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Thema: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers

  1. #1
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    Standard Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers

    Hallo,

    nach wochenlangem Lesens des Forums (Meine Frau: "was machst Du da eigentlich die ganze Zeit", habe ich mir ein Liegerad im Internet bestellt.
    Vor rund 20 Jahren hatte ich mit dem Rennrad fahren angefangen. Mein erstes Rad damals war ein Winora Sir. Danch folgten fast jährliche höherwertigere Räder. Das wollte ich mir diesmal ersparen und habe gleich ein Troytec bestellt. Als dann auch noch die Federung vorgestellt wurde, habe ich diese gleich noch bestellt.

    Super und nochmals vielen Dank an die netten Jungs von Troytec in München, die mich beraten und den angegebenen Liefertermin EXAKT eingehalten haben. So bin ich vergangenen Freitag nach München gefahren und habe dort mein Schätzchen abgeholt.

    Am Samstag dann die erste Fahrt (wenn man von der Fahrt bei der Spezi in Germersheim absieht). Oh Mann, Radfahren will neu gelernt sein.
    Jetzt weiß ich, wie sich meine Kinder gefühlt haben, als die Rad fahren lernten.... :-)

    Bin am Sammstag recht früh losgefahren um dem Verkehr aus dem Weg zu gehen. Zu Beginn war die Straße sehr schmal bzw. ich brauchte fast die komplette rechte Seite der Straße. Nach ein paar Kilometern konnte ich dann wenigstens eine gerade Linie fahren. Sicherheitshalber aber doch noch bestimmt 1 m vom rechten Seitenstreifen entfernt. War da echt verkrampft. Schön, dass sich das Revolution (bzw. alle Liegen) bei höheren Geschwindigkeiten stablisieren. Beim Rollen berg runter und ohne Treten ging´s echt super. Hab mich da nicht mehr unsicher gefühlt und die Fuhre laufen lassen. Es ist eine große breite Straße mit etwa 7-8% Gefälle, keine Kurven, kein Verkehr. So ging´s dann dahin mit 76 km/h (mit Garmin-GPS gemessen). Auf dem Tacho stand ne 80.

    Nun, da fehlen dann nur noch 14 km/h zu meinem Topspeed mit dem Up (Nürburgring Fuchsröhre).....

    Im Maintal dann auf Radwegen war gut, wenn da nicht imm das Anfahren wäre....

    Wenn schon, denn schon dachte ich mir. Mal sehen, wie sich das Gefährt dann steil bergauf fährt. Und so bin ich dann einen 12-prozenter mit der Liege hoch. Nach ca. 200 Metern war´s dann aber schon vorbei. Die Schlingerbewegungen waren so stark, dass ich auf die Gegenseite kam. Keine Angst, die Straße war aufgrund einer Baustelle für den Durchgangsverkehr gesperrt.
    Unmöglich für mich da wieder anzufahren. Also Liege um 180! gedreht, runter gefahren, auf einem Parkplatz gewendet und wieder hoch. Dabei nicht das Vorderrad anvisiert, sondern die Wimpfel der Bäume. Das hat mich etwas ruhiger gemacht, aber der Puls (...) war schon sehr hoch. Die Strecke war etwa 2 km lang und ich wollte ja hochfahren und nicht schieben.
    Dann mußte ich aber dennoch 1 x absteigen (leichter Umfaller nach links, warum eigentlich falle ich immer zur linken Seite?). Aber mit Glück habe ich es dann doch irgend wie geschaft, wieder mit ca. 9 - 10 km/h den Buckel hoch zu drücken. Nach 48 km war ich wieder zu Hause.

    Tag 2 - Sonntag:
    Wollte mir die Auffahrt zu meinem Wohnort ersparen, da ich mich noch zu unsicher fühle einen graden Strich zu fahren. Habe somit das Rad ins Auto gepackt, den Berg runter, Rad ausgepackt und nur flach gefahren. Wo es ging, auf Radwegen oder von Autos nicht so frequentierten Straßen gefahren. Auf dem Rückweg war ich dann echt platt. Habe zwar eine Radflasche dabei, aber die traute ich mich nicht während der Fahrt zu berühren (hinter dem Kopf) und anhalten um zu trinken, wollte ich ja auch nicht, da das losfahren immer noch sehr unsicher ist. Bin natürlich auch mal wieder bei losfahren nach links weg ....
    Waren übrigens 76 km.

