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Thema: Liegend Lust am Bergfahren?

  1. #1
    _jenne Gast

    Standard Liegend Lust am Bergfahren?

    Im Reiseradforum schrieb einer, Lieger hat er mal probiert bergauf und gefiel ihm nicht. Er weiss, dass es Gewöhnungssache ist, aber er meint, er fährt gerne Berge, eben auch mit Wiegetritt. Was meint ihr, dann man als Liegeradler die Berge genauso lieben wie mit Upright?
    Als ich durch die Kassler Berge zum Edersseetreffen gefahren bin, konnte ich steilere Berge (so ab 6\%) nicht unter 8 km/h fahren, musste irgendwie eine Mindesttrittfrequenz haben und meine Übersetzung (42:32) ist ja nicht so doll. Überlege aber auch, ob es vielleicht an der Balance mit gelegen haben könnte. Mit 3fach hätte ich von der Übersetzung her sicher auch 6 km/h fahren können, aber ob das schwer auszubalancieren gewesen wäre (ich hatte 24 kg Gepäck drauf)? Ich bin auch bei 8 km/h etwas hochgeeiert.
    Also ich kam da trotzdem gut durch, aber es war recht hart (letzte 80 km über 1000 HM). Nur bei extremem Anstieg habe ich es mal so gemacht (das müssen um die 20\% gewesen sein): Fahren, solange ich kann, dann Pause, Bremsen ziehen, kurz ausruhen. Dann wieder weiterfahren, wieder 50 Meter, halten, Pausieren etc... So kam ich auch eine ganz fiese Steigung hoch, dauerte nur etwas. Ich wollte das Schieben umgehen, da es mit viel Gepäck schwierig ist, Schieben am Zelt auf dem Gepäckträger brachte Verrutschten des Gepäcks.
    j.

    <ul><li><a href="http://www.pixum.de/members/jens2001/?act=a\_view&album=354185&list\_start=21&ktw=d2e85 02cf2149a6cff9ea42560ab3335" target=\_top>Bilder und Höhenprofile zur Edersee-Tour</a></ul>
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  2. #2
    _pater peter Gast

    Standard Re: Liegend Lust am Bergfahren? Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hi zusammen!
    Montag bin ich seit langer Zeit mal wieder mit einigen Rennradlern gefahren. Ich war der einzige Liegeradler im Feld (6 Mann). Es gab keine dummen Sprüche - im Gegenteil: interessierte Fragen und viel Lob. Vielleicht lag es daran, dass es alle Brevet-Fahrer waren, also keine RTF. Die 5 haben Rücksicht auf mich genommen. An Kreuzungen war ich in der Mitte, durch Handzeichen gab mir mein Vordermann Zeichen, die auf Hindernisse, die ich noch nicht einsehen konnte, hinwiesen... Es war klasse! "Heute muss ich aufpassen. Ich spucke nämlich viel..." - war ein Kommentar mit breitem Grinsen im Gesicht.
    Die Strecke führte durch leicht bergiges Gelände (insgesamt 1000 Höhenmeter bei 224 km). In der Ebene und bergab musste ich mich zurückhalten: oft Bremsen und nicht treten, sonst wäre ich den anderen davongefahren. Weniger schön, denn die Knie wurden ohne Pedalieren kühl. ABER wehe es ging bergauf - dann gingen meine Mitfahrer in den Wiegetritt und ich hatte Gelegenheit, das Profil der Hinterreifen zu studieren.
    Alles in allem: Es hatt viel Spass gemacht. Die Gruppe war klasse. Aber selbst nach fast 20.000 Liegekilometer bin ich am Berg immer noch deutlich langsamer als auf meinem RR. Aber das nehme ich gene in Kauf. Meist fahre ich allein oder mit anderen Liegern - da fallen diese Unterschiede nicht ins Gewicht.

    Herzliches <img src=http://www.plauder-smilies.de/wavey.gif alt=wink>
    Pater Peter

    PS: Leider musste ich frühzeitig aussteigen. Mein Rufmelder hatte sich gemeldet; obwohl <i> eigentlich </i> dienstfrei. Am Ende bin ich 64 km mit einem 32er Schnitt gefahren (aber nur ca 300 Höhenmeter).



