Bilder und Berichte von Ausfahrten und Touren

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Das Wochenende sollte sehr, sehr nass werden, also habe ich die trockenen Momente zu finden versucht. Am Freitagabend schon los, mal wieder nach Norden. Irgendwann fing es aber an zu regnen, es war eh schon dunkel und ich war müde und nicht richtig fit. Also "nur" 76 km. Samstag dann wirklich nur nass, aber der Sonntag sollte nun trocken bleiben. Also los, wieder nach Norden, mal wieder zum Senftenberger See, da war ich dieses Jahr noch nicht. Es lief ziemlich gut, Reisegeschwindigkeit immer um die 30 auf ruhigen Straßen. Dann eine Runde um den See und als ich gerade rum war, ist das Vorderrad weich: Kleine spitze Steine haben sich durch den vorderen Kojak gebohrt. Flicken, was futtern, weiter.

Die Rückfahrt führt irgendwann wieder auf die Strecke des Hinwegs und läuft wieder ruhig und flott. Als Dresden schon fast in Sichtweite ist, merke ich, dass nun das Hinterrad weich ist. Kurz nach Radeburg darf ich also noch einmal basteln. Diesmal ein recht großes Loch im Mantel, das an der Innenseite mit den Kanten des Loches den Schlauch zerrieben hat. Sowas hatte ich schon mal am Tandem... Auf Flicken hatte ich jetzt keine Lust, also Ersatzreifen und -schlauch drauf und dann die letzten paar Kilometer nach Hause. Am Ende standen fast 150 km mit einem guten 27er Schnitt auf dem Tacho.
Der hintere Reifen ist mit dem riesigen Loch eh durch, den vorderen werde ich auch nochmal genauer anschauen, ob der vielleicht schon zu sehr verschlissen ist...

Gruß,
Martin
 

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Toller ad hoc Montageständer @Racertje ;).

Habe am Sonntag auch meine "Herbstakklimatisierungsrunde" bei "bestem" Herbstwetter gedreht: um die 10°C, leichter Nieselregen.
Beim Losfahren war es allerdings noch trocken, sonst hätte die Motivation sicher auch nicht gereicht.
Bei Schwanebeck fing es leicht zu nieseln an, da sagte ich mir "das bisschen Niesel, wenn es schlimmer wird, kannst du immer noch umdrehen".
Der Niesel wurde natürlich stärker, aber da war ich dann schon so weit, dass das Umdrehen auch nicht mehr lohnte und bin einfach weitergefahren.
Nur bei langen Ampelstandzeiten wurden mir die Beine etwas kühl. Das motiviert dann anschließend zu Intervallen, um wieder warm zu werden. ;)

Um Abwechslung reinzubringen, bin ich mal etwas anders als auf meinen üblichen kurzen Runden gefahren: über Zepernick zum Gorinsee, Wende in Mühlenbeck, dann über Schönerlinde, Buch, wieder zurück. Keine unbekannten Strecken, aber mal anders kombiniert. Der Gorinsee Abschnitt ist immer noch gut zu fahren, der Radweg an der L30 war für Herbst erstaunlich sauber. Hinterm Gorinsee wechsel ich für einen Interval auf die Fahrbahn und ziehe mit bis zu 45 km/h auf dem exzellenten Asphalt bis zur nächsten Ortschaft durch. Ein weiterer Interval ergibt sich beim Klärwerk Schönerlinde, der "Duft" motiviert dazu das Gebiet schnell hinter sich zu lassen. :LOL:
Hinter Schönerlinde biegt kurz hinter mir ein Linienbus in meine Richtung ab, was zum nächsten Interval motiviert. Den Dieselstinker will ich nicht vor mir haben.

Sogar ein paar Naturerlebnisse gab's noch: zwei Raubvögel die einen Luftkampf vollführten und eine Gruppe Kraniche im Formationsflug.

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(Ich glaube der Pizzalieferer auf dem letzten Bild hat gerade ein UFO gesehen. ;))

 
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Challenge Hurricane
wie hälts du es dann mit der Radreinigung? Bei mir war die Tour am WE auch recht nass, besonders am Anfang. Leider hatte ich noch keine Möglichkeit zum Radputz, finds aber schon bemerkenswert was alles an Fremdkörpern bei so einer Regenfahrt ans Rad geschleudert wird. Am besten wohl wenn ein Gartenschlauch zur Hand ist und gleich nach der Tour mal das gröbste abgespült wird...
 
