Alternative Linienführung für Velocar

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Zwischen
...glaube auch nicht das sich solche Fahrzeuge für die breite Masse gerade im privaten Bereich durchsetzen werden
und
Dafür sehe ich halt keinen Markt ...
liegt ja durchaus eine Bandbreite von Möglichkeiten.
...werde mich also um zwei Dinge bemühen:
- Es nicht zu eng zu sehen und es einfach auszuprobieren
- auf eine Erprobungsfahrt hin arbeiten
Alles andere wird man dann sehen...
 
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Typische Lastenräder haben wohl kaum etwas mit diesem Thema zu tun. Deine Beispielbilder sind alle Auto-bezogen, auch Dein Entwurf ist sozusagen ein Autotraum in klein mit Fahrradkomponenten. Dafür sehe ich halt keinen Markt ...
Dieses Thema ist ja die alternative Linienführung von Velocars und das würde ich eher unter der Rubrik Grundlagenforschung einsortieren.

Auch die Sportvelomobile haben jetzt Jahrzehnte mit Grundlagenforschung verbracht und das die mit den gelegentlichen Fertigungsproblemen in RO und den bisher erreichten Preisen/Stückzahl einen Markt erschlossen haben...

Wäre der Verlauf bei den Sportvelomobilen nicht so, wie er gelaufen ist, würde mir was fehlen.

Warum sollte mir das bei den Velocars nicht ähnlich gehen...


Gruß Heiko
 

eisenherz

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unter der Rubrik Grundlagenforschung einsortieren.
Da stimme ich zu … was die Herangehensweisen betrifft …

Auch die Sportvelomobile haben jetzt Jahrzehnte mit Grundlagenforschung verbracht
Das erste ernsthaft zum Verkauf gebaute (Quest) war doch sofort ein begehrter Renner mit jahrelangen Wartezeiten!?

Vorher gab es doch nur Tüfteleien für den Eigenbedarf … oder hab ich was verpasst?

Die Parameter für ein Velocar, die es zu erfüllen gibt sind auch alle bekannt, weitestgehend sogar schon getestet …
aus der Sicht gibt es nicht mehr viele Grundlagen zu erforschen … vielleicht noch ein neues Antriebssystem oder einer grundlegenden neue Fertigungsweise - aber Tiefziehen ist eigentlich auch nicht wirklich Neuland… und bei gewünschter Steifigkeit zu schwer… daran haben sich doch sogar Mike Burrows, Giant und Cannondale die Zähne ausgebissen … ziemlich potente und sehr gewillte Vorläufer … was soll da noch kommen … bin gespannt


Dan stehen auf der Liste noch ein Kanuproduzent der das Mango billiger anbieten wollte und hier nichtmal 10 Kaufwillihe( für den halben Preis) gefunden hat und das Messerschmittprojekt.…

Aber das Duoquest geht jetzt in Serie
 
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Most projects are overthought, I know mine are...

Simple shapes composed of curved panels can be aerodynamic, Mochet proved that in the 1930's. Bugatti built a fully enclosed slab sided race car in the 1920's (he failed in racing it). Going back to those shapes is not a regression, they worked for simple, light vehicles then, they haven't stopped working, just look at the velocars of @BuS velomo, @lotharko and others here on the forum.

Today we have computers and laser cutting, I can't imagine using anything else than cold glued complex curved shapes made from wood veneer. Vacuum bagging was already used on boat hulls back in the 1970's in the high end boat shops but the humble electric staple gun can also work miracles... And wood reaches out to the potential client because of the sustainability much more than recyclable plastics - with the ongoing plastic pollution crisis I can't see that view changing in the near future.
 

Gear7Lover

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wood reaches out to the potential client because of the sustainability much more than recyclable plastics
Öhm, after treating wood with plywood glue, structural glue, resin, filler, paint, wax and antifouling, I'd rather burn 100% polypropylene in the chimney or dispose it in my garden. It is at least inert and does not need any problem waste treatment.
 