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  3. #3
    _jenne Gast

    Standard Re: Liegend Lust am Bergfahren? Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Die Strecke führte durch leicht bergiges Gelände (insgesamt 1000 Höhenmeter bei 224 km). In der Ebene und bergab musste ich mich zurückhalten: oft Bremsen und nicht treten, sonst wäre ich den anderen davongefahren.

    Bergab ganz klar, aber in der Ebene sind die Unterschiede schon geringer. Es kann täuschen, denn wenn man im Windschatten mitfährt, braucht auch ein Rennradler nur einen Teil der Leistung. Bist du auch gelegentlich mal vorne gefahren?

    > Weniger schön, denn die Knie wurden ohne Pedalieren kühl. ABER wehe es ging bergauf - dann gingen meine Mitfahrer in den Wiegetritt und ich hatte Gelegenheit, das Profil der Hinterreifen zu studieren.

    Bist du dabei stark zurückgefallen? Wie schätzt du die Leistungen der anderen im Vergleich zu deiner ein? (Rad-unabhängig)

    >Alles in allem: Es hatt viel Spass gemacht. Die Gruppe war klasse. Aber selbst nach fast 20.000 Liegekilometer bin ich am Berg immer noch deutlich langsamer als auf meinem RR.

    Prozentual etwa?
    Meidest du Berge mit Lieger lieber? Ist es für dich - unabhängig vom Tempo - mit Rennrad angenehmer bergauf zu fahren?

    > Aber das nehme ich gene in Kauf. Meist fahre ich allein oder mit anderen Liegern - da fallen diese Unterschiede nicht ins Gewicht.

    Ja, genau. Das ist die Lösung. Nur leider gibt es nicht immer Lieger, mit denen man zusammenfahren kann.

    >PS: Leider musste ich frühzeitig aussteigen. Mein Rufmelder hatte sich gemeldet; obwohl <i> eigentlich </i> dienstfrei. Am Ende bin ich 64 km mit einem 32er Schnitt gefahren (aber nur ca 300 Höhenmeter).

    Schade. 32 sind schnell. Der Hammer kommt aber erst später, nach 100 oder 150 km sieht man besser, ob man gut mithalten kann.
    j.

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  4. #4
    _pater peter Gast

    Standard Re: Liegend Lust am Bergfahren? Gehe zum vorherigen Beitrag


    Hi Jenne!
    Hi zusammen!

    >Bergab ganz klar, aber in der Ebene sind die Unterschiede schon geringer. Es kann täuschen, denn wenn man im Windschatten mitfährt, braucht auch ein Rennradler nur einen Teil der Leistung. Bist du auch gelegentlich mal vorne gefahren?

    Nö, hatte sich nicht ergeben. Vorne fuhren 2, die die Strecke sehr gut kannten bzw. festgelegt hatten. Teilweise sind wir recht verschlungene Wege gefahren. Windschatten hätte ich wohl auch nicht spenden können.

    >Bist du dabei stark zurückgefallen? Wie schätzt du die Leistungen der anderen im Vergleich zu deiner ein? (Rad-unabhängig)

    Nein, nie mehr als max. 20 Meter. Aber ich hatte den Eindruck, dass ich mich im Vergleich zu den anderen viel stärker anstrengen muss. Mein Puls ging z.T. auf 150.

    >Prozentual etwa?

    Wieviel % ich auf dem Lieger am Berg langsamer bin kann ich nicht sagen. Es gibt bei uns eine taffe Steigung: 24 % auf 800 m Länge; in den Weinbergen. Mit dem RR fahre ich die im Wiegetritt gut hinauf (Puls etwa bei 160). Mit dem Lieger bin ich fast doppelt so lange unterwegs und der Puls steht bei etwa 190.

    >Meidest du Berge mit Lieger lieber? Ist es für dich - unabhängig vom Tempo - mit Rennrad angenehmer bergauf zu fahren?

    Nein, alle Berge haben mal ein Ende (anders als der Wind). Notfalls fahre ich so, wie Du es beschrieben hast: fahren - halten - schnaufen - fahren - halten ...

    >Schade. 32 sind schnell. Der Hammer kommt aber erst später, nach 100 oder 150 km sieht man besser, ob man gut mithalten kann.

    Stimmt, aber ich hatte im Vorfeld gut geübt; 2500 km bisher in diesem Jahr. Dabei waren auch 2 längere Ausfahrten (160 und 250 km). Schade. Vielleicht nächste Woche..

