Brevet Brevet-Berichte 2021

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Ich fahre allerdings aufrecht.
Skandal! :X3: :eek:
Inoffiziell einen Teil der Strecke und insbesondere mit Ein-/Umstieg in der Gegend Waltrop war mir auch schon durch den Kopf gegangen. Leider passt samstags bei mir aktuell überhaupt nicht. Mit der Grund, weshalb ich die offizielle Teilnahme wieder abgesagt habe. Grüßt mir Thomas und Tochter recht lieb, wenn Ihr sie rein zufällig sehen (bzw. von ihnen überholt werden) solltet ;-)
 
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200km Niederrhein Brevet am 17.04.2021

In den Tagen vor dem Brevet, musste die Frage geklärt werden, mit welchem Rad ich das Brevet unter die Räder nehmen wollte. Letzendlich habe ich mich dann entschieden, den ersten Langstreckentest mit dem "Vogel" zu unternehmen. Also sollte aus dem 200ter ein 400ter werden. Um 6 Uhr bin ich zu Anfahrt nach Geldern gestartet. Die 100 km wollte ich ganz entspannt angehen. Nach einer halben Stunde ging in meinem Rücken die Sonne auf. Die knappen 1°C haben ich nach einigen Km nicht mehr wahrgenommen. Der Vogel lief. Der Flow stellte sich recht schnell ein.
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Auf der Straße war nicht viel los. Kurz vor Heiden tauchte der erste Traktor in meinem Blickfeld auf. Ich fuhr recht schnell auf ihn auf. Ein Blick auf das GPS zeigte, ich war mit "Tacho 55 km" unterwegs. Ein kurzer Gedanke, dem Traktor entspannt zu folgen, wurde schnell verworfen. Also "gibt ihm..." Mit ca. 65 km konnte ich ihn überholen ;). Ok, wenn schon um diese Zeit kein RR zum Jagen da, dann nehmen ich halt die Traktoren. So wurde aus der entspannten Anreise ein genialer Flug über den Asphalt auf der Suche nach neuen Opfern. Dreimal sollte mir ein derartiges Manöver bis Wesel gelingen.
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Konsequenz: nach 1:30 Std. war in Wesel Km 72. Wow:D. Der "Vogel" hat eine super Performance.
Nun war ich aber viel zu früh. Zeit also für ein zweites Frühstück an der Rheinbrücke in Wesel.
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Von Wesel bis Geldern ließ es aber nun wirklich entspannt angehen. Ankunft am Bahnhof Wesel um 8:45Uhr. Meine Startzeit war für 10 Uhr gebucht. Zeit für ein wenig Brevet Kommunikation mit den vor mir startenden.
Kurz vor 10 Uhr tauchte dann Thomas mit seiner Tochter auf.
So langsam war mir kalt geworden und ich musste mich auf die Strecke begeben, nachdem das digitale Startprozedere erledigt worden war.
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Die Strecke bis CAS musste ich an einigen wenigen Stellen VM tauglich machen. Dies führte dazu, dass die schönsten Abschnitte verloren gingen.
Die Strecke bis zum Bahnhof CAS war bis auf ein Ereignis unspektakulär.
In Dorsten hörte ich hinter mir seltsame elektronische Geräusche. Die Rennleitung. Meinen die wohl mich? Ich fahre mal rechts in eine Parkbucht. Und tatsächlich, sie steigen aus und kommen zu mir. Eine junge Beamtin kommt zu meiner Rechten: "... entschuldigen Sie, wir wollen Sie nicht belehren oder so, wir sind nur so begeistert von dem Fahrzeug und Ihrer Geschwindigkeit..." Auf dieser Ebene wurde ich ein oder andere Frage gestellt und mir beantwortet. Auf die Frage nach dem woher und wohin, habe ich Ihnen meine Strecke erläutert mit der Aussicht auf 400km am Ende des Tages. Sie waren begeistert und wünschten mir weiterhin eine gute Fahrt.:D
In CAS habe ich dann zügig meine Kontrolle erledigt, um schnell den "Pott" wieder hinter mir zu lassen.
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Kaffee besorgen und eine kleine Pause am Kanal. Ich kam gar nicht richtig zum Essen, denn schon zog mein SL wieder die Blicke auf sich und ich musste viele Fragen von Spaziergängern beantworten.
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Der Weg zurück war dann viel angenehmer. Auch kam Sonne wieder raus, nachdem über Mittag sich der Himmel zugezogen hatte. Außerhalb des Milan war es dann doch recht kühl.
Ehe ich mich versah, war ich dann wieder in Wesel, nachdem am Nachmittag der ein oder andere RR´ler gestellt werden konnte. Die Rheinbrücke zum dritten mal passieren. Hier und da kamen auch mal einige Brevet Teilnehmer in mein Blickfeld. Aber kein Vergleicht mit den üblichen Brevet´s und den Kontakten unterwegs.
Um 17 Uhr bei Tageskilometer 308 war ich wieder in Geldern.

