Brevet Brevet Berichte 2023, PBP-Qualifikationen

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BRM 200 ZEELAND "luctor et emergo"
War gestern im November mein erstes Brevet in der neuen Saison und der erste gültige Qualifier für Paris.
Gestern "alles" gepackt, Futter und Trinkblase ins Rad im Auto, ist ja kühl draußen.
Das Wahoo kennt alle Tracks- noch mal ans Ladegerät für die letzten 12%.
Heute um 5;00 "wach", Kaffee gemacht und los. Nach ner Stunde an das Wahoo gedacht. Zum Umdrehen definitiv zu spät.
Hmm.Osmand mit Tracks ist auf dem Handy, Hand Held ist Sch..., aber vielleicht kann ich mich ja an jemanden dranhängen.
Danke Paul Verheijen , das hat perfekt geklappt so!
Luctor war eine lateinische Form, die meine Liebste zu grammatikalisch Begeisterungsstürmen verführt. Emergo als (wieder) auftauchen mach Sinn, wenn man die Inseln, Sandhaufen und Dünen gesehen hat, die hier von vielen km langen Deichen verbunden wurden- und an den Hinweistafeln vorbeikommt, wo wann ganze Dörfer in den Fluten verschwunden sind.
Die erste Hälfte muss ich mich sputen, um an Paul dranbleiben und habe aus der vordersten Rennradgruppe über zig km einen Schatten im Spiegel. Von hinten war sein Trikot leuchtend rot und weiß, aber in der Aeroposition sieht man davon nix, nur die schwarzen Arme und Handschuhe, und auch der Helm war dunkel. Später wurde der Mann sehr redselig -und sei vor 20Jahren mal time Trial Champion der Amateure gewesen. Hat immer noch sehr gute Beine, Chapeau! Nach der zweiten Kontrolle in Middelburg hängte uns dann der junge drahtige Bursche im oranjen df ab, mühte sich kurz danach aber mit einem Platten am Vorderrad-mit nur einem funktionsfähigen Arm. Das Reservevorderrad lag schon bereit, aber als wir Hilfe anboten den Schlauch zu wechseln wurde das gern angenommen. Der CCS war aber stramm drauf! Ein Reifenheber musste dran glauben. Beim Absuchen sahen die beiden nichts im Reifen stecken und zückten schon den Reserveschlauch. Da hab ich lieber noch einmal gründlich geschaut und doch noch einen schmalen Splitter (Muschelschale???) herausgeprokelt. Besser is das! Auf der zweiten Hälfte waren weniger Schranken und Verschränkungen, so dass es auf langen Stücken gut lief. Auch die Klinker- und Kopfsteinpflasterpassagen wurden jetzt weniger. Dafür waren meine Beine jetzt besser, als die von Paul, das wurde besonders an den "Anstiegen" deutlich (meistens, wenn ein Deich überquert werden sollte, durchschnittliche Höhe der Tour: -2m unter NN, max +9m min -15m!)
Nach genau 7h brutto waren wir wieder drin.
Bei 2-4° mein erstes Brevet mit Schaumdeckel, darunter wars warm genug und meine Merinomütze auch nicht wirklich zu kalt im Wind. Bei den kurzen Fotostops an den Kontrollpunkten und bei der Reparaturpause wurde dann ziemlich kühl.

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BRM 200 BOEKELO, 28.12.2022 "Tecklenburg"
Hatte im Herbst schon mit dem 600er von Gert Beumer geliebäugelt, da war dann Einiges dazwischen gekommen. Aber Boekelo war im Kopf und als @Sturmvogel auf dem KahlenAsten von dem 200er zwischen den Tagen nur Gutes berichtete, war's quasi gebongt und die OBT musste für mich heuer ausfallen. Zu Hause rechnet eh keiner damit, dass ich nach 3 Weihnachtstagen noch zu Hause hocken kann;).

Also am 27. bei knapp über Null zu einer sonnigen Tour nach Boekelo gestartet. Ich hatte meinen B&B Gastgebern angedeutet, gegen 3 oder 4 aufzuschlagen. Aber die knapp 200 km liefen sehr flüssig, von hinten leichter Wind und Sonne, und so war ich schon halb2 in Boekelo und bin dann erstmal Einkaufen gegangen und die heimischen Bestellungen über holländischem Süßkram zu erledigen.
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Am nächsten Morgen dann um 8 rüber zum Burencafé, wo Gert mit 90 Startern rechnete. Es trafen nach und nach überwiegend deutsche Teilnehmer ein und gegen 9 schickte Gert uns dann los in den nieseligen Morgen.
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Ich durfte mich den velomobilen Lokalmatadoren @Sturmvogel und @norfiets anschließen durch deren Heimatreviere die Strecke führte. Wir ließen es locker angehen. Motiviert vom Rückenwind auf der ersten Hälfte sausten einige Rennradgrüppchen an uns vorbei. Die nicht immer sauberen Radwege und selten montierte tiefe Schutzbleche zeichneten die meisten Kollegen dann Vorder- und Rückseitig.

Wir drei nahmen in D dann überwiegend die meist ziemlich leeren Straßen, @norfiets mit Haube, die er bei den Bergaufpassagen etwas lüftete, @Sturmvogel mit Schaumdeckel und illuminierter Nikolaus-Mütze und ich fuhr im DFxl hinten drin spazieren, zum Abdecken in den Pausen. Aber bis Tecklenburg wurde der anhaltende Niesel vom Rückenwind über uns hinweggeweht. Auf dem 2. Abschnitt wieder Westwärts gegen den Wind nach Billerbeck musste ich die Brillengläser öfter freimachen, aber Richtig nass wurden nur meine Socken, alldieweil ich nach der letzten Montage von Gleitfolie unter den Fußbeulen wohl die Abflusslöcher vergessen hatte;).

@Sturmvogel hatte uns bis Tecklenburg geführt und das Tempo so präzise vorgegeben, dass wir 5 Minuten nach dem Beginn des Kontrollzeitfensters in der Kontroll-Bäckerei eintrafen. Die glich ziemlich schnell einem dampfenden Pumagehege zu Hauptfütterung. Bis auf einige Verwechelungen bei Namensvettern bekam dann auch jeder seine Kontrollkarte wieder und auf gegen den Regen nach Billerbeck.
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Jetzt übernahm @norfiets und wir zusammen die letzten Hügel. In Billerbeck freie Kontrolle und Café an der Tanke und dann ging es wenig später auf der RadBahn Münsterland nordwärts, der Regen hörte auf und der Wind schob auch uns ein bisschen von Südwest. @norfiets machte ein bisschen mehr Feuer unterm Kessel, so dass wir doch noch mit dem letzten Dämmerlicht um 3/4 5 wieder Boekelo erreichten.
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Dort in der warmen Gaststube noch ein Zielbier und eine heiße leckere Suppe - und @Sturmvogel und @norfiets, die mich dankenswerterweise unter ihre Milanfittiche genommen hatten, sind dann noch abends 45 km bzw. 65 km nach Hause geflogen - während ich in Boekelo noch eine Nacht die Beine lang gemacht habe und dann heute gegen den noch weiter aufgefrischten Südwestwind nach Hause bin - aber meist bei Sonne und angenehmen Temperaturen.
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Waren 3 schöne Tage mit viel frischer Luft, morgen noch mal Büro - und dann mal sehen, was 2023 bringt. Kommt gut rüber,
 
