Brevet Berichte 2026

400er Ara-Emsland, "Mondschein auf dem Möhnesee"2

... (um ein paar Stunden später fast wieder dran vorbeizufahren :X3: )
Die Nachttemperatur fiel nicht unter 25°, und nach der ersten Kontrolle nach 135km fanden sich sieben eilige Starter, die aus Sorge vor den hohen Temperaturen am Nachmittag die Rastenden verließen.
Bis dahin - hatte ich so noch nicht erlebt - sind wir mit 35 Leuten zusammen gefahren, incl Bio-Stopp in <5' !
So ging es mit 28(/) weiter durch die Nacht in den erwachenden Morgen. Langsam sah man mehr als Hinterräder, Schutzbleche und Rotlicht, und am Fuße der sauerländischen Berge scheuchten wir eine große Wildschweinrotte und einen Sprung Rehe auf, die auf einem Wiesenhang mit uns um die Wette rannten - WOW.
Vorher flog eine große Eule im Armabstand vor den ersten her und schnappte sich ein Insekt aus den Lichtkegeln? Crazy...

ich bin schon wieder so müde, ich schreibe gleich weiter...
Gruß Krischan
 
nein, ich habe keine 9h geschlafen :LOL:
Wir waren gerade im Theater Osnabrück und haben Carmina Burana gehört und gesehen, spektakulär, schrecklich und tief beeindruckend.
Mein Kreislauf läuft von dreieckig bis achteckig schon fast wieder rund, Muskeln, Knie und Gelenke sind völlig schmerzfrei, das war gestern nach Ankunft seeehr anders...
Fahren in der Hitze war schon krass, einmal hatte ich 42° auf dem Tacho, auf jeden Fall zuviel. Also alle 45km anhalten, beim zweiten Stopp wohl im letzten Moment, beim Absteigen war mir so duselig, dass jemand einen Rettungswagen rufen wollte. Als uch verneinte, wollte sie eine Flasche Wasser über mir leeren - NEIN!!
Trotzdem Danke für die Fürsorge. Nach 10 Minuten Arme, Beine und Kopf beträufeln kam ich auf die zündende Idee und fragte im Backshop beim K+K in Bevergern nach einem Löffel Salz - das half (y)
Dann kamen die letzten 45km und da ich so langsam fuhr, holten mich endlich 4 der mit mir gloreichen Sieben ein und wir fuhren das heiße Ende gemeinsam.
Was war das für eine Freude und Erleichterung, seine Gefährt*innen für eine Nacht und einen Tag wiederzuhaben :LOVE:
Einer fuhr sich "komplett" leer, was beim Aldi in Lohne, 300m vorm Ziel fast zu einem Kreislaufzusammenbruch führte. Eine halbe Stunde später wirkten Cola, Magnesium, sehr freundliche Helfende und die Klimaanlage des Supermarkts, und der gute Randonneur war wieder fahrtauglich. Uff.
Burning Roads abzusagen war sicher kein Fehler, das ist ja ein Rennen auf Zeit. Son Brevet mit 27(/) ist doch logger abgeradelt ;)
Hamwa ma Sott und Schwein gehabt, dass nix weiter passiert ist.
Der krönende Abschluss war die Dusche in der Sporthalle, die für uns geöffnet war. Boah, wie klasse. Kaltes Wasser, ein Traum.
Dann tauschten wir noch ein paar Nummern, verabredeten uns für den 600er in zwei Wochen (der Frust war schon weg) und es ging müde, kaputt und höchstzufrieden nach Hause.
417km von 21-15h, (/)26,6.
Gruß Krischan
Bilder gibts leider von mir nicht, ich hab sogar ein Kontrollbild vergessen :X3:
 
1000er Weserbergland (Engernlandbrevet)

Da nächstes Jahr PBP für mich eine ernsthafte Option ist, stand dieses Jahr ein 1000er als Generalprobe auf dem Plan und die Runde vom ARA Weserbergland schien gut machbar.

Los ging es Großwieden früh um 6 und dann kurz über die Hügel und die Weser entlang. Da wir nur 10-15 Frühstarter waren ging es ohne Gruppenphase gleich solo los.



