Alleweder A6 2.0

Hallo @Leoligt
Danke, dass Du uns an der Überarbeitung des Alleweder 6 teilhaben lässt.

Erst einmal möchte ich sagen, dass das Alleweder 6 , so wie es ca. ca. 25 Jahre gebaut wurde, ein gutes Alltagsvelomobil war.
Vor allem die schnelle Variante mit Motorunterstützung bis 45 km/h war lange Zeit Marktführer.

Eine Überarbeitung lohnt sich also.

Zu den technischen Details, meine Wunschliste:

1. Tretgenerator und Radnabenmotor im Hinterrad

Da ich das schnelle Alleweder häufig auf öffentlichen Straßen fahre, wünsche ich mir einen Motor mit Dauerleistung von 2 kw , (jetzt habe ich 800 Watt Spitzenleistung) damit ich immer, auch an langen Bergstrecken zugelassenen 45 km/h fahren kann.

Mit dem schweren Motor im Hinterrad erhöhen sich die ungefederten Masse, ein Dämpfung der Hinterradschwinge ist wichtig.
Ein Seriendämpfer oder Federdämpferelement hätte vielleicht weniger Verschleiß als ein selbst entwickelter Dämpfer aus dem Velomobilbereich.

Die wenigen Pannen, die ich hatte, waren häufig auf Probleme im Kettenstrang zurückzuführen.
Vom Tretgenerator erhoffe ich mir eine noch geringere Pannenhäufigkeit.

Ich habe in der letzten Woche das ZET mit 2 kräftigen Radnabenmotoren aus dem Motorrollerbereich (Niu) und Tretgenerator gefahren. Mein Eindruck:
„Mit 400 Watt Unterstützung vom Motor und ca. 100 Watt Eigenleistung konnte ich problemlos die 25 km/h halten. Beim Überholen genügte ein kurzes Betätigen des magischen Boost-Hebels. Nach 10 Minuten kräftigen Strampelns war mir nach Ausruhen zu Mute. Mit Unterstützungsstufe 4 von 5 konnte ich auch mit wenig Eigenbeteiligung 25 km/h halten.“ Das ZET war mit zwei Erwachsenen besetzt (150 kg Leergewicht + 170 kg Last).

Die Regulierung der Tretkraft war hier über den Unterstützungsgrad des Motors und den Boost-Hebel möglich.

Ich würde für fertige Lösungen und funktionierende Lieferketten plädieren. Beim Podbike traten Probleme durch komplizierte Sonderentwicklungen und selbstentwickelte Steuerungen auf.

Vom kettenlosen Antrieb erwarte ich mir auch, dass man das Fahrzeug draußen stehen lassen kann. Meine angemietete Garage ist deutlich teurer als das Alleweder, das drinsteht. Im Augenblick habe ich Sorge vor Verschleiß im Kettenbereich, wenn das Fahrzeug immer draußen steht.
 
Auch wenn ich nach 10.000 Kilometern eine gebrochene Lenkstange verbuchen musste (Konstruktionsfehler) ist das A6 TL25 genau das Velomobil was ich fahren will!
25km/h, weil in der Großstadt die 45er Variante aus meiner Sicht keinen Sinn macht. So kann ich auf dem Radweg fahren und alle Schleichwege nutzen.

Zusammen mit dem Vertisil-Dach und der Persenning bekommt man viel frische Luft und ist doch bis tief in den November ausreichend geschützt - TOP!

Nur ein Punkt ärgert mich beständig und das ist die wartungsintensive Federung. :confused:
Alle 500km aber spätestens nach 1.000km die Federbeine auseinandernehmen und neu fetten, das geht doch bestimmt besser....

Das wäre für mich z.B. ein triftiger Grund, auf eine verbesserte Variante des A6 umzusteigen!
 
1. Tretgenerator und Radnabenmotor im Hinterrad

Da ich das schnelle Alleweder häufig auf öffentlichen Straßen fahre, wünsche ich mir einen Motor mit Dauerleistung von 2 kw , (jetzt habe ich 800 Watt Spitzenleistung) damit ich immer, auch an langen Bergstrecken zugelassenen 45 km/h fahren kann.
Das lässt sich relativ einfach durch ca 7ml Statorade (Ferrofluid das von Justin speziell zu Motorkühlung von DD-Nabenmotoren entwickelt wurde)
und Hubsinks erreichen. IIRC führt Statorade zu 80% besserer Kühlung des Stators und die Hubsinks zu weiteren ca 20% höherer Abwärmeöeistung (die vor allem den Neodynmagneten zugute kommt).

Die entsprechenden Motortests auf dem Prüfstand finden sich in diesem Thread bei Endless-Sphere. Auf der Statorade-Seite sind unter Background die interessanten Kapitel verlinkt.