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It depends on your plywood manufacturer and its choice of glue, in general French manufacturers have made significant improvements and removed the volatile composants because much of the wood they make has to meet new pollution levels before use indoors.

As I said my epoxy is neutral after cure and I won't be using filler. It all comes down to the automotive paint and the satin finish boat varnish ...

 

BuS velomo

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@Kulle - ich weiß nicht, ob ich den Thread missverstehe, aber ist das hier der 536igste Ansatz zu "Ideen zum Durchbruch des VeloCars" ?

Auch in Design-Fragen kann man mit hypothetischen Verweisen auf automobile Anschauungsbeispiele oder auch CAD-Spielereien vortrefflich zusammentragen, was alles möglich wäre, wenn es denn möglich wäre.

Zur wirklich möglichen Möglichkeit werden solche feuchten Träume aber nur, wenn sich Design- Konstruktions- und Herstellungsfragen der erwartbaren Losgröße im Absatz unterordnen. Kostenlose Designskizzen kann man viele in die Welt stellen - und wenn es um Liebhaberei geht, sowieso. Aber einen konkreten Design- wie Produktions-Ansatz wirtschaftlich auszuarbeiten macht erst Sinn, wenn man eine realistische Erwartung seiner konkreten A&N-Marktbedingungen in Einklang bringen kann (FUE + Produktion + Vertrieb..., ästhetische und funktionale Akzeptanz - unter Konkurrenz)? Also Stückzahl:
  1. <X - Formenbau lohnt sich nicht. Das Halbzeug-Baumaterial gibt dir den Möglichkeitsraum vor. Je simpler designt, umso günstiger.
  2. ~X - Formenbau für handwerkliche Methoden lohnt sich - Laminieren oder einfache Thermoplast in CAD-Freiform ist möglich.
  3. >X - Formenbau für industrielle Produktionstiefe lohnt sich - alle Wege, inkl. großem Forschungsbudget für neueste Materialien stehen offen.
Bei der VeloCar-Verheißung stecken wir nun häufig mit den Kopf auf Stufe 3, aber wollen uns die Hände noch nicht mal mit Stufe 1 schmutzig machen. Industrielle Träume überwinden mutig die Begrenzungen der Stufe 2 im Rennen um das Volksvelomobil -velocar ... und zerplatzen an der Realität, wo sie eben keinesfalls ästhetisch, funktional und produktionsökonomisch Velomobile.RO überflügeln können - höchstens als kurze Startup-Blase, wo heiße Luft Geld verbrennt.

Wenn wir irgendwas realisieren wollen, dann müssen wir uns zuallererst um den Nischen-Realismus der kleinen Stückzahlen bemühen. Und dann werden auch (wirtschaftlich tragbare) Design-Fragen signifikant andere als in der Großindustrie. Z.B. gibt dann eben Sperrholz die Linienführung vor... und wir haben ne ganz andere Diskussion, als wenn wir einfach "substanzlos" von kleinen modischen Supersportwagen träumen wollen.

Dein Cherrywood-Car illustriert das ganz gut. Wie soll nach 20.000 Arbeitsstunden noch ein tragfähiges Produkt daraus werden, wenn es sich nicht grad als Ölscheich-Kunstwerk oder Massenindustriegut eignet? Auch wenn diese kantigen Sportwagen-Stile (Lambo) eigentlich relativ plattenbautauglich sind und annähernd in ~200h umsetzbar sein sollten.

Naja, die eigentliche Designrevolution kommt dann vom Cybertruck - half-scale - nicht dass Canyon sich davon hat inspirieren lassen... :unsure:
1609589908014.png
 
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Für alle Unkenrufer:

1) in den 1980igern war der cw-Wert das Maß aller Dinge für sportliche PKW. Da hätte jeder gesagt: "für geländeuntaugliche Geländewagen gibt es im Stadtverkehr keinen Markt." Sie lagen falsch: Heute fragt keiner mehr nach cw-Werten, und der klimakiller SUV hat Wachstumsraten.
2) Nach vielen Jahren Entwicklungszeit von zigarrenförmigen Dreirädern hat sich daraus immer noch kein Markt entwickelt, geschweige denn ein Massen-Markt.
3) Die einzigen marktorientierten und auf industrielle Fertigung ausgelegten Projekte haben vier Räder einen Elektromotor zu Unterstützung und keine Verkleidung die ein- und ausstieg zu einer sportlichen Leistung machen.
4) Andererseits haben Unternehmen wie Bosch, Shimano und Newcommer aus China wie BAFANG das Pedelec zu einem Erfolgsprodukt gemacht und tatsächlich einen relevanten Markt geschaffen. Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht?