    Herzliches <img src=http://www.plauder-smilies.de/wavey.gif alt=wink>
    Pater Peter



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  5. #5
    _jenne Gast

    Standard subjektive Anstrengung bergauf Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Nö, hatte sich nicht ergeben. Vorne fuhren 2, die die Strecke sehr gut kannten bzw. festgelegt hatten. Teilweise sind wir recht verschlungene Wege gefahren. Windschatten hätte ich wohl auch nicht spenden können.

    Stimmt, nur erschöpft das Fahren vorne zusätzlich, was auch den Liegeradler trifft. Vielleicht waren die anderen Fahrer doch stärker?

    >>Bist du dabei stark zurückgefallen? Wie schätzt du die Leistungen der anderen im Vergleich zu deiner ein? (Rad-unabhängig)
    >Nein, nie mehr als max. 20 Meter. Aber ich hatte den Eindruck, dass ich mich im Vergleich zu den anderen viel stärker anstrengen muss. Mein Puls ging z.T. auf 150.

    Eben auf diese subjektive Anstrengung wollte ich auch hinaus, denn sie kann die Lust auf Berge beeinflussen. Ich hatte jedoch bergauf den Eindruck, dass bei mir die Beine mehr begrenzen als der Puls. Nach langer Strecke bekomme ich den Puls nicht mehr so ganz hoch wie im frischen Zustand.
    Ich würde nun gerne noch mal die Berge von letzter Woche mit Upright hochfahren. Ich habe in Erinnerung, dass ich 2-3% praktisch endlos fahren könnte (langsam genug), 4% schon anstrengender sind, 6-7% recht hart, wenn es sehr lang wird (da war ich nicht mehr frisch). Alles darüber kann ich kaum sehr lange fahren, da fehlen mir die Watts in den Beinen.

    >>Prozentual etwa?
    >Wieviel % ich auf dem Lieger am Berg langsamer bin kann ich nicht sagen. Es gibt bei uns eine taffe Steigung: 24 % auf 800 m Länge; in den Weinbergen.

    800m? Das ist ja echt extrem! 24% aber doch bestimmt nicht durchgehend, oder?

    > Mit dem RR fahre ich die im Wiegetritt gut hinauf (Puls etwa bei 160). Mit dem Lieger bin ich fast doppelt so lange unterwegs und der Puls steht bei etwa 190.

    Das würde ich mit Lieger kaum schaffen. Wir hatten in Kassel bei einem Tagesausflug 23%, waren aber nicht sehr lang, also etwa 300 m insgesamt, aber erst am Ende wurde es ganz steil. Ich kam mit 8 km/h hoch, aber viel länger hätte sie dann auch nicht sein sollen... Der Greenspeedfahrer mit seinen 72 Gängen kam mit 4 km/h relativ gemütlich hoch. Für einen anderen Uprighter war es auch anstrengend. Er hatte aber 3fach und fuhr langsamer als ich hoch (6 km/h?).

    >>Meidest du Berge mit Lieger lieber? Ist es für dich - unabhängig vom Tempo - mit Rennrad angenehmer bergauf zu fahren?
    >Nein, alle Berge haben mal ein Ende (anders als der Wind). Notfalls fahre ich so, wie Du es beschrieben hast: fahren - halten - schnaufen - fahren - halten ...

    Yep, diese Möglichkeit nahm mir auch den Schrecken vor den schlimmsten Anstiegen. Hätte selbst nicht gedacht, dass es funktioniert. Dachte eher, dass wenn man absetzt gar nicht mehr in Gang kommt, aber es klappt doch. Nach kurzem Halt ist wieder Blut in den Beinen.
    j.

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  6. #6
    _pater peter Gast

    Standard Re: subjektive Anstrengung bergauf - große Rolle Gehe zum vorherigen Beitrag

    <img src=http://www.plauder-smilies.de/wavey.gif alt=wink> zusammen!

    >Stimmt, nur erschöpft das Fahren vorne zusätzlich, was auch den Liegeradler trifft. Vielleicht waren die anderen Fahrer doch stärker?

    Kann schon sein; bestimmt sogar. Ein direkter Vergleich war ja nicht möglich. Aber wenn ich mir in Erinnerung rufe, was die anderen schon alles gefahren sind, dann bin ich recht dankbar, dass mich die Jungs mitgenommen haben!

