Brainstorming: 4-Rad Velomobil

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Baut bitte zwei Frontscheinwerfer seitlich in/an die Karosse.
Mir ist aufgefallen, das ich mit zwei Frontscheinwerfern seitlich an der "Nase" von anderen Verkehrsteilnehmern deutlich besser wargenommen werde, als vorher mit nur einem (mittigem) Frontscheinwerfer!
deckt sich mit meinen Erfahrungen..
 
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Da ich seit drei Jahren auch EVO-S fahre weiss ich, dass man in den meisten Situationen gar keinen Motor braucht um die gleichen Geschwindigkeiten zu fahren. Einzige Ausnahme sind Steigungen über 3%. Selbst die Beschleunigungsvorgänge sind elektrisch nicht schneller. An Steigungen sind die Gewschwindigkeiten dann allerdings in der Regel unterhalb von 30km/h, so das ich hier ganz auf @DanielDüsentrieb 's Seite bin und sage, mehr als ein Pedelec braucht es einfach nicht. Allederings ein Pedelec mit einem Motor, der viel stärker ist, als gesetzlich erlaubt ist.
Viele weitere Argumente wie Zuladung, Zweipersonenbetrieb, etc. sehe ich auch so, glaube aber inzwischen, dass wir dann zwangsweise bei einem kleinen E-Auto landen und der Pedalantrieb nur noch Makulatur ist. 45kg ist bei meinem Gewicht und in meiner Region schon viel zu viel Gewicht.
Meiner Meinung nach bräuchte man ein leichtes Fahrzeug (ca. 20kg) mit einem leichten Motor (<2kg, inkl. Batterie), der sich vollständig vom Antriebsstrang abkoppeln lässt.
Du beschreibst ja 1:1 schon fast mein Fahrzeug :)
Ich bin mir noch nicht sicher, ob abkoppeln wirklich notwendig ist - auch ein BionX läuft ständig mit - wäre mal interessant wieviel Watt der neue 48V-Motor bei 45km/h und abgeschaltetem System wirklich schluckt.
Der Motor müsste auch über längere Zeiten >500W leisten können, ggf. mit aktiver Kühlung. Wirkungsgrad ist ggf. weniger wichtig, weil der Motor dann ja nur unterstützt und nicht dauerhaft betrieben wird.
Mehr als 500W würde ich meinem System nicht zumuten wollen. Das sind bei 80% Wirkungsgrad bereits 125W Heizleistung.
Mit weniger als 2kg kommst du bei größer als 500W nicht hin. Vielleicht, wenn du dich bei der Akku-Kapazität auf 50Wh beschränkst - damit hast du dann aber auch nur die Energie für 100 Hub-Höhenmeter an Bord - aber wenn dies für eine Strecke reicht ...

Was hier überhaupt noch nicht angesprochen wurde:
Selbstverständlich muss das System bergab mittels Reku Energie in den Akku zurückliefern und die Bremsen entlasten - das notwendige Equipment hierfür hat man dann ja ohnehin schon an Bord.
 
