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Bremsen für den Knicklenker

Dieses Thema im Forum "Fahrradkomponenten" wurde erstellt von scallo, 31.07.2016.

  1. scallo

    scallo

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    Ich baue gerade ein Staiger-Airbike auf. Da mir Kettenschaltungen nicht liegen und ich die Kette verkleiden möchte, baue ich erstmal eine Nexus-7-Gang-Nabe ein. Vielleicht später irgendwann auch mal was schöneres.

    Nun stellt sich mir die Frage nach den Bremsen:
    • Vorne und hinten sind Magura Felgenbremsen verbaut. Beide sind technisch einwandfrei und ich sehe keinen Grund sie nicht zu benutzen.
    • Zusätzlich hat meine Nabe eine Rücktrittbremse, die ich versuchsweise benutzen möchte, um auf freier Strecke die Arme vom Lenker nehmen zu können und trotzdem bremsen zu können. Mal gucken, ob das so funktioniert wie gedacht. Für Erfahrungberichte wäre ich sehr dankbar.
    • Da ich den Rahmen sowieso neu lackieren muss, könnte ich bei der Gelegenheit auch gleich Aufnahmen für Scheibenbremsen anschweißen, falls ich diese in fernerer Zukunft verbauen möchte. Ich habe keinerlei Erfahrung mit solchen Bremsen und bin mir nicht sicher, ob die Vorteile so enorm sind, dass es sich lohnt nur auf Verdacht hin Vorbereitungen dafür zu treffen. Vielleicht sollte ich mich auch eher auf Rollerbremsen vorbereiten, weil die weniger empfindlich und wartungsbedürftig sind. Was meint ihr?
    p.s.: Mein Rad steht draußen in der ärmeren Berliner Innenstadt, es darf also nicht zu teuer aussehen und nicht zu kostbare Komponenten haben. Außerdem darf es nicht empfindlich sein, weil es sich seinen Parkplatz mit vielen anderen Rädern teilt, wo auch mal eines umfallen kann. Außerdem würde ich den Faltcharakter des Airbikes gerne erhalten, um es in einer Tasche in den Zug mitnehmen zu können.
     
  2. Fafnir

    Fafnir

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    Dein Enthusiasmus ehrt dich. Es gibt aber bereits einen Airbikethread "Knicklenker im Vergleich".
     
  3. bergauf

    bergauf

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    Andreas Borutta (auch aus Berlin) gibt Anregungen: http://borumat.de/fahrrad-diebstahlschutz

    Ist aber nicht jedemanns Sache...

    Die Scheibenbremsaufnahmen würde ich anschweißen, wenn es dich kein Vermögen kostet.

    bergauf
     
  4. arasca

    arasca

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    Hallo Scallo,

    ich fahre einen Flevo-Racer (ist also nicht ganz vergleichbar), der Rahmen stammte von edelmeier, alles andere habe ich selbst aufgebaut. An den Flevo-Racer-Rahmen sind Scheibenbremsaufnahmen dran, also habe ich überlegt, ob ich das brauche und/oder will. Da ich mir schon auf zwei Reisen mal die Vorderradfelge durchgebremst hatte (beide Male glimpflich gelaufen), dachte ich schon, dass man mit Scheibenbremsen besser unterwegs ist. Da ich aber meine Räder immer (auch) als Reiseräder nutzen können will, habe ich mir eine Avid BB7 für's Vorderrad gegönnt (also nix Hydraulik, was man in der Pampa nicht gut reparieren kann, sondern normaler Bremszug).

    Und: Ich bin hochzufrieden damit. Würde nie wieder was anderes fahren. Wenn ich mal ein neues Hinterrad brauchen sollte, würde ich da sofort auch 'ne Scheibe montieren. Bilder: Guckst Du in diesem Faden:

    Und da habe ich damals schon beim Flevo-Fahren-Lernen dieses hier geschrieben:

    Auch jetzt nach ein paar Tausend Flevo-Kilometern würde ich immer wieder 'ne mechanische Scheibenbremse nehmen. :) Wenn Du also die Gelegenheit hast, die Aufnahmen anzuschweißen: Nutze sie.

    Gruß, arasca
     
  5. einrad

    einrad

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    Hi Fafnir,
    scall geht's um die Bremsen, das sehe ich durchaus als eigenständiges Thema. Es hat jedenfalls mit dem Vergleich verschiedener Knicklenker wenig zu tun.

    Hi scallo,
    in diesem Thread ging's sehr genau um Deine Fragestellung:
    https://www.velomobilforum.de/forum...ecktrittbremse-bei-einbau-im-vorderrad.31427/
    Mir hat die selbst gebaute Rücktrittbremse gut gefallen, leider ist dann ein Hydraulikzylinder undicht geworden, so dass ich den Rücktritt Anteil der Bremse dann später wieder demontiert habe.
    Wie am Anfang des Threads beschrieben: Die Nexus quälst Du ziemlich, wenn Du ernsthaft bremsen möchtest.