Mit einer Fährüberfahrt rollte es gut nach Bremerhaven, auch wenn sich das Wetter immer weiter verschlechterte und ab Bremen viel Regen dabei war. Dort gab es neben viel Regen und einer kraftraubenden Stadtdurchfahrt auch ein kurzes Treffen mit anderen Mitfahrern an der Tankstelle.
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Ab Cuxhaven (1. Kontrolle), das ich zufällig bei Flut erreichte und so mal kurz die Füße ins Meer halten konnte, ging es dann wunderschön an der Nordsee entlang.
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In Wischhafen an der Fähre hatte ich ein bisschen Pech. Ich hatte mich noch schnell im Netto für die Nacht versorgt und so die Fähre verpasst. Also Abendessen im Imbiss und dann mit zwei anderen Randonneuren warten. Auf der Fähre konnten wir uns sch 30 min aufwärmen und trocknen. Insgesamt waren aber über 1,5h weg für 7km.
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Am anderen Ufer ging es noch ein bisschen in die Nacht vor dem Schlafen. Ich suchte mir ein Bushäuschen mit viel zu schmaler Bank aber trocken. Dort merkte ich: Ladekabel defekt und SIM-KARTE blockiert, weil beim Code eingeben was schief ging. Ich dachte ernsthaft an Abbruch und saß das Mistewetter etwas aus. Aber mit einer Büroklammer, einem W-Lan und einem neuen Kabel, alles von der Tanke, war ich wieder im Rennen. 5-6h weg...

Mit regelmäßigen Regenschauern ging es zur Ostsee nach Eckernförde. Auch hier kurz an den Strand, mit den Füßen ins Meer und dann weiter. Bis nach Schleswig zur zweiten Kontrolle ging es unspektakulär weiter.
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Bevor Travemünde zur 3. Kontrolle mit Fähre anstand, lagen noch eine furchtbare Stadtdurchfahrt in Kiel (ich hasse autogerechte Städte mit ihren Kleeblättern etc.) und die Wellen der holst. Schweiz vor uns.

Von der Ostsee ging's dann in Geesthacht über die Elbe und zur Lüneburger Heide. Kurz vor Munster suchte ich mir ein gemütliches Bushäuschen für 2-3h Schlaf. Leider bekam ich durch die Dunkelheit wenig von der Heide zu sehen und erreichte nach dem Frühstück die vierte Kontrolle in Hannover. Schönstes Erlebnis: Nach dem ich unfreiwillig Zeuge eines illegalen Autorennens wurde und mich nachtfertig (Licht, Weste,...) mache, hält plötzlich ein Geländewagen direkt vor mir und ich bereite mich auf Stress vor. Aber die Fahrer steigen aus, fragen ob ich den 1000er fahre, bieten mir Versorgung an (als Meck.-Pomm. erprobter Fahrer, hatte ich nat. alle Taschen und Flaschen vor der Nacht voll )

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IMG_20260705_230818.jpgVon dort ging's dann in die Berge des Weserberglands inkl. Kontrolle am Wendepunkt in Hann. Münden. 5x 250-300hm plus viel Vor- und Nachgeplänkel (die letzten beiden waren völlig unnötig) auf den letzten 200 km aber aber wunderschöne Strecken am Fluss und schöne Orte. Am schlimmsten waren die Serpentinen des letztens Anstiegs in der Dämmerung hoch und im Dunkeln wieder runter, fast so langsam wie hoch. Dabei traf ich immer wieder einen versprengten Velomobilisten der Abendstartgruppe, der es wohl leider nicht im Zeitlimit geschafft hat, weil er am Ende hinter mir war, und gelegentlich Leute aus meiner Startgruppe.

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Die Berge, 2000 km Brevets in 4 Wochen mit 2x Regen und Sand forderten ihren Tribut. Die Bremsbeläge waren runter, also tauschte ich sie kurz vor dem Wendelunkt gegen die Reserve zumindest vorne.

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Gegen halb zwei kam ich dann am Ziel an. Inzwischen hatte sich das zweite Ladekabel verabschiedet und ich beendete den Brevet mit 6.5h aufs Limit mit dem letzten Prozent des Akkus.
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Danach ging es noch ins Hotel (gar nicht so leicht zu finden in einer fremden Gegend im Dunkeln, ohne Handy und nur mit einem Garmin Etrex32x, dessen Track schon zig mal überschrieben wurde, duschen, ein paar Stunden Schlaf und dann früh mit Zug in Richtung Heimat.



Fazit:

Eine echt coole Herausforderung und ein Erlebnis.

Die Idee der Strecke ist richtig genial.