    >Eben auf diese subjektive Anstrengung wollte ich auch hinaus, denn sie kann die Lust auf Berge beeinflussen. Ich hatte jedoch bergauf den Eindruck, dass bei mir die Beine mehr begrenzen als der Puls. Nach langer Strecke bekomme ich den Puls nicht mehr so ganz hoch wie im frischen Zustand.

    Mine Puls geht ab wie eine Rakete; allerdings landet er auch sehr schnell. Hin und wieder sind es auch die Beine, die dem "Spaß" ein Ende setzen - oder die Psyche, denn es gibt Tage, an denen habe ich einfach keine Lust, die Zähne zusammenzubeißen. Dann fahre ich eben durchs Dorf und nicht hinten über die Weinberge.

    >>Wieviel % ich auf dem Lieger am Berg langsamer bin kann ich nicht sagen. Es gibt bei uns eine taffe Steigung: 24 % auf 800 m Länge; in den Weinbergen.
    >800m? Das ist ja echt extrem! 24% aber doch bestimmt nicht durchgehend, oder?

    Kann ich nicht sagen. An Fuß des Berges steht ein Schild: 24 %. Die Winzer üssen aufpassen, dass sie mit den Fahrzeigen nicht quer zur Fahrbahn kommen; sonst kippen sie um. Kommt öfters vor als man denkt (Spritzmittel im Tank). Die durchschnottliche Steigung müsset man ausrechnen können: Höhenmeter mit Strecke verrechnen ... doch wie ging das noch mal?

    Bis dahin <img src=http://www.plauder-smilies.de/wavey.gif alt=wink>
    Pater Peter



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  7. #7
    _chris Gast

    Standard Berechnung durchschnittliche Steigung Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Die durchschnottliche Steigung müsset man ausrechnen können: Höhenmeter mit Strecke verrechnen ... doch wie ging das noch mal?

    Hi Peter,
    einfach vertikale / horizontale Strecke * 100, also z.B. 200 Höhenmeter
    bei 5 km sind 200 / 5000 * 100 = 4 %

    Gruß,Christian


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  8. #8
    _hansi Gast

    Standard Re: Liegend Lust am Bergfahren? Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hi,

    ich als Liegeradneuling (bis jetzt 472 km mit meiner Speedmachine) möchte hier Anmerken, daß ich wegen des Berauffahrens meine Übersetzung gleich geändert habe. Anfangs kann man sonst einfach keine Berge fahren. Montiert waren vorne 30-42-52 und ich habe jetzt 24-38-52 mit Kettenblättern von TA Specialite erreicht. Hinten ist glaub ich ein 9-fach 11-34 drauf.
    Jedenfalls kann ich so jetzt ohne Probleme in die Firma fahren und da hat es zwischendrin schon mal 15% Steigung. Insgesamt sind es 31km pro Strecke und 325Hm(230Hm bei der Rückfahrt) bei einem Schnitt (bisher) zwischen 24 und 27 km/h. Die Übersetzung kommt der eines MTB sehr nahe und läßt sich mit dem 105er Umwerfer noch passabel schalten. Ich nenne es meien "Schwarzwaldübersetzung".
    Ich bin von den Bergeigenschaften meines Liegerades sehr angetan, denn Wiegetritt war auch mit dem Fully nie mein Ding. Das 24er Kettenblatt möchte ich aber auch mit geübter Muskulatur nicht mehr missen.

    Hansi

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  9. #9
    _pater peter Gast

    Standard Re: Berechnung durchschnittliche Steigung Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hi Chris!
    Wenn es jetzt auch noch einfach wäre, die 5 % hinaufzuradeln, dann <img src=http://www.plauder-smilies.de/bounce/1syellow1.gif alt=jump>

    Herzliches Danke
    Pater Peter



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  10. #10
    _xap Gast

    Standard Re: Liegend Lust am Bergfahren? Gehe zum vorherigen Beitrag

    > Was meint ihr, dann man als Liegeradler die Berge genauso lieben wie mit
    > Upright?

    ja, kann man. Allerdings gibt es dabei einige Einschränkungen.
    Man wird meines Ermessens am Berg nie so schnell sein wie mit dem Normalrad (bei gleichem Radgewicht und Training), aber man kommt recht nah ran mit der Zeit.