    Scheibenbremsen würde ich mir eher nicht montieren. Das ist aber zu einem guten Teil Geschmackssache und andere mögen dies anders sehen.

    Gruß, Harald
     
    Gasi und scallo gefällt das.
  6. scallo

    scallo

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    Danke für den Hinweise auf deine Erfahrungen. Sehr anschaulich. Schade, dass die Rücktrittbremse nicht wirklich geeignet ist. Aber die Idee mit der Bremshebelkonstruktion finde ich wirklich gut.
     
  7. einrad

    einrad

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    Zum grundsätzlichen Probieren reicht die Nexus auch. Ich vermute nur, dass sie's auf Dauer nicht aushält bzw. das Risiko birgt, plötzlich zu versagen.

    Wie bei Allem, die Konstruktion "Rücktritt" hat generall Vorteile und Nachteile.
    Was auf den ersten Blick nicht so sichtbar ist:
    • Einstellen der Pedale zum Wegfahren durch zurückrollen (geht nur ein wenig) oder hochheben des Vorderrads.
    • Zurückrollen führt nach kurzem Weg zum Bremsen des Vorderrads. (= Feststellbremse, kann recht angenehm sein.) Mit diesem Betriebsverhalten muss man sich anfreunden, sich über den Komfort der Festellbremse freuen und die Nachteile in Kauf nehmen.
    Gruß, Harald

    PS:
    Die meisten im Forum finden's ja auch ganz OK, wenn man im Stand nicht schalten kann (Kettenschaltung).
    Dies ist aus meiner Sicht stürender, als das oben genannte Verhalten des Rücktritts.
     
  8. Gasi

    Gasi

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    Also ich muss ständig die Pedale zum Anfahren richtig hindrehen.
    Dies ist nur mit Freilauf möglich.
    Gerade in der Stadt wird man oft Anhalten und Anfahren müssen.
    Ich sehe da keinen großen Gewinn durch Rücktrittbremsen.
     
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  9. streuner

    streuner

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    Hallo,
    zu den Bremsen möchte ich folgendes beitragen:
    Ich fahre ein Flevo-Bike mit Scheibenbremse vorne und Felgenbremse hinten. Am Hinterrad ist relativ wenig Auflast.
    Scheibe vorne ist super. Hinten ist Dosierbarkeit wichtiger als Bremskraft. Da habe ich gerade die V-Brake gegen eine alte Magura HS22 getauscht. Die kann ich sehr gut dosiert einsetzen.
    LG,
    Michael
     
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  10. einrad

    einrad

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    Wie so vieles ist auch das eine Frage der Gewohnheit.

    So lange man's nicht braucht, achtet man nicht drauf. Wenn's plötzlich anders lästig wird, gewöhnt man sich schnell dran, dass man "richtig" stehenbleibt.

    Ähnlich stellen die Kettenschaltungs-Fans fest, dass sie nie (?) stehen bleiben ohne vorher runterzuschalten.
    Den Fahrern einer Nabenschaltung ist's völlig egal: Man kann ja erst mal stehen bleiben und dann auf einen niedrigen Gang schalten.

    Ich habe hinten nach wie vor eine V-Brake, weil ich es mir zu besseren Zerlegbarkeit mal so aufgebaut hatte. Zerlegt habe ich den Racer allerdings noch nie...

    Gruß, Harald
     
  11. RaptoRacer

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    Joachim (aka iqual) sagte mal zu mir, wegen meiner Bedenken für Hydraulische auf Langstrecke:
    'Was soll daran kaputt gehen?'
    Recht hatte er: Mitlerweile schon 17 Jahre auf verschiedensten Rädern HydraulikBremsen.
    Nie ein Problem mit Leitung und Undichtigkeit gehabt! Die Leitung muss natürlich Knickfrei verlegt sein.

    @scallo: Einen Nachteil sehe ich aber schon bei DiscEinsatz im Alltag: Regen und Dreck verringern deutlich die Lebenszeit der Bremsbeläge.
    Bei hauptsächlich trockenem Einsatz bei mir ca 8000km bis die Beläge runter sind.
    Bei Alltagsbetrieb (zur Firma fahren) eher so 4000km.
     
  12. viez

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    Auch das ist noch zu verschmerzen
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  13. chrischan

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    Nachdem mir mein Eigenbau zerbrach, fahre ich zurzeit einen Flevo Racer. Er hat Scheibenbremse vorne- alte Julie, hydraulisch, Bremswirkung mau. Hinten V-Brake, blockiert problemlos.
    Mit meiner 7-Gang Sram im Eigenbau konnte ich herrlich scharf bremsen, bis in die Senkrechte. Das fehlt mir sehr. Ich werde meinen Neubau wieder damit ausstatten, auch wenn mir das passend Drehen fehlen wird. Allerdings sind Klickschuhe hilfreich, weil man ziehen kann.

    Von der Nexus hab ich gutes und schlechtes gehört, ich kanns nicht beurteilen.
    4000 km für ne Bremsscheibe würde mich nerven, zweimal jährlich wechseln ist mir zuviel.
    Gutes Entscheiden wünscht
    Krischan