Beratung Fahrradnavi

Beiträge
5.706
Ort
09111 Chemnitz
Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken mein ETREX32x gegen ein modernes Gerät zu tauschen, habe aber keinen Überblick über den aktuellen Markt.

Am Garmin stört mich folgendes:
- extreme lange Ladezeiten der Karten insbesondere in Städen
- Unzuverlässigkeit (z.B. spontanes Ausschalten)
- Display ermöglicht keinen Überblick über Strecken (z.B. rauszoomen und die nächsten 3 Dörfer oder die nächste Stadt sehen)
- Keine Funktion für Gesamtkilometer
- Routingfunktion auch im Notfall nicht zu gebrauchen


Folgende Punkte wären mir wichtig:
- Stromversorgung im Betrieb über Powerbank möglich (Brevetfahrten)
- einfaches Navigieren nach GPS-Track (99% meiner Anwendungen)
- Gutes Display mit Überblick
- Präzise Höhenmessung
- Kopplung weiterer Sensoren z.B. TF oder HF optional
- Routing zu Sonderzielen (Hotels, Bahnhöfen, Tankstellen)
- Funktion inkl. Bedienung auch bei Regen und Nässe

Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten?

viele Grüße

Christoph
 
Ich habe ein Wahoo in dritter Generation.
Neben dem ersten Bolt, ein Bolt 2 (Farbe) und jetzt Roam 3 (Farbe + Touch).
Die erfüllen fast alles oben, sind simpel gestrickt und lassen sich (auch die Touch-Geräte) immer noch mit ein paar Knöpfen am Rand und unten nach einem simplen Schema bedienen - auch blind und im Regen und mit Handschuhen.
Akku hält einen Fahrtag und man kann gleichzeitig auch nachladen.

POI suchen nur mit Navi wird schwierig, zum Routing ging es früher sowieso nur mit Handy-App, mit dem neuen Touch kann man mit etwas Geduld aber auch ohne Handy routen.

Die Übersicht wird mit Farbe und Größe des Displays besser, besonders das Roam 3 ist hier mit dem Touchscreen schon recht gut.

Hatte mal kurz ein Garmin Edge 1050, das kann quasi alles ausser Tee kochen, aber war mir über-kompliziert und überladen.
 
Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken mein ETREX32x gegen ein modernes Gerät zu tauschen, habe aber keinen Überblick über den aktuellen Markt.

Am Garmin stört mich folgendes:
- extreme lange Ladezeiten der Karten insbesondere in Städen
- Unzuverlässigkeit (z.B. spontanes Ausschalten)
- Display ermöglicht keinen Überblick über Strecken (z.B. rauszoomen und die nächsten 3 Dörfer oder die nächste Stadt sehen)
- Keine Funktion für Gesamtkilometer
- Routingfunktion auch im Notfall nicht zu gebrauchen


Folgende Punkte wären mir wichtig:
- Stromversorgung im Betrieb über Powerbank möglich (Brevetfahrten)
- einfaches Navigieren nach GPS-Track (99% meiner Anwendungen)
- Gutes Display mit Überblick
- Präzise Höhenmessung
- Kopplung weiterer Sensoren z.B. TF oder HF optional
- Routing zu Sonderzielen (Hotels, Bahnhöfen, Tankstellen)
- Funktion inkl. Bedienung auch bei Regen und Nässe

Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten?

viele Grüße

Christoph
Ich benutze meinen längeren Radtouren seit Jahren das Garmin 64x vorher hatte ich ein etrex30 für längere Radtouren außerhalb der Städte keine Probleme. Karten nutze ich von Velomap. Die Tourenplanung erstelle ich mit Komoot oder Ride with GPS um dann die .gpx ins Garmin oder teracube zu übertragen.

Nachteil vom 64x nach einschalten braucht es lange bis es den aktuellen Standort gefunden hat.

Ja in den Städten um schnell mal eine JHerbg. oder Bank zu finden, ist das Garmin nicht das beste, nutze in dem Fall mein teracube Smartphone ohne Google Anwendungen mit OsmAnd das man kostenlos über F-Droid downloaden kann.
 
