2 vs 3 Räder ?

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@Marc Weber Lies mal dies hier:


2 Räder schienen für mich einfacher:
.

Stützräder für Starkwind anmontieren ...
Was nützen dir die Stützräder an einem Streamliner, wenn dich der Starkwind quer durch den Gehenverkehr bläst und du in den gegenüberliegenden Graben einschlägst? Oder dich die Druckwelle eines überholenden LKW in den Graben auf deiner Fahrbahnseite pustet.
 
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@Marc Weber
Du schriebst du kannst mit dem S Pedelec nicht auf dem Radweg....bin bis vor kurzem auch gern auf Radwegen gefahren ...mit dem.Velomobil willst du es nicht mehr ..., Velomobile sind für Radwege viel zu schnell und vorallem zu groß zu sperrig .

Einspur VM kannst du schon mal komplett vergessen in der Stadt . Das einzige Einspur VM dass ich kenne das halbwegs Alltagstauglich ist dürfte ein Lightning P38 mit F40 Verkleidung sein. Nur sonderlich schnell ist es halt auch wieder nicht ( im Vergleich zu Milan u.ä.) .

Zu deinen 300 Km mit 40er Schnitt:
Mit sehr guter Form und geeigneter Strecke laut Usern auf Strava mit Milan SL u.ä. machbar ... aber so einfach aus dem Ärmel wird man es sicher nicht schütteln und hast du eine größere Stadt und viel Verkehr oder sogar noch einiges an Bergen wird's nichts . Dann kommt es auch noch drauf an ob wir vom Schnitt inklusive Standzeiten oder reden oder nur vom Schnitt in Bewegung also Standzeiten raus gerechnet.

Mach dir als Anfänger da mal nicht zu große Hoffnungen ...könnte sonst enttäuschend sein .

Du wirst auch generell gute 2000 Km brauchen bis deine muskuläre Anpassung angeschlossen ist .

Zum Thema Federung :
Das ist nun nur meine persönliche Meinung ich würde nie ohne VM fahren mögen , zumindest nicht wenn's als Alltagsfahrzeug mitbenutzt werden soll . Ob nun 20 Zoll oder 26 Zoll hinten dürfte nicht viel Unterschied machen . Mein Quest hat hinten 20 Zoll ist komplett gefedert und es ist eine Sänfte ( die aber logischerweise mit Renngeräten wie Milan SL und anderen nicht mithalten kann ).

Zu dem Rest :
Fahre einfach mal alle Modelle die du findest probe und vergess mal einspurige VM . Alle die sowas gefahren sind sind auf Milan SL und ähnliche gewechselt.

Früher gab es ein paar wenige die fuhren einspurige VM einfach weil's vor 20 Jahren noch keine schnellen mehrspurigen VM gab , 2001 kam das Quest und dass war die Spitze des Eisberges. So ein altes Quest ohne Haube fährt unter optimalen Bedingungen laut Messungen von Fahrern und theoretischen Zahlen von Kreuzotter.de bei 160 Watt 40 Kmh , da rennen Milan SL u.ä. deutlich über 50 Kmh . Damals gab's halt noch nichts schnelleres. Als dann die SL-K Klasse kam verschwanden die einspurigen VM weitestgehend ( ich könnte dir auf Anhieb zumindest heute jetzt niemanden nennen der sowas fährt ).

Mehrspurer haben halt unschlagbare Vorteile.

Zu dem Rest lese dir mal von Marc den Link durch, damit dürften deine Fragen beantwortet sein . Auch das Wiki hier im Forum ist sehr lehrreich und wälze generell mal das Forum durch .

Nichts geht über Probefahrten.
 
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Ich finde, vollverkleidete Einspurer sind etwas für die Rennstrecke. Aber Alltag mit Hängerbetrieb? Klar, man kann auch versuchen, Frösche in der Wüste anzusiedeln.
 
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Ich finde, vollverkleidete Einspurer sind etwas für die Rennstrecke. Aber Alltag mit Hängerbetrieb? Klar, man kann auch versuchen, Frösche in der Wüste anzusiedeln.
:ROFLMAO:
Strecke machen, an einen theoretisch schnellen Einspurer einen fetten Anhänger drantüddeln, sorry, das wird nix. Mit dem Formel 1 Auto kommst du auch nicht weit (Bodenfreiheit etc), das wird auch mit dem Anhänger nicht besser :X3:
Ich kann dir nur raten: Kauf dir ein günstiges VM und fahr damit mal 10-20.000km. Macht viel Spaß und die ganzen „Ideen“ relativieren sich sehr schnell. Mache ich auch gerade, ich hatte auch die Idee mit den Einspurern.
Und nicht vergessen: Für einen 40er Schnitt musst du schon ordentlich powern können, da steht (je nach Strecke, Höhenmetern, Ampeln etc.) der Tacho bei 50km/h wenns läuft.
Oder eben S-Pedelec, aber das hat m.E. nix mehr mit VM oder Fahrrad zu tun sondern ist halt ein Leicht-Elektroauto, insbesondere wenn man sich die Akkukapazität ansieht die man für so eine Strecke vorhalten muss.
 