Die Ausführung fühlte sich manchmal etwas nach Preride an, weil die Navigation echt anstrengend war... (Radweg oder Straße und welcher führt jetzt für mich ans Ziel und nicht auf die falsche Seite...)

Ob man unbedingt aus Prinzip unnötige Höhenmeter einbauen, weiß ich nicht, ich bin da immer skeptisch. Gerade die letzten Serpentinen waren auch echt gefährlich im Dunkeln.

Das Wetter war natürlich eine Herausforderung, aber besser als die Hitzeschlacht an der Ems in der Vorwoche.



viele Grüße



Christoph
 
BRM 600 "An der Leine II" oder es zogen vier Burschen wohl über den Rhein

Auf Anregung von @Faltradritter haben wir uns mit @Jupp und @jostein zu viert zum Brevet von ARA Westfalen angemeldet und uns vorgenommen, die Runde gemeinsam unter die Räder zu nehmen.

Am Freitag sind wir vom Rhein losgezogen und haben das Ruhrgebiet mit dem ortskundigen Thomas auf einer Reihe von Trassen durchquert: Nordbahntrasse, Kohlenbahntrasse, Springorumradweg, nach Bochum dann die Erzbahntrasse führten uns zügig und recht verkehrsarm ans erste Ziel in Haltern am See.

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Im Hotel war erst einmal eine gerissene Speiche bei Jupp auszubessern. Da sich in unseren Vorräten keine passende fand, nutzten wir ein flexibles Tool von Hajo. Bild folgt später, wenn über die zweite gerissene Speiche zu berichten ist.

Am Samstag früh ging es dann kurz vor neun nach ausführlichem Plausch mit anderen Randonneuren und den Veranstaltern los.

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Allerdings nur ca. 10 Km weit, dann löste sich meine Kurbel. Die Mit-Randonneure kommentierten mein Kurbel-Setup nur mit der Frage: aus Rumänien? Die Kurbel war schnell wieder fest und nun rollte es zügig durchs Münsterland, die ersten 150 Km weitgehend flach und mit Rückenwind. Bei der ersten Kontrolle in Wiedenbrück konnten wir die Vorräte für den Rest des Tages auffüllen.

Nach Paderborn begannen dann bei Neuenbeken die Hügel des Eggegebirges und wir kreuzten das @Fritz -Gebiet über Holzminden und Northeim. Hier gab es bekannte Anblicke der Alten Hexe, u. a. Köterberg und Solling.

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Bis dahin hatten wir nun einige Hügel in den Beinen und stellten uns jetzt eine flache Fahrt entlang der Leine vor. Dem war allerdings nicht so und der Abend zog sich, unter anderem, weil noch einmal eine Speiche bei Jupp riss, die wir dieses Mal mit afrikanischen Methode flickten:

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Als wir kurz vor Mitternacht am Nachtschalter von Aral in Hameln noch einmal ein Kaltgetränk holten und dann im Hotel waren, war ich froh über eine Dusche, ein Bett für ein paar Stunden und ein ausgedehntes Frühstück.

Morgens ging es dann frisch weiter über die Hügel nach Bad Salzuflen, Bad Oeynhausen, Lübbecke und durch den Teutoburger Wald nach Lengerich, die leichten Regenschauer zwischendurch fanden wir erfrischend.

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In Lengerich spürten wir nach den Strapazen Ermüdungserscheinungen und waren froh, dass nun einige flache Km durchs Münsterland bevorstanden, auf denen wir wieder Velomobil-Reisegeschwindigkeit erreichten. Durch die Rieselfelder und die Baumberge war es zuletzt immer noch abwechslungsreich.

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Es war ein gut ausgearbeitetes, sehr schönes, auch velomobilgeeignetes Brevet mit durchweg netten Kontakten. Gemeinsam mit anderen zu fahren erhöht die Freude und ich denke gerne an die schönen Landschaften und fröhlichen, erlebnisreichen Tage zurück. Es war ein Fest.
 
Auch ich war letztes Wochenende bei diesem 600er Brevet von Ara Westfalen mit dabei. Neben den vier VM-Fahrern von denen @e.fi grad schon berichtet hat, war ich wohl der einzige andere Liegende, wie immer auf meinem Cruzbike V20 (was nun mit der neuen Sitzverstellung beim Fahren in ein V40 verwandelt werden kann, wenn es bergauf geht, was bei dieser Tour sehr oft vor kam, da wir insgesamt knapp 5000 Höhenmeter zu bewältigen hatten).
Am Start traf ich auch noch @norfiets, der diesmal allerdings weder im VM noch auf seinem Cruzbike unterwegs war, sondern das Rennrad (bzw. Gravelbike?) ausgewählt hatte.