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Eine kurze Rückmeldung zum 200er in Herentals (BRouter). Die Route war großartig , es ging nahezu durchgehend über schmale Straßen, Radschnellwege oder breite Fahrradwege.
Nach einem Start um kurz nach 8:00 Uhr konnte ich noch ein schnelles, leicht verwackeltes Bild des anderen Velomobils schießen, dann sorgt mein langsames Tempo dafür, dass wir uns nicht nocheinmal gesehen haben.
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Zuerst bin ich noch mit einer größeren Gruppe Rennradfahrender unterwegs, allerdings kollidieren unsere bergauf/bergab Geschwindigkeiten doch so sehr, das ich an einer Steigung gefühlt stehenbleibe und abwärts bremsen muss. Nach einer wirklich "steilen" ( nur für mich, mit 135kg Systemgewicht und eindeutig untrainiert) Steigung rolle ich danach allein über Straßen und Radschnellwege, treffe aber immer mal wieder einzelne Grüppchen oder Einzelfaher, die einen ähnlichen Schnitt fahren.
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Es läuft eigentlich ganz gut, für mich war nur die Streckenführung zwischendurch frustierend, hatte ich mich mit Mühe und Geschnaufe auf einen der Hügel hochgekurbelt kam mit Sicherheit am Ende der dann (zu) steilen Gefällestrecke eine 90° Kurve, ein Stoppschild oder zumindest eine nicht einsehbare Vorfahrt-gewähren Kreuzung

So wurde die Energie dann zum zweiten Mal spontan in Wärme (jetzt in den Bremsen und nicht im Motor) umgesetzt und das Spiel ging wieder auf der anderen Seite der Vorfahrsstraße von vorne los. Zwischen km40 und km80 habe ich kurz überlegt, ob ich einen Platten hatte. Es war aber nur einer der super beliebten 0,5-1% Anstiege, die sich über lange Strecken ziehen die wunderschöne Heidelandschaft entschädigte da aber für die Gummi-Steigung

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Das Mittelstück war dann Velomobilgeläuf, erst entlag der Maas und dann noch am Albert-Kanal lief es dann so gut, das ich glatt noch freiwillig/unfreiwillig ein paar Meter extra gemacht habe :X3:

Die zweite Kontrolle war in einer Kneipe, wie ich schon länger keine mehr gesehen habe, inklusive der lokalen Version des Stihl-Kalenders hinter dem Tresen und Centerfolds auf dem Herrenklo :-D.

Die dritte Kontrolle habe ich nur mit einem kurzen Stempel verbracht und bin dann fix weiter, die Cafeteria des Begegnungszentrums (ontmoetingscentrum) -danke Gehirn für das Entmutigungszentrum in der unfreiwilligen Übersetzung - war aber deutlich lauschiger.

In der letzten Stunde gab es immer mal wieder ein paar Regentropfen, die sich auf den letzten 5km zu Regen auswuchsen. Gut, wenn man da trocken im Quest sitzt, ich war dann aber zu faul noch den Saunadeckel raus zu holen.

Am Ziel noch kurz das Quest verstauen, schauen ob ich die Kopfhörer vielleicht doch direkt am Start verloren habe (anscheinend nicht) und noch die Karte abgeben.

Essen, trinken und Strom fürs Licht hätte ich noch für weitere 100km an Board gehabt. Defekte diesmal = Null, das darf auch gerne so bleiben.

Strava - 8h 30min in Bewegung, dazu noch 1h Pausen, macht insgesamt einen Schnitt von ~21,5km/h mit Ruhepausen. Für untrainiert, wenige Kilometer im letzten Jahr und Corona im November bin ich zufrieden. Weder das Knie hat ernsthaft Probleme gemacht, noch die Achillessehnen. Jetzt muss noch noch das böse t-Wort für etwas mehr Leistung und ein optimiertes Systemgewicht sorgen.

Den 300er dann wohl entweder in Herentals am 25.2. oder am 11.3. in Zeeland, der wäre vermutlich noch flacher ;-)
 
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Den 300er dann wohl entweder in Herentals am 25.2. oder am 11.3. in Zeeland, der wäre vermutlich noch flacher ;-)
Melde Dich bei mir, wenn Du vor oder nach Herentals bei mir übernachten willst.
Ich werde wahrscheinlich beide fahren. Den in Herentals weil vor der Haustür und den in Zeeland weil so schön ...
 
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Ich bin gerade zurück von meinem ersten 400er Brevet von Audax Swiss.

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Im Prinzip gibt da zwei Brevets, den 200er Brevet 200 Winterfell+ und den 400er Brevet 400 Winterfell+ und wenn man die hintereinander fährt, den 600er Brevet 600 Winterfell+ .

Start und Ziel ist in Buch in der Schweiz, kurz hinter der deutschen Grenze. Dort gibt es eine kleine Mehrzweckhalle und wer will kann auch dort übernachten. Wenn mitgebucht, gibt es vor dem Start Nudeln und nach Zielankunft ein Curry und auch Nachtisch.

Bei den Schweizern gibt es auch die Möglichkeit auch auf einem beliebigen Punkt der Strecke zu Starten, die Dokumentation und Abnahme des Rades läuft dann über das Handy. Alle Teilnehmer müssen ihren aufgezeichneten GPS Track nachreichen (auch die Starter aus Buch).

Angemeldet waren 15 Teilnehmer für den 600er, 25 Teilnehmer für den 400er und 54 Teilnehmer für den 200er.

Da ich den 400er gefahren bin, war mein Start am Freitag, 6.1.2022 um 19:30 Uhr. Bei 27h Zeitlimit musste ich also bis 22:30 Uhr am Samstag wieder zurück sein.

Es waren tagsüber ungefähr 6 Grad C, aber es wehte ein kühler Wind. Beim Start war der Wind dann weg, so dass ich zu warm (Langarmshirt, Windjacke und Warnweste) angezogen war, erster Stop zum Umziehen.

Die ersten 200km des Brevet sind am Bodensee und im Rheintal und sind sehr eben, die ca. 3500 Höhenmeter kommen alle im zweiten Teil, wobei davon ungefähr 2/3 zwischen Kilometer 200 und 300 liegen. Wegen Sperrung des Radwegs am Walensee gab es eine Ausweichstrecke mit zusätzlichen 6km und 400 Hm.

Am Anfang lief mein Highracer wirklich gut, ich bin gut voran gekommen.

In der Nacht wurde es deutlich kühler, die Prognose lag bei 1-2 Grad C. Mir wurde kalt, also noch ein T-Shirt unter Langarmshirt, Mütze statt Stirnband. Dann wurden die Füsse kalt, also Überschuhe an. Am Radweg am Rhein sah man Raureif an den Gräsern, also bereits unter 0 Grad C und hatte zum Glück noch meine Daunenjacke dabei und die dicken Winterhandschuhe. In der Nacht rissen die Wolken auf und der Vollmond kam raus, ich dachte, das wird jetzt bald kalt. Bei -3 Grad C war die Winterradelhose zu kühl und ich zog die Regenhose drüber.

Ich hatte in der ersten Nacht dreimal versucht zu Powernappen, erst im Eingang eines Hotels, dann in einer Tiefgarage und dann einem Fahrradständer im Industriegebiet. Ich bin aber mental nicht runtergekommen, so dass ich einschlafen konnte (obwohl ich regelmäßig in der Mittagspause powernappe). Zwischen 2 und 4 Uhr war ich ziemlich müde und die Kälte hat echt Kraft gekostet. Besonders schwierig ist es, dass man gefühlt alle 20km an einer Bahnstation vorbei fährt und in der Schweiz die Regionalbahnen häufig fahren. Da will der innere Schweinehund dann immer in den Zug einsteigen.

