Aus dem Leben eines EVO-R

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Das Training von Dynamik hat sich doch ein bisschen bemerkbar gemacht. Gestern haben wir 230 km und heute 175 km vorwärts gemacht, wobei heute nur 560 Höhenmeter zu bewältigen waren. Dynamik sagt ja immer, Velomobile sind für die Ebene gemacht und nicht für die Berge. Er wird sich noch wundern.

Bergamo, 7.6.19

Domodossola - Bergamo

Die Fahrt von Domodossola bis zum Südende des Langensees ist etwas vom Schönsten. Zuerst fährt man zwischen steilen Bergflanken der Tosa entlang und erreicht schliesslich den tiefblauen Langensee. Die Strasse schlängelt sich den steilen Bergflanken entlang und durchquert so manches Stättchen, das neben den alten bejahrten Bauern- und Fischerhäusern auch prunkvolle Paläste aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert aufzuweisen hat.

Die Fahrt am Nachmittag, vom Ende des Langensees über Monza bis nach Bergamo, war dann etwas weniger spektakulär. Ein Lichtpunkt war Monza. Nicht wegen des Autorennens sondern wegen seiner Altstadt. Es lohnt sich halt doch in Städte oder Dörfer rein zu fahren und nicht die Umfahrung zu nehmen. Nach 347 Kreiseln und viel Industriegebiet war ich froh, als Bergamo in Sicht kam. Bergamo ist eine Perle, vor allem die Altstadt auf dem steil aufragenden Felsplateau. Dummerweise war die Schlange beim Funiculare so lang, dass ich trotz der 175 km in den Beinen die Treppe zur 200 m höher gelegenen Altstadt und zu meinem Abendessen gewählt habe. Und für dieses Abendessen hätte man auch noch ein paar Stufen höhersteigen können. Denn kochen können sie, die Italiener.

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Traumhafte Aussicht am Langensee

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Die Altstadt von Bergamo
 
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Heute hat sich's Dynamik einfach gemacht. Nach 120 km war schon Schluss. Dabei war alles topfeben. Aus kulturellen Gründen meint Dynamik. Dabei war's für ihn schlicht und einfach zu heiss. 40 Grad im Velomobil, daran muss man sich zuerst gewöhnen.

Bergamo, 8.6.19

Bergamo - Verona

Von Bergamo über Brescia nach Verona fährt man schön den letzten Ausläufern der Alpen entlang, ohne dass man irgendwelche Berge überwinden musste. Gemütlich fährt man über Land, links im blauen Dunst die hohen Berge und rechts die weite Po-Ebene.

EVA läuft tadellos. Praktisch ohne Geräusche sausen wir durch die Ebene. Das Ohr des Velomobilisten ist das Wichtigste bei einer solchen Langfahrt. Jede Veränderung der Geräusche muss man gedanklich analysieren und den Grund für die Veränderunng suchen. Heute waren es nicht die Geräusche sondern das veränderte Bremsverhalten nach eienr starken Bremsung. Ich hatte wohl die Schraube, die das Bremskabel festklemmt, zu wenig angezogen. Das lässt sich leicht beheben. Aber der Vorfall zeigt, dass diese Art der Bremskabelklemmung doch etwas fragwürdig ist.


Brescia gehört zu den weniger gut bekannten Perlen von Norditalien. Allerdings sollte man sich für die wunderschöne Altstadt und das römische Theater etwas mehr Zeit nehmen. Das Essen im Schatten vor der Kathedrale war auf alle Fälle ausgezeichnet: Bananen, Pfirsiche und Trauben vom Markt und 2 Liter Mineralwasser.

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Das römische Theater in Brescia

Die Strasse führte weiter zum (leider sehr touristischen) Südende des Gardasees und schliesslich nach Verona. Verona hatten ja schon die Römer entdeckt. Zumindest stammt eine Brücke und ein Amphitheater (mit 22'000 Plätzen) von ihnen.

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Römisches Amphitheater in Verona

Richtig berühmt wurde Verona allerdings erst durch Shakespeare. Das Haus von Giulietta konnte ich mir nicht entgehen lassen. Giulietta stand gerade auf dem Balkon aber von Romeo natürlich wieder keine Spur.