Leider hatte ich diesmal terminlich eine etwas ungünstige Startvoraussetzung, weil ich erst vor zwei Tagen aus den USA zurückgekommen bin, und in der Nacht von Freitag auf Samstag wegen Jetlag und vor Aufregung kaum schlafen konnte, und so schon am Start des Brevets relativ müde und erschöpft war. Aber ich hatte mich schon lange darauf gefreut, und hatte meinen Rückflug deshalb auch extra so gelegt, dass das noch klappt, deshalb musste es halt so irgendwie gehen.
Das hiess für mich diesmal sehr viele Pausen machen, und entsprechend langsam fahren. Die vielen Höhenmeter haben dann aber doch ganz schön auf die effektive Durchschnittsgeschwindigkeit gedrückt. Ansonsten bin ich nun allerdings offenbar schon ein erfahrener Randonneur, und weiss ganz gut, wie ich mir so eine Strecke einteilen kann, und mir Anstrengung, Ernährung, Erholung, und Spass einteile, um so die Strecke zu schaffen und zu geniessen.

Die Strecke an sich war sehr schön zu fahren und hat viel Spaß gemacht. Das hügelige Terrain durch Felder und Wälder bietet nur wenige Aussichtspunkte die sich gut auf dem Foto festhalten lassen, aber unterwegs war es durchweg schön und meist auch irgendwie draussen in der Natur.
Bei den 600er Brevets versuche ich meist, in der Nacht ein paar Stunden irgendwo im Wald zu schlafen. Das hat diesmal nur so halb geklappt, weil die Stelle die ich mir ausgesucht hatte nicht besonders eben war, und weil ich trotz ausreichender Erschöpfung wegen Jetlag und evtl. zu viel Koffein nicht wirklich schlafen konnte, aber immerhin konnte ich mich drei Stunden lang ausruhen und ein bisschen dösen. Am Sonntagnachmittag gab es dann auch nochmal einen Powernap für 30 Minuten.
Damit konnte ich mir die Zeit so einteilen, dass ich das Zeitlimit von 40 Stunden noch gut einhalten würde, und kam nach ca. 39 Stunden gegen 23:30 ans Ziel. In der letzten Stunde war es schon wieder dunkel, und ich bekam zum ersten Mal beim Fahren Halluzinationen. Mehrfach glaubte ich, Personen am Strassenrand zu sehen, die sich dann als Verkehrsschilder, Bäume oder Heuballen herausstellten. Mit starkem Jetlag und Schlafmangel einen langen Brevet zu fahren ist wohl doch nicht ganz ohne, und nächstes Mal versuche ich, wieder besser ausgeschlafen am Start anzutreten.

Insgesamt war es eine tolle Tour, und damit ein schöner Abschluss der diesjährigen Brevet Serie von Ara Westfalen.


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Auf Anregung von @Faltradritter haben wir uns mit @Jupp und @jostein zu viert zum Brevet von ARA Westfalen angemeldet und uns vorgenommen, die Runde gemeinsam unter die Räder zu nehmen.

Ich kann Eberhards Beschreibung nur zustimmen; es war landschaftlich ein Genuss — eine Wiederbegegnung mit Bildern und Gerüchen meiner Vergangenheit, da es durch die Heimat meiner Kindheit und Jugend ging.
Für mich was es allerdings kein reines Vergnügen, da ich am zweiten Tag nach einem ordentlichen Frühstück nicht mehr richtig essen konnte — mein Magen sträubte sich. Ging mir bei PBP ähnlich, aber bisher noch nicht bei einem 600er. (Zurückblickend muss ich zugeben, dass wir weder Samstag noch Sonntag ein Mittag- oder Abendessen nach üblichen Maßstäben hatten …)
Habe entsprechend an Kraft eingebüßt und die anderen ganz schön aufgehalten. Aber wir sind zusammen geblieben, für mich ein mindestens so schönes Erlebnis wie die Landschaften und Erinnerungen. Solche Brevets gemeinsam zu fahren, ist ein besonderes Geschenk.