Nach einem Koffein Shot wurde es besser (trinke meinen Kaffee sonst sehr mild) und in der Dämmerung ging es mir besser. Am Ende des Walensees dann der Einstieg uphill mit den 400 Hm. Man durfte die extra Höhenmeter umfahren, ich habe nur den Weg nicht gefunden, hat mich ca. 30min und 100 Hm extra gekostet. Auch am Zürichsee wurde oben in den Hügeln gefahren und nicht unten am See.

Es ging dann regelmäßig von 400-500 Hm auf 650-750 Hm hoch und runter, meist mußte man in den Abfahrten die Energie in die Bremse drücken. Die 203er Scheibe vorne mit Shimano MT200 und 160er Scheibe mit BB5 hinten, reichte für die Abfahrten aus.

Im zweiten Teil war es auch in den flachen Passagen schwer, weil oft die Richtung und die Wege gewechselt wurden, kurz auf die Hauptstraße, dann auf Nebenstrassen und ständig bremsen und beschleunigen.

Auch nach Sonnenaufgang war es recht kühl durch den Wind. Ab 11:00 Uhr kam die Sonne raus

Es gab auch einige Passagen, da bin ich nicht hochgekommen und mußte schieben, es gab auch eine Passage mit kurzfristig 19%. Mein Schnitt sank dadurch und es drohte langsam nicht mehr im 27h Zeitfenster zu bleiben. Laut Auskunft eines Schweizers, sei der Teil nach der Kontrollstelle 2 (Kilometer 307) flacher, stimmte aber nur begrenzt, ein 1/3 der Höhenmeter kamen ja noch. Ich war auch ziemlich platt und bin auch die flacheren Anstiege im kleinsten Gang hoch.

In einer schnellen Gravelstrecke im Wald hatte ich einen Luftverlust hinten, also 20min durch Schlauchwechsel verloren. 85km waren da noch vor mir und ich hatte noch 5h bis zur maximalen Zeit, ich mußte also einen 17er Schnitt inkl. Pausen fahren. Ich habe dann versucht wieder deutlich schneller zu fahren und fast keine Pausen zu machen. Bei 3h Zeit brauchte ich einen 16er, bei 2h einen 14er und bei 1h einen 12er Schnitt. 8km vor dem Ziel kam dann noch der Endgegner, die letzte 80 Hm Steigung und ich habe vor Ablauf des Zeitfensters nach 26h und 41min das Ziel erreicht.

Ich war ziemlich platt, war wieder etwas dehydriert, das warme Wasser der Dusche war alle.

Nach dem Essen fühlte ich besser. Meine Gesprächspartner beim Essen hatten auch alle Probleme in der ersten kalten Nacht. Nur 3 Teilnehmer des 600er sind dann noch den zweiten Teil angegangen, die anderen sind bei 400km ausgestiegen (wurde dann als 400er gewertet). Im Laufe der zweiten Nacht wurde es nebelig kalt, so dass meines Wissens nur ein Teilnehmer den 600er geschafft hat.

Ich habe dann in einem Abstellraum der Mehrzweckhalle übernachtet und bin am nächsten Tag heimgefahren.

Leider hat meine Handykamera rumgezickt und ich hatte dann auch keine Zeit mehr zum fotografieren. Daher nur ein Bild.

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Fazit: Ein Winterbrevet fordert schon sehr, ich hatte zum Glück genug warme Sachen dabei. Beim nächsten Brevet mehr trinken, dann läuft es wahrscheinlich besser.
 
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Nach einem Start um kurz nach 8:00 Uhr konnte ich noch ein schnelles, leicht verwackeltes Bild des anderen Velomobils schießen
Da bin ich zu sehen. Mir hat's gestern auch sehr gut gefallen. Die Strecke war mir trotz der vielen kleinen Radwege nicht zu winklig und passend zum Beginn der Saison auch angenehm flach. So konnte ich mir alles gut zurechtruckeln und freue mich schon auf die nächsten längeren Fahrten.
 

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Wie @jensNBG habe ich letztes Wochenende das 400er-Brevet von Audax Suisse bestritten. Durch unterschiedliche Startorte haben wir einander nicht gesehen. Auch hatten wir auf ganz anderen Abschnitten Tageslicht.

WINTERFELL+

Niemand da! Der Start war ja auch vor fünf Minuten. So holpere ich um 19:35 an diesem 6. Januar alleine durch die Altstadt von Lenzburg, einem von elf Startpunkten des 400er/600er Brevets. Dass ich zu spät losfahre ist einkalkuliert, denn bis hierhin waren es 60 km und am Start herumstehen (und frieren) wollte ich vermeiden. Lenzburg ist zwar von daheim aus am nächsten, ist als Startpunkt streckentechnisch jedoch nicht sehr klug: Gefühlt 2/3 der Höhenmeter auf dem letzten Viertel der Strecke.

Auf der Tracking-App sehe ich, dass ein "Christian" pünktlich in Lenzburg gestartet ist. Der Abstand wird immer grösser und wir werden uns nie sehen.

Die beiden steilen Rampen in Ennetbaden stosse ich das Velo hoch. Die folgende Abfahrt führt durch die 30er Zone statt paralell gemütlich rollend auf der leeren Hauptstrasse - auch das gehört zur Prüfung. Zuvor werde ich - kurzärmlig mit Warnweste bei 0°C - beim Einsteigen an der Hauptstrasseneinmündung von der langsam vorbeifahrenden Polizeipatroullie gemustert. Erstaunlicherweise halten sie nicht an und lassen die mich in Ruhe mein Ding machen.

Am Rhein angekommen, wird die Strecke flacher.


Der Rheinfall ist wegen Stromsparmassnahmen nur vom Vollmond beleuchtet und die von mir angesteuerte Aussichtsplattform ist so menschenleer wie der zuvor überquerte Parkplatz autofrei. Das Naturschauspiel ist natürlich beleuchtet hübsch anzusehen, die Handykamera "sieht" das etwas anders.

Für heute ist in Buch Schluss. 80 km sind zurückgelegt, morgen sind es noch 330 bis ins Ziel. Im neuen Camper wünsche ich zwei Bekannten a good ride auf der 200er-Runde morgen.

In der Turnhalle-Einfahrt kommt mir Mitorganisatorin Y entgegen. Bei meiner Weiterfahrt in ein paar Stunden werden wir uns wieder hier begegnen - gleicher Rythmus halt.

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Ich darf mich am Punsch-Buffet bedienen und...

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... schnappe mir zwei der herumliegenden Fleece-Decken mit Audax-Suisse-Logo.

Statt im mitgebrachten Schlafsack (rot) verspreche ich mir durch die Nächtigung unter der Audax-Decke ein gutes Omen. Ich werde in den nächsten fünf Stunden nur zweimal wach, einmal wechsle ich ein paar Worte mit C.

Die Fahrt entlang vom Untersee ist sehr ruhig.

Vor Konstanz hole ich den in Zug gestarteten R ein. Also brevet-technisch ist er viele Km vor mir - Startmodus sei dank, sehen wir uns dennoch. Gemeinsam rollen wir durch die morgendliche Stadt, wo wieder auf der Velobrücke das GPSr aussteigt (seit letztem Jahr bin ich gewarnt und habe die Karte auf dem Handy parallel laufen) bevor R beim ersten Beck wenige Meter nach der Grenze eine Pause einlegt.


Genau meine Blickrichtung: Die morgendliche Fahrt nach Osten bei diesem natürlichen Spektakel ist grandios.

Natürlich ist die Schranke in Goldach wieder unten. Ein guter Grund für ein paar Rückenübungen.

