Brevet 4. Alte Hexe 13.-16.06.2024

so hätte es gerne bleiben können...
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Schöne Alternative zur Eggestraße Netheaufwärts mit extra hm
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man mag es ja nicht glauben, wenn man so gemütlich am Frühstückstisch sitzt...

...aber meistens lohnt sich das losfahren dann doch...

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wenn dieser nervige Typ, der den ganzen Tag in der Küche rumlungert, nicht wäre...
So nervig ist er gar nicht. Füttert einen mit Schoko Mouse, Eis, Nudeln. Das finde ich echt durchaus gut :)

Zum heute Nacht angeteaserten Bericht:

Die Hexe war kurz, dabei aber trotzdem ziemlich lang und vor Allem erheblich härter als Brelinger Berg und Co. Naja, und mehr gequatsche, leckereres Essen und eine famose Unterkunft mit Pizzaofen, Sauna, Fitnessraum und vor allem viel Eis.

Die Anreise war nicht wirklich erwähnenswert, habe mir aber durch meine "Pulse and Glide" Fahrweise (um den Schluckspecht von Golf 3 GTI unter 5l/100km zu prügeln) wohl schon die linke Achillessehne "vorgereizt" die vom letzten Wochenende noch etwas beleidigt war.
Als letzter, etwa 22:30 angekommen, war die Küche noch rappelvoll, alle futterten und ratschen noch und ich wurde herzlich begrüßt. Endlich mal wieder ein paar mehr Gesichter zu den Forumsnamen zuordnen können.

Als professionelle Labertasche vor dem Herrn habe ich der Runde direkt mal wieder ein Steak an die backe gequatscht und gegen halb eins hab ich dann auch Christian verscheucht, nachdem Fritz um etwas mehr Ruhe bat in der letzten kleinen Gruppe.

Also Wecker auf um 8 gestellt, Quartier in Fritz Büro bezogen und die Äuglein geschlossen.
4:59Uhr meinte mein Körper dann : "Aufstehen!" Und ich stand putzmunter da... Mist. Nun gut, Frühstück rein, noch ein paar Arbeiten am Velomobil erledigt, festgestellt das der Reifen hinten platt ist, weil ab Werk das Tubeless Felgenband viel zu schmal war und es über die Speichenlöcher abbließ, und dann war's auch schon fast Zeit für den technischen Check. Den soweit bestanden ging's zum Bremsentest. Habe am Vortag noch die 70er Standardnaben auf 70er mit Kühltürmen umgerüstet und noch nicht einbremsen können.. wird schon passen.
Wir schleichen also einen Berg rauf, wenden oben und schießen wieder ins Tal. Bei einer, von Fritz aufgestellten, gelben Flagge musste man mit der Bremsung beginnen und vor erreichen der Zielflagge gestoppt haben. Ich ließ bis etwa 100km/h rollen und griff in die Eisen. Uiuiui, überraschend wenig los... Reichte dennoch knapp. Zurück im Basislager dann nochmal Bremsen gereinigt und Trommel, sowie Beläge angeschliffen. Jetzt beißt es wieder.

Pünktlich um zwölf, nach ständiger Ermahnung von @ChristianW, das es ja bald los geht, startet die Hexe. Es geht in recht strammen Tempo auf die ersten knapp 100km/1300hm. Merkte bereits nach wenigen Kilometern, dass meine Achillessehne und ich heute keine Freunde mehr werden und ich versuche mit Veränderung der Cleat Position und des Tretlagers Schadensbegrenzung zu betreiben.
In den Anstiege konnte ich noch gut Meter machen und ein paar Leute wieder einsammeln die ich durch die stops hab ziehen lassen, aber das wird sich bald ändern.
Die Strecke ist anspruchsvoll, es gibt kaum Ebene Stellen, Anstiege mit teils 15% die ich sogar schieben musste, und jede Abfahrt endete mit einem Stopschild oder einer Abbiegung. Ein flow stellte sich eher nicht ein. Gegen Ende wurde es dann sogar echt n bisl zäh und der Schnitt lag, bei gleicher Leistung wie am Brelinger Berg, nur bei 24km/h anstatt 39.