Die Viererbande, u.a. auch Teil der Mittwochsgang, bei der Durchfahrt der Stadt, in der ich aufgewachsen bin:

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Ha, mein erster Ara 600er, meine erste Serie, meine erste eBrevet-Karte und ich bin sehr happy.
Ich bin die Serie nach ~10Jahre DIY-Brevets gefahren, um zu kucken, ob ich das Gruppenfahren aushalte und ob es mir sogar gefällt. Ja und ja.
Dann kann ich nächstes Jahr die zweite Serie fahren und mit meinem Arbeitgeber verhandeln, wie und ob Rambouillet möglich ist...
Zum Brevet: Herrlicher Start bei diesigem Wetter, bis um 12 keine Sonne, nur angenehme 23-25°C.
Viel zu quasseln in den Niederlanden, soo viel zu kucken gibts ja eh nicht...
Dann schlägt der Burner aber doch durch, so dass die Sonnecreme fast verdampft, bei 31°. Besser als 42 letzte Woche, die Antwort auf alle Fragen und überhaupt.
Dirk fährt wie der Teufel voran, immer 30+, es sei denn, jemand fällt ein bisschen ab, sofort etwas langsamer und aufschließen lassen, ein echter Teamkamerad! Danke! Leider geht es ihm abends so schlecht, dass er abbrechen muss.
Sechs Frauen bei 56 Anmeldungen, viele mit Karte, deshalb online erst 31 Finisher.
Eine fuhr ihren ersten 600er, nachdem sie erst dieses Jahr mit dem Radfahren angefangen hat (!)
Ich hatte irgendwo aufgeschnappt, dass man in Lohne übernachten könnte, aber leider nicht in der Turnhalle, sondern im Auto/Camper/WoMo. Also bin ich nach Hause, die Kontrolle war nur 16km vom Wohnort. Nach 373km im eigenen Bett schlafen, von 0:30-7:00h, ganz wunderbar.
Nächstes Mal nehme ich mir Auto, Wohnwagen oder Zelt mit, müde genug war ich um halb zehn gewesen und fürs Hotel bin ich zu kniepig...
Dann gestern der Höhenmeterhammer. Boah, Alter, wenn Folter, dann richtig. Sind die Lohner den verrückt? Nach 400km ist man ja doch schon etwas angestrengt und dann gehts nur noch rauf und runter rund um Melle, Herford und Tecklenburg. Da musste man dann auch absteigen, mit der Grille und 39*32 war da nix zu wollen.
Ich war so sauer, dass ich nur aus Trotz weitergefahren bin, grrr.
Danach lief es dann Bombe, für den Heimweg hatte ich mein Privattaxi anfordern dürfen, Dirk hatte mich auf dem Hinweg aufgesammelt und war schon zu Hause.
Dass mich die beste aller Ehefrauen am Ziel erwartete, verlieh meinen Oberschenkeln Max und Moritz (oder Mad and Max?) Flügel und ich sauste zwischendurch mit 34km/h über den Asphalt, yeah.
Im Ziel dann Glückwünsche und die Seeligkeit der anderen späten Finisher, ein Traum.
Am besten hat mir am zweiten Tag das immer wieder sich Begegnen gefallen, man merkt, dass man nicht alleine fährt und die Sinnfrage springt einem nicht ständig ins Gehirn...
Ich werde es wohl wieder machen :)
Gruß Krischan
 
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echt, stellst du dir die? Stellen die sich andere auch?
Wenn ich mich für ein Brevet anmelde, stelle ich die Sinnfrage nicht mehr. Ich fahre und komme irgendwann an. Dazwischen gibt es Höhen und Tiefen. Aber keine Tiefe könnte mich vom Weiterfahren abhalten. Wenn ich an körperliche Grenzen komme (Schmerzen, Verletzung etc.), würde ich natürlich reagieren. Aber vor dieser Grenze mach ich mir überhaupt keine Gedanken darum. Auch das Thema aufgeben, umkehren, abbrechen existiert quasi nicht. Ist aber eigentlich OT, man müsste das woanders diskutieren.
 
stellst du dir die
schon, ich bin vorher immer irgendwo hingefahren, um jemanden zu treffen, irgendwas zu holen oder irgendwas zu bringen.
Mit dem Auto 100km nach Boekelo, um dann 5 Std später an der Haustür vorbeizuradeln, um nach 300km die 100 zurückzufahren fand ich so falsch, dass ich es gelassen hab.
Auftragslos von A nach A ist schon sinnlos... Macht in der Gruppe und bei gemeinsamer Anreise aber als Radtour einfach gute Laune.
Gruß Krischan
 
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