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Giulietta auf ihrem berühmten Balkon
 
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Venedig sei nichts für mich, meint Dynamik. Zuviele Kanäle und er könne mich nicht über all die kleinen Brücken tragen. So muss ich halt auf dem Motorradparkplatz schlafen. Ob Dynamik allerdings ein Hotel findet, ohne Anmeldung, an einem Pfingstsonntag Abend?

Bergamo, 9.6.19

Verona - Venedig

Italienisch sollte man können! Da hält man eingangs Vicenza an, um die Karte zu studieren und schon kommt ein junger Mann daher und will alles über mein Velomobil wissen. Soweit ist nichts Besonderes dabei. Allerdings, dass er alle meine Grammatikfehler korrigieren musste, hat mich doch etwas irritiert. Dabei sollte ich ihm ja dankbar sein. Denn im Zentrum von Vicenza komme ich mit einer netten Dame ins Gespräch. Sie war so begeistert von meiner "Bicicletta Spaziale", dass Sie mich gleich zum Kaffee einlädt. Da war es doch gut, dass ich etwas weniger Grammatikfehler machte. Ich verprach Ihr dafür, sie auf die Liste der Tagebuch-Empfänger zu setzen.

Die Strecke von Verona über Vicenza nach Padua ist ideal für ein Velomobil. Topfeben und zumeist schnurgerade, dafür sehr viel Verkehr. Von Padua an wählte ich kleinere Strassen, denn ich dachte, man könnte so etwas vom Sumpfgebiet der Etschmündung sehen. Weit gefehlt, denn hier gibts vor allem Industriekomplexe, Garagen und Supermärkte. Aber je mehr man sich Venedig nähert, desto nobler wird es. Statt Autofelgen werden Möbel und edle Lederartikel verkauft. Die letzten Kilometer vor dem grossen Damm nach Venedig fährt man einem hübschen Fluss bzw. Kanal entlang mit alten, prunkvollen Villen und Herrschaftshäusern. Offensichtlich ist man zu jener Zeit mit dem Schiff zur Arbeit gefahren, wenn überhaupt.

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Entlang dem "Riviera bosco piccolo"

Hotelsuche in Venedig an einem Pfingstsonntag Abend ist nicht ganz einfach. Das erste Hotel ist voll. Pfingstsonntag und Ruderregatta. Da sei alles voll. Das ist das erste Mal auf dieser Reise, dass ich nicht schon beim ersten Hotel ein Zimmer bekommen habe. Juni ist nämlich ein guter Monat zum Reisen. Das Wetter ist schön und niemand hat Ferien. Aber schon beim zweiten Anlauf habe ich Glück. Nun sitze ich in einem hübschen Hotelzimmerchen in Venedig und schaue auf einen malerischen Kanal hinunter. Es ist unglaublich friedlich hier. Es ist erstaunlich, wie viele Gesichter Venedig hat. Die prunkvollen Paläste mit den Touristenströmen und die verwunschenen Ecken, wohin sich fast niemand verirrt. Zauberhaft schön ist es aber überall in Venedig.

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Ein lauschiges, ruhiges Plätzchen in Venedig

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Venezianische Gondeln, im Hinterrund Santa Maria della Salute
 
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160 km und nur 215 Höhenmeter ist ja nicht gerade eine Gewaltsleistung. Es scheint, dass die Hitze schwieriger zu ertragen ist, als sich Dynamik das ausgemalt hat. Vielleicht ist auch das Schaffell schuld. Eine grandiose Idee von Dynamik. Sieht gut aus aber wenn es einmal richtig nass ist (natürlich nicht vom Regen) taugt es nicht mehr. Ist heute rausgeflogen und durch eine Strandmatte aus Schaumstoff für 6 Euro ersetzt worden. Zum Glück hatte der Concierge im Hotel Roma in Triest eine gute Schere, denn so konnte Dynamik einen perfekten Zuschnitt hinkriegen.