    Was bei Bergen was bringt, ist Training am Berg. Anders geht es nicht. Nicht mit Gegenwind oder sonstigen Trainingsversuchen. Und wenn ich Berge sage, dann sind das Steigungen, deren Ende man zu Beginn der Steigung NICHT sehen kann. Wenn man das Ende sieht, dann neigt man dazu, da "mal eben über den Berg zu drücken".
    Wichtig ist es, an einer Steigung seinen Rhythmus zu finden und den durchzuziehen. Wenn man anderen hinterherhechelt, macht man sich damit mehr kaputt als man dadurch gewinnt. Streß machen bringt eher die Psychofalle mit sich (bin ich heut' wieder langsam; man, sind die schnell), und dann wird es nie was mit Spaß am Bergfahren.

    Und, was ich in Stuttgart immer wieder feststellen mußte: bei keiner anderen Belastung kommt es so stark auf die Tagesform an wie beim Bergfahren mit dem Liegerad. Eine zeitlang bin ich fast täglich eine Steigung mit gut 150 HM hochgefahren, die ein paar steilere Stücke drin hatte. Normalerweise bin ich da mit etwa 7 bis 9 km/h hochgefahren, an meinem besten Tag nicht unter 14 km/h.
    (Das habe ich aber nur einmal geschafft.)

    thomas

    PS: am meisten Spaß hat man aber, wenn der Berg vorbei ist und es richtig runtergeht :-)




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  11. #11
    _xap Gast

    Standard Re: Liegend Lust am Bergfahren? Gehe zum vorherigen Beitrag

    >ich als Liegeradneuling (bis jetzt 472 km mit meiner Speedmachine) möchte hier Anmerken, daß ich wegen des Berauffahrens meine Übersetzung gleich geändert habe. Anfangs kann man sonst einfach keine Berge fahren.

    Zustimmung! ich habe hier in HH eine für HH völlig blödsinnige Übersetzung drauf: 24-36-48 auf 12-32. Die stammt noch aus Stuttgarter Zeit und ich werde sie nicht ändern, da ich sehr gute erfahrungen damit gemacht habe. Nach unten hin kann man auf dem Lieger nie genug Gänge haben. Insbesondere, wenn man auch bei Steigungen noch eine TF über 90 fahren will. Und das schaffe ich bis etwa 12 Prozent.

    > Das 24er Kettenblatt möchte ich aber auch mit geübter Muskulatur nicht mehr
    missen.

    ja, dem kann ich nur zustimmen. Dabei habe ich noch ein 28er Hinterrad...

    thomas

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  12. #12
    _jenne Gast

    Standard Minimum-km/h? Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Montiert waren vorne 30-42-52 und ich habe jetzt 24-38-52 mit Kettenblättern von TA Specialite erreicht. Hinten ist glaub ich ein 9-fach 11-34 drauf.

    Aber hallo! Ich habe vorne 42/53 und hinten 11-32... Kannst du denn 24:32 überhaupt noch ausbalancieren (wieviel km/h?), wenn es steil bergauf geht? Ich dachte mir, dass ich vielleicht auch gerade an steilen Anstiegen mind. 8 Km/h haben musste, weil ich sonst zu sehr geeiert hätte. Denke aber auch, es wohl wohl doch eher an der Trittfrequenz.
    j.

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  13. #13
    _jenne Gast

    Standard Sagenhaft beschleunigende Gefälle Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Man wird meines Ermessens am Berg nie so schnell sein wie mit dem Normalrad (bei gleichem Radgewicht und Training), aber man kommt recht nah ran mit der Zeit.

    Gleiches Radgewicht konntest du aber noch nicht vergleichen, oder?

    >Was bei Bergen was bringt, ist Training am Berg. Anders geht es nicht. Nicht mit Gegenwind oder sonstigen Trainingsversuchen. Und wenn ich Berge sage, dann sind das Steigungen, deren Ende man zu Beginn der Steigung NICHT sehen kann.

    Gute Definition. Genauso habe ich es in Kassel gelernt. Hinter einer Kurve habe ich den Gipfel erhofft, dem war aber öfters nicht so, es ging noch höher... So wird man gezwungen etwas vorsichtig mit der Leistung umzugehen. Ich bin manchmal schon bei 2% um die 10 km/h gegurkt, um Kraft für höhere Steigungen, die oftmals noch kamen, zu sparen.