    Tag 3 - Montag:
    Fahrt zur Arbeit. Talwärts ging´s mit knapp unter 70 km/h. Fühlte mich da nicht unsicher. Jedoch wurde ich dann doch langsamer, als ich aufgrund der Temperatur (4°C) das Zittern bekam. Nach der Arbeit bin ich dann noch eine längere Runde nach Hause gefahren. Kam dann kurz vor 20 Uhr nach Hause und hatte knapp über 90 km auf dem Tacho stehen.

    Tag 4:
    Kein Rad! Die Oberschenkel habe ich gestern schon gespürt. Am Knie hat´s gezwickt.

    Ob ich morgen fahren, hängt vom Wetter und meinem Muskelkater ab.

    Am Donnerstag will ich meine kleine Tauberrunde mit 100 km fahren...

    FAZIT:
    Macht unheimlichen Spaß, extremer Geschwindigkeitszuwachs talwärts und in der Ebene, bergauf kann ich meine Spur jetzt auch halten wie beim Rennrad.
    Anfahren geht mittlerweile auch immer besser. Schalten während der Fahrt, Trinkflasche greifen, Tacho umstellen, alles mittlerweile kein Thema mehr.
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  2. #2
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    Mensch du machst ja gleich richtig Kilometer. Ich nehme an das schöne Rad annimiert auch dazu
    Gruß Bernd
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  3. #3
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Servus Jürgen,

    Glückwunsch zu diesem exzellenten Liegerad! Da bist Du ja gleich voll eingestiegen.

    Gruß
    Felix

    PS: Für das sportliche Liegeradfahren solltest Du Dir noch etwas Zeit und mindestens 1000km, besser mehr, als Eingewöhnungsphase gönnen. Speziell die vorderen Oberschenkelmuskeln müssen sich erstmal anpassen; ich weiß, das fällt nicht so leicht, wenn man durch ein neues Radl total motiviert ist. Die neue Fahrdynamik ohne Gewichtsverlagerung des Oberkörpers will auch erstmal erfühlt werden. Ich hoffe doch, daß Du gleich mit Klicksystem angefangen hast, dann solltest Du Dir auch bald das "Ziehen" angewöhnen, aber anfänglich auch nicht übertreiben, da sich ebenfalls Muskeln und Sehnen (diese allerdings bedeutend langsamer über mehrere Jahre) an die neue Belastung gewöhnen müssen. Dann sollte Deine Liege auch ein ausreichend großen Übersetzungsspektrum haben, damit Du Steigungen nicht "hochdrücken" mußt, sondern mit lockerer Trittfrequenz (rund um 80/min) hochradln kannst. Je nachdem, wie lang Deine Beine sind, könnten auch kürzere Kurbel sinnvoll sein, um fast automatisch die Trittfrequenz zu erhöhen.
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  4. #4
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von spreehertie Beitrag anzeigen
    Glückwunsch zu diesem exzellenten Liegerad! Da bist Du ja gleich voll eingestiegen.
    Yess Well ! so gehört das

    Zitat Zitat von spreehertie Beitrag anzeigen
    PS: Für das sportliche Liegeradfahren solltest Du Dir noch etwas Zeit und mindestens 1000km, besser mehr, als Eingewöhnungsphase gönnen.
    Möchte ich auch unterstreichen!
    Wäre ja schade , wenn du dir die Knie runierst nur weil sich Muskeln und Bändernoch nicht an die Belastung gewöhnt haben.
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  5. #5
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Das Wetter hat ja mitgespielt. Die letzten 2 Tage waren eher bescheiden und da wollte ich dann auch gar nicht Liegerad fahren. Morgen am Vatertag dann meine nächste Tour.
    Muskelkater war dann doch nicht so schlimm, wie erwartet...
    Knie ist auch ok.
    Danke für die nett gemeinten Radschläge. Es macht ja auch riesigen Spass mal so richtig schnell zu fahren. Aber dann nehme ich auch wieder Druck vom Pedal. Die momentanen Schnitte auf der Liege sind deutlich unter Up-Niveau. Wobei ich auch noch keinen großen Wert darauf lege. Will noch weitere Kilometer machen und von km zu km sicherer auf der Liege werden. Wenn dann mal 1000 km auf dem Tacho stehen, kann ich ja mal meine kleine Rund mit 50 km und 350 HM auf Zeit fahren.