Ich denke immer noch, dass ein BioHybrid Duo für knapp 10.000€ keine Lösung sein kann. Auch das Projekt Podbike sehe ich nicht als Lösungsbringer, insbesondere als man sich dort mit dem vollelektrischen Antrieb ein zusätzliches technologisches Problemfeld aufgehalst hat.

Das Kernproblem der Velocars bleibt die Festlegung auf den 2-Personenbetrieb. In einer Zeit in der die 5 bis 9-Sitzigen Autos nur noch von einer person benutzt werden und der Rest als permanenter Umweltschaden durch die Gegend gefahren wird, ist der Bedarf an 2-Sitzern mit Pedalantrieb auf Enthusiasten beschränkt.

---

Da wir bescheuerten Europäer nicht in der Lage sind den größten Binnenmarkt der Welt: die EU!!!!! so zu strukturieren, dass wir wenigstens eine eigene einheitliche Marktplatform haben (oder glaubt irgendwer dass EBAY oder AMAZONE so etwas wären?) schaue ich zur Marktbeurteilung gerne mal auf ALIBABA nach. Gebe ich da VELOCAR ein erlebe ich folgendes:

1) Es werden viele Ritschkas angeboten: Der Passagier lässt sich fahren und tritt nicht selber mit!
2) Es werden typische Cargo-Bikes angeboten: Transportieren ist ein Markt für Fahrräder! Und die Cargobike-idee ist ein Renner.
3) Es werden vollmotorisierte Transportdreiräder angeboten: Wenn Motor (über 1kW), dann keine Pedalen mehr.

In China gibt es schon lange vierrad-Fahrräder mit Verdeck, wie den BioHybrid. Es gibt auch schon lange den Twizy, den Renault einfach aus Asien geholt hat. Und man kann auch die Transportdreiräder aus China in Deutschland kaufen (offene Blechkiste um die 4000€, Geschlossene Kabine um 6000€ 45km/h). All das ist weit weg von einem Velomobil mit 4 Rädern das das 2 bis 3 fache kostet, aber es ist pragmatisch, denn es wir in Asien gekauft und in Europa auch angeboten.

Also hat das Velocar doch keine Chance?

Doch:

Für mich ist T1 der Preis:

1) Basis-Version 3500€
2) Vollausstattung 5000€

---

Designbasis:

Ich finde das GQ eine hässliche und viel zu teure Lösung mit dem richtigen Ansatz:

1) gerade Scheiben
2) gerade Flächen
3) Platz!

Wenn ich an ein Velocar dran gehen wollte, würde ich den VeloBuddy von @Dejay wählen, noch etwas flacher machen und die aerodynamischen Abrisskanten am Heck entschärfen.
 
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... Quest ...
Vorher gab es doch nur Tüfteleien für den Eigenbedarf … oder hab ich was verpasst?
Die Leitra ist m. W. älter als das Quest und war für die damalige Zeit durchaus flott zu bewegen -je nach Geläuf als Sport auch schneller als ein Mango (Mikus hatte beides).
Allerdings wurde Alltagstauglichkeit von den Niederländern und ihren deutschen Nacheiferern anders definiert als von CGR.
Die Linienführung eines Velocars sollte sich aber eben, wie Steffens schon ausgeführt hat,nicht an kleinen sog. Sportautos orientieren, sondern neben Ästethik (die jeder anders empfindet) vor allem Fahrwiderstand, Nutzbarkeit (Einstieg, Transportvolumen, Lüftung, Beschlagen, Regen) und Fertigungsmöglichkeiten berücksichtigen.
Ein effizientes Antriebssystem ist ja sowieso Grundvoraussetzung (und schon daran scheitern sehr viele!).