Triest, 10.6.19

Venedig - Triest

Schöne Orte muss man verlassen, bevor man sie zu gut kennt. So behalten sie ihren Zauber. Und genau das habe ich heute morgen mit Venedig gemacht, obwohl es mir schwer fiel. Mein Weg durchquerte die Tiefebene, die der Piave und der Tagliamento angeschwemmt haben. Leider kann man nicht der Küste entlang fahren, denn dort gibt es keine Strassen und schon gar keine Brücken mehr. Die Gegend wird intensiv landwirtschaftlich genutz. Riesige Bewässerungsanlagen zeigen, was da alles unternommen wird, um dem Hergott nachzuhelfen.

In Portogruaro (Bild) gabs einen ersten Kaffee-Kuchen-Stop. Die nette Dame am Nebentisch erzählte mir, dass Sie letztes Jahr auch mit dem Fahrrad in Apulien gewesen sei. Ich fragte sie darauf, ob sie das Fahrrad mit dem Auto mitgenommen hätte. Denn für diese Riesenstrecke sah sie irgendwie zu elegant aus. Ganz entrüstet meinte sie, dass sie und ihre Freundin jeden Tag 100 km geschafft hätten.

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Portogruaro, auf halbem Weg zwischen Venedig und Triest

Am Nachmittag lagen die Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad (im Velomobil gemessen). Bei 40 Grad braucht es schon ein bisschen Ueberwindung, um nicht in einem kühlen Keller bei einem guten Wein die heissen Stunden auszusitzen. Aber ich wollte unbedingt Triest erreichen, denn dort wartete das Abendessen mit lieben Freunden (Zina und Dennis nochmals herzlichen Dank).

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Traumhafter Strand von Triest
 
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Das mit der Kultur scheint bei Dynamik ein dehnbarer Begriff. Da lässt er doch einfach Pula, mit seinem berühmten römischen Amphitheater (dem zweitgrössten des Römischen Reichs), buchstäblich rechts liegen und fährt diretissima nach Rijeka. Es wären halt 200 km gewesen. So waren's nur 80 km mit 1000 hm.

Rijeka, 11.6.19

Triest - Rijeka

Es scheint, dass die einfachen Etappen hinter mir sind. Von Triest steigt es nämlich unerbittlich bis auf 700 m und das bei brütender Hitze. Aber das ist ja das, was ich mir ausgesucht habe. Man muss sich einfach Zeit lassen und die Gegend angucken, denn die istrische Halbinsel ist wunderschön. Hügelig bis gebirgig mit viel Wald.


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Bergstrecke zwischen Triest und Rijeka

Ich war aber doch sehr froh als nach etwa 4 Stunden die Abfahrt nach Rijeka begann. Zum Glück war es nicht so steil, sodass man weitgehend sausen lassen konnte. Endpunkt für heute ist Rijeka. Nach nur 80 km. Dafür waren sie nahrhaft und bin doch immerhin durch drei Länder gekommen (Italien, Slovenien und Kroatien).

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Hafen von Rijeka

Rijeka ist, wie schon Triest, nicht ganz zu vergleichen mit den wunderschönen mittelalterlichen Städtchen Italiens. Es fehlt die alte Bausubstanz. Ab und zu ein alter Turm, aber dazwischen Häuser aus dem 19. Jahrhundert oder noch neuer. So hab ich mich an der mediterranen Küche erfreut, denn die soll für ein langes Leben garantieren. Vor allem Fisch, Olivenöl und Kirschen. Deshalb gab's Salat, Risotto mit Meeresfrüchten und als Dessert ein ganz einmaliger Kirschkuchen.

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Altstadt von Rijeka
 
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Küstenstrecken haben es in sich. Das Meer ist zwar immer auf Null müM, die Strasse aber nicht. Heute haben wir 130 km und ganze 2300 Höhenmeter geschafft.

Karlobag, 12.6.19

Rijeka - Karlobag

Heute habe ich's geschafft, neben dem VM-Fahren noch zwei Interview zu geben. Das zweite kurz vor dem Ziel für den TV-Loki. Die waren ganz begeistert von EVA und haben einen Film gedreht. Das erste war ganz am Anfang und die waren weniger begeistert und wollten auch noch 50 Euro dafür. Ich kann ja nichts dafür, wenn die die Autobahnen so schlecht beschildern. Das hab ich natürlich nicht gesagt, sonst wär's vielleicht noch teurer geworden.

