Bilder und Berichte von Ausfahrten und Touren

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Als der Ort noch Stadt war, war dies die kleinste im Lande, seitdem er nicht mehr Stadt sein darf, also seit 1934, ist es nur ein Dorf, und kein großes, und doch darf es sich seit 1954 Stadt nennen. Wie heißt der Ort, in dessen Historie die heutige Ankunft von sieben Velomobilen als das größte Velomobiltreffen in der über 800jährigen Geschichte verzeichnet ist. Wo war‘s?

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Mal einen Powermeter (Favero Assioma) ans Bike geschraubt und getestet, was ich "all out" über 20 Min raushauen kann. :D

Habe versucht, das Ganze ohne besonderen Anspruch in der Art eines FTP Tests durchzuziehen, wie hier beschrieben.
Strecke ist schon recht gut dafür, da nur geringer Verkehr, keine Ampeln und auch sonst kaum Querungen, allerdings etwas zu kurz für 20 Min hin- und zurück, somit musste ich noch in die L30 abbiegen. Sinnvoller als dann nochmal umzudrehen wäre wohl gewesen, der L30 weiter zu folgen. Strecke hat auch einige Hügel, da neige ich bergauf zum überpacen.
 
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Eigentlich wollten wir gerne als Ehepaar mit den Vm gemeinsam an den Atlantik fahren. Leider hat uns Corona einen Strich durch die Planung gemacht und so suchte ich mir andere Herausforderungen. Was liegt da näher als Nici und Daniel in den Ferien zu besuchen um sie kennen zu lernen und mir das After7 usw genauer anzuschauen.
Um 4.00 ging es im Dunkeln los, Eine gute Möglichkeit, mein neues Rück/Bremslicht zu testen.

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das Gute an einer Nachtfahrt ist, der wenige Verkehr und man sieht nicht wie lange die Steigung noch andauert. Deshalb hatte ich gehofft, das Schwerste gleich zu Beginn hinter mich zu bringen.

Hier zwischen Eberstadt und Schwabbach nach der Anhöhe
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Aber meistens kommt es anders wie man denkt... Die Straße durch Mainhardt war gesperrt und ich musste einen Umweg nehmen, der mich zudem noch mit einem 15% Berg „belohnte“.
Aber ich hatte ja Zeit, da ich erst um 17.00 geplant hatte bei @Düsentriebin anzukommen.
So manches Auto versuchte mich, mit lautem Gehupe die Berge hoch anzuspornen. Leider klappt das bei mir nicht.
Um kurz nach 17.00 kam ich in Weil an.
Insgesamt waren es auf dem Hinweg 270km mit 1800hm.
Ich wurde sehr freundlich von Nici und Daniel empfangen und konnte gleich noch beim Fertigstellen eines neuen After7 zuschauen.
Auch in Daniels Af7 durfte ich mich reinsetzen und die feine Fertigung solcher Velomobile bestaunen. In dem Vorführer drehte ich eine Proberunde mit Nici zusammen. Ein tolles Gefährt, und das Gewicht von 20kg hätte ich auch gerne bei meinem SL. (Mein SL wiegt 26kg! Gibt es da auch leichtere mk4 die mit mir tauschen möchten?;))
In der Nacht hat sich Daniel meinen Milan angeschaut und durchgeprüft. Da ich von Anfang an Probleme mit der Umlenkrolle hatte, hat er mir da eine schöne Lösung zurechtgebastelt. Vielen Dank dafür und ich hoffe, auch wenn es in der Kürze der Zeit nicht möglich war es perfekt zu konstruieren, dass die Rollen und meine Kette bis zum Sanktnimmerleinstag funktioniert und dort bleibt, wo sie hingehört.
Die Nacht war gefüllt mit Erklärungen und Erzählen über Velomobile und anderes.
Da der Abend fließend in den Morgen überging, machte ich mich um 6.30 auf den Heimweg.
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1Stunde später musste ich mich das erste mal (von drei) vor Müdigkeit an den Rand stellen und schlafen. Durch lautes Klopfen auf der Haube, schreckte ich etwas später auf. Aber es war dann nur eine Frau die sich nach meinem Befinden erkundigen wollte,
Jetzt weiß ich auch, dass man sehr gut im SL schlafen kann.:giggle:
Manche Fahrradwege waren fast so breit wie die nebenliegende Straße.
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Die Heimfahrt war ereignislos und ruhig , bis auf den Umweg bei Mainhardt.
Aber dieses mal durfte ich (vor Brettach) das Ganze abwärts fahren.
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Schließlich konnte ich noch einen schönen Sonnenuntergang miterleben.
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Die Heimfahrt waren dann nur 265km und 1500hm.
Vielen Dank @Düsentriebin , dass ich so spontan bei euch vorbeikommen und die Gastfreundschaft in Anspruch nehmen durfte.
 
