Bilder und Berichte von Ausfahrten und Touren

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M5 Carbon High Racer
Heute Midsommer Special Spätstartrunde. Start 20:32, Ziel: mal schauen, was auf der Altlandsberg-Bernau Runde mit etwas Optimierung noch so geht.

Wichtigste Optimierung war das Fahren auf dem Altlandsberger Weg statt dem parallel verlaufenden Radweg über Trappenfelde. Die Straße ist wirklich gut fahrbar und es fallen dadurch einige 90° Kurven weg. Landschaftlich mindestens genauso schön wie der Radweg. Die S-Kurven in Mehrow machen übrigens einen Heidenspaß! An einigen Rechts-vor-links Kreuzungen muss man allerdings höllisch aufpassen.
Außerdem konnte ich aufgrund der späten Tageszeit Sonntagabends sogut wie alle (Schrott-)Radwege wegoptimieren. Die Dosenbelastung war außerhalb von Berlin extrem niedrig, was genau das war, was ich mir von dem späten Start erhoffte. Die fast leeren Straßen waren ein Genuss.
Zuguterletzt bin ich ohne "künstliche" Pausen ausgekommen, also nur die unvermeidbaren Ampelstops.

Was soll ich sagen, die Optimierungen haben einiges gebracht. In Altlandsberg war ich nach knapp 45 Min, pünktlich um noch in den Sonnenuntergang zu fahren. Da hatte ich bereits einen für mich sagenhaften 34er Brutto-Schnitt, den ich bis Bernau sogar noch auf 35 hochziehen und bis nach Hause halten konnte. Hab mich gefreut wie Bolle. :cool: Letztes Mal auf der Runde, war ich froh bis Bernau überhaupt einen 30er hinzukriegen. ;)
Insgesamt war ich 15(!) Min schneller. Der Fairniss halber, auf der letzten Runde war deutlich mehr Wind und es war kühler.

Physisch lief es auch besser, ansatzweise zwar ein paar Fußkrämpfe, aber nichts Dramatisches. Die Magnesium-Kalium-Pillen und das Mineralwasser scheinen es zu bringen. Habe auch immer fleißig gedehnt.


Zum Vergleich nochmal die vorherige Runde:

P. S. Die Schnitte von Velohero sind "netto", d. h. abzüglich Standzeiten. Brutto-Schnitte stehen im Kommentar.
 
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Ich hab mich heute mit zwei ehemaligen Kollegen - die beiden auf RRs, ich auf dem Pelso - auf den im April ausgefallenen 200er Brevet der Berliner Radonneure nach Fürstenberg in do it yourself-Manier begeben.
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Was ein Jammer, daß der damals nicht offiziell zu fahren war, denn da haben die Organisatoren wirklich ein schönes Stück Brevetfahren zusammengestellt. Ab Fürstenberg über Himmelpfort, Lychen, Liebenwalde war es dermaßen verkehrsarm und doch gut asphaltiert zu fahren, daß man es kaum glauben mag, abschnittsweise auf dem Berlin-Kopenhagen Radweg. Das ist mit Abstand der schönste "Brevet" gewesen, den ich bisher von Berliner Brevets oder RTFs gefahren bin. Drei Verpflegungspausen in Kremmen im Scheunenviertel, in Fürstenberg am Marktplatz und in Liebenwalde an der Schleuse ließen die Aktion ohne Mangel an Energie gelingen.
 
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Es scheint fast so als gebe es einen Zusammenhang: Zwar hat die Pandemie die schönsten Urlaubspläne über den Haufen geworfen (sonst hätte ich jetzt schon alles gepackt für den morgigen Aufbruch zum Ancora un giro Startort Rosenheim, seufz ...), doch herrscht allerbestes Radfahrwetter.

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Bin gestern trotz Hitze und Gewitterneigung fast 100 km ins schöne Muldental gefahren. Der Fahrtwind kühlte recht angenehm und das reinigende Gewitter blieb aus, aber am Abend hatte ich einen kleinen Sonnenstich. Berufskrankheit der Liegeradler.20200627_144707.jpg20200627_145331.jpg20200627_143239.jpg20200627_143028.jpg20200627_142439.jpg20200627_140524.jpg20200627_135119.jpg20200627_140613.jpg
 
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Ich könnte das auch unter DF Erfahrungsberichte ablegen, aber im Grunde geht es eher um die Ausfahrt als um modelspezifische Eigenheiten — und, warum soll der gemeine Liegeradler nicht auch mit der Tücke des Objektes beim Velomobil fahren konfrontiert werden.

Mein ursprüngliches Vorhaben, eine Runde im Rechtsrheinischen zu drehen, wurde durch vorher einsetzenden Dauerregen aufgehoben. Ich wollte nun am Rhein bleiben, denn da ist bei Regen nichts los. ... Dann könnte ich als bekennender Haubenverächter doch mal die Haube rausholen und eine Regenfahrten nur im eigenen Schwitzwasser machen ... ein Mann, ein Wort, bald sind wir unterwegs, doch leider schwächelt nun der vorher nach bester Dauerhaftigkeit aussehende Regen.
Anfangs ist noch alles gut, das DF wird nass, ich bin trocken, abgesehen von den kleinen Tröpfchen, die an der Unterkante des Visiers in Stufe 1 (= fast komplett geschlossen) vorbei auf den Fahrer geschossen werden. Doch der Tropfennachschub wird geringer. In Bad Godesberg sieht die Gesamtlage noch so aus:

