Anthrotech Probleme mit Bremsbelägen hydraulischer Vorderadbremse einseitig

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Hallo,

Ich fahre seit Jahren ein Anthrotech mir Brose Motor. Seit etwa zwei Jahren habe ich immer wieder Probleme mit der linken
Hydraulischen Vorderradbremse. Ich merke das sie permanent leicht bremst und der Hebel an der Trommel nicht voll zurück federt.
Habe jetzt bei meiner (schon versierten) Werkstatt zum dritten Mal die Beläge getauscht bekommen, zuletzt heute und vor zwei Monaten.
Seitdem nur 500 km gelaufen. Werkstatt sagt der Ersatzteillieferant hätte gewechselt, früher Sax oder Sachs? Jetzt englischer Hersteller.
Die Beläge sind wohl nicht abgefahren aber sie verkanten immer wieder ( wird wohl beim Bremsen ein Bauteil geöffnet).
Kennt jemand das Problem?Überlege schon auf Scheibenbremsen umzubauen.
 
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2 x Belagtausch? Bist du schon hundertausend km damit gefahren?

Eher wird der Nocken zu säubern und dann mit Passendem (Kupferpaste o.ä.) neu zu schmieren sein. Hatte ich vor kurzem auch erst bei einer Trommelbremse. Du brauchst neben handelsüblichem Werkzeug dann noch eine neue Starlock-Scheibe - beachte den Sicherheitshinweis, dass beim Entfernen der alten und nicht wiederverwendbaren Starlockscheibe du aufpassen musst, dass sie dir nicht ins Auge springt. Zudem wäre ein kurzes Stück Rohr/ Schraube/Ähnliches gut, das die beiden Bremsbeläge aufgespreizt hält, sodass du den Nocken ohne Spannung herausnehmen kannst.
 
Danke heisseiliger,

Ich mache an meinem Rad nichts selber, bin schwerbehindert.

Ich entnehme deinem ersten Satz aber, dass ein Wechsel bei jeder jährlichen Inspektion nicht der Regelfall ist.
Das bedeutet etwa alle 4000 km. Die Fahradwerkstatt schmiert da nichts, tauscht immer beidseitig aus,
Waren auch diesmal wieder nicht abgefahren, die linke Seite bremst mich aber aus. Beläge seien verkanntet.

Von welchem Hersteller sind deine Beläge? Nehme deine Vorschlag in jedem Fall mit zur Werkstatt, wenn es wieder vorkommt.
Eigentlich läuft ansonsten alles gut in der Werkstatt ( seit 8 Jahren)
Nochmals Danke.

Gruß
Frank
 
zum dritten Mal die Beläge getauscht bekommen, zuletzt heute und vor zwei Monaten.
Seitdem nur 500 km gelaufen.
Haben die wirklich nur die Beläge getauscht?
Es kann vorkommen, dass die Mechanik etwas unsauber läuft, dann ist es besser gleich die ganze Bremsplatte tauchen.
Meist ist der Fehler dann weg

Die bekommst du hier:

Vielleicht mag @Lutz/Co oder @Marc was dazu schreiben.

Werkstatt sagt der Ersatzteillieferant hätte gewechselt, früher Sax oder Sachs? Jetzt englischer Hersteller.
Ja ... vor ~25 Jahren ... nachdem Mannesmann von Vodafon geschluckt wurde und Sachs (ein Teil von Mannesmann) an Sram verkauft wurde.
Die haben sich aber nur verpflichtet die Getriebenaben für 10 Jahre weiter zu bauen (und diese nach genau 10 Jahren und einem Tag eingestellt)

Gruß Jörg
 
Ersatzteillieferant hätte gewechselt, früher Sax oder Sachs? Jetzt englischer Hersteller.
Haben sie dir Bremsbacken von Sturmey Archer in die alten Trommeln von Sachs gebaut oder wie ist das zu verstehen? :unsure:


Ich entnehme deinem ersten Satz aber, dass ein Wechsel bei jeder jährlichen Inspektion nicht der Regelfall ist.
Das bedeutet etwa alle 4000 km.
Normalerweise halten die ein paarzehntausend Kilometer. Nach gradmal viertausend Kilometer sind die eigentlich noch neu. :giggle:
 
Vielen Dank für eure Beiträge. Ich habe mich sehr unsauber ausgedrückt, sorry.Es wurden immer zwei neue Bremsplatten von Sturmey Archer eingebaut in 03.2025 in 04.2026 und gestern, die Beläge waren nicht runter. Er hat mit einen Belag gezeigt. Dort wo die Hydraulik von außen an einem Punkt ansetzen arbeitet ein Metallstück in der Platte. Das sei beim Ausbau jedesmal verkanntet und führe dazu das es schleift (auch geringere Akkureichweite um 15-20 %, die mich am meisten nervt). Bremswirkung ist da. Vom Neukauf 2021 bis 03.2025 3 Jahre lang kein Problem.
 
Hat jemand von euch Sturmey Archer Bremsplatten in einem Dreirad Liegerad verbaut?
Kann es an anderen Komponenten im Zusammenspiel liegen, z.B. Laufrad?
 
