12000 KM mit meinem Quest - nun vibriert der Tiller während der Fahrt

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Hallo allerseits!

Wie der Titel schon sagt hat nach 12000 KM Fahrt mit meinem Quest nun der Tiller irgendwie die Arbeit aufgegeben.
Und zwar fängt er alle paar hundert Meter an zu vibrieren, wenn ich ihn nicht mit beiden Händen festhalte. Nungut, die Strassenbeschaffung ist in Ungarn nicht die Beste, aber bis vor eine Woche hat das immer gut funktioniert.

Was könnte sich gelöst haben?
Weiss das jemand?
Vermutlich das Gelenk des Tillers?

Viele Grüße!
Marlon
 
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Hallo allerseits!

Wie der Titel schon sagt hat nach 12000 KM Fahrt mit meinem Quest nun der Tiller irgendwie die Arbeit aufgegeben.
Und zwar fängt er alle paar hundert Meter an zu vibrieren, wenn ich ihn nicht mit beiden Händen festhalte. Nungut, die Strassenbeschaffung ist in Ungarn nicht die Beste, aber bis vor eine Woche hat das immer gut funktioniert.

Was könnte sich gelöst haben?
Weiss das jemand?
Vermutlich das Gelenk des Tillers?

Viele Grüße!
Marlon
Wenn der Tiller vibriert, muß ja eine externe Anregung kommen, d.h. ev. ein Rad lose? Oder ein Reifen kaputt (Reifenflanken/Rundlauf)?
Kugelgelenke fest? Oder haben die Spiel?
Ist ansonsten irgendwo Spiel im Tiller (hoch/runter, kippen, seitlich)?
 
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Es ist leichtes Spiel im Tiller. Das heisst man muss erstmal etwa 1 cm nach links, bzw. rechts lenken, damit man die Räder bewegt bekommt. Das war aber schon immer so und ich habe mich daran gewöhnt. Ich schaue jetzt mal genau nach den Rädern.
 
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Auch ich hätte erst mal bei den Rädern gesucht, ob sie eine starke Unwucht haben, nicht rund laufen, ein Lager kaputt ist...
Oder eben beim Lenkgestänge bzw. der Radaufhängung, ob die Kugelköpfe, Federbeine etc. irgendwo Spiel haben.
Einfach mal die Karosserie festhalten und versuchen das Rad mit Kraft in alle Richtungen zu bewegen, bzw. die Räder gegeneinander, auch schauen ob die Federbeine noch so federn wie sie sollen ohne Auffälligkeiten.
Vielleicht auch mal die Spur kontrollieren, vielleicht ist die verstellt und die Vorderreifen radieren schon etwas?

Der Vollständigkeit halber würde ich auch das Hinterrad und dessen Aufhängung kontrollieren - solche Anregungen können teils absurd anmutende Quellen haben...

Das Spiel im Tiller ist ja erst mal nur Spiel - und wenn es schon immer so war sollte es tendenziell nicht von dort kommen
 
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Es ist leichtes Spiel im Tiller.
Das klingt nach der typischen Abnutzung des Kardangelenkes (siehe hier), aber das sollte nicht zu Vibrationen führen. Kann man aber trotzdem mal austauschen. Dieses Kardangelenk, das sich oben über der Brücke befindet, wird innen unter der Brücke gegengehalten. Eventuell ist dieser Teil locker?

Edit: zur Verdeutlichung ein Bild, allerdings vom DF. Beim Quest sollte das ähnlich aussehen:

1600083088824.png
 
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Das klingt nach der typischen Abnutzung des Kardangelenkes (siehe hier), aber das sollte nicht zu Vibrationen führen. Kann man aber trotzdem mal austauschen. Dieses Kardangelenk, das sich oben über der Brücke befindet, wird innen unter der Brücke gegengehalten. Eventuell ist dieser Teil locker?
Weisst du wo ich das Ersatzteil herbekomme? 3D-Drucker?
 
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Bis das Teil da ist, kannst Du auch rechts und links, bzw. vorne und hinten Unterlegscheiben einlegen.
Wenn Du das Quest auf die Seite legst, dann kannst Du unten in den Tunnel reinschauen - verfolge einfach die Lenkstangen, die von der Lenkplatte an den Vorderreifen nach innen in den Tunnel verschwinden - diese treffen sich in der Mitte am Lenkarm unter dem Kardangelenk.
Oh je, wie kompliziert... wer bastelt denn son wartungsfeindlichen Sch3!ß?
Zusätzlich würde ich mindestens die Spur nachmessen und die Längslenker kontrollieren.
Wer viel fährt, der viel schraubt. In den 50ern hieß es unter Moppedfahrern:"Eine Stunde fahren, zwei Stunden schrauben" ;)
Gute Fahrt,
Gruß Krischan
 
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Habe dieses Verhalten auch an meinem Mango. Das ist seit etwa einem Jahr so und ich habe bisher auch keine eindeutige Ursache finden können.
Es tritt an meinem Mango ausschließlich bei Geschwindigkeiten unterhalb von 40 km/h auf, bis herab zu Schrittgeschwindigkeit. Oberhalb von 40 lässt es sich auch mutwillig nicht anregen.

Habe alle Gelenke geprüft und die sind offenbar alle noch gut.
Mein Verdacht ist der Lagersitz, in dem sich die Achse dreht auf der der Lenkfinger geklemmt ist. Zweiter Verdacht ist der Kunststoffklotz im Kardangelenk des Tillers.
Aber der ist bei meinem noch relativ stramm.