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Was die Auto-Industrie nicht hinbekommt, sollten wir im Velomobil-Bereich nicht verschlafen, daher wäre als allererster Punkt eine einfach (!) zu implementierende E-Unterstützung zu nennen und zwar mit Standard-Komponenten aus dem Pedelec-Bereich.
Möchte man diese Kernforderung in einem Fahrzeug, das noch /auch mit Muskelkraft nicht nur in der Ebene bewegt werden soll verwirklichen , so dürfte es, vollausgestattet und mit Motor und Akku die 40kg Marke nicht erreichen.
Einfach zu installierende Standard-Komponenten sind entweder Nabenmotoren oder Tretlagerantriebe (wobei ich solche, die vor einem Tretlager mit Kette auf dieses wirkend montiert sind ausnehme, Grund: Platzprobleme, zusätzliches Gewicht, Reibung) . Ein Nabenmotor kann mit einer 10fach Kassette bestückt werden und vorne sind Optionen wie Schlumpf oder 3fach Kettenblatt möglich. Das ergibt eine Entfaltung die es einem auch noch ermöglicht in hügeligem Gebiet tüchtig mitzuarbeiten und das Ding auch einmal bei E-Ausfall nach Hause zu bringen.
Installiert man einen Mittelmotor (ein Kettenblatt! ) so muß man hinten wenigstens ! die Entfaltungsbreite einer Rohloff haben , denn mit einer normalen 10fach Schaltung ist sonst unten oder oben zu wenig Entfaltung.
Beispiel:
20" Räder , 120kg Systemgewicht , Mittelmotor mit 70er Blatt 11-36 Kassette . Entfaltung 2,89 - 9,48 m.
9,48m in der Ebene oder bergab ist fein aber mit 2,89m auf einen 16% Hügel mit einem 350W (Spitzenwert 800W) Motor zu treten ist für einige vielleicht machbar für den Großteil wohl eher nicht mehr, vor allem wenn Alter , Knieleiden oder allgemeine Fitness dagegen sind. Und ohne Motorunterstützung - das probiere wer will , ein "normal" trainierter Radfahrer wird passen . (Ich denke da an das neue QV von velomobiel.nl bei dem genau das vorhanden ist)
Ich meine mit diesem Exkurs, daß schon bei der technischen Auslegung der Fahrwerkskomponenten die Art der Motorisierung berücksichtigt werden müßte (Integration der Motoraufnahme) im Hinblick auf eine möglichst breite Entfaltung , außer man will nur eine bestimmte Käufergruppe ansprechen .
Alle anderen Dinge wie gute(!) Federung , Wetterschutz, Platzangebot sind eigentlich selbstverständlich und auch schon in einigen Fahrzeugen gut realisiert.
Sicher , bei einem genügend starken Motor spielt das alles keine Rolle aber das ist dann kein Velomobil -kein Fahrrad- mehr . Persönlich würde ich , so sehr ich die Bauleistung des schwedischen Vierradfahrzeugbauers (ich finde momentan den Beitrag nicht, aber ihr wißt wen ich meine) bewundere eher nicht in so einem putzigen Autoverschnitt herumkurven wollen , aber wat dem eenen sin Ul.....
Und verzeiht das lange Gelaber über Entfaltung aber ich muß jeden Tag von der Schwelle weg 18% erklimmen (mit Schlumpf und Nabenmotor) , und würde das gern in einer gut gefederten Vierradkarosse tun.
 

Reinhard

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Und verzeiht das lange Gelaber über Entfaltung
Entfaltung ist schon wichtig und ich sehe das ähnlich wie Du, auch ohne die täglichen 18% ... ;).

Ich meine mit diesem Exkurs, daß schon bei der technischen Auslegung der Fahrwerkskomponenten die Art der Motorisierung berücksichtigt werden müßte (Integration der Motoraufnahme) im Hinblick auf eine möglichst breite Entfaltung , außer man will nur eine bestimmte Käufergruppe ansprechen .
Ich denke, das wird noch spannend werden ... Bei einem Tadpole mit 2-seitiger HR-Aufnahme ist ein Nabenmotor mit 10-fach Kassette kein Problem und man hat alle Freiheiten wie Du oben schon schreibst. Im 4-Rad wird das m.E. nur als ZG vernünftig gehen und da hätte ich schon gerne eine Lösung, die einen problemlosen Wechsel zwischen Kettenschaltungsnabe bzw. Kassette, Getriebenabe und Nabenmotor ermöglicht. Ähnlich wie im Mango, nur mit mehr Platz für den Einbau.
 
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Gibt es dazu auch eine Begründung? Oder ist das so wie mit den Farben?
Farben sind mir, solang es kein Pink ist, relativ Banane. :rolleyes:

Mir gehts eher um die Traktion auf nicht ganz perfekten Untergründen und um Kurven. Hier würd ich mir die gleiche Antriebsleistung auf beiden Hinterrädern wünschen.
Nur mal als Beispiel: Auch bei 10-20cm Neuschnee komm ich, durch das gleichmässige Drehmoment mit dem der Nabenmotor im Trike unterstützt, noch locker vorwärts wenn ich nur mit pedallieren schon hoffnungslos steckenbleibe. Keine Ahnung wie das mit zwei unterschiedlich angetriebenen Hinterrädern ausschaut. Warscheinlich nicht besser.
 