Das bedeutet etwa alle 4000 km. Die Fahradwerkstatt schmiert da nichts, tauscht immer beidseitig aus,
das ist sehr geschäftstüchtig von der Werkstatt ...
Nehme deine Vorschlag in jedem Fall mit zur Werkstatt, wenn es wieder vorkommt.
Vielleicht sollte es nicht wieder vorkommen? Also, dass du zu dieser Werkstatt fährst? ;)

Sorry für meinen Sarkasmus, aber ich bin von vielen Fahrradhändlern aufgrund deren mangelnden Kompetenz in Spezialdingen nicht so begeistert. Ideal wäre, du würdest einmal von jemanden draufschauen lassen, der selbst an Trommelbremsen schrauben kann. Z.B. um zu schauen, ob - wie @Zimt schreibt - du eine nichtpassende Kombination von Sachs-Naben und Sturmey Archer-Belägen hast.
Wenn du deinen ungefähren Wohnort (muss ja nicht auf den km genau sein) nennen würdest, könnte sich vielleicht ein Forist in deiner Nähe finden?
Fotos wären auch hilfreich.

Beste Grüße
 
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früher Sax oder Sachs? Jetzt englischer Hersteller.
Hääää? Wenn 2021neu gekauft (Neu = Werksneu?), dann waren dass SCHON IMMER Sturmey Archer Bremsen.
Wieso haben die da mit irgendwas falschem rumgebastelt.

Ich fahre Antrotech seit 2018 mit den ERSTEN Belägen. Das Antro meiner Frau ist noch älter (Gebrauchtkauf) und hat ebenfalls noch nie Bremsprobleme gehabt.

Ich würd auch eher das Problem bei der Werkstatt sehen.
 
So, die Antworten auf einige Beiträge. Ich wohne in Essen / Stadtgrenze Mülheim Ruhr
Status: konnte das Rad heute länger nach der letzten Inspektion fahren. Lauft momentan gut.
War aber direkt nach der Inspektion immer so. Probleme kamen immer erst so nach 500+ km.

Eine wichtige Sache noch. Ich hatte vor acht Wochen einen Rahmenanbruch. Mit der gestrigen Inspektion wurde
das Rad auch auf einen neuen Rahmen umgebaut. Obwohl die Garantie von 5 Jahren abgelaufen war ( um 2 Monate) kam der Ersatzrahmen auf Kulanz von Anthrotech und völlig ohne Diskussion.

Kann es sein das der Rahmenanbruch schon älter war und sich über ein Jahr erweitert hat, so dass die verkantete Bremsplatte
durch verlagerte Belastung gekommen ist?

Das Bild nun auch anbei. Nochmals Danke an euch Alle. Nett, dass ihr so engagiert unterstützt.

Grüße
Frank
 

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Also einen Zusammenhang von Rahmenbruch und Bremsverschleiß kann ich mir schwer vorstellen.
Könntest Du die Nabe noch von der anderen Seite zeigen? Nur in dem unwahrscheinlichen Fall, dass eine unpassende Nabe verbaut ist, könnte bei noch kaum verbrauchten Belägen ein Verkanten des Betätigungsnockens stattfinden. Dann wäre der Trommeldurchmesser zu groß und der Betätigungshebel müßte zu weit schwenken beim Bremsen.
Was mir noch einfällt, ist ein evtl. verbogener Achsbolzen. Kann man leicht testen, indem man den Bolzen per Steckschlüssel verdreht. Wenn das Laufrad dabei eine Taumelbewegung macht, ist der Bolzen verbogen. Das könnte zur Abnutzung eines Teilbereichs der Beläge führen, an anderen Stellen sehen sie noch aus wie neu.
 
Kann es sein das der Rahmenanbruch schon älter war und sich über ein Jahr erweitert hat, so dass die verkantete Bremsplatte
durch verlagerte Belastung gekommen ist?
Wo genau war der Rahmen denn gebrochen?


Beläge sind wohl nicht abgefahren aber sie verkanten immer wieder
ein Metallstück in der Platte. Das sei beim Ausbau jedesmal verkanntet

die verkantete Bremsplatte

Bevor sich was in meinem Hirn verkantet- kannst Du mal auf deinem Bild markieren, wo das klemmt?
 
Der alte Rahmen war genau mittig gebrochen, s. Bilder.
Narbe von der anderen Seite als Foto zumindest auch Sturmey Archer.

Nochmals zum verkanten… der Hebel vorne ist oberhalb mir der Bremsplatten verschraubt. Ein anziehen bewegt an der Innenseite ein andrücken der Belege, da soll das Problem liegen. Ich sehe von außen, dass der Hebel an der Platte nicht voll zurück geht.
Vermutlich wird dann innen auch nicht wieder vollständig entlastet, so dass es leicht bremst. Besser kann ich es leider nicht erklären. Werkstatt hat jetzt auch nochmal vollständig entlüftet, Bremsehebel fühlt sich gut schwergängig an.

Status: weiterhin problemlos… vielleicht passt es jetzt, warten wir die nächsten 1000 km mal ab.

Im Fazit nehme ich mit, dass eine Reichweite von 4000 km nicht in Ordnung ist. Sollte es nochmals auftauchen, kontaktiere ich
Mal eine andere Werkstatt. Vielleicht sehen die aus einem anderen Blickwinkel auf das Problem. Eure Anmerkungen gebe ich dann mit. Dafür Vielen Dank
 

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