- Beiträge
- 751
- Ort
- 52428 Jülich
Was habe ich zwischen Rhein und Seine über die Ausrüstung, neben dem offensichtlichen zu Umlenkrollen gelernt?
Nachwarmen heißen Tagen bei PBP und frischem, nass-kaltem Wetter auf der 4-Flüsse-Tour war das Wetter jetzt wunderbar. Nicht zu warm, meistens (bis auf ein paar Tropfen) trocken, erst bedeckt und die letzten 1 ½ Tage sonnig. Bestes Velomobilwetter! Alle auf dem Rennrad haben sich über Gegenwind zum Rhein beschwert, welcher Gegenwind ? Die "fehlenden" Höhenmeter helfen auch.
Was mir noch aufgefallen ist.
Nach
Was mir noch aufgefallen ist.
- Ich brauche noch einen Schaumdeckel (und vielleicht eine Abdeckplane) für das A7, zumindest wenn das A7 parkt oder doch mal Regen kommen sollte.
- Die Ventisit-Matte piekste zwischendurch, das lies sich aber mit ein wenig hin-und-her rutschen wieder abstellen. Deutlich besser als direkt auf dem Sitz saugend im eigenen Saft zu marinieren. Zwischendurch in den Pausen lüften!
- Schläuche und Mäntel (1x GP5000 und 1x CCU32mm) sind für mich im Kreis gefahren, macht aber nix, das darf gerne so bleiben. Die Luftpumpe ist toll, aber vielleicht suche ich neben dem TinyTanker doch etwas Leichteres, mit gut ablesbarem Manometer wie an der Tanker.
- Den Regen-Sonnen-Schirm (https://www.euroschirm.com/de/trekking-regenschirm-swing-liteflex-silber-uv-schutz-50/w2l6si17) habe ich im Kreis gefahren, es kam kein unwetterartiger Schauer, den ich abwarten musste.
- Luftmatte und Daunen-Quilt sind ebenfalls in der Hutze des A7 mit im Kreis gefahren. Dank Familie, Hotel und Bus-Übernachtungen war das nicht notwendig. Ein echter Luxus, solche Zwischenübernachtungen..
- Schlafen und ruhen, vor allem für die lange Zeit zwischen den Schleifen war komisch, aber offensichtlich hilfreich. Ich hätte bei jedem Stopp noch gerne 2-3h länger fahren können. Das Vorhandensein von Infrastruktur bremst dann aber gesund ein.
- Dank fehlender (weniger) Haare hat die günstige Decathlon Schirmmütze unter dem Helm den Schweiß gut abgefangen, vielleicht brauche ich bei 62cm Kopfumfang doch noch etwas Größeres, das Prinzip funktioniert aber. Das Visier wurde gegen eine photochrome Brille von Decathlon getauscht, sieht zwar unmöglich aus, aber die Augen waren gut (fast noch besser als beim Visier) vor dem Fahrtwind geschützt.
- Liegerad-Trikots mit Taschen sind toll um Riegel zu verstauen, da brauche ich vielleicht noch ein zweites wobei das personalisierte PBP-Shirt natürlich auch kaum zu schlagen ist ;-)
- Essen: Die gut 1,2 Kilogramm Datteln in der Frühstücksdose, die ich über die Strecke verteilt gegessen habe waren genau richtig. Ein wenig extra Zucker, etwas zu kauen und vor allem dringend benötigte Ballaststoffe. In den Pausen einfach voll drauf los, Chips, Pommes und bei den weichen Nahrungsmitteln Joghurt, Pudding und Milchreis. Ein paar Frucht- und Müsliriegel aus dem Aldi waren „für zwischendurch" auch dabei. Zwischenstopps zum Eisessen waren genauso zum Rückenlüften wie zum Beine strecken wie zur Energieversorgung angenehm. Dann noch insgesamt zwei Bananen (direkt aufessen, sonst Matsche) und die ein oder andere Fliege unterwegs...
- Trinken: Getrunken habe ich Wasser (Nachtanken bei Häusern entlang der Route oder an Friedhöfen war einfach, ca. 1L Apfelsaft(Gemisch) auf 90 Kilometer, die ein oder andere Orangina, Joghurtdrinks beim Intermarche, LIDL oder ALDI Zwischenstopp, ein paar mehr alkoholfreie Radler und Bier und ein Apfelsaft-Maltodextrin Gemisch.