Ich habe ein Garmin Edge 830, mit dem geht es mir ähnlich wie @ChristianW, also zu überladen. Ich benutze das Teil nur zur Datenanzeige der Sensoren und zum Nachfahren eines Tracks, den ganzen gamification-Quark wie challenges, Verfolger, KOM/QOM etc. ignoriere ich. Dafür ist das Gerät zufriedenstellend flott, zeigt eine Karte und den ausgewählten Track an, den ich nachfahren kann, und zeichnet die gefahrene Strecke auf. Hat halt einen kleineren Bildschirm und natürlich auch einen kleineren Akku als der oben erwähnte 1050, man kann das Gerät aber während der Fahrt durch ein Akkupack aufladen. Das sollte die Anforderungen doch abdecken.
 
Na die neueren Garmin 840/850 und 1040/1050 sind schon klasse und zuverlässig. Problem: Wer sich zum ersten Mal in so ein Garmin reinfrickeln muss, bekommt den Eindruck, dass die Amis nur deswegen nicht auf dem Mond waren, weil sie immer noch mit der Einstellung ihrer Raumschiffs beschäftigt sind.
Aber wer nur die üblichen Sachen nutzen will, sollte mit den Dingern klar kommen. Mein Ausflug zu Wahoo war nur kurz, weil ich dort eben ein paar Sachen nicht nutzen konnte, die von Garmin kannte. Wahoo oder Garmin ist wahrscheinich eine Frage der jeweiligen Navi-Sozialisation.

Wenn ICH heute in die Garmin-Welt einsteigen würde, wäre es über ein 840. Die Neuerungen vom 850 machen den Verlust an Akkulaufzeit m. E. nicht wett.
 
Alleine schon wegen diesem Punkt, wird kein Weg an einem Smartphone vorbeigehen. Da reicht ein älteres Modell völlig aus
Und während so ein Garmin locker um die 500€ kostet, bekommt man ein altes Android Smartphone wahrscheinlich geschenkt, oder für wenig Geld gebraucht, und findet dazu sehr preiswerte (IpBike) oder sogar kostenlose (Osmand über f-droid?) Apps für die Navigation.

Ich hatte lange das "Sony Xperia Z5 Compact" als Fahrradnavi in Betrieb und das funktioniert auch immer noch. Das ist nicht so riesig wie die aktuellen Android Smartphones, ist wasserdicht, hat einen barometrischen Höhenmesser, unterstützt noch ANT+ für die Kopplung mit Garmin Sensoren (was die neueren Smartphones nicht mehr tun), und hat eine lange Batterielaufzeit (selbst jetzt noch, nachdem es schon Jahre alt ist). Das findet man auf Kleinanzeigen derzeit zwischen 20 und 70€.

Als reines Fahrradnavi würde ich das komplett ohne SIM-Karte betreiben, und die Karten für den Offlinebetrieb einrichten. Mit Brouter funktioniert sogar die offline-Routenberechnung auf dem Gerät sehr gut (obwohl es natürlich etwas langsamer ist als topaktuelle Geräte).
 
Zuletzt bearbeitet:
Und während so ein Garmin locker um die 500€ kostet, bekommt man ein altes Android Smartphone wahrscheinlich geschenkt, oder für wenig Geld gebraucht, und findet dazu sehr preiswerte (IpBike) oder sogar kostenlose (Osmand über f-droid?) Apps für die Navigation.

Ich hatte lange das "Sony Xperia Z5 Compact" als Fahrradnavi in Betrieb und das funktioniert auch immer noch. Das ist nicht so riesig wie die aktuellen Android Smartphones, ist wasserdicht, hat einen barometrischen Höhenmesser, unterstützt noch ANT+ (was die neueren Smartphones nicht mehr tun),
Exakt und ich würde eh zu Offlinekarten tendieren, da ist man unabhängig was die Mobilfunkabietung angeht. Ich nutze als Backuplösung ein Samsnung J7. Display völlig ausreichend, was Größe und Geschwindigkeit angeht und ebenfalls ANT+ Anbindung, so dass man evtl Garmin Sensoren wie Tempe, Brusgurt ect weiterbenutzen integrieren kann. Der Tempe Sensor am VM diente im Zelt immer als Aussenthermometer und so konnte ich ohne großen Aufwand die Temperatur ausserhalb des zeltes über das Smartphone abfragen.
Als Kartenmaterial nutze ich
https://www.freizeitkarte-osm.de
und Naviapp Oruxmaps in der kostenlosen Version
 