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Ausflug aufs Land jenseits des Vorgebirges, zurück über Rösberg, dessen Wasserturm im Hintergrund zu sehen ist

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sieht man nicht, dass ich hier mit über 50 km/h durchs Land rausche:

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Milan SL
Ein kleiner Reisebericht meiner 3-Tage-Tour zum Ende der Sommerferien.
1. Tag vom Kraichgau in die Schwäbischen Alb
Am 8.Sept fuhr ich morgens früh los. Das Navi gab 111km und knapp 5h Fahrt und und 770hm an.
Zuerst ging es hinter Stetten a. H. die 10%-ige Steigung hoch. Nicht schön gleich zu Beginn, aber immerhin ist man dann warmgefahren.
Anschließend ging es weiter am Neckar entlang. Am schönsten ist das immer bei Sonnenschein und blauem Himmel. Leider ist die Leitplanke oft im Weg, so dass man den schönen Fluß selten sieht. Deshalb kein Bild vom Neckar
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Zwischenzeitlich machte ich kurz eine Trinkpause kurz vor der Plochinger Steige.
Da ich die Steige abwärts in Richtung Kichheim /T fahren durfte, konnte ich den tollen recht neuen Belag genießen. (Scheinbar rutschte der Hang vor 2 Jahren ab und wurde deshalb saniert) Allerdings wurde es mir irgendwann zu schnell und ich bremste doch. Erst später habe ich auf meinem Tacho Höchstgeschwindigkeit von 91.7 h/km abgelesen.:rolleyes:
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Angekommen bin ich dann nach 4.15 Std, das lag sich an den Geschwindigkeiten die man mit einem VM bergab erreicht.
Hier bin ich aufgewachsen. Eine tolle Gegend.
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2. Tag von der Schwäbischen Alb in den Nordschwarzwald - 92km
Morgenstimmung
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In Waldenbuch 2005 gibt es das Museum Ritter ein Schokoladenmuseum und Schokoladenwerksverkauf, davon musste ich natürlich ein Bild machen
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Da ich viel Zeit für die 91km hatte, habe ich dies lustige Skulptur von dem Künstler Mathias Schwaikle entdeckt. Da wirkt selbst der Milan klein dagegen.
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3. Tag: Altensteig - Kraichgau
Das schöne Wetter war vorbei, aber dafür ging es die 94 km großteils abwärts und an der Nagold und etwas an der Enz entlang, nach Hause.
Hier ein wunderschöner Radweg an der Nagold.

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Aus Gründen sind @blackadder und ich heute eine Tour um den Überlingersee gefahren, die wir vor ca. einem Jahr bereits einmal mit den Wölfen gemacht hatten, heute dafür mit den DFs. Es begann mit ein paar Höhenmetern und der Überquerung des Bodensees, die dafür aber mit einer Abfahrt durch das Dettelbachtal belohnt wird.

Hier sieht man links vom Weg über den Apfelbäumen ein wenig vom See am Bodman-Ende, und rechts der Einschnitt im Waldrücken ist besagtes Dettelbachtal, das wir zuvor noch heruntergefahren waren.

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Es folgte eine Fahrt durchs Hinterland, die zwar rechnerisch immer weiter anstieg, aber so gemächlich, dass man es angenehm fahren konnte. Bei der besagten letzten Fahrt auf dieser Strecke sind wir damals mit den Wölfen eine richtig fies steile Strecke zur Burg Hohenfels hoch gefahren - hier sieht man an der scharfen Waldrandgrenze die Leitplanke des Weges, allerdings noch lange nicht so steil wie weiter oben. Wir sind heute auf der Straße davor geblieben, bzw. auf dem Radweg daneben. Über 2 Serpentinen ging es meistens mit ca. 10% hoch, was ich als nahezu perfekt zum gemütlichen, nicht allzu anstrengenden Fahren empfunden habe.

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Weiter oben ging es dann abwechselnd fliegend und wieder kletternd durch die Hinterlandhügel.

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Bis wir irgendwann aus 700 m Höhe wieder auf den Bodensee auf 400 m Höher herunterschauen konnten - diesmal blieben wir auch auf der Straße und wichen nicht auf die Seitenstraßen aus, so dass ich es mit 90 km/h gen Tal laufen lassen konnte. Hui!

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Und wieder zurück am See. Danach noch mit der Fähre auf die andere Seite, und bis wir zuhause waren, war es schon dunkel.

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79,4 km in 3:26 h Fahrtzeit
 
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Kleine Erntedankausfahrt gestern Nachmittag,

erst an der Mainschleife entlang, die Weinberge sind mittlerweile alle gelesen.
Dann weiter den Main entlang ins Schweinfurter Umland und zurück am Rande des Steigerwaldes.
Insgesamt knapp 90 km. Das Wetter war schön, allerdings ein ziemlich starker Wind mit Böhen ab und zu.
Radfahrer waren gegenüber sonstigen Sonntagen ziemlich wenige unterwegs. Ich war froh im Velomobil zu sitzen.
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Es begann mit ein paar Höhenmetern und der Überquerung des Bodensees
das stimmt natürlich nicht, schätze da hat die Autokorrektur zugeschlagen: Es war natürlich der Bodanrück, der uns die Höhenmeter bescherte, wenn wir den Bodensee per Schiff überquert hätten, hätten wir die ersten 200 Höhenmeter und 25 km gespart.