Wieder im Basislager angekommen hatte ich echt Hunger, unterwegs gab's 1,5l Wasser und eine Banane, und gesellte mich in die Küche. Da war ich nicht alleine und man könnte beim klönen ein paar Nudeln und Pizza futtern.

Nach einem kurzen Powernap ging es etwa halb sieben wieder los. Die Runde war mit 135km und 1540hm noch länger und ich plante mit etwa 6h.
Wieder kam kein echter flow rein, obwohl die Strecken echt super waren und die Abfahrten spaßig. Der längste Anstieg, welcher über 6km ging, wurde wieder geschoben weil Knie und Sehnen echt nicht mehr wollten. kurz nach 0uhr gab es einen Wolkenbruch der einmal alles im VM unter Wasser setze, weil man bergauf zu lahm wahr, als dass der Fahrtwind den Regen über den Einstieg geblasen hätte... Nunja, noch 40km. Viel rollen lassen, wenig Druck auf die Pedale. Füße taten weh. Also noch bis ins Basislager geschlichen. Ankunft 2:18Uhr. Ziel von 6h hart verfehlt, aber gut. Wenigstens liegt der Schnitt noch über 20. Wie zur Hölle fahren hier einige 30er Schnitt und mehr ?


Echt platt und müde habe ich mich noch kurz abgekärchert, was gefuttert und ab ins Bett. Wecker auf 8uhr gestellt. Wollte dann entscheiden, ob ich noch ne Runde fahren.

7:58, ich wache auf, Stelle den Wecker aus und gehe zum Frühstück. Ein paar Leute sitzen mit da und man kommt ins Gespräch. Danach reichte mir ein kurzes "in mich hören" und die Tatsache daß die Achillessehne bereits rot und leicht geschwollen war, zu entscheiden: nö, kein radfahren heute mehr.

So noch etwas die Sonne genießen, das dritte Eis essen und heute Abend auf den Grillkäse freuen. Jetzt erstmal packen, ein paar VMs testfahren (und meins testen lassen) und das Leben genießen.

Fazit: wer gern ein bisschen leidet und sich an seine Grenzen bringen mag, ohne den Druck eines 600er Brevets zu haben irgendwo zu stranden -> kommt zur Hexe 2025. Es ist echt toll. Gastgeber/in, Teilnehmer, Gegend. Ich bin 2025 sicher wieder mit am Start. Dann hoffentlich mit weniger mimimi.

Danke an @Fritz und @Stokerin, die dieses tolle Event erst möglich machen, danke an alle Teilnehmer die dieses Event zu dem machen was es ist. Gern wieder, 5 Sterne.
 
Die erbitterten Konkurrenten haben sich darauf geeinigt,dass keiner mehr als 4 Runden fährt. Jetzt sitzen sie friedlich vereint mit Blick auf ihre liebsten.
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Auch von mir ein kurzer Bericht hatte zum ersten Mal die Chance die 6 Runden zu schaffen. 1. Runde ging gut, bei der 2. merkte ich schon, dass es nicht gut lief. War irgendwie nicht mein Tag, dennoch zum Versorgungszentrum. Bisher nur ca 15min Standzeit gehabt. Kurz nachgefüllt und los, es war ja noch Hell. Längere Pause nach der 3. Runde geplant. 3 Runde wurde dann zäh und dazu kam noch 2.h Regen. Mittlerweile dunkel Regen und alles spiegelte auf der nassen Strasse, wo oft das Wasser stand. Da beschlossen abzubrechen, weil zu den 6 Runden die Motivation fehlte. Nach ein paar Nudeln und der unermüdlichen Motivation von @Fritz um 2:00 zur 4. Runde gestartet. Leider fing es dann hinter dem Köterberg wieder an zu Regnen. Alles beschlug, daher Visir offen, Am Ende alles Nass alle Motivation dahin, sodass ich beschloss es zu lassen. Mit dem Ziel die 6 Runden zu fahren gestartet , da hätten mich 5 Runden nicht glücklich gemacht. Es zeigt nur welche außergewöhnliche Athleten @Fritz und @jostein sind, die es bisher als einzige unter 24h geschafft haben. Trotz bestem Katering und Unterkunft muss eben auch Fahrzeug und Athlet auf dem Punkt fit sein. Alle die noch keine Vorstellung von der Herausforderung haben, sind eingeladen diese zu erfahren eventuell in 2025.
Hoffe das ich nächstes Jahr das für mich Unmögliche schafffe. Aufreihen für den Bremstest.20240614_104922.jpg
Da jage ich @ChristianW oder hatte er mich überholt?