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Fahr mal irgend eine 300 km strecke mit dein auto. Dabei gibt es denn folgenden einschrankung. Du darfst nicht auf strassen fahren wo 100 oder mehr erlaubt ist. Schau mal was dein schnitt ist.

Ich hab ja einiger massen verständnis dafur das mann neu ist, und mit wissen und einsicht bei nul anfangt. Wenn keiner etwas macht gibt es grob zwei optionen. 1 es ist ein geniales Konzept, und wirklich so genial das sich noch keiner das vorher erahnen könnte. 2 diverse leuten haben es schon probiert, sind gescheitert, weil das Konzept diverse nachteile hatt die der Entwickler zuerst mal aussen vor lasst, vernachlassigt, oder ignoriert. Nachteile die in wirklichkeit so gross sind das die sich nicht uberwaltigen lassen.

Hier noch einige gute ideeen;

 
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Ich finde auch, dass ausgiebig getestete und für nicht, oder nur sehr eingeschränkt brauchbare Konzepte nicht immer wieder aus der Versenkung geholt werden müssen. Insbesondere dann nicht, wenn der geplante Einsatzzweck dem Konzept krass entgegen steht und es bereits x Nachfolgekonzepte gibt die sich über Millionen (sag ich jetzt mal so??) von Kilometern bewährt haben.
Aber - natürlich ist es auch langweilig, ausgetretene Pfade zu gehen (die Einspurer-Pfade fallen da mit drunter, allerdings sind die Pfade da bereits wieder größtenteils zugewachsen :ROFLMAO:).
Wenn es um schiere, einfache Eleganz geht, mit einem herausfordernden, physikalischen Hintergrund, würde ich ja so etwas vorschlagen wie im Bild unten.
Statt Handkurbeln einen entsprechenden Ausleger und Sitz, dann kommt der Schwerpunkt auch schön tief, und natürlich eine aerodynamisch saubere Verkleidung:
1652686535327.png

Bei entsprechender Größe des Monowheels könnte man die Berggänge untersetzen und dann den "langen" Gang fast gänzlich verlustfrei 1:1 umsetzen.
Wäre das nichts?
 
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Was nützen dir die Stützräder an einem Streamliner, wenn dich der Starkwind quer durch den Gehenverkehr bläst und du in den gegenüberliegenden Graben einschlägst? Oder dich die Druckwelle eines überholenden LKW in den Graben auf deiner Fahrbahnseite pustet.

Korrekt, habe ich mal in Mallorca beim Rennradtraining erlebt, der vor mir fahrende wurde von einer Windböe erwischt und fast in den entgegenkommenden Verkehr gedrückt.
Grund: Rechts durch einen Felsspalt pfiff der Wind quer rein. Er hatte "nur" 60mm hohe Aerofelgen drauf. Ich konnte mit meinen Kastenfelgen noch reagieren, er hing links zwischen Leitplanke und Autos. Das ganze jetzt mit einer "riesigen Verkleidung?

Selbst hatte ich den Effekt mal mit Scheibe hinten und Mavic Trispokes vorne: Starkwind von links, ich lag im ca. 20° Winkel geneigt dagegen. Als dann der LKW vorbeifuhr war der Wind schlagartig weg - und ich viel in Richtung der riesigen LKW Reifen. Zum Glück war ich damals sehr viel mit dem Rad unterwegs und habe sehr schnell und richtig reagiert. Als der LKW dann weiterfuhr natürlich dasselbe Spiel, nur andersrum, fast in den Graben geweht worden (was aber doch um einiges angenehmer gewesen wäre als unter den LKW....).
Und, wie gesagt, hier geht es nur um die Räder, und auf einem Upright-Rad mit dem man durch den höheren Schwerpunkt und die Möglichkeit zur Gewichtsverlagerung solche Situationen noch um Welten besser meistern kann. Im Streamliner hätte ich mit hoher Wahrscheinlichkeit drunter gelegen - oder wäre halt erst gar nicht gefahren.
 
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