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Dalmatinische Küste - je südlicher desto wilder

Die Strecke Rijeka - Karlobag ist unglaublich schön aber bei 35 bis 40 Grad auch recht anspruchsvoll. Um zwei Uhr, als ich wieder einmal 400 m ü M erreicht hatte und meinte jetzt geht keine Kurbeldrehung mehr, musste ich mir eine Erhohlungspause von einer Stunde verordnen. Mit viel trinken und Dörrfrüchte essen kamen die Kräfte wieder zurück. Nachher gings problemlos weiter bis nach Karlobag.

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Unzählige Inseln vor der Dalmatinischen Küste

Karlobag ist ein hübscher Fischer- und Touristenort mit etwa 50 Häusern und glücklicherweise einem Hotel mit einem freien Zimmer für mich.

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Karlobag mit seiner Hafenmole
 
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Heute haben wir 170 km und ganze 2600 Höhenmeter geschafft. Wenn das so weiter geht erreichen wir Korfu tatsächlich. Heute Abend hat sich die Besitzerin des Hotels für mich gewehrt. Dynamik wollte mich draussen parkieren. Die Hoteliere meinte, das sei viel zu gefährlich. Sie kenne ihre Leute. Und so wurde ich um Mitternacht, als alle Gäste gegangen waren, in den Speisesaal getragen. Dafür muss Dynamik morgen extra früh aufstehen, um mich rechtzeitig wieder hinauszutragen.

Sibenic, 13.6.19

Karlobag - Sibenic


Welch ein Unterschied zwischen heute morgen und heute abend. Am Morgen ein verschlafenes aber romantisches Dörfchen am Meer und am Abend eine lebhafte Touristenstadt, wo man fast mehr Deutsch als Kroatisch hört. Dazwischen durchfährt man ganz unterschiedliche Regionen. Zuerst gehts in engen Kurven um die vielen Buchten mit tiefblauem Wasser herum, den steil abfallenden Kalkfelsen entlang. Man kann nicht genug davon bekommen.

Dann gehts über einen nicht allzu hohen Bergrücken nach Zadar. In Zadar gibts Mittagsrast. Ich hatte EVA noch nicht ganz gestoppt, als eine nette Dame mich auf englisch fragt, ob das nicht gefährlich sei. Ich sei jetzt ohne Zwischenfälle von der Schweiz bis hierher gekommen, erklärte ich ihr. Die nächste Frage: Wie alt ich denn sei? Ich war mir schlussendlich nicht ganz sicher, ob das als Kompliment gemeint war oder ob es bei diesem hohen Alter nicht ganz so schlimm ist, wenn etwas passiert. Auf alle Fälle hat das Essen unter den Bäumen mit Blick aufs Meer fantastisch geschmeckt.

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Ein gemütliches Plätzchen am Rande von Zadar

Von Zadar ging es gemütlich weiter Richtung Sibenic. Die Hitze machte mir aber doch ziemlich zu schaffen, weshalb ich das Hard-Top abnahm und hinten mit zwei Gummistropps befestigte. Nun ist EVA leider nicht mehr ganz so schnell aber es ist luftig und angenehm in meinem Cockpit. Hätte ich eigentlich schon längst tun sollen.

Sibenik hat eine wunderschöne Altstadt und einen hübschen kleinen Hafen. Wie sich's gehört ist die ganze Strandpromenade mit Restaurants und Kaffees gesäumt, sodass niemand hungern muss.

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Altstadt von Sibenic

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Sonnenuntergang im Hafen von Sibenic
 
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Jetzt haben wir etwa die Hälfte der Strecke geschafft. Und das ohne jegliche Panne. Dynamik hat nicht einmal nachpumpen müssen. Heute hat er allerdings zweimal an der Stellschraube des Schaltwerks etwas gedreht. Damit es präziser schaltet, hat er gesagt. Das ist im allgemeinen kein gutes Zeichen. Aber das wird er schon noch merken.