Ich hatte lange das "Sony Xperia Z5 Compact" als Fahrradnavi in Betrieb und das funktioniert auch immer noch .............. Als reines Fahrradnavi würde ich das komplett ohne SIM-Karte betreiben .......
Ich tendiere auch zum Smartphone als Fahrradnavi, hab mir allerdings bei meinem alten Cubot Outdoor Handy die USB-C-Ladebuchse durch den Betrieb mit angeschlossener Powerbank am Liegerad ruiniert. Ich hatte nicht beachtet, daß das Ladekabel etwas stramm verlegt war und bei Lenkbewegungen Zug auf die Ladebuchse ausgeübt hat. Das ging etliche Jahre gut, aber dann nicht mehr und schließlich waren die Kontakte in der Ladebuchse so geschädigt, daß im mobilen Betrieb keine Aufladung des Smartphone-Akkus mehr möglich war.

Im Herbst hab ich mir eine Tasche für das Oberrohr besorgt. Wenn da die Powerbank rein kommt, kann ich das Ladekabel sicher mit ausreichend Spiel und ohne Zug ans neue Smartphone anschließen.

Dumme Frage: kann man eigentlich ein Smartphone ohne eingelegte SIM-Karte neu starten und wird dann die Abfrage der SIM-PIN einfach übersprungen? Oder muß das Phone ohne SIM-Karte immer im Stand-Bye laufen, damit man nie in die Verlegenheit eines Neustarts kommt?
 
Dumme Frage: kann man eigentlich ein Smartphone ohne eingelegte SIM-Karte neu starten und wird dann die Abfrage der SIM-PIN einfach übersprungen? Oder muß das Phone ohne SIM-Karte immer im Stand-Bye laufen, damit man nie in die Verlegenheit eines Neustarts kommt?
Einfach ausprobieren. Wenn ich mein Z5 ohne SIM Karte neu starte, fragt es auch gar nicht danach, diese zu entsperren, sondern fragt nur nach dem normalen Entsperrcode.
Aber das ist ja einleuchtend: wenn keine SIM Karte eingelegt ist, kann diese auch nicht entsperrt werden.
 
...die USB-C-Ladebuchse durch den Betrieb mit angeschlossener Powerbank am Liegerad ruiniert. ... bei Lenkbewegungen Zug auf die Ladebuchse ausgeübt ...
Hierzufahrrad haben sich da magnetische Ladekabel bewährt. Die Verbindung ist zwar nicht immer so innig wie bei normaler Verbindung, aber es reicht zum Laden und die Buchse am Telefon wird mechanisch nicht beansprucht.
 
Dumme Frage: kann man eigentlich ein Smartphone ohne eingelegte SIM-Karte neu starten und wird dann die Abfrage der SIM-PIN einfach übersprungen? Oder muß das Phone ohne SIM-Karte immer im Stand-Bye laufen, damit man nie in die Verlegenheit eines Neustarts kommt?
Mein altes Smartphone war immer mit einer SIM-PIN gesichert. Jetzt nachdem keine Sim mehr eingelegt ist, wird auch diese PIN nicht mehr abgefragt beim Neustart des Smartphones
 
Man hat ja i.d.R. sein normales Smartphone mit. Dieses einfach mit einem Display für Carplay/Android Auto kombinieren und auf dem Smartphone 'ne App verwenden, die halt Carplay/Android Auto kann. Die Kosten für so ein Display gehen so ab 50-60 € los.

Nutze ich am Maxiroller als Navi-Anzeige, Smartphone bleibt dabei in der Tasche.
 
Display für Carplay/Android Auto
ist halt jeweils die Frage, wieviel Strom die ziehen.
Das mit Carplay ist ein interessanter Punkt. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Werde ich mir mal für mein "historisches" Auto anschauen...

Beim iPhone war es halt damals so, dass das nach einigen Stunden mit Display an leer war - mit Ansagen ging es noch halbwegs.
Vermutlich sind die Displays jetzt besser, aber so ein kleines Navi sollte schon deutlich weniger Strom ziehen.

Und ich mag gerne Backups haben. Wenn das Smartphone mein primäres Navi ist, habe ich bei Ausfall (Akku leer z. B.) nichts mehr.
Mit autarkem Navi habe ich noch das Smartphone zur Not.