Kannst dich mal reinlegen und mit der einen Hand ganz sachte am Tiller abwechselnd nach links und rechts lenken und unten mit der anderen Hand tasten, welche Teile gegenüber einander lose wackeln. Dann merkst du an welcher Stelle genau es Spiel hat.

Ob es wirklich die Ursache ist, sieht man, wenn man das Spiel mal beseitigt hat.

Mich hatte es anfangs beunruhigt, aber aktuell stört es mich nicht, wird irgendwann ma erledigt.
 
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Oh je, wie kompliziert... wer bastelt denn son wartungsfeindlichen Sch3!ß?
Rappelkisten halt... Man lernt mit seiner Krankheit zu leben. :p

Es steht einem frei, für eine Reparatur einfach ein Loch in den Boden zu bohren und danach wieder zuzukleben. Bei QV(?), wenn ich das richtig gesehen habe, ist das mittlerweile sogar von Haus aus vorhanden.
 
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So, habe bei dem Kardangelenk mal ein bisschen! die Schraube nachgezogen. Quietscht jetzt ein bisschen mehr, hat trotzdem noch Spiel.
Irgendwie kann ich keine Kontermutter unter dem Velomobil entdecken. Klar, da ist ja GFK. Ich hab ja noch ein altes Quest (163), keine Ahnung, wie man da ran kommen soll.
Die Spur scheint auch in Ordnung und die Reifen drehen sich (für mich) normal.
Hab mal ein Video hochgeladen bzgl. Tiller und Reifenrotation: https://www.rawfuture.de/tiller.mov
(Bewegende) Bilder sagen mehr als 1000 Worte. :)

Edit: Achja, habe ein Rad mit dem Inbusschlüssel am Kugellager nochmal nachgezogen. MINIMAL! Aber wer weiss: Vielleicht war das bereits die Ursache? Probefahrt kommt bald!
 
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Lenkung einstellen und gaanz wenig Vorspur geben. Du wirst jetzt Spur Null haben und die Räder wabbeln halt. Mit wenig Vorpur lenken die zueinander hin, was grundsätzlich Gummi rubbelt, aber auch stabilisiert. Darum wenig Vorspur, dann ist stabilisiert und fast gar kein Gummi rubbelt.
Wenig Spiel im Lenker und schön festhalten nützt auch, ist jedoch keine Ursachenbeseitigung.
 
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Das klingt nach der typischen Abnutzung des Kardangelenkes
Nee, nicht wirklich! @Marlon, das Kardangelenk hat 2 Schrauben; eine in in Fahrtrichtung und eine quer dazu. Die in Fahrtrichtung verursacht das meiste Spiel beim Lenken. Das Gelenk austauschen wuerde ich erst wenn der Plastikblock deutlich duenner geworden ist.
Wenn der Tiller vibriert, muß ja eine externe Anregung kommen
Wenn du eh noch Spiel hast, kannst du das dzu benutzen um an der Lenkung zu erfuehlen ob die Vibrationen von rechts oder links kommen.
 
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Lenkung einstellen und gaanz wenig Vorspur geben. Du wirst jetzt Spur Null haben und die Räder wabbeln halt. Mit wenig Vorpur lenken die zueinander hin, was grundsätzlich Gummi rubbelt, aber auch stabilisiert. Darum wenig Vorspur, dann ist stabilisiert und fast gar kein Gummi rubbelt.
Wenig Spiel im Lenker und schön festhalten nützt auch, ist jedoch keine Ursachenbeseitigung.
Sorry, wenn ich nachfragen muss. Was bedeutet das mit der VORSPUR und das mit dem NULL? Wie soll ich die Lenkung einstellen?
 
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Die Reifen tausche ich alle 5000 KM ca.
Die Decken, oder wie man auch gerne sagt, dafür aber hier im Forum immer "Haue kassiert", die Mäntel. 5000-6000 km sind OK, das heisst, dass die Spur nicht so falsch eingestellt sein kann.

Stell Dir das so vor:
- beide Vorderräder stehen absolut parallel zueinander
- beide Vorderräder haben unten durch den Tunnel mehrere von diesen Stäben - siehe oben
- mit diesen Stäben kann man die Räder jetzt etwas justieren, und zwar entweder /--\ oder \--/
- idealerweise stehen sie nahezu parallel, aber nur fast, optimal wäre vorne 1-2 mm näher zusammen als hinten

Alles klar?
Mit anderen Worten, der Einfachheit halber sagen wir mal, dass die Felgenmittelpunkte, die Speichennippel, 80 cm auseinander stehen.
Hast Du das Video oben gesehen und kannst Du Dir das mit der Messung des Abstandes von linker Felge zur rechten Felge einmal vor und einmal hinter der Nabe vorstellen?
OK, dann wäre "gut": vor der Nabe 79,9 cm und hinter der Nabe 80,1 cm. Das ist vereinfacht und entspricht nicht den tatsächlichen Maßen, sondern soll lediglich dem Verständnis dienen.

Bei mir war die Differenz mal 11 mm, und dann haben die Vorderräder nicht mehr 5000-6000 km sondern nur noch 500-600 km gehalten, bis sie komplett auf die Karkasse abgefahren waren. Weil die Reifen sozusagen schräg über die Fahrbahn geschrubbt und so unnötig schnell abgenutzt wurden.

Wenn Deine also 5000 km halten, ist alles in Ordnung.
 
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