Sibenic, 14.6.19

Sibenic - Makarska


Jetzt bin ich wirklich im Süden angekommen. Ich sitze an einem kleinen Platz in Markaska und geniesse den Abend. Irgendwie hat es etwas Surreales. Ueberall hat es Palmen und die Schwalben zischen zu Hunderten aus den Gässchen über den Platz und wieder zurück in die Gässchen. Markaska ist ein kleiner Fischer- und vor allem Touristenort. Viel Platz hat es nicht, denn bereits hinter der vierten Häuserzeile steigen die Felswände vertikal in die Höhe.

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Hafen von Makarska

Der Tag war traumhaft schön. Zumeist kurvte ich von einer Bucht zur nächsten bis nach Split. Split mit seinem Diokletianspalast wirkt etwas unbeholfen. Neben vielen Läden und Restaurants hats eben noch eine römische Sehenswürdigkeit.

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Mittagspause in Split. Im Hintergrund der Diokletianspalast


Ca. 20 km nach Split wird es recht spektakulär. Die Strasse steigt auf etwa 300 m ü M entlang einer fast vertikalen Felswand. Die Aussicht ist schlicht atemberaubend. In berauschendem Tempo ging es dann dieser Felswand entlang runter bis nach Markaska, wo ich eben mein Abendessen geniesse.

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Kurz vor Makarska
 
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Wie viel freie Tage im Monat habt Ihr?
365 freie Tage. Musst mein Alter berücksichtigen. Und dazu habe ich eine Liegerad-begeisterte Bessere Hälfte.
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Sind das alles aktuelle Berichte?
Die Berichte im Forum haben eine Zeitverschiebung von 25 Tagen. Sie basieren allerdings auf den Mails, die ich jeden Abend während der Fahrt an meine Frau sende. So weiss sie, dass ich noch am Leben bin. Ins Forum setzen mag ich sie nicht direkt. Wäre ja zu peinlich, wenn der Bericht dann plötzlich aufhört wegen Abbruch oder weiss Gott was. Dazu kommt fürs Forum eigentlich nur der Kommentar von EVA. EVA darf das sagen, was man eben nicht ins Tagebuch schreibt.
 
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Alles läuft perfekt. Heute haben wir 160 km und 2200 hm geschafft. Keine Reifenpanne oder irgendwelche mechanische Probleme. Und seitdem das Hardtop hinten drauf ist, ist die Hitze auch kein Problem mehr. Nur um das Schaltkabel sollte sich Dynamik kümmern und nicht nur an der Stellschraube drehen.

Sibenic, 15.6.19

Makarska - Dubrovnik


Je südlicher man kommt, desto wilder und schöner wird die Dalmatinische Küste. Ich bin noch nie eine so schöne Strecke gefahren. Gegen Mittag erreichte ich die Ebene von Ploče. Es ist ganz eigenartig, wenn man nach so viel Küste in eine Inlandregion gerät. Darnach stieg es wieder ganz anständig auf 200 müM, was bei 43 Grad im VM ziemlich anstrengend ist. Die Rettung kam auf der Passhöhe in Form eines Verkaufsstandes von lokalen Produkten. Zwei Liter Citronen-Grapefruit-Saft und ein Kilo Kirschen waren genau das Richtige.

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Ebene von Ploce

Nun waren es nur noch 50 km bis nach Dubrovnik. Es war wunderschön aber zäh. Denn auf den letzten 10 km steigt man nochmals an auf 260 m, um dann in ein paar Kehren in die Altstadt von Dubronik zu sausen.

Nun aber wo schlafen? Die zwei Hotel neben der Burg verlangen 600 Euro pro Nacht. So gut und fest kann man ja gar nicht schlafen. Schon wollte ich mich Richtung Süden aufmachen, als ich ein Schild "Sobe / Zimmer" entdeckte und auch gleich ein hübsches Zimmer mit Blick auf den alten Hafen bekam. So kam ich doch noch zu meinem erhofften Abendspaziergang durch das märchenhafte Dubrovnik.

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Märchenhaft schönes Dubrovnik
 
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