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Nochmal etwas variierte 50er Runde:

In Schwanebeck gleich rechts ab Richtung Birkholz - sehr ruhige Straßen bis Blumberg. Zwischen Autobahnbrücke und Birkholz etwas welliger Asphalt, dann guter Asphalt Birkholz-Blumberg.

Leider auf dem Rückweg genau "pünktlich" zum Schließen der Bahnschranke in Ahrensfelde angekommen. :LOL:

Sinn der Übung war, mal zu testen, was dabei rauskommt, wenn ich bewusst im GA1 bleibe. Ein paar Ausreißer waren dabei (ich muss am Anfang immer ein bisschen Gas geben, um mich abzureagieren ;)), aber im Großen und Ganzen sollte es GA1 gewesen sein (der "Singtest" hat meist geklappt).
Auf Basis der NP (Smoothed Power in Velohero) wären das 67% meiner FTP, das scheint mir für GA1 nicht total abwegig zu sein.

Interessant finde ich, wie stark die Leistung selbst bei kleinen Anstiegen hochgeht, auch wenn ich das Gefühl habe mich eigentlich schon zurückzuhalten. Da finde ich einen Powermeter sehr hilfreich um nicht zu überpacen.
 
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In der wütenden Covid-19 Zeit haben wir uns für Deutschland als Urlaubsland und Dänemark als wenig betroffenes Land entschieden. Wir radelten quer und ringsum die Lüneburger Heide über weniger gut zu fahrende Kopfsteinpflaster. Danach befuhren wir den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) auf auch weniger guten Radwegen auf der Südseite des Kanals (Tipp: Die Nordseite lässt sich besser befahren!). Leider wenig Schiffsverkehr durch die Corona Krise. Trotzdem sehenswerter Schiffsverkehr. Upps, habe gerade das Wort "wenig" zu oft gebraucht. Ist keine Absicht. Es gab trotzdem VIELE gute Eindrücke und jede Radtour lohnt(e) sich;):


Nach unseren Touren über 80-110 km in der Lünburger Heide und am NOK fuhren wir mit dem Wohnmobil weiter auf Fehmarn. Hier tourten wir vom Stellplatz aus mit dem Tandem quer über Fehmarn und umrundeten auch die Insel mit Umwegen knapp 100 km bei exzellenten 22°C trockenen und für Fehmarn windstillen Wettern. Fehmarn ist für genussvoll cruisende Radfahrer angenehm flach und sehr gut zu befahren. Besser ging es nach dem Übersetzen auf die Insel Seeland nur noch in DK/ København. Das Radlerparadies schlechthin. Super ausgebautes Radnetz mit breiten Radwegen. Selbst Kopenhagen- gefühlt wenig Autoverkehr mit rücksichtsvollen Autofahrern in toller Radler- Großstadt Kopenhagen. Wir unternahmen Sternfahrt- Touren von Koge (Camping) aus auch in südliche Richtung nach Rodvig und Stevns Klint, einem Kreidekliff -UNESCO Weltnaturerbe, sowie in in nördlicher Richtung zur Wikingerstadt Roskilde. Mit Abstechern immer zwischen 70 und 120 Kilometern. Da bleibt noch genug Zeit für Entspannungspausen. Fahrradfahren in Dänemark ist einfach der Hammer ...vi elsker danmark!...
 

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Gestern kam im SWR wieder eine Reportage über das Appelbachtal. Was lag also heute auf der Hand?
...aber ich wollte ein paar Meter mehr als sonst fahren.

Deswegen habe ich etwas Anlauf genommen, und eine 3-Täler-Tour draus gemacht: Nahe, Alsenz, Appelbach.


Vor Bad Kreuznach flach über den kleinen Umweg nach Planig reingeflogen, Innenstadt, Salinental. In Bad Münster am Stein-Ebernburg ging's diesmal geradeaus, in's Alsenztal.

Ab der Einmündung B48 in die B420, bis Mannweiler-Cölln, habe ich die Radwege versucht, mit gemischten Resultaten.

In Alsenz gab es den Hinweis auf 2 Radwege nach Rockenhausen, ich hatte ich mich für den westlichen entschieden; idyllischer, erlebnisreicher. Außerhalb von Oberndorf führte er wieder auf die Hauptstrecke, allerdings über einen Bahnübergang mit Telefon. Die Schranke wird erst nach Anruf geöffnet, in meinem Fall waren 2 Züge auf der Strecke, deswegen gab's 5 Minuten Rast.