Ein "Freund" hat damit seine DD-Nabenmotoren mit 2kW Dauer- und ca 3,5kW Spitenleistung betrieben. Selbst im geschlossenen Radkasten eines VM überhitzt ein DD-Nabenmotor nach seinen "Tests" bei 1,5-2kW Dauerleistung mit der Statorade/Hubsink Combo nicht mehr. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso wird das nicht serienmäßig gemacht, oder wenigstens als add on angeboten? Kann ja nicht die Welt kosten. ( Statorade-Ferrofluid 7ml )
 
Wieso wird das nicht serienmäßig gemacht, oder wenigstens als add on angeboten? Kann ja nicht die Welt kosten. ( Statorade-Ferrofluid 7ml )
Dazu müssten die Meßreihen von Grin Tech und Statorade bei den Herstellern bekannt sein. AFAIK fehlt den meisten Direct-Drive-Nabenmotoren auch das nötige Einfüllloch. 10ml Statorade kostet in der EU €22 + Versand, direkt aus Canada $35 + $50 Versand

Die Hubsinks werden IIRC in Australien für wenige DD-Nabenmotor-Modelle hergestellt und von Grin Tech in Canada für $76-$100 angeboten, aber der Versand aus Canada kostet mindestens $50 + Zoll & Co.

@Leoligt Hubsinks könntest du auf deinen CNC-Maschinen doch auch fertigen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich vermute, dass ein technischer Eingriff in einen Motor, der die Leistungsfähigkeit ändert, die Betriebserlaubnis/Gewährleistung/Produkthaftungsansprüche/legale Einordnung des Fahrzeugs/Gutachten etc. gefährdet.
 
Ich vermute, dass ein technischer Eingriff in einen Motor, der die Leistungsfähigkeit ändert, die Betriebserlaubnis/Gewährleistung/Produkthaftungsansprüche/legale Einordnung des Fahrzeugs/Gutachten etc. gefährdet.
Nicht wenn der Hersteller des Fz das macht.
Sonst dürfte man ja auch keinen Frontmotor in den Kettenstrang bauen.
Ausserdem macht man damit die Nenndauerleistung besser und nicht schlechter.

Gruß Jörg

Edit:
Das darf Jeder.
 
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Zitat von Max Horlacher aus dem Artikel von Rolf Menzi in der aktuellen (250.) Infobull:
«Studiert nicht endlos lange daran herum, was funktionieren könnte oder nicht oder den Vorschriften und den Gesellschaftsnormen entspricht, sondern baut, baut, baut!!!»
 
Ich werde versuchen, zu bauen, bauen und bauen.

Allerdings wäre ein gewisser Einsatz seitens Akkurad wünschenswert, und bislang haben sie offenbar andere Prioritäten.

Vielen Dank für den Tipp bis hierhin.
Und hier darf gerne mitgedacht werden. Ganz gleich, ob es sich um positive Punkte handelt, an denen man festhalten sollte, oder um negative Punkte, die es zu vermeiden gilt.
Wenn ich konkret an die Arbeit gehe, werde ich das, was hier steht, durchgehen und teilweise mit unseren Favoritenlisten kombinieren.

Grussen, Leo
 
Ich habe von meinem A6 gelernt: Ich wünsche mir bessere Federung vorne für schlechten Asphalt auf Feldwegen und geschotterten Radwegen. Und, dass die Dämpfer vorne nicht so wartungsintensiv sind: Nach spätestens 1000 km muss ich die auseinanderbauen, reinigen, neu fetten, zusammenbauen. Das ist nervig. Und bei dem A6, das ich als Fahrrad verwende (also auf Radwegen, nicht auf der Fahrbahn) ist die Kette nach 3000 km verschlissen. Ein geschlossener Kettenkasten oder eine Kette innerhalb der Karosserie wäre wünschenswert. Ich habe 2 Alleweder, eins davon seit 10 Jahren, beide sind fast 20 Jahre alt, ich habe zusammen über 60ooo km damit gefahren, das sind super Fahrzeuge, die mein Leben sehr bereichern!
 
Zu den technischen Details, meine Wunschliste:

2. Bremsen

Ich fahre das Alleweder 4, das die gleichen hydraulisch betätigten 90 er Trommelbremsen hat wie das Alleweder 6.
Als das Fahrzeug neu war, habe ich einen Bremsweg aus 40 km/h von 8 m gemessen.
Das ist für ein Alleweder mit zulassungsfreiem Motor sicher ein guter Wert.
Aus 50 km/h war der Bremsweg dann 11m lang, auch nicht schlecht.
Ein ganz großer Vorteil ist die Wartungsarmut.

Das Fahrzeug ist jetzt 18 Jahre alt, ich habe das Gefühl, dass die Bremswirkung stark nachgelassen hat, das ist für die schnelle Version problematischer als für die langsame..