    >Wenn man das Ende sieht, dann neigt man dazu, da "mal eben über den Berg zu drücken".

    Yep. Und wenn man sich verguckt hat, sieht es übel aus :-)...

    >Wichtig ist es, an einer Steigung seinen Rhythmus zu finden und den durchzuziehen. Wenn man anderen hinterherhechelt, macht man sich damit mehr kaputt als man dadurch gewinnt. Streß machen bringt eher die Psychofalle mit sich (bin ich heut' wieder langsam; man, sind die schnell), und dann wird es nie was mit Spaß am Bergfahren.

    Gut gesagt, sehe ich nun auch so. Ich hätte inzwischen durchaus Lust, nochmal die Kassler Berge lang zufahren, dann aber ohne Gepäck :-)... Und zum Vergleich auch nochmal mit MTB... Leider haben wir hier nicht solche Anstiege :-(.

    >PS: am meisten Spaß hat man aber, wenn der Berg vorbei ist und es richtig runtergeht :-)

    Jau, und auch deswegen würde ich auch nochmal gerne durch die Berge fahren. Die Gefälle waren sagenhaft beschleunigend. Wegen des schweren Gepäcks bin ich aber kaum über 60 km/h gefahren, denn Kurven kamen gelegentlich dazwischen und da weiss ich mit soviel Last das nicht so einzuschätzen, obwohl ich auch mit Gepäck schräg in Kurven gehe, aber nicht so sehr wie unbeladen.
    j.

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  14. #14
    _heinzelmann Gast

    Standard Re: Minimum-km/h? Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Montiert waren vorne 30-42-52 und ich habe jetzt 24-38-52 mit Kettenblättern von TA Specialite erreicht. Hinten ist glaub ich ein 9-fach 11-34 drauf.

    >Aber hallo! Ich habe vorne 42/53 und hinten 11-32...
    Mit 42:32 kann man nur extrem langsam Berge hoch, sonst übersäuert man fast sofort. Mehr als 5% möchte ich mir damit nicht antun.

    > kannst du denn 24:32 überhaupt noch ausbalancieren (wieviel km/h?)
    Kann er sicherlich.
    Mit meinem Quantum war es kein Problem bis 2,5 km/h runter (22-32-42 mit 12-28), mit dem Flux 3km/h (32-42-52 mit 11-28). Darunter wird's blöd eierig, ginge aber evtl. noch. Mit dem Flux bin ich testweise mal 100 m eine ca. 20% Steigung hoch, 32:28 ist da riesig, Kadenz bei 20/min, schöööön langsam Kräfte und Übersäuerung sparen ;-)

    Heinz "nur eine Frage der Übung"

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  15. #15
    _jenne Gast

    Standard Re: Minimum-km/h unter hoher Last? Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Mit 42:32 kann man nur extrem langsam Berge hoch, sonst übersäuert man fast sofort. Mehr als 5% möchte ich mir damit nicht antun.

    Extrem langsam geht eben gerade nicht. Unter 8 km/h war nicht mehr möglich... genau weiss ich nun auch nicht warum, aber als es steil wurde, konnte ich nicht mit 5 km/h tuckern. Entweder ich brauchte die 8 km/h, um eine aktzeptable Trittfrequenz zu haben oder es wurde unter hoher Last mit 24 kg Gepäck zu schwierig auszubalancieren. Kann ich irgendwie selbst schlecht sagen...

    >Mit meinem Quantum war es kein Problem bis 2,5 km/h runter (22-32-42 mit 12-28), mit dem Flux 3km/h (32-42-52 mit 11-28). Darunter wird's blöd eierig, ginge aber evtl. noch. Mit dem Flux bin ich testweise mal 100 m eine ca. 20% Steigung hoch, 32:28 ist da riesig, Kadenz bei 20/min, schöööön langsam Kräfte und Übersäuerung sparen ;-)