Bei Balgach weiche ich vom Track ab, um erst dem lokalen Beck einen kurzen und danach meinem Patenkind einen längeren Besuch abzustatten. Das kostet eineinhalb der soo wertvollen 8.5 Stunden Tageslicht während den zur Verfügung stehenden 27 Stunden und hat sich sooo was von gelohnt.

Kaum wieder zurück, hole ich abermals R ein. Erst jetzt sehe ich, wie dick der eingepackt ist. Da relativiert sich das Gewicht meines Velos etwas. Wir wechseln wieder ein paar Worte, unterbrochen von der einzigen Dorfdurchfahrt zwischen Au und Sargans. Die Hände habe ich lieber beide an der Bremse als eine an der Haube.


Lieber @Christoph Moder , ich stehe hier auf der Rheindammveloroute und denke an dich, der dem Krebs erlegen ist, während du in diesen Minuten in Ebersberg beigesetzt wirst. Noch so viele Brevets hättest du fahren können und noch so viel Liegerad- und Velomobil-Spezifisches erfinden, erläutern oder zugänglich machen können können. Gute Reise :(


Ich hole C ein, den ich bereits in Buch getroffen habe und der wie R ebenfalls in Zug gestartet und somit weit vor mir ist. Bis es im Seeztal mit Gegenwind leicht bergab geht, wechseln wir immer wieder ein paar Gesprächsfetzen.


Am Checkpoint in Flums warte ich in der Sonne mit einem Cola in der Hand, doch C taucht nicht auf. Tja, also alleine weiter.

C hatte keinen Defekt, sondern den Checkpoint verpasst, wie er mir später am Strassenrand stehend mitteilt. Ein Selfie und meine Versicherung, wir seien in Sargans und am Walensee zusammen unterwegs gewesen, wird wohl als Checkpoint-Ersatz genügen.

Ich habe die Erlaubnis, am Walensee den Radweg zu nehmen statt der Brevetstrecke zu folgen. Der Radweg ist nach meinen Informationen nur Montag bis Freitag gesperrt (heute ist Samstag). Meine Information ist falsch und so geht es das steile Stück beim Weiler Mühletal wieder hinab und die "alte Kerenzerbergstrasse" hoch. C sehe ich hier zum letzten Mal.


alte Kerenzerbergstrasse


Kerenzerberg, Blick voraus auf die Linthebene

Mit Schrecken stelle ich fest, dass der Handyakku rasant an Ladung verliert. In Balgach war er voll. Das ist insbesondere ein Problem, als dass ich das Handy sowohl für die Checkpoint-Selfies brauche als damit auch die Fahrt aufzeichne, was ebenfalls für die Homologation(=Wertung) nötig ist. Eine kurze Nachricht schicke ich ab, bevor das Handy wirklich nichts anderes mehr tut als aufzuzeichnen und die weiteren Fotos aufzunehmen: Eines beim Hirzel weils so schön ist, eines beim Checkpoint und eines im Ziel.

28% Akku, als mich A höchstpersönlich bei seinem Verpflegungsposten empfängt. Espresso, Cola, Mineralwasser zur Visierreinigung und das Gespräch geniesse ich fröstelnd (hätte auch mehr anziehen können, selber schuld) und ein Snickers darf ich mir mitnehmen.


32% Akku. Das Handy hat seeehr langsam geladen. Das GPSr hat auch gerade ein Problem und so fahre ich "frei Schnauze" Richtung Wollerau. Das GPSr fängt sich wieder, zum Glück!

Statt velomobiltauglich von Hirzel nach Sihlbrugg zu rollen, mit Bremsen nur wegen allfälligem Verkehr und der scharfen Rechtskurve, führt die Brevetstrecke noch weiter und durchaus steil hoch.


Die Aussicht nach Osten zum Zürisee und nach Westen mit Abendlicht ist sehr schön.

Die unvermeidliche Abfahrt bremse ich mit 30 km/h runter und bin sicher, die Bremsen sind trotz Gefrierpunktaussentemperatur und Kühlrippen schön heiss.

Ab Zug ist es dunkel - das hat gerade gereicht für zwei von drei grösseren Abfahrten bei Tageslicht.

Vorne links ist Luzerns Lichtemmission sichtbar. Der Mond kommt von hinten und erscheint im Rücklicht auch mal als ganz nahes, altes Motorradlicht, was mich beim ersten Anblick kurz erschreckt.

Ein paar Schiebepassagen gibt es auch im dritten und unrythmischsten Aufstieg hinauf bis fast zum Landessender, der als drei rote Leuchten von weit her erkennbar ist.

Statt "leicht links" biege ich im Sempach Golf "links" ab und lande unbeabsichtigt an der Driving Range. Statt direkt zu wenden, lasse ich das Velo erstmal stehen und mache mich mit Handy und Ladekabel erfolgreich auf die Suche einer Steckdose. Frieren für 9% => 11%. Wahrscheinlich hat das Handy einfach zu kalt so direkt in der Frischluftzufuhr, die ich nicht zumachen will wegen Visierbeschlag und das Handy soll auch dort bleiben wegen GPS-Empfang. Hoffentlich hält der Akku bis zum Checkpoint oder dort gibt es ein Akkupack zu kaufen. In Lenzburg wird der Bahnhofskiosk geöffnet haben und dort gibt zur Not die Verleihakkus für das Schluss-Selfie, das ich vor Ablauf des Zeitlimits übermitteln muss.

In Pfeffikon möchte ich für den im letzten Sommer totgefahrenen Massimo eine Rast einlegen. Es schlägt gerade die Kirchenuhr acht Mal, was mir Gänsehaut beschert mit als Innehaltemoment ausreicht.

Beim Tankstellen-Checkpoint gibts kein Akkupack (eine Steckdose hätte ich nutzen dürfen), aber noch 8% für das benötigte Selfie mit der höhnischen Tiefkühltruhe im Hintergrund.

Warum nur muss ich hier bergauf bergauf bergauf, wenn doch offensichtlich ist, dass der Übergang zum Hallwilersee fast flach verläuft?
Boah, ist diese Panoramastrecke schön mit sich im See spiegelndem Vollmond!

6km bis Lenzburg. Die linke Bremse macht komische Geräusche und ich baue das Rad aus, um das Sandkorn zwischen Bremsbelag und -Trommel zu enfernen. Auch stelle ich die Lampe wieder korrekt ein, die durch forsches Überfahren einer Bodenwelle etwas nach unten verstellt wurde.

Die 2-3km Gravel so kurz vor Brevetende sind mir jetzt auch egal und ein präzise ausgerichtetes Licht wäre auch nicht nötig gewesen, denn hier ist Fernlichtgelände.

Lenzburg. Selfie machen. Flugmodus raus. Die beiden Selfies von hier und vom letzten Checkpoint abschicken. Geschafft! Auf dem Weg zum Bahnhof(=Kiosk) wird das Display dunkel.


CHF 4 (+Depot), damit kann ich meine Ankunfstzeit daheim mitteilen und die gesamte Fahrt aufzeichnen ohne nachträgliches Zusammenführen von Handy- und GPSr-Aufzeichnung.

Nach dem Konsum eines Fanta aus dem Getränkeautomaten auf halbem Rückweg ist mir schlecht - wäre ich doch nur bei Cola geblieben.

Qualifikation für die 20. Ausgabe von Paris-Brest-Paris: 400er check, 3 to go!

