Bosch 12V Akku für Stromversorgung zB im VM

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Habe LiIon Akkus, die sind 20 Jahre alt und laufen noch gut.
Mit den 20 Jahren kann ich noch nicht dienen, aber am Netzteil würde ich jetzt keinen Fehler erwarten. Einer der Akkupacks, die ich vor knapp 4 Jahren mit dem VM gekauft habe, funktioniert heute auch noch. Einen systematischen Fehler möchte ich also ausschließen... auch liegen die Dinger immer in der VM Tasche, müssten also alle identischen Kälte- und Hitze-Einflüssen ausgesetzt gewesen sein.

Bevor ich die Dinger geladen habe, wurde auch immer ca. eine Stunde gewartet, damit die sich ein wenig aufwärmen/akklimatisieren konnten. Und mechanische Einflüsse schließe ich auch aus - außer dem "normalen" Gerappel im VM haben die keine Erschütterungen abbekommen.

Also muss ich das vermutlich unter "Pech gehabt" verbuchen und mir demnächst wieder einen neuen Satz bestellen :unsure:

Das "Ableben" kam in diesem Fall aber ziemlich überraschend. Letzte Woche hat das Akkupack noch funktioniert, wurde dann bis zur letzten blauen Leuchtdiode entladen (müssten also ca. 40% Restladung gewesen sein) dann an das Ladegerät gepackt, und ungefähr nach zwei Minuten soll der voll geladen gewesen sein.
Natürlich ergab dann ein Test im Fahrzeug, dass die Ladung nur für kurze Zeit Beleuchtung ausreichte - und selbst die LED Anzeige im VM dann KEINE Ladung mehr erkannte! Und seitdem lässt sich der Akku überhaupt nicht mehr aufladen. Das Ladegerät wechselt nach kürzester Zeit auf die Anzeige, die ich nach voller Ladung erwarten würde - Saft ist aber keiner drin.
 
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...Natürlich ergab dann ein Test im Fahrzeug, dass die Ladung nur für kurze Zeit Beleuchtung ausreichte - und selbst die LED Anzeige im VM dann KEINE Ladung mehr erkannte! Und seitdem lässt sich der Akku überhaupt nicht mehr aufladen. Das Ladegerät wechselt nach kürzester Zeit auf die Anzeige, die ich nach voller Ladung erwarten würde - Saft ist aber keiner drin.
Ok, dann sind die Zellen "weggelaufen", d.h. eine faule ist dabei, die schon leer ist, während die anderen noch voll sind. Die Schutzschaltung schaltet dann den Akku beim Laden ab (da die meisten Zellen übervoll= >=4.2V) und das Ladegerät zeigt "voll" an (also als wenn kein Akku angeschlossen ist).
Beim Entladen schaltet die Schutzschaltung bei der leeren Zelle ab, die 2.5V unterschreitet...
(Die drei Zellenspannungen sind also quasi: 2.5V, 4.2V, 4.2V)
Das deutet auf miese Zellen hin... Im MTB Forum wurden mit Packs von Enerprof.de gute Erfahrungen gemacht.
Oder man kann die Zellen mit einem Ballancer angleichen (dafür muß man das Pack öffnen und dran rumlöten und ein spezielles Ladegerät habe), dann wird sich das Spiel aber nach ein paar Monaten wiederholen, da die faule Zelle immer noch drin ist...
Typisches Problem, wenn man Zellen verschiedener Batches (Herstellungsdaten) oder minderer Qualität verwendet...

Der Nikolauzi
 
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Hallo @nikolauzi und @Joppie ,
ich vermute in dem Akkupack ist ein mieses BMS drin...
wenn das nicht vor tiefentladem schützt gehen die Zellen ganz schnell platt.
Auch würde ich Akkupacks mit Balanceranschluss vorziehen.

von 3 Ackkupacks mit A123-Zellen also LiFePo aus 2011 leben noch 2.

Wann man die Dinger wie lädt und wieviel man sie leer ( im Zulässigen Rahmen) fährt ist nach meinen Erfahrungen recht egal

Kurzschluss durch Feuchtigkeit in VM wäre noch ein Thema...

@nikolauzi : bist du mit dem Nick auch beim IBC mtb-Forum unterwegs? kann mich an den Nick erinnern, als ich in den 0erJahren mal die Luxilus Lampe nachgebaut habe.
 
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@nikolauzi : bist du mit dem Nick auch beim IBC mtb-Forum unterwegs? kann mich an den Nick erinnern, als ich in den 0erJahren mal die Luxilus Lampe nachgebaut habe.
Yep, das bin ich, fahre auch zweirädrig;)
Hatte ein Pack mal nach 10 Jahren gebalanced, aber das waren nur ein paar mAh Unterschied in den Zellen (alter Laptopakku). Bei LiFe weiß ich nicht, wie langzeitstabil die sind. Sollte aber auch kein Unterschied sein, wenn die Zellen gut sind.
Kondensfeuchtigkeit wäre natürlich ein Punkt. Habe meine immer mit Ducktape eingewickelt. Wenn die SchuScha oxidiert, kann sich schnell eine Brücke entlang des Potentials ausbilden und einzelne Zellen schleichend entladen...
 

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Kannst ja mal so eine Leiche aufschneiden und schauen ob was korrodiert ist. Spannung der einzelnen Zellen prüfen wär wahrscheinlich auch aufschlussdreich.

Ansonsten Ladegerät tauschen. Wenn das eine Macke hat und zuviel Spannung bringt verkürzt sich die Lebensdauer drastisch. Auch in China gibt es Montagsproduktionen.
 
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Kannst ja mal so eine Leiche aufschneiden und schauen ob was korrodiert ist.
Da das Teil erst so ungefähr 10x eingesetzt wurde, und auch erst 10 Monate alt ist, glaube ich nicht an Korrosion. Da das Strada nicht so biotopisch daher kommt wie geschlossene VM. Aufschneiden würde ich gerne machen, aber ich hoffe derzeit noch auf einen kostenlosen Austausch bei Velomobiel.nl, also lasse ich das Ding lieber in seinem Schrumpfschlauch ;)

Ansonsten Ladegerät tauschen. Wenn das eine Macke hat und zuviel Spannung bringt verkürzt sich die Lebensdauer drastisch.
Auch das wäre komisch, da ich die anderen zwei Akkupacks ebenfalls mit dem Gerät lade und zumindest eines dieser Packs ist noch aus dem Geburtsjahr meines Strada, also Mitte 2016. Darum bin ich so verwundert, warum die Dinger einen solch großen Unterschied in der Lebenszeit zeigen. Ich besaß bisher immer drei Akkupacks gleichzeitig, und habe die rollierend eingesetzt.

Auch würde ich Akkupacks mit Balanceranschluss vorziehen.
Für mich als unbeleckten in Sachen Akkutechnik - kannst Du mir da eine Empfehlung geben? Welches Ladegerät, und welches Akkupack mit Balanceranschluss wäre denn brauchbar? Allerdings müsste so ein Pack auch unterwegs mal zu laden sein, und damit müsste es zumindest im Notfall auch mal mit einem Reiseladegerät klar kommen, ohne dabei das Leben zu verlieren.
 
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