Gestern ging es aufgrund morgendlicher Termine erst gegen 13:00 auf die schöne Strecke nach Basel. Die ersten 40 Kilometer bei schönstem Wetter (cirka 8 Grad) danach legte sich abrupt ein Wolken-Nebelband auf die Szenerie und kühlte einerseits spürbar von „Halstuch und warm“ auf „Schal und immer noch bissl frisch“ ab und trübte andererseits die Sicht signifikant ein.
Die Daheimgebliebenen beklagten „mach’ doch mal Fotos“, aber da hätte ich auch echt irgendwelche zufälligen Fotos meiner Arbeitsstrecke bei Nebel schicken können - hätte niemand bemerkt. Irgendwie komme ich bei diesen Verhältnissen mit der Mopedhaube trotz de-fogger und Wischer nicht richtig klar und fahre lieber Kombihaube. Lieber etwas frösteln, als nüschd sehen.
Gerade bei Abfahrten kann man wunderbar einhändig lenken und bremsen und mit der anderen Hand das Taschentuch für die Brille kreisen lassen… aber pssst!
Das schöne an Strecke ist, dass man es einfach rollen lassen kann -
ein paar unangenehme, aber kurze Anstiege werden durch fast 70 km leichtes Gefälle mehr als ausgeglichen. Netto -300 Höhenmeter auf 140 km. Perfekte Velomobil-Verhältnisse.
Nach 2/3 der Strecke verzog sich das schlechte Wetter in Balsthal so schnell, wie es vorher gekommen ist und der Anstieg zum Hauenstein hoch (cirka 350 Höhenmeter) erstrahlte in der Abendsonne.

Leider sind die Tage doch noch arg kurz und alle 50 Höhenmeter wurde es dämmeriger und kälter. Die rasante Abfahrt bis Liestal (410 Höhenmeter auf 17 km) ging dann schon in Dunkelheit über. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sank trotz Kenntnis der Strecke unter Pedelec-Niveau. Am Rhein war es zappenduster, auch wenn die Äppelkamera mit ganz viel Rechenleistung dagegen anpfuscht.
Die SL-AX macht nachts einen tollen Job, aber sobald man Gegenverkehr hat, ist bei nicht völlig klarer Luft fertig lustig. Gefühlt fahren in der Schweiz nur noch SUVs mit viel zu hoch eingestellter LED-Bullshit-Lichtleiste-Festbeleuchtung herum.
Heute morgen dann gegen 8:45 los.
Diesmal hat mich das Garmin-Navi mit Bikerouter-Track ohne jeden Verfranser durch Basel, Muttenz, Pratteln zurück gebracht. Ich wandele die Strecke rückwärts nur insofern etwas ab, dass ich einige Strecken Hauptstrasse im Frenkental durch Nebenstrassen ersetze, die bergauf keinen Geschwindigkeitsnachteil aufweisen. Man ersetzt um diese Tageszeit am Sonntag drängelnde Autos durch ängstliche Hunde...
Route im Bikerouter