Es war der Langdistanz-Test für die neue Velohose. Erst unterwegs habe ich gemerkt, dass ich die bisherige Hose gar nicht als Ersatz dabei habe (nur die Thermounterhose+Schlafsack zur Not). Die ezero von everve ist zwar für Sattelvelos gemacht, erfüllt dennoch mit kleiner Modifikation meine Anforderungen im Velomobil. Sie tut das besser* als die bisher gefahrenen Hosen für den Lauf- oder Schwimmsport, womit auch etwas Werbung an dieser Stelle gerechtfertigt ist. *aber nicht perfekt, nach 500 km ohne Salbe kündigt sich der Wolf auch hier an.
 
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Hallo @veloeler,

Danke für den schönen Bericht!
Qualifikation für die 20. Ausgabe von Paris-Brest-Paris: 400er check, 3 to go!

Bist Du Dir da sicher? Auf der deutschen Audax-Seite steht zwar das die Reihenfolge nicht zwingend eingehalten werden muss aber ich habe das anders in Erinnerung. Des Französischen leider nicht mächtig kann ich nur hier nachlesen:
und meine es ist so wie ich dachte. Man muss die Reihenfolge einhalten darf aber jedes Brevet durch ein längeres ersetzen. Das hieße Du hast im Sinne der Quali ein 200er absolviert. Möglichicherweise irre ich mich. Solltest Du vielleicht sicherheitshalber noch mal checken. War bestimmt auch schon einige male Thema im Forum hier.

Viele Grüße,
Frank
 
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wird durch die Aufzählung der Distanzen doch nicht vorgegeben.

Es ist sehr wahrscheinlich dass Ihr recht habt. Allerdings war/ist das mit der zwingenden Reihenfolge definitiv die Aussage von deutschen Ausrichtern und immer noch zu finden, z.B. hier:
Ich bin halt die meisten Brevets bei Karl gefahren;-) Und dass man außerhalb Deutschlands nicht so genau auf die Regeln schaut kann ich nur teilweise bestätigen. Ich hatte bei PBP mal die Superrandonneur-Medaille bestellt; aber nicht bekommen da ich das 400er durch ein 600er ersetzt hatte. Logisch erschien mir das nicht.

Ivo schrieb im Rennradforum dass es kein Thema ist:

Viele Grüße,
Frank
 
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Moinsen,

Mit nem echten 600er können wir hier im Norden ja nicht aufwarten. Dafür wächst uns auch kein

Aber einen netten flachen 200er gab es heute

BRM200 Bunnik

es sollte in die flachen Abschnitte von Holland gehen.

Start in Bunnik bei Utrecht, Wendepunkt westlich von Rotterdam in Masssluis. Also hab ich mich auf Stadt, Industrie und Schwerverkehr eingestellt.

Gab dann Kanäle, Wiesen, Gräben, einen Haufen Gänse und Möwen, einen Storch in seinem Nest (ich konnte nicht erkennen, ob der echt war, oder ne Attrappe. Gute Routenführung!

Der Wetterbericht sagte Büschen Wind voraus. Den hatten wir, mehr aus Südwest, als genau auf die Nase, aber die RRler haben ganz schön gelitten.

Regen war auch angesagt.
Aber es hat nut ein Mal geregnet.
Allerdings oft mehr, als ein büschen und es fing vor dem Start an und hörte nach dem Zielbier immer noch nicht auf :X3:

Ich hab StVo2 genommen und bin Kopf draußen mit Schaumdeckel gefahren.

Was hat also optimal geklappt?
Die Wintermütze mit der Goretexmembran konnte ich zwar außen ausklingen, aber mein Kopf blieb warm und trocken (y)
Im Milan war es warm und trocken, die Überlappung des Deckels und der Schaumdeckel sind gegenüber dem.originalen Sturmvogel ein enormer Fortschritt. Einmal lief bei ner Pause Wasser vom Schaumdeckel ind das Steckschott. Und tropfte dann runter, als ich den Deckel wieder zuklappen. Genau in den Schritt :eek:

Was ging ganz leidlich?
Das Sichtkonzept mit Kontaktlinse und Sportbrille.
Wenn nicht gerade Rückenwind war wurden die Gläser innen ausreichend belüftet um klar zu bleiben und der (Fahrt-) Wind trieb die Tropfen schräg über die Außenseiter, nett!
Als es dunkel wurde kam die Brille bei dem Wetter an ihre Grenze. Aber mit der Kontaktlinse konnte ich ohne Brille viel besser sehen. Und das linke Auge mit der Linse war ziemlich gut gegen Regen und Wind geschützt. Nur das rechte leider nicht. Also Brille auf, wenn außerorts geradeaus ging, gegen Wind und Wetter und innerorts Bügel in den Mundwinkel.

Was.ging gar nicht?
Der Service im Wappen von Maassluis. Eben schnell ein Omelett, von wegen. Hab nach ner Stunde das Warten aufgegeben und mich,.Inzwischen kalt und sauer, wieder in die Rappelkiste gesetzt, da klopften die Mitrandonneure an die Scheibe,.jetzt stand es auf dem Tisch. Hat dann wohl noch geschmeckt.


Und die Herausforderung?
In den winkeligen Städtchen nicht zu oft von Track abzuweichen. Im holländischen Radwegesystem die richtigen Entscheidungen (abbiegen vor oder hinter dem Kanal? Den Weg oben auf dem Deich oder am Fuß? Welche Ausfahrt aus den komplexen Kreuzungssystemen?
Und nicht schneller fahren, als die nassen,.teils matschigen Straßen zulassen, die Kurvenradien auch der breiten Radwege sind relativ eng! Bin ein paar mal trotz CCU beim.Bremsen gerutscht o_O

Trotz allem eine schöne Tour! Und die Wartezeit bis um 12:00 die PBP Voranmeldung möglich wurde sinnvoll verbracht...
 
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Moinsen, ja genau der schon wieder!

BRM 200 Maastricht festina lente

Wo wart ihr denn alle? (Ja, ich weiss, Geschwaderfliegen in Herentals)

Das war mal wieder ein Brevet zum dran wachsen.

Plan: Freitag aus Rommerskirchen nach Maastricht einrollen, im Stayokay (dem Startort übernachten, Samstag den 200er abreißen und wieder nach Hause #2 rollen.

PUSTEKUCHEN

Die vorvergangene Woch hatte ich einen ausgewachsenen Infekt (jeden Tag 2 C-tests, immer negativ) incl. Arbeitswege mit dem Auto. Diese Woche lief der Rotz noch, aber es machte im Bülk wieder Spaß.

Dann war ich auf einmal Nachrücker für die vollverzinkte Velomobilgarage von @Joosten und die Terminfindung zur Übernahme war echt schwer. Also nix mit auf eigener Achse nach Maastricht, sondern den Tag auf der Autobahn verbracht und das Trumm mit Joostens geliehenen (Danke dafür!) Hänger in Rommerskirchen auf den Hof gestellt. Dann auf den letzten Drücker mit dem Bülk im Auto nach Maastricht. Aus dem Auto sah das Wetter am Freitag ja so aus, als hätte es im VM auch nur begrenzt Spaß gemacht.

