ihrem Weltbild / Lebensstil passt (selbst wenn es genaugenommen ihren Idealen widersprechen würde), Logik und Vernunft spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Uns mit eingeschlossen. Also verbietet man vernünftigerweise die Glühbirne, weil sich sonst nie was ändert. Inzwischen haben viele eh vergessen was der Unterschied zwischen einer Glühbirne und einem Filament-LED Leuchtmittel ist.
 
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Logik und Vernunft spielt da nur eine untergeordnete Rolle.
Recht hast Du. Erhaltung der Lebensgrundlagen? Nee, lieber der Gewinne!
Plug-in-Hybride helfen im übrigen effektiv auch nicht. Wer lädt denn seinen Plug-in-Hybrid?
Ohne Worte:
Daimler erwartet, dass bis 2030 die Hälfte der Pkw-Verkäufe mindestens auf Plug-in-Hybride und rein elektrische Fahrzeuge entfallen.
„die Kunden müssen angeregt werden, den Plug-in-Hybrid so zu nutzen, wie er gedacht ist“ - Aha. Das die Kunden das Plug-in-Hybrid-Konzept aktuell nicht nutzen wird also von den Herstellern vorausgesetzt.
Da macht es ja für den Klimaschutz kaum Sinn, mehr davon zu verkaufen.
Soviel zur deutschen Automobilindustrie...
...da versteht man, das es einen staatlichen Rahmen braucht, wenn wir die Pariser Klimaziele einhalten wollen.

In Frankreich wächst dank eines staatlichen Konjunkturpakets, dass in erster Linie auf Elektroautos abzielt, der Anteil der elektrischen Kleinwagen gerade stark an.
Die deutschen Hersteller setzen demgegenüber vorwiegend auf Verbrenner-SUV mit Feigenblatt-Elektromotörchen.

Ich finde es wichtig, Öffentlichkeit für Konzepte wie das von Canyon zu machen.
 
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@Kulle : Die Pariser Klimaziele, also die 1,5°C Grenze ist in ca. 5 Jahren überschritten. Da zu meinen das man bis 2030, also in 10 Jahren, noch nicht mal die Hälfte der Flotte auf E oder gar nur Hybrid um gestellt hat, ist halt witzlos. Ich tippe auf 4°C bis 2050 und 6°C bis 2100. Also wird wohl meine Generation die letzte sein, die im "Paradies" lebte (was es aktuell ja ist, wenn man es mit der restlichen Menschheitsgeschichte vergleicht)
 
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In Frankreich wächst dank eines staatlichen Konjunkturpakets, dass in erster Linie auf Elektroautos abzielt, der Anteil der elektrischen Kleinwagen gerade stark an.
Die deutschen Hersteller setzen demgegenüber vorwiegend auf Verbrenner-SUV mit Feigenblatt-Elektromotörchen.
I can confirm that, they are all over the place and people seem to manage long distance drives to get to my holiday resort home town too. Other than the Zoe there are lots of Korean cars and quite a few locals now own Teslas, I think the German manufacturers might have underestimated the opportunity. Imagine, we are still waiting on an electric VW!!!
 
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Citroen AMI lässt gleich die Pedalen weg und kommt mit 45 km/h Mini-Auto auf den Markt, dass sogar 14 Jährige ohne Lappen fahren dürfen, bald auch außerhalb von Frankreich ...
 
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Mit diesen Kleinstfahrzeugen ließen sich z.B. die Kapazitäten der P&R Platze rund um die größeren Städte mal eben verdoppeln und das ein Pendler von z.b. B-heim nach Köln-Weiden mit so einem Teil einen erheblichen Zeitverlust "erleiden" würde, würde ich mal mit Fantomschmerz vergleichen. So und da simmer wieder bei den mind-gap's......:coffee:
 

JKL

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das ein Pendler von z.b. B-heim nach Köln-Weiden mit so einem Teil einen erheblichen Zeitverlust "erleiden" würde, würde ich mal mit Fantomschmerz vergleichen.
(y)
Beispiel: Di 16:00 Rückfahrt vom TÜV in Köln-Poll nach Hennef.

PKW: A59 , A560, 35km, Fahrzeit: 65 Minunten.
45er VM: B8, 34km Fahrzeit: 70 Minuten.

Dabei habe ich durch meine Dummheit (nach dem Gespräch mit dem Tüv, war mein Kopf leer), um diese Uhrzeit, in Köln über die B8 zu fahren (besser: zu stehen), gut 20 Minuten verloren.
Auf meinen Schleichwegen hätte ich den Berufsverkehr zu 90% umfahren können und hätte (hätte Fahrradkette) dem Auto sogar 15 Minuten abgenommen.


Gruß Jörg
 
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