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Was wir bisher eingeplant haben:

-4 Räder (Einzelradaufhängung vorn, Verbundlenkerachse hinten) mit 5cm Federweg vorn und 8cm Federweg hinten
-Hinten links per Kettenantrieb, hinten rechts per Motor
-Kofferraum für 52 1,5l Wasserflaschen + ca. nocheinmal so viel Stauraum im Innenraum (Dann aber weniger zusammenhängend)
-Zuladung bis 200kg
-Fahrzeuggewicht nennenswert unter 50kg (mit Motor)
-Kofferraum abschließbar und wasserdicht
-komplette Elektronik (Blinker, HiLight60 als Frontlicht + Aufblendlicht, Rücklicht mit Bremslicht, Audiosystem (optional), Akkuüberwachung, usw.)
-Motorunterstützung (die aber nur am Berg und beim Anfahren eingreifen soll) mit Reichweite 200km+
-Sicherheitspaket (Gurtsystem optional, Kastenträger für Seitenaufprallschutz, Knautschzonen vorn/hinten, nach "innen" hin verstärkte Karosse, stabile "Fahrgastzelle", Überrollbügel (austauschbar))
-Einstellbare Lüftung über "Kühlercharlousie"
-optional Windschutzscheibe mit Scheibenwischer (kein Kunststoff.. Scheibe kann klein gehalten werden, deshalb relativ leicht)
-optional Harttop oder Softtop (letzteres aufrollbar und im Kofferraum verstaubar)
-Fahrergröße über Sitz und Tretlagerposition einstellbar, somit sehr weiter Bereich von Fahrergrößen möglich
-Antrieb komplett gekapselt, alle Schaltungsteile einfach zu erreichen
-Räder einfach entnehmbar, ohne mit der Kette oder der Schaltung rumfummeln zu müssen
-Reifenbreiten bis 60mm (Dann mit offenen Radkästen vorn)
-"Öko", da die Karosse zu fast 100% aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird
Willkommen in der (von dir so verhassten) Automobilindustrie! :D
 
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Baut bitte zwei Frontscheinwerfer seitlich in/an die Karosse.
Fänd ich auch super, würde ich bei einem VM auch ggf. nachrüsten. Aber dann bitte auch vorne (also vor dem Vorderrad) und nicht bei den Spiegeln in der Mitte des Fahrzeugs...
Da die Scheinwerfer auch die Breite des VMs wiederspiegeln sollten, könnte man die ja auch einfach per Halterung "frei" positionieren und nicht unbedingt in die Karosserie integrieren wie beim Orca.
[DOUBLEPOST=1454802958][/DOUBLEPOST]
Meinst Du ein Differentialgetriebe hätte da Vorteile?
Bei wenig Grip hat ein Differentialgetriebe nur Nachteile. Da wird immer das Rad angetrieben, welches weniger Widerstand hat... also das, welches eh gerade durchdreht.
Die Diskussion hatten wir ja auch schon öfters hier. :whistle:
Kann man beim Auto immer schön sehen, wenn jemand mit einem Rad im Schnee steckt oder mit einem Rad auf Eis am Berg anfahren möchte.
Beim Auto wird das über das ESP mit gezieltem Bremsen des Durchdrehenden Rades verhindert (Traktionskontrolle). Durch den zusätzlichen "künstlichen" Widerstand auf dem durchdrehenden Rad wird Drehmoment auf das andere Rad transferiert und man bleibt nicht stecken.
Beim VM würde ich aber gerne auf ein ESP verzichten :rolleyes:
Mit Freilauf pro Rad hat man eigentlich genau das was man braucht. Einziger Nachteil ist, dass in der Kurve das kurveninnere Rad angetrieben wird (weil das das langsamste ist). Beim kraftvollen Beschleunigen aus einer engen Kurve kann das dann durchrutschen, da kurveninneres Rad meist weniger Anpressdruck hat.
Differential + möglichkeit das zu sperren wäre super, aber das wird dann glaub ich alles zu schwer und auch keine Ahnung, ob es ein solches Fahrrad (Sperr-)Differential überhaupt gibt...
 

DanielDüsentrieb

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Hi jacky
Ist aber nicht mehr ein reines vm mehr oder.
Antrieb hört sich wie bei uns an. Verbundlenkerachse haben wir auch. Ok nur deutlich unter 30kg halt. Also mehr Geld pro Kilo. Hmm
 
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Fänd ich auch super, würde ich bei einem VM auch ggf. nachrüsten. Aber dann bitte auch vorne (also vor dem Vorderrad) und nicht bei den Spiegeln in der Mitte des Fahrzeugs...
Da die Scheinwerfer auch die Breite des VMs wiederspiegeln sollten, könnte man die ja auch einfach per Halterung "frei" positionieren und nicht unbedingt in die Karosserie integrieren wie beim Orca.
Bei weiter auseinander liegenden Scheinwerfern könnte man es mit einem weiter entfernten Pkw verwechseln. Dann vielleicht doch besser wie beim Orca plus Begrenzungsleuchten. Ich glaube das dass bei Quad´s auch so ist.
 