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Jetzt noch schnell zu MC:unsure: mangels wirklicher Alternativen. Leider waren die sanitären Anlagen gesperrt :confused: Ok, dann nicht.
Die letzten 100km des Tages wurden unter die Räder genommen. Auf dem Weg bis Wesel kamen mir noch einige Teilnehmer entgegen. Ein kurzer akustischer Gruß und Kurs N/O gen Heimat. Dann die Rheinbrücke zum vierten und letzten Mal für heute.
So langsam merke ich die gefahrenen Km. Die Performance des Motors lässt etwas nach. Die kleinen Steigung Richtung Raesfeld machen sich bemerkbar. Am Ende bleibt ein Schnitt von 35 km/h für die letzten 100km.
Gegen 21 Uhr öffnet sich das Garagentor zu Hause.
408 km in 15 Stunden. Es hat richtig Spaß gemacht. Der neue SL mit jetzt 4500km ist eine Wucht. Diese 400km haben haben richtig Spaß gemacht. Ganz besonders, wenn über längere Strecken die 6 auf dem Tacho erscheint.

Ein richtig gelungener Tag und wieder mal die Erkenntnis, ein Milan kann nicht gemütlich ... :unsure:, er will einfach fliegen.
 
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Leipzig
200km Brevet in Sachsen

Coronabedingt gibt es derzeit ein Zweiwochenzeitfenster für die Brevets, das will ich am letzten Tag für die 200er Runde nutzen. Also am Freitag schrauben, ich möchte mit dem Z-Pro fahren. Statt 2x10 mit Handumlegen vorn soll es künftig 1x12 sein. Soweit sogut, allein die Shimanokette samt Beipackzettel gibt Rätsel auf. Die Kette soll laufrichtungsabhängig sein, finde den Fehler:k-IMG_1455.JPG
Auch die Montage des Quick links stellt mich vor Probleme; ein paar Bier später und mit tatkräftiger Hilfe von @tbecker77 ist alles schick, zweimal um den Block - wird schon schiefgehen morgen;-)
Der Start in Bennewitz ist 30 Radkilometer oder 45 S-Bahnminuten entfernt, wer allerdings keinen Fahrplan lesen kann wird mit 30 Extrawarteminuten in Leipzig-Stötteritz bestraft. Die hätte ich besser noch im Bett verbracht. So mache ich das Startselfie um 7:14 bei 4°C. Die Sonner verzieht sich zügig und auch der SON läßt sich hängen. War wohl etwas zu viel Geruckel bis zur ehemaligen Bahntrasse an der Mulde.k-IMG_1474.JPG
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Ist aber schnell gerichtet. Den Fasan wenig später kann ich natürlich nicht knipsen. Trotzdem sehr schön, viele Jahre habe ich keinen mehr zu Gesicht bekommen. Ein paar Kilometer geht es flach an der Mulde entlang, bis es kurz vor Grimma kurz und steil bergan geht. Danach folgen ca. 100km suche und fahre jeden Hügel den es gibt in der Gegend; es sind endlos viele. Da werden auch extra Kontrollstellen eingebaut, damit man von der Mulde nach oben fährt, wieder hinabschießt und dann wieder bergauf kurbelt und nicht einfach unten oder oben bleibt:) Bei Kilometer 30 habe ich die Uhrzeit im Navidisplay gegen die Geschwindigkeit getauscht um nicht permanent auf die Zeit pro Kilometer zu schauen - fährt sich gleich entspannter. Brevetübliche Baustellen dürfen natürlich nicht fehlen:k-IMG_1479.JPG
Ist aber alles halb so wild. Bei Kontrolle 2 treffe ich den ersten Mitstreiter, der mir ein gelbes Quest mit Leipziger Piloten ankündigt. Und an der Burg Kriebstein, voilà:k-IMG_1491.JPG
Ds Burgtor ist verschlossen, also keinen Kuchen und Kaffee auf die Hand sondern Silberlinge aus den Gepäcktaschen. @Bernhard hat beim wiederlosfahren einen doppelten Kettenabwurf, siehe auch hier. Ich kurble mit 42-52 weiter, Bernhard holt mich bald wieder ein und nach ein paar Worten zieht er davon. Mittlerweile westwärts gegen den Wind, das wurde einem nach dem Start durch die allgegenwärtigen Windräder bereits angekündigt. Es geht weiter auf und ab, es bleibt kühl so dass ich die Kraft der irgendwann einsetzenden Sonne nicht bemerke. Fotos mache ich auch keine mehr - bis die 4. und letzte Kontrolle in Pegau erreicht ist, Brevettreibstoff tanken:k-IMG_1500.JPG
Beim Verlassen von Pegau sehe ich wieder eine Rennradgruppe die ich schon nach Kriebstein getroffen habe. Es sind doch einige Randonneure unterwegs. Die letzten gut 50km vergehen relativ schnell, um 6 bin ich wieder in Bennewitz. Ganz schön langsam, aber immerhin in der Zeit. Und billig war der Brevet diesmal auch, 3EUR Startgebühr, 3,70 für das S-Bahnticket hin und knapp 4 EUR an der Tanke in Pegau. Zurück bin ich noch in den Bereich meines Jobtickets per Rad gefahren, für die ganze Strecke nach hause fehlte die Motivation. Mit offenen Biergärten, Gaststätten und Eisdielen macht es mir einfach deutlich mehr Spaß.

