Bio-Hybrid (vormals: Schaeffler Bio Hybrid)

jpr

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Zum Thema.
Ich neige dazu davon auszugehen, dass bei großen Firmen der Anteil an Profis, die dort arbeiten, eine gewisse kritische Masse überschritten hat, denn sonst würde der Laden ja nicht laufen.
Ich finde es erstaunlich, dass Schäffler den BioHybrid einfach so abwirft und nun offenbar auch nichts mehr damit zu tun haben will. Da müssen die Entscheider ja total vom Hype fehl geleitet, Millionen bewilligt und erst dann über Marktlage, Nachfrage etc. Gedanken gemacht haben. Läuft nicht, also weg mit dem ungeliebten k
Kind. Wirkt auf mich so gar nicht professionell... und wirft auch kein gutes Licht auf Schäffler.
Zu den verpulverten Millionen kommt also auch noch der Image-Schaden.
Wer denkt sich sowas aus?
 
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Ich glaube das das Bio-Hybrid einfach zu groß eingestiehlt wurde und hab auch beim Podride diese Befürchtung.
Wenn zu viele Entwickler (die ja alle am Monatsende ihre Miete bezahlen müssen) an so einem Projekt arbeiten,
dann erstickt das Ding an diesem Wust von Interessen.

Schäfler müsste doch eigentlich wissen, das zu viele Köche, den Brei eher verderben,
als ihn rechtzeitig auf der Straße zu verteilen.

Ab einem bestimmten Reifestadium muss das Ding zu kaufen sein,
damit der Kostenapparat nicht zwangsläufig einen Rohrkrepierer produzieren muss.
Eventuell muss man das Entwicklungsteam sogar systematisch verkleinern,
je weiter das Projekt gediehen ist.

BH 1.0 sollte also updatebar sein, damit die Erstkunden vertrauensvoll zugreifen können.

...und los geht die wilde Fahrt :D
 
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Schäfler müsste doch eigentlich wissen, das zu viele Köche, den Brei eher verderben,
als ihn rechtzeitig auf der Straße zu verteilen.
Das Ding auf die Straße zu kriegen war bestimmt nur eins der strategischen Ziele.
Der Firmenname wurde jedenfalls als bekannt und innovativ aufrecht gehalten.
Wer weiß, welche weiteren Ziele und Partnerschaften damit gewinnbringend gestärkt würden und eventuell das Geld wert waren.
 
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Aus meiner Sicht kommen hier noch als Faktoren ins Spiel:

1. Citkar, Onomotion und Rytle haben die Nische "gewerblich nutzbares, überdachtes Elektro-Lastenrad" schneller und offenbar zum Teil erfolgreich besetzt.
2. Selbst für Velocar-Neulinge ist nicht viel Fantasie nötig, um abzusehen, dass es ohne Türen und offenem Boden bei schlechtem Wetter abenteuerlich wird. Am Beispiel des Citkars:

combine_images.png
(Quelle)

Für die Paketboten mag das noch hinnehmbar sein. Wenn man alle paar Meter halten und schnell rein/raushüpfen muss, sind Türen auch eher hinderlich. Aber wenn man als Privat-Nutzer wieder die volle Kälte/Regenschutz-Montur rausholen muss, fängt man natürlich wieder an abzuwägen, ob nicht ein zweirädriges E-Bike bzw E-Lastenrad ausreicht.
 
I would have thought that even for a delivery vehicle having one side closed in bad weather would be a minimum. And a half door is better than no door at all as Twizy has shown us here where I live. We are nearing the season where the Twizy doors lose their winter top windows by the way.
 
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Am Marktstart im kommenden Frühherbst hält das junge Unternehmen zuversichtlich fest. Bestellbar ist es bereits jetzt, und einige Pioniere sind scharf darauf, worauf die aktuelle Orderliste im dreistelligen Bereich hinweist. (Quelle)

Immerhin hat überhaupt jemand vorbestellt. Für mich wäre es weiterhin eher eine Notlösung aufgrund mangelndem Wetterschutz, aber der leichte Einstieg, die Möglichkeit eine 2. Person mitzunehmen und eine gewisse Cargo-Kapazität sprechen weiterhin für das Bio-Hybrid.
 
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Das Ding auf die Straße zu kriegen war bestimmt nur eins der strategischen Ziele.
Der Firmenname wurde jedenfalls als bekannt und innovativ aufrecht gehalten.
Wer weiß, welche weiteren Ziele und Partnerschaften damit gewinnbringend gestärkt würden und eventuell das Geld wert waren.

Das Ding auf die Straße zu kriegen war nie das Ziel.

Der zweite Satz trifft den Kern.

Die Gasbranche ja auch mit den "Tiefensee-Milliarden" nicht das Ziel gehabt, Tankstellen zu bauen an denen wirklich jemand H2 tankt, sondern hat damit einige hundert blau leuchtende Riesen-Reklameständer mit der Nebenfunktion "H2 tanken" gebaut.
 
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Gabs da nicht ein Road-Movie wo ein Renter auf einem Rasenmäher durch die USA reist, um seinen kranken Bruder zu besuchen? ;)

Außerdem muss ich auch an "The Long Way Up" denken. Ewan McGregor und Charley Boorman wollten ubedingt auf E-Motorädern (Harley Prototyp) von der südspitze Südamerikas nach Los Angeles. Die größten Sorgen auf der Tour: hält der Batterie bis zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit oder Boarding Termin (Schiff / Flugzeug) und bevor es dunkel wird. Immerhin könnten sie sich von den Belgleit-SUVs notfalls ziehen lassen und die Motorräder etwas aufladen.
 
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