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Vielleicht ist das ja nur ein Zwischenhoch und es kommt noch dicker Regen. Wo ich nun einmal unterwegs bin, warum nicht die Haube noch etwas ausführen. Ist ja schön, geschützt zu sitzen und kein Windsausen im Ohr zu haben, doch die Abrollgeräusche sind heftig. Ob das auf glatteren Straßen auch so laut ist? Probieren Richtung Oberwinter und weiter nach Remagen. Straße fährt sich besser, doch wo bleibt der Regen? Es ist trocken und im Süden bricht sogar die Sonne durch, wie hier kurz vor Remagen:

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Da wird es wohl nichts mit dem ultimativen Härtetest der Haube: klettern bei Dauerregen. Trotzdem nehme ich den Anstieg von Remagen nach Birresdorf unter die Räder. Regnet es nicht, ist der Haubenfahrer fein raus, denn er kann das Ding vorne auf der Motorhaube ablegen und so gut durchlüftet den Berg hochkurbeln.

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Da es einfach nicht regnen will, mache ich aus dem Haubentest eben eine Hauben-Gewöhnungsfahrt über etwa 100 km, durch die Dörfer und über Land, und halte ab und zu an um ein Bild vom Velomobil und der Haube zu machen.

Hier das Schmuckstück auf den Bergstraßen. Von da komme ich

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und dahin fahre ich:

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Auf den Feldern bei Miel:

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Wie dezent sich doch die Autobahn im Hintergrund zurücknimmt ... meine Dörferrunde geht weiter bis Großvernich, wo ich nach Weilerswist abbiege, um hinter dem Ort das Vorgebirge sanft zu erklimmen — auf dem großen Blatt, und dort gilt die Regel: Haube vorn ablegen geht nur auf dem kleinen Blatt.

In der Anfahrt auf Rösberg kann ich schon wieder das Siebengebirge sehen, hier im Bild hinten schräg rechts, so schnell geht das:

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... und schon bin ich zurück im Rheintal. Überm Vorgebirge hat es mal leicht getröpfelt, aber es Schein als traue sich der Regen nicht, einfach mal ordentlich runter zu fallen. So bleibt bei Sechtem Zeit für einen Blick zurück auf das Vorgebirge in seiner scheinbar völligen Harmlosigkeit:

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Alligt Kruiser
Gestern hatte ich den kompletten Nachmittag für mich - und die SPM. Gegen 22 Uhr wollte ich wieder Zuhause sein und hatte ganz gemütliche 150km geplant. Mit Fotografieren, Filmen und ausgiebigen Naturbeobachtungs-Pausen...es sollte nämlich an den Elster-Radweg zwischen Bad Liebenwerda und Senftenberg gehen. Windrichtung sollte auch passen - also mich an der Elster entlangblasen. Wetterprognose an sich sehr gut, mit eventuellen Gewittern ab 22 Uhr. Es war ein Träumchen...

Die SPM im "Maiblumengehege" - das ist im Röderland, also in der Nähe des Zusammenflusses von Röder und Schwarzer Elster. Herrliche Wege/Straßen, kein Betrieb, bombiges Wetter...

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...auf dem Elsterdamm bei Plessa...

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...hier schon fast in Lauchhammer, zurück in Richtung Plessa geschaut...

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...und das lag vor mir. Herrlich....

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Außerdem gibt es natürlich immer wieder Brücken, die zu überqueren sind, wobei sich schöne Ausblicke bieten.

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Das sieht vielleicht wenig abwechslungsreich aus, ist aber durch Natur und Tierwelt, die sich einem regelrecht aufdrängen, gewissermaßen heilsam...

In Biehlen habe ich den Elsterradweg verlassen und bin gen Heimat nach Südwesten abgebogen. Durch die Verzögerungen bekam ich es dann gegen 22 Uhr in Böhla bei Ortrand doch noch mit dem angedrohten Gewitter zu tun. Während ich am Buswartehäuschen per Telefon bei meiner Frau Informationen über Stärke und Dauer des zu erwartenden Regens einholte, hielt ein Auto. Der Fahrer fragte, ob ich in Schwierigkeiten sei oder nur das Gewitter abwarten wolle. Wenn das der Fall sei, hätte er eine bessere Alternative zu bieten: trockener Sitzplatz in der Scheune und ein Bier wäre doch besser als die Bushaltetelle, Frau und Kinder seien schon im Bett und er habe Urlaub und deshalb viel Zeit. Ich hab' natürlich sofort zugesagt! Die Lokalität entpuppte sich als sehenswertes Ensemble teilweise denkmalgeschützter Gebäude auf 5000m² Grundstück mit Schafen, Pferden, Katzen etc... zum Fotografieren war es mittlerweile zu dunkel, aber es war absolut sehenswert. Wie sich herausstellte, ist er der Organisator von Mittelalter-/Weinfesten, die sich exakt dort abspielen. Mit riesigem Badezuber usw....Auf der "Bühne" (überall Kinderspielzeug und alte Möbel, herrlich) haben wir dann anderthalb Stunden gesessen und (hoffentlich!) die Welt verbessert. Ein sehr, sehr netter Mensch jedenfalls!

So sah es dann aus - läßt sich aushalten, oder?

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Ab und zu roch es nach verbrannten Haaren, weil der Kater des Hauses so neugierig und vereinnahmend war, dass er dauernd zu nahe an die Kerzenflamme kam. Es war ein gelungener Abschluss oder sogar das Highlight einer wunderbaren Tour. Von da ging es dann auf noch regennassen Straßen mit einmal kurz Unterstellen wegen eines letzten Schauers ganz relaxt nach Hause.

LG Holger
 
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