Zuhause dann der Schreck vorm Spiegel: Sonnenbrand im Gesicht und zwei rote schmale Streifen an den Handgeleneken und zwei rote Punkte auf den Handrücken, Ergebnis des Tauschs der langen Handschuhe gegen die kurzen an der Burg Kriebstein. Selbst Schuld, ich hätte mich einfach eincremen müssen:-(

Die Schaltung war soweit o.k., wahrscheinlich bau' ich von Gripshift noch auf Lenkerendschalter um, ist mir einfach sicherer mit der Rückfallebene auf Friktionshebel.

Respekt natürlich an @Bernhard und an @wurzener! Diese Strecke mit dem Quest ist nicht ohne. Aber sie sind ja jung und fit;-)

Mal sehen, wo der 300er hingeht und ob der dann im Rahmen des Ausgangseinschränkungen von der Zeit her zu bewerkstelligen ist. Schön wär's!

Viele Grüße,
Frank
 
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Ruhrpott
Hallo zusammen!

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich hier schon seit Monaten bzw. Jahren rund um das Thema Brevet eifrig mitlese und immer wieder fassungslos und voller Respekt die hier beschriebenen Touren und eure Leistungen bewundere. RESPEKT!

Seit 2 Jahren bin ich nun stolzer Besitzer eines DF; schon im letzten Jahr hatte ich geplant mal in die Szene reinzuschnuppern und einen 200er unter die Räder zu nehmen, was ich dann aber wegen der Pandemie verwerfen musste.

Habe nun gesehen, dass der ARA-Niederrhein für den 11. September einen 200er mit Start in Geldern geplant hat. Und jetzt bin ich einfach mal so optimistisch und hoffe, dass sich die Lage bis dahin weiter entspannt und dieses Event tatsächlich stattfindet.

Hat sich schon Jemand angemeldet? Gibt's GPS-Daten? Ist das immer dieselbe Strecke? Gibt`s Erfahrungsberichte insbes. mit dem VM? Wie funktioniert das mit der digitalen Brevet-Karte?

Vielen Dank vorab und weiterhin GUTE FAHRT!

Burt!
 
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