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Sonnenaufgang am Köterberg so kurz nach 4:30. Erstaunlich, dass ich dort einige Besucher getroffen habe, die auf den Sonnenaufgang warten.
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Vorbereitungen für die Abschlussfeier
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Unser Boris ist angekommen. Über 200 km Anfahrt, 4 Runden und gut gelaunt.
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Portionen für Männer aus dem Vogelsberg.
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Zuletzt bearbeitet:
Ich muss anmerken: zum abnehmen ist diese Aktion hier selbst wenn man 6 Runden schafft nicht geeignet. Fritz haut einem größere Portionen drauf als Oma und fragt alle zehn Sekunden ob man nicht noch etwas essen will... Ich vermute ich habe hier um die 5kg zugenommen :D
 
Jetzt sind sie alle wieder weg. Die Katze traut sich langsam wieder raus.
Waschmaschine läuft, ich mümmel ein paar Pizzareste. Von den Nussecken ist nicht der kleinste Krümel übrig geblieben.:(

Zeit für ein kurzes Resumée:
Alle sind ohne Unfälle oder Pannen heil durch den Tag und die Nacht gekommen. Einzig ich hatte nach 25 km auf der 3. Runde einen Platten am Hinterrad, den ich nicht reparieren konnte, weil meine alten, schwachen Hände den Mantel nicht von der Felge wuppen konnten. So erlöste mich @eichenwind mit dem Auto von der Pflicht, die Runde zu Ende zu fahren.:love: Ob der Ort der Panne, direkt vor dem Seniorenheim in Altenbeken, ein Zeichen war?:unsure:
In diesem Jahr haben wir keinen Finisher (außer @Fritz , der alles im Vorfeld abgefahren ist), dennoch haben alle ihr Bestes gegeben und sind tapfer die Berge raufgekurbelt. Obwohl der Eine oder Andere mit seiner Leistung vielleicht nicht zufrieden war, hat das der Stimmung keinen Abbruch geleistet. Es war, wie immer, eine lustige Runde. Besonders gefreut hat mich, dass wir mit @dbuebersee und @batfink zwei Frauen begrüßen durften.
Da alle mit angepackt haben und vom Kaffeekochen bis zum Wäscheaufhängen erledigt wurde, was gerade anlag, halten sich die Aufräumarbeiten sehr in Grenzen. Danke dafür!

Viele schrecken ja davor zurück, sich anzumelden, weil sie glauben, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein.
@Fritz und ich bemühen uns seit langem, diesem Mythos ein Ende zu bereiten. Jede/r, die/der 100 km am Stück fahren kann, ob schnell oder langsam, ob mit oder ohne Motor, kann die Hexe fahren. Es ist völlig egal, ob man 1 oder alle 6 Runden fährt. Denn das ist ja die Idee dieser Veranstaltung: Dass sich jede/r sein eigenes Ziel setzt und danach fährt.
Es kam der Vorschlag, eine "kleine" oder auch "Mädchen"-Hexe anzubieten. Weniger Runden, weniger HM, weniger Steigungen. Teilnehmer äußerten allerdings ihre Angst davor, explizit zu dieser möglichen Variante eingeladen zu werden...

Danke euch allen, dass ihr das Wochenende wieder zu einer gelungenen Sache gemacht habt.
Besonderer Dank geht an @eichenwind, der die Tracker eingerichtet hat und an @ChristianW , der keine Kosten und Mühen gescheut und uns eine tolle Abschlusshymne präsentiert hat.

Kommt alle gut heim!

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