Ein Duo-Quest wäre für mich zumindest mal eine Alternative zum Zweitwagen (da mein Leben für einen kompletten Verzicht aufs Auto zu stark umgestellt werden müßte), da bleibe ich dran. Und dessen Linienführung finde ich schon mal sehr gelungen.

Grüße, wolf
 

eisenherz

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:LOL:
Die Leitra ist m. W. älter als das Quest und war für die damalige Zeit durchaus flott zu bewegen
Ich wusste, der kommt:LOL:
Die Leitra gabe es schon mehr er als 10 Jahre vorher.
Ich habe meiner Frau eine aufgebaut … natürlich gepimpt. Die Karre hat uns für unsere damalige Verhältnisse ein Vermögen gekostet.
Meine Frau ist ein paar Mal damit die 18km nach Münster gefahren, dann haben wir sie wieder verkauft. Schnell/ Sport … vielleicht verglichen mit einem Kettcar. Der Wetterschutz, Ein/ Aussteigen gut… der Rest passte nicht im Entferntesten zum Preis.
Wurden in 10 Jahren ja auch nur gut 100 Stk. verkauft … halt ne Nerdkiste. Damals ein Wegweiser … langsam sollte man all die Fehler die schon andere reichlich gemacht haben mal zur Kenntnis nehmen … es sei denn es geht einem darum in der Freizeit irgendetwas zu basteln … dann spielen alle meine Bedenken natürlich keinerlei Rolle.
 
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eisenherz

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Ich
Da definierst Du doch indirekt eine Forschungsaufgabe:
Tiefziehen bei gewünschter Steifigkeit nicht zu schwer hin zu bekommen.
Dann zeig uns mal wozu zwei Weltfirmen und ein begnadeter Tüftler zu doof waren.
Ich will dich in keiner Weise persönlich angreifen … aber deine Antwort halte ich freundlich gesagt für ziemlich vermessen

An dem Problem sind übrigens auch einge Autofirmen dran. Bei Audi kenne ich jemanden persönlich, BMW versucht es auch schon seit Jahren das kommerzielle umzusetzen

… also ich bin gespannt was du präsentiert … ich würde es vorher patentieren … dann dürftest du ausgesorgt haben ;)
 

eisenherz

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Für alle Unkenrufer:
Mir ist schon klar, das Dosentreiber für ein völlig überdimensioniertes Produkt gern mal 3 Monate und mehr im Jahr arbeiten.

Das das Unsinn ist und trotzdem einen riesigen Markt hat ist mir klar.

Der Unsinn fährt aber ohne Treten und es wird einem ja auch nicht nach jeder Fahrt die Rechnung präsentiert (wie beim Stadtteilauto)

Aber ist jetzt das Ziel einen weiteren Unsinn an den Mann zu bringen;)

Ich hatte das irgendwie anders verstanden
 
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langsam sollte man all die Fehler die schon andere reichlich gemacht haben mal zur Kenntnis nehmen
Oder sich mal auf die jeweiligen Stärken besinnen und zu versuchen, die Stärken der einzelnen Entwicklungen zu kombinieren, anstatt die "Fehler" der anderen (die m. E. oft schlicht ein anderer Kompromiß waren) zwar zu "korrigieren", dafür aber nun andere "Fehler" einzubauen, die das angeblich fehlerbehaftete Produkt aufgrund seines anders gearteten Kompromisses nicht hatte (Beispiele: all das, was an den ach so modernen und schon fast "nicht mehr zu toppenden" aktuellen VM vom Besitzer nach dem Kauf "verbessert" wird, wie beschlagfreie Scheiben, Scheibenwischer, Gepäckfächer, Antriebskapselung, Wartungsöffnungen, Beleuchtung, Sichtbarkeit, ...).
Auch bei den verschiedenen Velocar-Adaptionen der Neuzeit kann man das sehen:
Ein Aspekt wird herausgegriffen, vielleicht noch ein zweiter, für diese wird eine vermeintlich tolle Lösung gesucht, und der Rest irgendwie hingepfuscht -wobei insbesondere bei den Start-Ups schon die vermeintlich moderne und tolle Lösung das Scheitern in sich trägt ("elektrische Kette").
Und auch hier bei der Linienführung: ein senkrecht im Fahrtwind stehender "Kühlergrill" wird als toll empfunden, weil er an die Kindheitsträume eines englischen Roadsters erinnert. Das das für ein Velocar zechnisch komplett unsinnig ist, wird ignoriert.
Daher gehen m. E. viele Projekte in Richtung SUFF, genauso sinnvoll, genauso effizient, bei Verzicht auf einen zwar starken, aber ökologisch absolut unsinnigen Fremdantrieb aber leider, leider nicht so erfolgreich.

Wenn mal unser (nach eigener Einschätzung) so einmalig genialer VM-Entwickler es schafft, die guten Lösungen einer Leitra wie leichten Einstieg, stadttaugliche Wendigkeit, Lüftung ohne Fremdenergie, Wetterschutz auch bei starkem Regen mit immer noch guter Sicht oder wartungsfreundlichen Zugang zu allen Bereichen mit der Effizienz seiner Antriebe, einem niedrigen Leergewicht, einkaufstauglicher Zuladung und Kindermitnahme zu kombinieren, und als Ergänzung eine Variante für zwei Erwachsene anzubieten, dann kann er vom ultimativen VM reden, das nicht mehr verbessert werden kann (wobei auch das durch zukünftige Fertigungsmethoden und Materialien noch besser werden kann).
Bisher sind doch alle aktuellen VM-Lösungen nur für ganz bestimmte Anforderungsprofile geeignet (meins ist nicht dabei), und die verschiedenen Velocars für noch seltenere Profile (die sich vor allem Leute ausdenken, die keine Erfahrung mit Fahrradalltag (egal ob Up oder VM) haben.

Und um den Preis auf ein für große Stückzahlen nötiges Niveau zu drücken, erfordert es eben diese Stückzahlen und dafür eine beträchtliche Investitionssumme, die außer einem Elon Musk, der mehr auf Elektroautos steht, wohl niemand aufzubringen bereit und/oder in der Lage ist (das berühmte Henne-Ei-Problem).
Da hilft auch die nostalgischste Linienführung nichts.

Aber das findet sich eigentlichn auch schon alles hier in diesem Forum, verteilt auf verschiedenste Fäden und Beiträge.

In diesem Sinne weiter frôhliches Spekulieren und Sinnieren über zukünftige Velocars, aktuell sehe ich durch diese wie auch durch VMs keinen Beitrag zur Mobilitätswende.
Vorher produzieren wir Treibstoff aus Lebensmitteln. :confused:
 
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Oder sich mal auf die jeweiligen Stärken besinnen und zu versuchen, die Stärken der einzelnen Entwicklungen zu kombinieren, anstatt die "Fehler" der anderen (die m. E. oft schlicht ein anderer Kompromiß waren) zwar zu "korrigieren", dafür aber nun andere "Fehler" einzubauen, die das angeblich fehlerbehaftete Produkt aufgrund seines anders gearteten Kompromisses nicht hatte (Beispiele: all das, was an den ach so modernen und schon fast "nicht mehr zu toppenden" aktuellen VM vom Besitzer nach dem Kauf "verbessert" wird, wie beschlagfreie Scheiben, Scheibenwischer, Gepäckfächer, Antriebskapselung, Wartungsöffnungen, Beleuchtung, Sichtbarkeit, ...).
Auch bei den verschiedenen Velocar-Adaptionen der Neuzeit kann man das sehen:
Ein Aspekt wird herausgegriffen, vielleicht noch ein zweiter, für diese wird eine vermeintlich tolle Lösung gesucht, und der Rest irgendwie hingepfuscht -wobei insbesondere bei den Start-Ups schon die vermeintlich moderne und tolle Lösung das Scheitern in sich trägt ("elektrische Kette").
Und auch hier bei der Linienführung: ein senkrecht im Fahrtwind stehender "Kühlergrill" wird als toll empfunden, weil er an die Kindheitsträume eines englischen Roadsters erinnert. Das das für ein Velocar zechnisch komplett unsinnig ist, wird ignoriert.
Daher gehen m. E. viele Projekte in Richtung SUFF, genauso sinnvoll, genauso effizient, bei Verzicht auf einen zwar starken, aber ökologisch absolut unsinnigen Fremdantrieb aber leider, leider nicht so erfolgreich.

Wenn mal unser (nach eigener Einschätzung) so einmalig genialer VM-Entwickler es schafft, die guten Lösungen einer Leitra wie leichten Einstieg, stadttaugliche Wendigkeit, Lüftung ohne Fremdenergie, Wetterschutz auch bei starkem Regen mit immer noch guter Sicht oder wartungsfreundlichen Zugang zu allen Bereichen mit der Effizienz seiner Antriebe, einem niedrigen Leergewicht, einkaufstauglicher Zuladung und Kindermitnahme zu kombinieren, und als Ergänzung eine Variante für zwei Erwachsene anzubieten, dann kann er vom ultimativen VM reden, das nicht mehr verbessert werden kann (wobei auch das durch zukünftige Fertigungsmethoden und Materialien noch besser werden kann).
Bisher sind doch alle aktuellen VM-Lösungen nur für ganz bestimmte Anforderungsprofile geeignet (meins ist nicht dabei), und die verschiedenen Velocars für noch seltenere Profile (die sich vor allem Leute ausdenken, die keine Erfahrung mit Fahrradalltag (egal ob Up oder VM) haben.

Und um den Preis auf ein für große Stückzahlen nötiges Niveau zu drücken, erfordert es eben diese Stückzahlen und dafür eine beträchtliche Investitionssumme, die außer einem Elon Musk, der mehr auf Elektroautos steht, wohl niemand aufzubringen bereit und/oder in der Lage ist (das berühmte Henne-Ei-Problem).
Da hilft auch die nostalgischste Linienführung nichts.

Aber das findet sich eigentlichn auch schon alles hier in diesem Forum, verteilt auf verschiedenste Fäden und Beiträge.

In diesem Sinne weiter frôhliches Spekulieren und Sinnieren über zukünftige Velocars, aktuell sehe ich durch diese wie auch durch VMs keinen Beitrag zur Mobilitätswende.
Vorher produzieren wir Treibstoff aus Lebensmitteln. :confused:

You have said what I have been trying to say (translation does not help...) since I joined:

- we need a full range of modern, user friendly velomobiles and velocars
- the price needs to be adapted to ordinary budgets, who needs a velomobile which is more expensive than a Twizy, Ami or Fiat Panda? (I don't like Dacia as an example ... :rolleyes: )
 
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Wenn wir irgendwas realisieren wollen, dann müssen wir uns zuallererst um den Nischen-Realismus der kleinen Stückzahlen bemühen. Und dann werden auch (wirtschaftlich tragbare) Design-Fragen signifikant andere als in der Großindustrie. Z.B. gibt dann eben Sperrholz die Linienführung vor... und wir haben ne ganz andere Diskussion, als wenn wir einfach "substanzlos" von kleinen modischen Supersportwagen träumen wollen.

jo, da gehe ich mit. Aber mal Butter bei die Fische, in Deiner Diskussionswelt:

1) Was sind für Dich Kleine Stückzahlen?
2) Und was darf das Ding kosten?

olaf

Designansatz: Form follows target cost.
 
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@Kulle - ich weiß nicht, ob ich den Thread missverstehe, aber ist das hier der 536igste Ansatz zu "Ideen zum Durchbruch des VeloCars" ?
Eigentlich nicht, es ging nur um einen Vorschlag für eine andere Linienführung für eine Velocar-Karosserie als Mochet oder Twizy/Schäfler/Q etc.
Die Materialdiskussion bzw. Fertigungsmethoden wollte ich eigentlich eher im anderen, dazu eröffneten Faden führen:
In einem anderen Faden tauchte die Frage nach einer ökologisch vertretbaren Fertigungsmethoden für eine Velocar-Hülle auf.
Hier ging’s eigentlich “nur” um die Form bzw. Linienführung...

In China gibt es schon lange vierrad-Fahrräder mit Verdeck, wie den BioHybrid.
Hast Du da mal Beispiele? Fände ich interessant!

Wenn ich an ein Velocar dran gehen wollte, würde ich den VeloBuddy von @Dejay wählen, noch etwas flacher machen und die aerodynamischen Abrisskanten am Heck entschärfen.

@eisenherz Mein Ausgangspunkt ist es in der Tat zunächst, in der Freizeit ein Velocar zu denken und basteln.
In einem zweiten Schritt will ich zusammen mit anderen dann weitersehen...
Dann zeig uns mal wozu zwei Weltfirmen und ein begnadeter Tüftler zu doof waren.
Ich will dich in keiner Weise persönlich angreifen … aber deine Antwort halte ich freundlich gesagt für ziemlich vermessen
Mir ist nicht ganz klar, was die so auf die Palme gebracht hat. Ich fand, das Du da indirekt eine Forschungsaufgabe definierst, wie Tiefziehen bei gewünschter Steifigkeit in nicht zu schwer hin zu bekommen ist. Damit sage ich überhaupt nicht, das ich mir anmaße, das zu können, und schon garnicht in Konkurrenz zu zwei Weltfirmen und einem begnadeten Tüftler.
Wenn Autofirmen an dem Thema dran sind haben sie es mit anderen Größenordnungen zu tun, das ist bestimmt nochmal viel schwieriger.
Ist hier in der Kommunikation irgendetwas quer gelaufen? - Dann tut es mir leid, war nicht meine Absicht.

Mein Ansatz ist nicht einmalig, patentierbar oder besonders innovativ, ich denke nur daran, ein von anderen entwickeltes Halbzeug (Curv) analog einer bestehenden Produktionslösung (Koffer) mithilfe von auf K(l)einserien ausgerichteter Betriebe (Orthopädiewerkstätten) für mich zu nutzen, und das noch nicht mal selbsttragend.

Und um den Preis auf ein für große Stückzahlen nötiges Niveau zu drücken, erfordert es eben diese Stückzahlen
uneingeschränktes ja. Nur möchte ich im von @BuS velomo genannten Dreistufenmodell von Stufe 2 zu Stufe 3 skalierbar Arbeiten, ggf. auf Ergebnis der Stufe 1...
...die Skalierbarkeit halte ich für ein wesentliches Prinzip, um ggf. auch mit Erfolg (oder Misserfolg) umgehen zu können.

Natürlich ist die Finanzierung schwierig, wenn man in eine (Klein-) Serie will.
Shelby hat bei AC eine Cobra fertigen lassen, die eine für den Ford-V8-Motor verlängerte Version des Ace von AC war.
Damit niemand auffällt, das er nur ein Auto hat wurde dieses vor fast jeder Vorstellung umlackiert.
Als das Interesse dann groß genug war, startete der Hersteller eine Produktion.
Shelby selber hat übrigens seine erste AC Cobra sein ganzes weiteres Leben gefahren.
Das ist doch mal ein Vorbild.

we need a full range of modern, user friendly velomobiles and velocars
- the price needs to be adapted to ordinary budgets, who needs a velomobile which is more expensive than a Twizy, Ami or Fiat Panda?
you are Right we need a full range of modern, user friendly velomobiles and velocars, and the price needs to be adapted to ordinary budgets.
But therefore you get a ordinary Velocar - but a velomobile which is more expensive than a cheap car is another World and has his own sphere and right to exist in a full range of modern, user friendly velomobiles (and velocars ;-)
It is absolutely not about an who against who in HPV.

Designansatz: Form follows target cost.
Besser fände ich als Designansatz: Form allows Production Process to realise target cost.
 
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