    20 U/Min. war für mich irgendwie nicht möglich :-(. Ich hatte bei den 8 km/h geschätzte 50 U/Min..
    j.

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  16. #16
    _jörg Gast

    Standard Re: Sagenhaft beschleunigende Gefälle Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hi!
    <i>
    >>PS: am meisten Spaß hat man aber, wenn der Berg vorbei ist und es richtig runtergeht :-)
    >Jau, und auch deswegen würde ich auch nochmal gerne durch die Berge fahren. Die Gefälle waren sagenhaft beschleunigend. Wegen des schweren Gepäcks bin ich aber kaum über 60 km/h gefahren, denn Kurven kamen gelegentlich dazwischen und da weiss ich mit soviel Last das nicht so einzuschätzen, obwohl ich auch mit Gepäck schräg in Kurven gehe, aber nicht so sehr wie unbeladen.
    >j.</i>

    Jau! Meine erste Urlaubstour mit Lieger ging gleich ins Gebirge: erst Elsass Vogesen zum warm werden und dann über den Jura in die Alpen. Rhonetal hoch über den Grimsel (max 11%) und dann das Aaretal runter. Hornet mit komplettem Campinggepäck hat eine geniale Straßenlage. Max Speed 82 km/h, wär noch schneller gegangen, waren aber zuviele Autos unterwegs (einige habe ich überholt ...).

    Gruß
    Jörg


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  17. #17
    _felix Gast

    Standard Werbung für Lieger! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Ich überhole auch öfter mal Autos. Das ist mir mit dem Upright seltener passiert. Wenns halt n bischen runtergeht sind Lieger wesentlich schneller als die meißten Uprights. Das wirft natürlich ein gutes Licht auf Liegeräder als Speedmonster, aus wenns in der Realität nicht ganz so krass ist.
    Gruß
    Felix

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  18. #18
    _felix Gast

    Standard Übersäuerung? Gehe zum vorherigen Beitrag

    Was ist Übersäuerung in der Praxis? Dieses laffe, taube Gefühl nach extremer Anstrengung? Oder gehören die stechenden Schmerzen auch dazu, die sich wie Muskelkater anfühlen aber schnell wieder verschwinden? Sind diese Schmerzen vielleicht doch Muskelfaserrisse die nur durch weitere Beanspruchung so schnell abklingen?
    Sportmediziner vor!
    Gruß
    Felix

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  19. #19
    _walter wolff Gast

    Standard Re: Minimum-km/h? Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Jenne und andere Bergliebhaber,

    die Kasseler Berge sind meine Heimat. Bei Fahrten in Richtung Osten oder Westen muss ich immer irgendwelche Berge bewältigen. Wobei ich der Ansicht bin, die "Berge" hier sind im Verhältnis zu den Alpen allenfalls Hügel.

    Ich kann nur zustimmen, dass die Bewältigung von Bergen sehr stark von Training und der psychischen Verfassung abhängen.

    Auf meiner Hornet 1 habe ich jetzt in viereinhalb Jahren fast 19.000 Km. hauptsächlich in dieser Gegend "geschrubbt".

    Richtig zufrieden (für Bergauf-Fahrten) bin ich erst seitdem ich mit Rohloff fahre. Hinten liegt ein 15er Ritzel auf und vorne habe ich ein 36er bzw. 50er Kettenblatt. Bergfahrten mit Gepäck sind damit bis zu einem Minimum von 4 km/h (aber nicht drunter) möglich. Zur Trittfrequenz mag ich nichts schreiben, ich habe keinen Trittfrequenzmesser und schätzen fällt mir so schwer, weil ich mich meistens verzähle.

    Mir fehlt's an Power bei Bergab-Fahrten. Ab 50 km/h kann ich nicht mehr zutreten. Deshalb ist meine nächste Investition vermutlich das Speed-Drive von Schlumpf. Damit bin ich das Umwerfergewürge auch los. Nur habe ich noch keine richtige Vorstellung, wie sich das Schlumpf mit Klickpedale schalten lässt.

    Berg Heil
    Walter

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  20. #20
    Hansi Gast

    Standard Re: Minimum-km/h? Gehe zum vorherigen Beitrag

    Klar kann ich das ausbalancieren. Meine Trittfrequenz liegt immer so zwischen 60 und 80 und dementsprechend wird der Gang gewählt. Deshalb auch das kleine Kettenblatt - sonst hat man nämlich keinen Gang mehr zum Wählen... Ausserdem fahr ich ab und zu mit Kinderanhänger (40 kg zusätzlich) und da braucht man den Übersetzungsbereich auf jeden Fall.

    Hansi


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