Insgesamt hatten wir laut meinem Garmin 739 Höhenmeter auf den knapp 80 km. Das war schon recht anstrengend, da ich dieses Jahr dank ausgefallenem Radurlaub ziemlich untrainert bin, aber dafür lief es verblüffend gut. An den langen, steilen Steigungen sorgte das dann noch mal für 30 Grad im VM.
 
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die Mühle mit dem ab_enen Flügel
läuft wieder. Ich hatte es aus dem Augenwinkel schon bemerkt, bin aber die letzten 4 Wochen nicht wirklich rausgekommen.
Alles dreht sich, alles bewegt sich:
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Hab mich dann auf dem Rückweg von Flonheim vom Südwest schieben lassen, der Erhöhte Lichtdruck hat vielleicht zusätzlich was gebracht:
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Grüße,
Christian
 
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Nachts ist wieder Regen durchgezogen, das reinigt die Luft. Heute ein strammer Nordwest, gegen den zu fahren im Velomobil Spaß macht, aber auch Aufmerksamkeit fordert, wenn es nicht direkt von vorn, sondern schräg von vorn bläst. 40 km gegenan und sich dann mit dem Wind nach Hause treiben lassen.
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Wunderschön draußen.
 
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Nach über 4 Wochen gab's heute endlich wieder die erste längere Ausfahrt.
Mit dem Scorpion ist anhalten und Bilder machen deutlich schneller erledigt. Und der Wendekreis ist im Vergleich winzig. Auf der Straße im Appelbachtal ist man mit einem Mal rum.

Screenshot from 2020-10-10 16-49-38.png Screenshot from 2020-10-10 16-49-55.png Screenshot from 2020-10-10 16-50-47.png Screenshot from 2020-10-10 16-51-07.png Screenshot from 2020-10-10 16-51-42.pngScreenshot from 2020-10-10 16-52-24.png Screenshot from 2020-10-10 16-53-04.png Screenshot from 2020-10-10 16-53-40.png Screenshot from 2020-10-10 16-54-13.png Screenshot from 2020-10-10 16-54-42.png

Grüße,
Christian
 
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Testfahrt nach Karow für neuen Klapptiller. Motto: "Ein Stündchen geht immer" :D

P1050104.JPG P1050111.JPG P1050118.JPG

Anschließend noch ein kleines Bike Foto-Shooting:

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Eigentlich müsste ich noch warten, bis das "richtige" Vorderrad wieder da ist, aber wer weiß wie lange die Mauer noch so schön "blank" ist. ;)
 
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Herbstliche Ausfahrt ins Taubertal

Heute eine Ausfahrt ins Taubertal gemacht. War mit @Gugla verabredet. Haben gefachsimpelt. Man ist die Zeit verflogen. Bin dann noch ca. 60km mit ihm bis Königshofen gefahren, da haben sich unsere Wege wieder getrennt. Weiter ging es über Grünsfeld, Wittighausen, Giebelstadt wieder zurück. Das Tal hoch lies sich ganz gut fahren.
Wetter: Im Taubertal am Nachmittag ist es zugezogen, vor Bad Mergentheim haben wir ein paar Spritzer abbekommen, ansonsten bin ich trocken nach Hause gekommen.
Gesehen haben wir auf dem Taubertalradweg einen Trikefahrer, kurz vor Bieberehren einen Tieflieger mit orangen Wimpel hinten dran. Ist aber dann auf den Gaubahnradweg abgebogen.
War für mich eine schöne Ausfahrt mit 146km und 1000hm.
@Gugla hoffe du bist noch gut nach Hause gekommen. Für dich waren es bestimt noch 100km mehr.
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Kurz nach dem Start. Der Frankenberg

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Abfahrt ins Taubertal
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Tauberzell, hier haben wir uns getroffen.
Danach habe ich vor lauter Fachsimpeln keine Fotos mehr gemacht.

Thomas
 
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Ja, bin gut nach Hause gekommen.
Über Boxberg und das Jagsttal etwas weiter als der Brouter-Vorschlag mit vielleicht einer Stunde leichtem Regen,
aber dafür bis NSU sehr verkehrsarm und trotzdem meist mit bestem Belag.
War ein wirklich nettes Treffen und eine schöne Fahrt.