Das Zimmer mit Blick über die Maas war voll okay, das Wetter nach dem Ausstehen viel besser

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Gutes Frühstück, vorher das Bülk aus dem Auto genommen. Der nette Typ der die Brevetkarten ausgibt spricht sehr gutes Deutsch mit merkwürdigem Akzent: ein Schwab, der seit 20 Jahren aus Süddeutschland nach Südnederland verzogen ist, sodass mir der Limburger Akzent dann auch noch aufgefallen ist. Präzise Warnungen vor den Gefahrstellen mit Empfehlung zu Umfahrung der engen, rumpeligen glitschigen Steilstelle mit dem VM- hat geklappt, bedankt (y)

Fünf min. vor dem Aufbruch (immer noch keine Liegen oder VMs außer mir) steig ich ein, Licht auf Tagfahrmodus. Da plötzlich:Offizielles Gemecker: Blinklicht sind in Holland und im Verein (Randonneurs.nl) verboten. Und übrigens bei PBP auch! Und aus so guten Gründen! Und von den Epileptikern ....
Echt jetzt. Also Start erst mal ohne Licht, scheint ja die Sonne. Gleich volles Rohr wollte ich dem Akku so früh morgens dann noch nicht geben. Wenn die Niederländer offiziell werden kann es mir echt auf den S (enkel) gehen.

Na dann gings endlich los, auf die alte, niedrige Maasbrücke und dann gleich das nächste: Der Hubteil über der Fahrrinne ist- genau oben. Steile (!) schmale Rampen für Fußgänger auf beiden Seiten. Aussteigen, auf den Bürgersteig heben, über die Winkel schrappen. Toll, ganz toll.

Ein Strässchen ist vom Müllfahrzeug blockiert, guter Moment für den Handwerker, der etwas besprechen muss.

Dann rollt es raus aus der Stadt. Der Unterbauch drückt. Ich WAR aber doch schon sehr erfolgreich auf dem Örtchen.

Dann eine Rechtskurve, in der 007 gezwungen werden muss ?!

Genau: Platten vorne links.

An einem kleine Marienbild geht ein Stichweg ab, Ort und Zeit mich um.die beiden blöden "D" zu kümmern
Dnnpfff und Durchstich. In der Reihenfolge.

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Dann kam endlich der anstrengende Teil, die Limburger Hügel rauf und runter. Den Dreiländerpunkt hatten wir diesmal nicht dabei, so blieb es schön ruhig und manche Strecke im Grenzgebiet kenn ich aus der anderen Richtung von den Wuppertaler und Niederrheiner Brevets.

Hier fanden sich Dan auch die Wappentiere dieses Brevets.

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Und ja, allein auf weiter Flur und als allerletzten hatte ich das Licht doch an.

Vor der Kontrolle in Geilenkirchen gab's noch einen heftigen Graupelschauer ins Gesicht, bergab gegen den Nordwind, gutes Peeling, blödes feeling.

Dort also in der nächsten Kaschemme zwei Kaffe im Warmen getrunken.

Nun kam Velomobilterrain, deutsche Straßen, teils bekannt und nur noch 2 Anstiege, sagt das wahoo. Da kamen einige Randonneure wieder in Sicht erst vorn, dann im Spiegel, wie es so ist.

Zweite Kontrolle, die Jungs von Randonneurs.nl sitzen in der Gaststube, alles ist nett, Koffie en geback, einmal Gesicht waschen, läuft.

Die Auffahrt zur Maasbrücke in Venlo hab ich dann erst verpasst und bin auf der anderen Straßenseite rüber.

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Auf dem Westufer lief es dann auf meist guten Wegen zügig nach Süden. Plötzlich überholt mich einer im Wiegetritt und macht richtig Tempo, mit diesem Carbon-unter-Hochspannung-Geräusch. Nein es war kein Mitrandonneur, nach ein paar km bog er anders ab, aber nem Ortskungigen hinterherzukacheln war sehr nett.

An einer Stelle war es eng und so verwinkelt, dass ich aussteigen musste. Und dann lag die Bank in der Sonne UND im.Windschatten, Zeit für eine Stulle im Stand.

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Die Pfannkuchenschmiede am CP03 wird grad total überlaufen. Also nur Stempel, Papier und weiter.

Die Sonne stand jetzt unangenehm tief, aber es lief und war eigentlich wenig los.
Aus einer Rechts-vor-links Kreuzung und ja rechts war die Sonne kam dann Wim mit seinem neuen Speedpedelec und hielt vor Schreck erst mal an. 007 hat sich das Tretlager als Kontaktpunkt ausgesucht sch.....

Keiner ernsthaft verletzt. Lange im Wind gestanden und verhandelt. Jacke an, Regenjacke drüber, Brote und Banane inhaliert. Schließlich zu ihm nach Hause umgezogen (100m zurück) und im Warmen alles geregelt.

Dann endlich wieder los. Auf die Weise den Sonnenuntergang am Fluss noch mitgenommen, immerhin.

10:25h für n 200er hatte ich lang nicht mehr, schon gar nicht mit dem VM

25min bis zum Zeitlimit auf der ersten Etappe auch kaum, Panne und den Hügeln zum Dank.

Und ja, ich glaub die Erkältung hab ich überstanden.
 
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So, dann hier noch der Bericht.

BRM300 - Herentals - IJsselstein - Herentals

Es war gar nicht geplant und recht kurzfristig bei mir und @jostein. Weil @HurriChristoph da so ganz nebenbei fragte, und die Brevets in BE scheinbar recht unkompliziert von Anmeldung und gar nicht überbucht sind, kurz mit @jostein sowie @Cars10 korrespondiert (der nicht weit weg wohnt und sogar Schlafplätze offeriert hat) und den Plan geschmiedet:
Anreise mit @jostein und SL + A9 auf Anhänger, Abfahrt 3 Uhr.
Also 2 Uhr aufgestanden, 2:30 los, Hajo + SL ein- und aufgeladen und ab nach Belgien. War dann doch so reibungslos, dass wir zwar super Parkplatz hatten, aber noch eine Stunde warten mussten, bis die Strampelei los ging.
Es fand sich eine beachtliche VM-Flotte ein: einige Lokalisten wie @Cars10, @TeunG sowie weiteren Foristen wie @HurriChristoph, und @Diego in DFs und Quests und dem wackeren M9 verteilt.

Die Belgier nehmen es locker mit dem Start. Statt Treppenleiter, Ansage und Startgruppen fährt jeder einfach irgendwann los. Vor, um und nach 7 Uhr. Geht auch und auf die paar Minuten kommte es dann auch nicht an. Also prescht Carsten vorne weg und ein Tross aus 2 DFs, einem SL und meinem Luftschiff hinterher. Die Quests gehen es eher richtig an und fahren moderates Tempo. Aber man möchte ja Akku sparen und pünktlich zu Hause sein.

Nach dem Überholen etlicher Pulke RRler und schönen Strecken an Wiesen, Örtchen und Kanälen vorbei dann endlich die erste Pause mit Kaffee wegbringen und einem kurzen Kettentheater im SL (Gummiring in Kettenleitrohr gesaugt).
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Kontrolle um Kontrolle abhaken und dem frischen Gegenwind trotzen, der zuweilen auch ein paar fies spitze Hagelkörnchen und Nieselregen bringt. Ansonsten war das Wetter abgesehen von der Frische recht gut und angenehm.
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Irgendwann dann in Kinderdijk mit Wasser links und rechts fahren und dann Japaner-Slalom absoliveren und dann war schnell die Hälfte um, der Wind von hinten und die blanke Sonne von vorne (aber immer noch saukalt).
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Außer Stempeln keine größeren Stops gemacht. Auch keine größere Panne gehabt. Ich bin wider dem Vorhaben dann doch noch mal mit ProOne (und Milch) gestartet und kann es kaum glauben, dass sie die Tour gehalten haben. Der Trick ist wohl, ein Notrad mit One+Butyl zur Abschreckung mitzuführen, dass man dann doch nicht braucht. Wie mit dem Regenschirm.
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Nach der letzten Kontrolle war bei mir dann ein kleiner Tiefpunkt. Getränke und Essen wollten nicht so recht helfen, es war schwer, das durchweg hohe Tempo von über 30 noch mitzugehen und nach jedem Bremsen wieder die 300 W zum Beschleunigen aufzubringen. Aber Carsten hat unbeirrt gezogen und wenige Kilometer, einige Schlücke Tee und eine Stulle später ließen sich dann wieder Reserven mobilisieren und wir flogen mit dem Sonnenutergang hinter den Bäumen und den letzten Lichtstrahlen an Kanälen dem Ziel entgegen.
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Nach gut 10 h und mit fast 30er Schnitt mein sicher schnellstes Brevet dieser Länge. Und mit Sicherheit auch das flachste.
Während die Lokalmatatodren schon bei den kleinen Brückenrampen stöhnten, habe ich kurz gerechnet, dass "meine" Trainingsrunde von 15 km genau so viele Höhenmeter hat, wie diese 300 km Runde. Und davon fahre ich bis ein hables Dutzend pro Woche wenn es hoch kommt.