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Der Anstieg im Alsenztal scheint mir insgesamt mäßiger als im Appelbachtal, ausprobiert habe ich's aber nur bis Rockenhausen.
Von da ging's mit viel Zen über den Kamm, in's Appelbachtal, man kommt oberhalb von Würzweiler raus.

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In Neu-Bamberg sah die neue Straßendecke noch unverändert aus, aber diesmal gab's kein Durchkommen: es wurde gerade Asphalt aufgetragen.

Deswegen über Schleichwege nach Frei-Laubersheim, und von da die B420 heimwärts. Bis Wöllstein hat der SW gut geschoben, bis auf 70 wo ich sonst nur 60 schaffe; ich mußte das Segel Versatile-Dach mit einer Hand festhalten.

90km, 440hm, Schnitt über 26, zufrieden.

Grüße,
Christian
 
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... Der Anstieg im Alsenztal scheint mir insgesamt mäßiger als im Appelbachtal, ausprobiert habe ich's aber nur bis Rockenhausen. ...
Der Rest ist genauso flach :). (Als Nächstes kommt jedoch die Baustelle für die Ortsumgehung Imsweiler und dann ist die Straße bis Ortsanfang Schweißweiler recht unschön mit "Klagemauer" kanalisiert und für Autofahrer praktisch keine sichere Überholmöglichkeit.)
Nur wenn man das Tal wechseln will
...ging's mit viel Zen über den Kamm...
90km, 440hm, Schnitt über 26, ...
(y)(y)(y)
 
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Man glaubt's kaum, meine ersten Ausfahrten >3 h dieses Jahr. Nach meiner Fußverletzung und dem langen Trainingsausfall hatte ich da sowas wie eine Blockade. :LOL:

Samstag einfach mal 'ne große Nordrunde, die ich so noch nie gefahren bin, in BRouter abgesteckt. Wollte eher aus nostalgischen Gründen mal wieder den Radweg am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal fahren. Habe es gleich bereut (die Wurzelaufbrüche waren auch schonmal weniger, der "Touristenverkehr" lästig und die Schikanen nervig). Immerhin kommt man so halbwegs autofrei bis Spandau. Und es geht "hübsch" am Wasser lang.
Henningsdorf macht wegen des Dosenverkehrs und relativ schmalen Straßen auch nicht so viel Spaß.
Die Oranienburg-Umfahrung war hingegen gut. Ab Velten bis Sachsenhausen relativ ruhig.

Mein Pacing hat sehr gut geklappt. Da ich wusste, dass ich im 1-2 Stunden Bereich bei moderater Anstrengung 160 W im Schnitt treten kann, habe ich darauf geachtet drunter zu bleiben. Habe es geschafft den Tacho größtenteils zu ignorieren, an Steigungen konsequent zu schalten und am Ende hatte ich 137 W im Schnitt auf 3:30 h. Der Powermeter erwies sich wieder mal als nützlich, da ich meine Leistung nicht so gut einschätzen kann und zum Überpacen neige (besonders an Steigungen, bei Gegenwind oder nach kurzer "Bananenpause", wenn man wieder "Saft" hat).
(eigentlich waren es ca. 88 km, Track unvollständig wg. Akkuausfall)

Sonntag war im Radar eine große Regenfront, die auf Berlin zuzog und nur noch wenige Stunden entfernt war, zu sehen. Normalerweise für mich Ausrede genug, um das Rad stehen zu lassen. Nach dem Erfolg der "großen" Samstagsrunde hatte ich aber einen richtigen Jieper auf eine nochmals etwas größere Ausfahrt. Diesmal auch mit schönem Ziel, nämlich dem Stechlinsee.

Ich wollte mal eine etwas andere Route probieren und bin nordwestlich über Heiligensee/Henningsdorf aus der Stadt raus.
Bis einschließlich Kremmen leider nicht so der Bringer. Ich habe das Gefühl, je mehr blaue Lollis (meist auch noch kombiniert Rad/Gehweg) in der Gegend herumstehen, desto unfreundlicher sind die Autofahrer. :(
Oberflächenqualität auch eher durchwachsen.

Nach Kremmen wurde es deutlich entspannter, erstes touristisches Highlight die Stadt Lindow (Mark), die genau zwischen zwei Seen liegt. Ich liebe solche Orte! Dementsprechend musste ich auch ein "Kreuz" in den Track malen, indem ich mir beide Seen anschaute. :D War auch eine gute Gelegenheit, ein paar Kohlenhydrate nachzufüllen.