Gerne mal wieder!

Noch ein paar Bilder von meiner Anreise

Ipf.jpg

Ipf bei Bopfingen / Nördlinger Ries

Rothenburg-Anfahrt.jpg Tor.jpg Rothenburg Gasse.jpg
Rothenburg ob der Tauber
 
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Letzten Sonntag wollte ich es mal wieder wissen. Schon lange schwebte mir die Herausforderung "100 km in 3 Stunden" als ganz persönliches Zeitfahren vor. Nachdem ich mir meinen besten Sommerschnitt auf 64 km anschaute, kam mir das auch nicht mehr so abwegig vor.

Die Temperatur war um 10°C zwar nicht mehr so erquickend, aber wenigstens sollte es trocken bleiben und am Nachmittag sogar noch die Sonne zum Vorschein kommen.

Um streckenmäßig die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen und das Ganze auch möglichst reproduzierbar zu machen, wählte ich den Abschnitt des Oder-Radwegs zwischen Lebus und Schwedt. Anreise mit dem RE nach Frankfurt-Oder, dann Warmfahren bis Lebus.

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Nach kurzem Liegeradtechnikgeplänkel mit Spaziergängern in Lebus ging es dann los.

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Der Tacho zeigte gleich mal vom Start weg motivierende 40+ km/h an, doch ich machte mir nichts vor, denn die Startrichtung war noch optimal zum SW-Wind ausgerichtet. Flussradwege haben es ja so an sich, dass sie sich hin- und herschlängeln...

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Nach nur 20 Min Fahrt dann der Schock: ein Elektrozaun quer über den Radweg! Seuchengebiet. :eek:
Was nun? Oben auf dem Deich war auch keine Umfahrung möglich und eine andere Route nur über irgendwelche üblen Schotterpisten möglich.
Da kein "betreten verboten" Schild zu sehen war, also kurzerhand das Rad drübergehoben und weiter gehts! Ein mulmiges Gefühl blieb natürlich. Die Wühlspuren am Rande des Radwegs stimmten auch nicht gerade zuversichtlich. :oops:

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Zum Glück konnte ich die Gefahrenzone schnell hinter mich bringen und der Himmel fing auch an, aufzuklaren. Wie im Film, dachte ich mir.

Die ersten 50 km waren dann auch bald abgerissen. Der Timer zeigte trotz des Zwangshalts erfreuliche 1:25 h. Die Beine spielten auch noch mit. Allerdings merkte ich nach einem kurzen Versorgungsstop deutlich wie die Leistung eine zeitlang einbrach. Das zeigt mir mal wieder gut, wie nachteilig Pausen bei so einer Aktion sind, sogar über den Zeitverlust durch die reine Standzeit hinaus.

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Jetzt hieß es "nur" noch, die Leistung auch in der zweiten Hälfte zu halten. Bei Neuglietzen (Pflastersteine) und Hohensaaten (Betonplatten und Wurzelaufbrüche) waren zwar noch Langsamfahrabschnitte zu erwarten, allerdings würde die Fahrtrichtung auch wieder besser zum Wind ausgerichtet sein.

Rückenwind ist allerdings für mich ein zweischneidiges Schwert, die Übermotivation und die überschaubare Reststrecke führten dazu, dass ich etwas überzockte. Zum Ende hin, so die letzten 10-12 km, fühlte es sich an als wenn der "Akku" langsam schlapp machen würde. Sieht man auch gut im Leistungsdiagramm, wie die Kurve absackt. Leider hatte ich auch keine Kohlenhydrate mehr griffbereit. Interessant war das Gefühl, dass der Körper Energie aus weniger relevanter Muskulatur abzog. So fingen die Arme an, sich schlapp zu fühlen, während die Beine noch etwas Reserven zu haben schienen. Ich musste an Raumschiff Enterprise in einer Gefahrensituation denken: "Picard an La Forge, leiten sie sämtliche Energie von nichtbenötigten Systemen in den Warp-Antrieb um". :LOL:

Die letzten 5-6 km waren dann richtige Quälerei. Wahnsinn, wie lang sich die Minuten da noch gezogen haben. Um durchzuhalten musste ich es mir richtig bewusst machen, dass ich es objektiv gleich geschafft haben würde.
Die Fahrt über die gedachte Ziellinie war dann irgendwie unspektakulär und erstmal nur Erleichterung, es hinter mich gebracht zu haben.

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Die Freude darüber, die 3 Stunden Challenge sogar um über 10 Min unterboten zu haben, rückte erst richtig ins Bewusstsein, nachdem das Rad ins Gras fallengelassen und eine halbe Tafel Schoki verdrückt war. :cool:

 
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