Es war sehr viel schöne Landschaft dabei und - abgesehen von einigen nervigen Pflasterpassagen hier und da - auch viele gerade "VM-gerechte" Stücke, wo man laufen lassen konnte.
Das 200er Mühlen-Brevet war wegen der vielen Schlenker und Schikanen dagegen gefühlt anstrengender als dieses.
Selbst meine Garmin-Uhr meldete heute weiter "Formerhalt" und wollte das gestern nicht mal als Trainingsleistung einstufen. Weia.

Ich danke den Mitfahrern für das sichere Geleit und die angenehme Wegfindung. Die Verfahrer waren dadurch auf ein Minimum reduziert und immer Motivation und Sicherheit durch die Gruppe gegeben.
Richtige Pannen gab es bei unserer Gruppe zum Glück keine.
Nur @HurriChristoph hat wohl auch etwas Kettengedöns gehabt, was dann aber auch gelöst werden konnte.

Fahrt bei Strava (mit noch mehr Bildern und kleinen Film-Impressionen)
 
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BRM 300 Zeeland: die Eilanden

Das Wetter der letzten Woche war ja echt winterlich. Mittwoch auf dem Weg zur Arbeit bin ich noch auf der Radbahn parallel zur A4 fast im Schnee stecken geblieben. Wind Kälte Schauer, alles dabei.
Aber schon vor einer Woche wurde für Samstag im Zielgebiet ruhiges sonniges Winterwetter vorhergesagt. Und die blieb und kam dann auch so.

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Mit meinem Freund teilte ich mir ein Zimmer bei "de Smit", sodass mir auch aufgetan wurde, als ich kurz vor Mitternacht endlich ankam.

7:15 Frühstück statt seid 4:30 auf der Autobahn, doch da hette er eine gute Idee!

@P. de Rond war morgens gekommen. Eva war mit ihrem kleinen Snoekje am Start, zwei weitere Niederländer mit df und ?WAW, ein Highracer und ein Trike.

Die große Gruppe Aufrechter aus dem Ruhrgebiet und Lippischen waren auch wieder da.

Außerdem ein Wiedersehen mit @Fafnir, natürlich auch als Aufrechter ;)

Akkus vom Wahoo und Licht waren voll, das Bülk gerade rechtzeitig aus dem Auto geholt und dem startenden Tross entgegen, dabei gesehen, dass mein Freund dort Anschluss gefunden hatte, am Startpunkt mit Peter zusammengefunden und das Feld von hinten aufgerollt.

Schöner Tag, die Vogelfauna breit aufgestellt: neben den dort obligatorischen Möwen, Kormoranen und Reihern viele Graugänse, die Haubentaucher und Kiebitze waren schon da und ein großer Brachvogel flog auch über meinen Weg. Die Stockerpel glänzten in der Sonne....

Die Kontrollen waren alle als Fotokontrolle angedacht. Die Einzeltracks wechselten meist vor den charakteristischen Sehenswürdigkeiten, sodass ich mir beim nächsten Mal vielleicht doch einen zweiten Stop, erst für den Track, dann für das Foto , vornehmen würde (?)

Ein paar Fotos während der Fahrt sind entstanden und auch einigermaßen brauchbar.
Proviant und Getränk haben gut gereicht. Eine längere Pause haben Peter und ich halbwegs in der dritten Etappe in einem Tankstellencafé gemacht.

Bevor wir uns wieder mit der Umleitung und dann dem Tunnel unter der Oude Maas auseinandersetzen mussten.
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Apropos: die Umleitung über das Schleusentor haben Peter und ich zu weit tragend über Geländerhöhe bewältigt. Allein wäre.es ziemlich schwierig geworden...
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Die langen geraden Strecken hatten etwas meditatives.
Zeitweilig versuchte ich die Trainervorgabe: fahr mal ne Stunde mit 210W umzusetzen. Schwierig, finde ich. In der ersten Hälfte schwierig zu treffen, in der zweiten Hälfte dann auch schwierig zu halten o_O

Dann fing das Bülk an zu schwächeln und der Fokus wechselte wieder mal von meiner Performance als Motor zu: hoffentlich kommen wir ins Ziel.

Es hat bei dem Crash vor 2 Wochen doch mehr mitbekommen, neben dem Loch am Lufteinlass leider auch einen Längsriss links vor in Höhe des Reflexstreifens und zwei Querrisse neben der Linken Fußbeule :cry:

Schon Mittags sagte Peter, ich hätte Schlagseite nach links. Das passt dazu, das es (wieder mehr) nach links zieht.

Nach einer Kurve hielt ich an, weil ich das Gefühl hatte, ein Platten Bahnen sich an, aber alle Reifen hatten ordentlich Druck. Hmm. Weiter.

Danach gabe es im Rechtskurven ein Schnarren, wir von Speichen an Carbon. Vorn vorne rechts? Doch von hinten? Und wurde rasch stärker Bus hin zum geradeausfahren.

STOP! Der Fachmann sagt, hm ziemlich viel Spiel in allen Lagern und hej, das rechte Vorderrad ist lose. Mit dem 5er Imbus im Multitool kommen wir da nicht weiter...

Aber das zurückdrehen des Rades beseitigt erst einmal das Geräusch und es sind nur noch 40km.

Einmal noch das Rad wieder zurechtrücken bringt uns nach 12:37h ins Ziel. Vor der.Konzenzration mit schleifender Bremse anzubieten, weil das Rad dann villeicht nicht so stark wandert leiste ich mir noch einen kapitalen Verfahrer in eine Sackgasse mit Speditionsparkplatz und als wir den Fußweg zur Straße hochgeschoben haben holt uns Eva im Snoek wieder ein.

Fazit:
Das arme Bülk muss dringend in Reparatur

Ein kurzer 5mm Imbus muss ins Brevetwerkzeug.

Zwei Qualis im Sack.
Two more to go.
 
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BRM200 Niederrhein - nach Thorn (zur weißen Stadt an der Maas)

Das Brevet war ein Mitnehmer. Lief eigentlich sehr rund trotz der teils heftigen Böen und Schauer.
Am Start wieder ein beachtliches Feld an VMisten: @Schneelche mit seinem Evo, @I-S-MS mit einem fast fabrikneuen A9, Brevet-Debütant @Jupp mit seinem M9, @jostein eben mal 100 km auf eigener Achse angereist im DF XL spezial und @speedastir im DF. Und ein Quest kam auch irgendwo von links, kann mich aber nicht genau erinnern wer das war.

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Ach ja - @tomacino war noch mit zünftiger Liege dabei und hat die Fahne für die unverkleideten hochgehalten und damit die Brücke zu den RRlern geschlagen.