Aber kommt halt auf die Anforderungen an. Für kurze Strecken ist Smartphone auch okay - mache ich da auch manchmal, weil's einfach da ist und schneller geht.
Track abfahren bei Brevets oder allem >>50 km dann mit GPX-File auf Navi.
 
PS: Nachteil Smartphone ist noch die Bedienung.
Nasse Finger oder Handschuhe oder Geholper und man muss immer anhalten, wenn man was machen will.
Ein gutes Navi mit Knöpfen bedient man blind - auch mit Handschuhen und bei Regen.
 
ist halt jeweils die Frage, wieviel Strom die ziehen.
...
Beim iPhone war es halt damals so, dass das nach einigen Stunden mit Display an leer war - mit Ansagen ging es noch halbwegs.
Mein nur als Navi genutztes Android, was im Flugmodus ist oder gar keine SIM-Karte hat, auf dem der Energiesparmodus aktiviert ist, und auf dem als einzige App die Navi-App läuft, um einen Track abzufahren und die Sport-Daten aufzuzeichnen, hält ohne externen Akku bei mir bis zu 200 km, oder 6-8 Stunden (getestet mit dem Sony Xperia Z5 Compact).

Ich hab aber auf längeren Strecken eh noch einen kleinen Akku von Enerprof dabei (ca. 50 Wh, 235 g), um auf dem Rad Licht und Naviphone mit Strom zu versorgen. Der Akku hält bei eingeschaltetem Licht und Naviphone mit konstant eingeschaltetem Display ca. 12 Stunden. Das Naviphone alleine verbraucht ca. 1W im Dauerbetrieb, damit würde der Akku also mehr als zwei Tage durchhalten (gemessen mit einem Pixel 6 was nur als Navi genutzt wird). Das Pixel 6 hat rein rechnerisch eine Akku-Kapazität von knapp 18 Wh, bei 1-2 Watt Dauerverbrauch sollte es ohne externen Akku also 9-18 Stunden durchhalten. Da ich so lange Strecken aber immer mit dem externen Akku fahre hab ich das noch nie ausprobiert.
Auf kurzen Strecken von ca. 1 Stunde, die ich ohne externen Akku fahre, verbraucht das Pixel tatsächlich nur so 5% Akkuladung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein nur als Navi genutztes Android, was im Flugmodus ist oder gar keine SIM-Karte hat, auf dem der Energiesparmodus aktiviert ist, und auf dem als einzige App die Navi-App läuft, um einen Track abzufahren und die Sport-Daten aufzuzeichnen, hält ohne externen Akku bei mir bis zu 200 km (oder 6-8 Stunden).
Das Naviphone alleine verbraucht ca. 1W im Dauerbetrieb
Das meine ich: Das Ding verbraucht selbst bei deaktivierten Funktionen erheblich mehr Strom als ein dediziertes Navi.
Ich komme mit dem winzigen Wahoo (was einen viel kleineren Akku hat) länger aus und das Nachladen aus der Powerbank kostet auch weniger.

Und wenn man so ein Naviphone (das nicht mehr als Fon dient) hat, dann möchte man als Backup ja noch ein "richtiges" Fon haben...
 
Was ist denn Dein Anforderungsprofil, wenn ein Dauerbetrieb von 10-18 Stunden ohne externen Akku nicht ausreicht?
Ich dachte im VM wird eh immer ein größerer Akku mitgeführt, um das Licht zu versorgen?
Auf 600 km Brevets nehme ich zwei Enerprof Akkus mit, und für noch längere Touren hab ich dann den Nabendynamo mit Forumslader (auf dem Einspurer).

Das Argument für den dedizierten Navi der noch länger durchhält sehe ich allenfalls auf dem Rennrad wo es auf jedes Gramm ankommt (was man auch in Frage stellen kann, weil diese Rechnung schon mit 2 Müsliriegeln und etwas Wasser mehr nicht mehr aufgeht), oder wenn ich eine Woche wandern gehe. Aber auf dem Fahrrad bzw. VM ist es doch egal, ob ich noch einen zweihundert-Gramm Akku mehr oder weniger dabei habe, oder?
 
Zurück
Oben Unten