- Mit 120g langkettigem, wenig süßem Maltodextrin in einem Liter Apfelsaft bringt die Flasche Energie für zwei bis vier Stunden und der Apfelsaft maskiert das Maltodextrin ein wenig. Lediglich die Flasche muss bei nächster Gelegenheit beim Nachfüllen (alle 80-100 Kilometer) am besten am Wasserhahn abgespült werden. Klebrige Flaschen sind eklig!
- Die Camelbak Chute Mag Flasche funktioniert super, wenn man alles richtig zuschraubt. https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/6108640_-chute-mag-1-0l-camelbak.html . Allerdings hat Camelbak diese Flasche wohl eingestellt. Ich habe noch ein paar Deckel gekauft.
- Ein passender Flaschenhalter auf jeder Seite wäre noch super.
- Pflaster auf den Schulterblättern (15x15 cm) nach gut 300 Kilometern kleben, die klebten auch noch nach 1200 Kilometern (autsch beim Abreißen), es gab nicht mal Scheuerstellen, die Rötungen waren auch wieder weg. Ich bewege den Oberkörper wohl ein wenig zu enthusiastisch. Das Blasenpflaster am Steißbein brachte Entlastung, entweder psychologischer Natur oder tatsächlich. Beides kommt auf jeden Fall wieder mit.
- Bei den Hosen muss ich mal schauen, der Gewichtsverlust der letzten Jahre macht sich bemerkbar, da brauche ich bald eine neue Hose, am besten Nahtfrei.
- Als Scheuerschutzcreme hat sich Kokosfett bewährt, ein kleines, halbvolles Glas reicht, je nach Temperatur wird das Fett/Öl flüssig. Reichlich applizieren und auch die Kniekehlen, Armbeugen und Hautfalten der Achseln sowie die klassischen Scheuerstellen zwischen den Beinen nicht vergessen! Nachkaufen war nicht nötig, geht aber in fast jedem Lebensmittelladen. Das Kokos-Aroma des Randonneur-Schnitzels in eigener Marinade ist wundervoll.
- Die Schere aus der Erste Hilfe Tasche ist für Bastelarbeiten offensichtlich unersetzlich...
- Mit einer Powerbank mit Lupine-Bastel-Adapter-Kabel (kaum benutzt,,) dem 14V Lupine Akku und Ladegeräten kam ich ohne Probleme jeweils die gut 300 Kilometer weit. Den durch Hanno geliehenen Ersatzakku habe ich gar nicht benötigt.
- Tagsüber und in der Dämmerung als Stand-Alone Lösung, und wenn ich Nachts wirklich alleine unterwegs war hatte ich das Blinki als daCannon-Ersatz dabei. Senticam Fahrradhelm-Licht. Eigentlich hasse ich Blinkies, wenn ich aber nur Autos mit dem schwachen Flash-Modus "blenden" kann, dann ist das schon OK. In Gruppen und nach dem Überholen bleibt das Ding aus und die Kellermänner machen Licht. Der Low-Blinki und standard ohne Blinken funktionieren gut. Die anderen Modi muss man durch klicken durchschalten. Eigentlich nur zur Helm-Montage, da ohne K-Nummer und Wellenlinie.
- Das Bryton 750SE als „semi-günstige“ Navigationslösung (Prime-Day für 170€) hat auch sehr gut geklappt. Eine Sache hakte, Bryton mag keine Aufzeichnungen mit mehr als 1200 Kilometer, selbst den 24MB FIT-Export vom 750SE konnte ich nicht händisch auf der Bryton Seite hochladen. Strava nahm die FIT-Datei aus dem Navi dann aber gerne. Die Navigation hatte ich in vier Einzeltracks für jeden Teil der Schleife, damit ich mich nicht selbst verwirre, vorab mit Navigationsinformationen abgelegt.
- Es geht immer nur das kaputt, was man nicht als Ersatzteil sowieso dabei hat .
Zuletzt bearbeitet: