Alpha7 - Erfahrungen

AxelK

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So, auf vielfachen Wunsch (@HoSe und @Delta Hotel) :ROFLMAO:.... entsteht nun auch ein Alpha7-Erfahrungs-Thread.
Eigentlich kann ich mich ja nur wiederholen, was ich im Vergleichs-Faden DF-XL vs. Alpha7 schon zum Besten gab, aber hier halte ich die Begeisterung ein wenig im Hintergrund und beschränke mich auf das Wesentliche.

Optik
Wer das Df schon immer mochte, wird das Alpha7 lieben. Man könnte auch das sagen, das Alpha7 ist das DF in Formvollendung. Egal aus welcher Perspektive man das Alpha betrachtet, es ist immer stimmig.
Ich freue mich schon, wenn die Haube endlich erhältlich ist, denn dann finden "Schockverliebungen" statt.
Ich hatte eine Musterhaube von Daniel auf meinem Alpha positioniert und war kurz davor, dem Alpha einen Heiratsantrag zu machen.
Es geht nicht schöner. ENDE!

Technik
Minimalistisch und durchdacht. Ein Querlenker aus GFK, der durch seine Federkraft das Rad wieder in seine Ausgangsposition bringt. Die gelaserten Spurplatten, das neuentwickelte Federbein mit außenliegenden Elastomeren, welche in sekundenschnelle und werkzeuglos gewechselt werden können. Ein Träumchen.
Ebenso die Heckfederung, ein Nylonstäbchen mit Gewinde und Muttern, die ebenfalls einen schnellen Tausch der Elastomere ermöglichen.
Die beulsteife Karosse, die üppigen Platz bietet, nicht nur für den Fahrer, auch für das Gepäck.
Wartungsklappen und Sitz schraubenlos zu entfernen. 50mm Tretlagermast, der zum Fahrer hin leicht ansteigt, damit die Kühlluft dahin kommt wo sie benötigt wird.
Tretlager unterhalb des Mastes angebraucht, minimiert die Torsionskräfte. Gut zugängliche Umlenkrollen. Der Traum nimmt kein Ende.

Fahreigenschaften
Ich bin nur Tourenfahrer und fahre bei meinen Reisen selten mehr als 200-250km am Tag, auch habe ich keine Rennambitionen, aber gelegentlich einen an der Waffel weil ich wissen will, was ich in meinem Alter noch kann und was nicht. In der Ebene erreiche ich mit dem Alpha7 Geschwindigkeiten, von denen ich immer träumte, bergan bin ich auch mit dem Alpha7 einer Wanderschnecke unterlegen, aber beragab macht sich mein rostiger Nagel im Kopf wieder bemerkbar und durch das erhabene Fahrwerk fühle ich mich jetzt schon animiert, meinen bestehenden Geschwindigkeitsrekord (bergab) mit dem QV zu schlagen. Das Einzige was mich doch davon abhalten könnte, wären die aktuellen 70mm Bremsen. Die enttäuschen mich im Moment ein bischen, aber da gibt es ja Möglichkeiten, die Bremswirkung deutlich zu verbessern. Diese Maßnahme steht in den nächsten Tagen an.

Dieses Fahrwerk, ich muss es immer wieder hervorheben. @operator und ich fuhren Wirtschaftswege im Eiltempo und besuchten kleine Städtchen, deren Zentren mit Kopfsteinpflaster belegt sind. Ich weiß noch genau, wie sich das mit den bekannten, konventionellen Federelementen anfühlt, so ähnlich wie früher die getunten Golfs, Polos etc. mit Bilstein- o. Konifahrwerk mit 1cm Federweg, ein Wackeldackel auf der Hutablage ist nix dagegen. Das Alpha gleitet regelrecht über unwegsame Strecken.
Einfach toll.

Hoffentlich gibt es bald noch viel mehr Alphas auf unseren Strassen, denn ich freue mich auf die Erfahrungen der Anderen.
 
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Schau mal bei @Marc, er hat das schön bebildert in seinem Milan-Faden.
Meinst du dies?: https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/milan-gt-nr-65.55325/page-4#post-1077156

Tipp:
Fang mit weniger Nuten an! Ne weitere Nut ist schnell gesägt, aber ne brachial zupackende Bremse wegen ein oder zwei Nuten zuviel (bei den kleinen 20" Rädchen*), ist speziell bei Regen schon echt grenzwertig.

Aktuell mit den 3 und 4 Nuten pro Bremsbelag (bei 90mm Trommeln), braucht es jeden Morgen ein paar Kilometer und ein paar Bremsungen, damit die Dinger nicht mehr allzu brutal zupacken. Bei Regen und "glitschigen" Reifen wie den Conti Contact Speed, ist das nicht mehr wirklich witzig.

*bei den 24" Räder meines Trikes waren die 6-7 Nuten pro Bremsbelag überhaupt kein Problem.
 
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