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Bei weiter auseinander liegenden Scheinwerfern könnte man es mit einem weiter entfernten Pkw verwechseln. Dann vielleicht doch besser wie beim Orca plus Begrenzungsleuchten. Ich glaube das dass bei Quad´s auch so ist.
Kann ich nach fast 12.000km mit zwei Frontscheinwerfern im täglichen Einsatz zu unterschiedlichsten Tageszeiten nicht bestätigen.

[DOUBLEPOST=1454808807][/DOUBLEPOST]
Meinst Du ein Differentialgetriebe hätte da Vorteile?
Nö.
Je ein Freilauf pro Rad ist besimmt ausreichend, günstiger und leichter.
 
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deckt sich mit meinen Erfahrungen..
Es wird wohl noch 2 Tagfahrlichtstreifen an den "Ecken" geben. 2 Scheinwerfer haben aber den Nachteil der höheren Kosten und des Gewichts. Zudem sind sie schwerer einzubinden.
2 "Positionslichter" + Hauptscheinwerfer ist derzeit der Favorit und wird erstmal so umgesetzt. Änderungen sind aber jederzeit möglich, da die Frontpartie einfach austauschbar ist..
Willkommen in der (von dir so verhassten) Automobilindustrie! :D
Naja, die sollen erstmal ein Fahrzeug bauen, das ca. 1/40tel! ihrer derzeitigen Karren wiegt.. Bei beinahe gleicher Nutzungsmöglichkeit.

@DanielDüsentrieb : Aber die Verbundlenkerachse ist doch hoffentlich aus Carbon oder wenigstens Stahl? In Alu wird die binnen kürzester Zeit wegbröseln ^^.
Das Teil ist tendentiell mehr als hybrid angedacht. In der Ebene/Bergab ohne Motor, bergan mit. Ca. 40-50kg Leergewicht (inkl. Ausstattung) sind nicht ohne in unserer Gegend. Da aber genug Platz für 30kg Einkauf + Kindersitz ist, ist eine Motorunterstützung für den "normalo" auch sinnvoll und erwünscht. Deshalb wirds direkt darauf ausgelegt, ohne jetzt gleich in die 3stelligen Gewichtsklassen abzurutschen.
 
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Gibt es dazu auch eine Begründung? Oder ist das so wie mit den Farben?
Kam zwar nicjt von mir aber: Maximale Traktion im Winter will ich auch ohne Motor haben. Deshalb beide Räder über Kettenantrieb. Der Hammer als Ergänzunh wären 2 kleine Nabenmotoren vorne - dann hätte man sogar Allradantrieb. Ich bevorzuge aber trotzdem eine Lösung mit schnell demontierbarem Motor aufs Zwischengetriebe (VM auch uneingeschränkt für Rennen nutzbar).
 
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Bei weiter auseinander liegenden Scheinwerfern könnte man es mit einem weiter entfernten Pkw verwechseln. Dann vielleicht doch besser wie beim Orca plus Begrenzungsleuchten. Ich glaube das dass bei Quad´s auch so ist.
Da fällt mir ein, dass ich vor ca. einem Jahr fast einmal beim Abbiegen einem Quad-Fahrer die Vorfahrt genommen hätte. Er sah im Dunkeln exakt aus aus wie ein Auto nur halt eines, das mehr als doppelt so weit weg ist.
Meint Ihr zwei Lichter sind wirklich besser?
 

AxelK

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Meint Ihr zwei Lichter sind wirklich besser?
Auch meine Meinung. Grundsätzlich sollte man besonders aufmerksam sein, wenn man ein Licht auf der Straße sieht. Sollte ich nur durch das Licht die Geschwindigkeit und Abstand nicht einschätzen können, bleibe ich stehen. Soll jetzt auch jedes Motorrad, Scooter usw mit einem weiteren Scheinwerfer ausgerüstet werden? Wieviele Autos fahren mit defekten Scheinwerfern durch die Gegend? Letzteres soll jetzt nicht der Maßstab sein, mir gehts hier nur um die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Radler sind nunmal die Schwächeren und das werden sie auch bleiben, also müssen wir für die Stärksten denken. Eine Lichthupe am VM fände ich sinnvoll (manchmal jedenfalls :D)
 
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