Nach der üblichen Treppenleiter-Ansprache von Michael und Moni ging es für uns in der letzten Gruppe 4 los und es rollte irgendwie extrem gut. Bis zur Brücke hatten wir gefühlt mindestens eine Gruppe vor uns schon eingeholt.
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Im Gegensatz zum Mühlenbrevet waren die Strecken überwiegend lang und gerade - also perfekte VM-Bedingungen und es rollte munter weiter.
Irgendwo dann im Feld ein Pulk RRler und einer mit gerissener Kette. Er hatte 12fach, ich auch, also bot ich ein Kettenschloss an. Hatte er aber selber - nur keine Zange zum öffnen. Hatte ich natürlich. Also gefixt (sogar ohne mein Schloss) und dann schnell wieder versucht, zu den Mitfahrern aufzuholen.
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Irgendwo auf dem Feld gab es eine Baustelle mit Trage-Einheit über ein Stück rausgefrästen Asphalt. In Thorn noch mal eine Baustelle mit Umleitung, zwei drei kleine Verfahrer und gegen Ende ein extrem fitter RRler (Ben), der quasi genau unser Tempo gefahren ist und nur wenige Minuten nach uns ins Ziel kam. Alleine! Also ohne Gruppe und Windschatten. Und mit kurzer Hose.
Da muss man zähneknirschend eingestehen, dass man doch ein Weichei ist in so ner Schüssel. Hammer!

Unsere Vierergruppe (@Jupp, @jostein, @speedastir) ist bis zum Schluss geblieben gefahren und war (total neu für mich) auch die erste Gruppe im Ziel.

Außer einem Kettenabwerfer gab es keine Störungen.
Nur eine gewisse retrospektive Unmut wegen der fehlenden Stopps angesichts der verpassten Gelegenheiten, die sichere Führung zugunsten einer fettigen Pommes aufzugeben.

Und die Erkenntnis, dass fahren bei starkem Wind im 9er sehr beflügelnd ist.
Egal welcher Kurs hatte ich das Gefühl, deutlich weniger Leistung zu benötigen. Teilweise waren 40 km/h mit unter 100 W möglich. Nur das leichte Schaukeln der Karosse ließen ein mulmiges Gefühlt zurück angesichts der Geschichte von @Schneelche von seinem Abflug neulich, wo ihn eine Windböe ausgehebelt und einfach in die Böschung gefegt hat.

Am Ende gab's (wie fast immer) leckere Gulaschsuppe und eine Cola vor der Heimfahrt.

Noch ein paar Impressionen von zwischen den Schauern:
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Die Tour bei Strava: https://www.strava.com/activities/8774802306

PS: @Zapfo warst Du das Quest vom südlichen Teil des Parkplatzes?
 
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Auf den Parkplatz Stand ja noch ein rot-weißer SL und Hanns ist in seinem DFxl mit uns gestartet, im Bild hinter Jupp:
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Der von Christian angesprochene Randonneur auf den Rennrad ist Tom, hat uns in fiesen Schauer hinter Thorn auf dem Radweg rechts überholt:
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Wir waren um 14:40 wieder am Sportplatz, Grade ausgestiegen, das kann Tom fröhlich angerauscht.
Nach ne Stunde Pause bin ich dann wider die Vorhersage meist sonnig Richtung Heimat und noch halbwegs in Hellen zu Hause gewesen
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Hajo
Noch ein paar Bilder von unterwegs:
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Der SL war @Burt . Wir sind bis zur ersten Kontrolle mit 2 bis 5 (?) VM zusammen gefahren, sehr angenehm. Die Tragestelle haben wir umfahren. Der Seitenwind versetzte das Quest manchmal nen halben Meter, da war volle Konzentration gefordert. Aber insgesamt lief es prima und ich habe die RRler nicht beneidet...Screenshot_20230325-183657_Connect.jpg
 
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BRM 200 Schönbuch- Kraichgaukringel
gestern stand für mich der Kraichgaukringel des Ara- Schönbuch auf dem Programm. 200 Kilometer durch das Kraichgau galt es zu meistern, außerdem wollte ich unbedingt die An- und Abfahrt von Reutlingen nach Stuttgart- Rohr (immerhin nochmals 40 Kilometer und 400 hm einfache Strecke), in Randonneursmanier, mit dem Velomobil fahren.
Wie die meisten es vielleicht mitbekommen haben, war das Wetter ganz schön wild gestern. Gefühlt hatte man all vier Jahreszeit an einem Tag, die sich im 30- Minuten- Rhythmus abwechselten. Sonne, Regen, krasser Wind, Hagel, alles dabei. Das hieß: Sonnenbrille auf, wenn die Sonne mal rauskam, normale Brille raus, sobald es sich wieder verdunkelte. Regenjacke an, Regenjacke aus. Ich war gestern Nacht bei meiner Ankunft ganz schön durchgepustet. Muss dazu sagen, dass ich ohne Haube gefahren bin. Mir fehlt sonst einfach der Überblick bei solchen Brevets, zumal die Streckenwahl des Ara- Schönbuch sich ziemlich an dem orientiert, was mit einem Rennrad gut befahrbar ist. Wobei das hier absolut keine Kritik an die Organisatoren sein soll, da diese sich auch dieses mal wieder übertroffen haben, was die Beherbergung und Verköstigung der Randonneure im Start- und Zielbereich anbetraf.
Aber nichtsdestotrotz gab es beispielsweise Schranken an Radwegen zu überwinden, zudem ein paar wenige mit dem Velomobil schwer befahrbare Passagen, da sie durch enge Unterführungen unter Bahngleisen entlangführten. Und dann waren da ja noch die 2200 Höhenmeter und jede Menge Kopfsteinpflaster.
Ich war mit meinem DFXL das einzige Velomobil am Start, neben mir noch sage und schreibe ein weiteres Liegerad. Wer das jedoch war, habe ich leider verpasst zu erfragen. Was es bedeutet, sich als Exot in solch einer reinen Rennradlertruppe zu behaupten, brauche ich hier vermutlich nicht zu erzählen.
Bis Bad Wimpfen bei Kilometer 89 lief es bombastisch, da die Strecke relativ flach am Neckar entlangführte. Zeitweise fuhr ich sogar ganz vorne an der Spitze des Brevets. Wobei ich zugegebenermaßen überrascht war, wie schnell manche der Rennradler unterwegs waren. Immer wieder hatte ich einen hinter dranhängen, obwohl selber weit über 40 fuhr. Aber die anstrengenden Passagen kamen fast alle in der zweiten Hälfte der Strecke. Und so kam es, wie es kommen musste. Je länger die Fahrt dauerte, desto mehr Rennradler überholten mich. Frustrierend.
So ab Kilometer 160, für mich 200, begann wieder mein linkes Knie Probleme zu machen und ich wurde, vor allem bergauf immer langsamer. Selbst bei 3 Prozent Steigung ging es manchmal kaum schneller als 10 Km/h.

Als ich nach 10 einhalb Stunden wieder im Vereinsheim war, war ich echt platt. Und bin es immer noch. Frau und Kind sind derzeit noch mit ihrem Kurztrip in Berlin beschäftigt und so nutze ich die Zeit mir zu überlegen was ich als nächstes Essen könnte. Die Weisheit des Tages für mich ist: Für mich taugt das Velomobil für solche Strecken, mit zu vielen Steigen, nichts. Ich werde mir auf lange Sicht da etwas anderes einfallen lassen müssen. Meine Knie machen das nicht mit.

So, schönen Sonntag noch an alle.

Bernd



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