@Leoligt : schick mir bitte neue Bremsbeläge, dann probiere ich aus, ob das eine Verbesserung der Bremsleistung bringt.
(Ich schicke dir meine neue Adresse per Mail)

Für mich wäre interessant, wieviel Verbesserung die Scheibenbremse bringt, die du 'mal entwickelt hast.
 
Zu den Trommelbremsen ist hier schon einiges geschrieben, auch wie die eingestellt werden müssen das die gut bremsen.
Ich finde leider auf die schnelle nicht mehr wo das stand.
 
Die Idee mit dem Tretgenerator sehe ich mit gemischten Gefühlen.
Einerseits ist es eine aufregende neue Technik die im besten Fall dazu führt das man die Kette weglassen kann. Super, ein Haufen Verschleissteile weniger. Andererseits (berichtigt mich gerne falls ich falsch liege) ist es dann nicht mehr möglich aus reiner Muskelkraft über 25 km/h (oder 45 km/h) zu fahren.
Für mich besteht der Reiz in der Fahrradtechnik in der Einfachheit. So wenig wie Möglich zu verbauen, und das was Verbaut ist, ist dann aber von guter Qualität. Ein gut gemachter Tretgenerator würde dem nicht widersprechen und einen Haufen Teile (Schaltung, Kette, Umlenkrollen, Ritzel, etc) einsparen.
Ich beneide Leoligt nicht, da es echt schwer werden wird die ausgereifte und bewährte Technik vom Alleweder nochmal zu verbessern.
 
Ich fahre ja nun auch schon länger ein A6-45 und zwar nahezu täglich und es macht immer noch richtig Spaß.

Meine 2 Wünsche wären (wie bei den anderen auch)

1. Vernünftige Bremsen:
Die 90er Trommelbremsen mit Magura Hydraulik funktionieren nur gut, wenn sie 10tel/mm genau eingestellt sind.
Da muss man dann aber nahezu wöchentlich ran, das geht, aber nervt.
Ansonsten schleifen die Bremsen (zu eng eingestellt) oder bremsen fast nicht.
Der Druckpunkt ist leider grundsätzlich schwammig, erinnert mich an die Trommelbremsen meiner ersten Kreidler RS
und an meinen VW Bus von 1968.
Jede 30 EUR hydraulische Shimano Scheibenbremse ist um Längen besser und viel einfacher zu warten.
Ich würde lieber 3x im Jahr Scheibenbremsbeläge wechseln, als Trommelbremsen einstellen, vorausgesetzt der Wechsel ist
einfach möglich.
Alternativ wäre natürlich auch eine selbst-einstellende Trommelbremse möglich, aber vermutlich technisch noch schwieriger umzusetzen.

2. Federung:
Die Federung ist so lala, ich kümmere mich nicht mehr um die vorderen Federbeine, das ist relativ wartungsfrei,
federt aber auch nicht dolle. Schlimm ist das hintere Federelement bei Schlaglöchern.
Ich wünsche mir eine Federung aus Standardbauteilen, wie bei einem guten Trike.

Zum Tretgenerator: Ich kenne das Tretgefühl nicht, stelle mir das aber eher merkwürdig vor.
Das muss schon sehr gut gemacht sein und verbraucht sehr viel Entwicklungskapazität.

Zur Schaltung: In der Ebene / Stadt reichen mir 1-3 Gänge, im Bergbereich sind wahrscheinlich mehr erforderlich,
Hier könnte man 2 Varianten anbieten.

Zur Kette: Immer wenn die Kette nach einer schlechten Wegstrecke abspringt, weiß ich, dass ich diese mal wieder um 3 Glieder kürzen muss. Das mache ich aber nur 1x im Jahr und ist in Ordnung. Kettenkasten muß nicht sein, sprühe meine Kette 2-3 mal im Jahr mit gutem Motorrad Kettenfett ein, das reicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte in meinem Eingangsposting ja schon etwas zur Federung geschrieben.
Bezogen auf den Antrieb bin ich aber mit meinem Bafang vorne und der Rohloff hinten sehr zufrieden.

Was ich mir aber sehr gut vorstellen könnte, das ist ein vollintegrierter E-Antrieb mit elektronischer Schaltung (EPS). Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass ich in meinem Alltags-Velomobil dadurch auch noch eine automatische Schaltung bekommen könnte, dann bekomme ich glatt feuchte Augen :p

Das Thema Testgenerator sehe ich eher skeptisch. Vor allem wenn das Velo für längere Strecken oder gar Urlaubstouren eingesetzt werden soll, dann möchte ich schon noch die Chance haben per Muskelkraft die nächste Steckdose zu erreichen. Mit wie viel Schweiß auch immer.
 
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