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(Lindow)

Von Lindow bis zum Ziel dann traumhaftes Fahren mit an nur einer Hand abzählbarem Autoverkehr. Nur die einspurige Zweirichtungsstraße Hindenberg-Dollgow ist mit etwas Vorsicht zu genießen. Obgleich sehr idyllisch mit den leichten Hügeln und dem Dollgower See direkt am Straßenrand.

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(am Stechlinsee)


Nach der Badepause hatte ich Lust, es auf den 10 km bis zum Bahnhof Fürstenberg nochmal krachen zu lassen. Den Zug habe ich trotzdem um 1 Min verpasst. :LOL: Ich glaube ich wollte den Zug auch gar nicht unbedingt kriegen, sondern mir lieber in Fürstenberg noch ein Bier und eine Pizza genehmigen. Ist aber immer wieder eine gute Motivation, so ein "Rennen" zum Bahnhof und es hat sogar noch für einen 36er Schnitt gereicht. :cool:
 
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Unlängst musste ich eine Erfahrung machen, auf die ich gern verzichtet hätte...aber von Anfang an:
Der Wetterbericht verhieß eine relativ warme Nacht und bis auf den Wind auch für den nächsten Tag schönes Wetter, weshalb ich eine meiner "24-h-Touren gegen den inneren Schweinehund" in Angriff nahm. Durch die guten Erfahrungen der letzten Zeit ermutigt, wollte ich das Unternehmen mit dem MBB-Kruizer angehen, mit dem ich noch nie mehr als 120km am Stück gefahren war. Start war 22 Uhr - die Landstraßen leerten sich, der Wind legte sich und ich kam mit gefühlt sehr geringem Aufwand gut voran. Nach vier Stunden machte ich die erste Hochrechnung und meinte, dass ich die 300km locker knacken müsste. Na ja...

Hier die erste Pause in Beutersitz an der absolut verkehrsbefreiten B101

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Dann ging es mit gemütlichen 20 km/h weiter in Richtung Luckenwalde. Nach etwa 100km meldete sich aber mein "Problemknie" mit den typischen Schmerzen. Erst nur ganz dezent, dann zunehmend penetranter. Ich ahnte, dass das der Todesstoß für das Unternehmen würde und machte mich umgehend auf den Heimweg. Die Natur erwachte langsam und entschädigte weitgehend für die Schmerzen. Hasen, Füchse, Rehe, Wildschweine, Kraniche etc. ließen sich sehen, teilweise ziemlich nahe. Sehr schön!

Sonnenaufgang im "Niederen Fläming"...

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Dann fing aber die Quälerei an: durch den Versuch, das rechte Bein zu entlasten und eigentlich fast nur noch am Pedal zu ziehen, was bei der SPM über hunderte Kilometer funktioniert hat, gab es im linken Knie offenbar eine Überlastungssituation und es meldete sich mit massiven Schmerzen in der Kniekehle zu Wort. Zu allem Überfluss wurde der Wind zum echten Spielverderber: stark, böig und schräg von vorn. Na Klasse...

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Irgendwann rief ich dann meine Frau an und leistete erstmals in unserem 33-jährigen Zusammenleben den "Offenbarungseid": "Ich schaffe es nicht bis heim...kannste mich irgendwo einsammeln?"
Um es mir nicht zu einfach zu machen habe ich sie für 16 Uhr nach Bad Liebenwerda an die Elster bestellt - bis dahin musste ich noch einige Kilometer fahren. Einmal an der Elster angekommen, war es dann nicht mehr allzu weit...

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Ich war tatsächlich froh, es bis um vier bis dahin geschafft zu haben - der Schnitt rauschte zuhehends in den Keller und ich war wortwörtlich "stehend KO" - selbst das Laufen wurde irgendwann zum Problem. Das hatte ich noch nie und ich hoffe auch, dass ich sowas nicht noch mal erleben muss.
Die genauen Ursachen bleiben - wie oft bei solchen Sachen - diffus. Wahrscheinlich eine ungünstige Gemengelage aus unzureichendem Trainingszustand, ungewohnter Belastung durchs MBB-Rad und anderen, nicht so einfach greifbaren Faktoren.

Hier der Treffpunkt - die Kirche in Bad Liebenwerda...

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Am Ende waren es 182 km und ich bin sicher, mir werden irgendwann nur noch die herrlichen Natur- und Tierbeobachtungen in der Morgendämmerung im Niederen Fläming im Gedächtnis bleiben...
Die Knie haben sich glücklicherweise erstaunlich schnell beruhigt - schon am nächsten Tag sind wir mit dem Auto nach Phöben an die Havel gedüst und dort mit den Aufrechträdern 44 km zu den Deetzer Erdelöchern und zurück gefahren - nahezu beschwerdefrei, zumindest, was die Knie angeht...

LG Holger
 
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