    Das größte Problem momentan ist ein Rücklicht an der Liege zu montieren. Wenn mir da nicht bald was gescheits einfällt, werde ich wohl die Lösung von Troytec doch noch dran bauen.
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  6. #6
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Servus Jürgen,

    erstmal Glückwunsch zu Deinen TTR!
    Du bist ja richtig voll gleich zu Anfang eingestiegen, Hut ab!
    Auf welchem Niveau bewegen sich Deine Up-Schnitte - nur so als Richtlinie?

    Grüße

    Chris
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  7. #7
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hi Chris,
    also eine Rennmaschine bin ich nicht, wohl eher der Traktor.... :-)
    Letztes Jahr bin ich viel (für mich) gefahren, dürften so um die 11000 km gewesen sein. Beim 200er Brevet in Osterdorf war ich mit meinen Jungs in knapp über 7 Std. (incl. der Stempelei) wieder im Ziel. War ein Schnitt knapp über 30 km/h. 3, 4 und 600er liefen ganz gut. Aber bei PBP bin ich dann doch abgek... Wollte unter 60h bleiben. Aber leider ist wieder mal zu wenig Nahrung in den Körper rein, um schnell fahren zu können.
    Also bei 1:10 (100 km und 1000 HM) war der 2011er Schnitt so knapp an die 30 und knapp darüber.
    Also nix Welt bewegendes.
    In 2012 habe ich dann aber das mit der Ernährung hingekriegt. Wiege jetzt 5 kg mehr und das fast ohne Radfahren :-(
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  8. #8
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Servus Jürgen,

    danke für Deinen Post!
    Mein TTR habe ich jetzt seit ca. 1. Jahr und habe knapp 5.000km am Tacho!
    Mehr als 7.000km/Jahr habe ich noch nicht erreicht, mangels Zeit - leider!
    Vor meinen TTR hatte ich ein Fujin SL2 und fuhr mit ca. 5.000km Training im Jahr bei meiner alten Runde mit 100km und 980hm einen 36,10km/h Schnitt, dass war mein bester Schnitt auf dieser Runde.
    Mit meinem TTR fahre ich momentan auf meiner kleinen Runde (64,6km mit 480hm) einen 37,88er Schnitt bei ca. 2.800km Trainingsleistung in diesem Jahr.
    In den fünfstellingen Bereich im Jahr bin ich bis jetzt leider noch nicht gekommen, was meine Jahrestrainingsleistung betrifft!

    Grüße

    Chris

    Ps: Wohne bei Rosenheim und habe die "richtigen" Berge (Tirol) direkt vor der Haustür! Da kann ich richtig hm sammeln gehen!
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  9. #9
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    So, Soll bereits erfüllt.
    Gestern 94 km mit rund 500 HM mit 30,3er Schnitt. Hatte mir vorher noch eine Flagge montiert und bin die Abfahren (Kurven) auch nicht voll gefahren.
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  10. #10
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Und da sage einer das 30er SChnitte nur irgendwelche Tiere mit jahrelangem Training fahren!


    Gruß,
    Patrick
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    Nehme auch Aufträge zum kürzen von Kurbeln an.
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  11. #11
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    Zitat Zitat von Jack-Lee Beitrag anzeigen
    Und da sage einer das 30er SChnitte nur irgendwelche Tiere mit jahrelangem Training fahren!
    Du hast aber schon den Beitrag #7 gelesen und verinnerlicht, ja? Osterdorf 200 km in 7 h ... und so. Und 11.000 km in 2011.


    -Andreas
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  12. #12
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    EDIT: Quark geschrieben
    Forumslader und Scheinwerfer findet man im meinem Shop
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  13. #13
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von juergen0708 Beitrag anzeigen

    Das größte Problem momentan ist ein Rücklicht an der Liege zu montieren. Wenn mir da nicht bald was gescheits einfällt, werde ich wohl die Lösung von Troytec doch noch dran bauen.
    Hier ist meine Rücklicht Lösung, Sattelrohrrücklicht mit ein wenig Bastelei. Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	troytec Rücklicht 040.jpg 
Hits:	82 
Größe:	138,2 KB 
ID:	31899Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	troytec Rücklicht 036.jpg 
Hits:	82 
Größe:	141,2 KB 
ID:	31900
    Das Glas mußte ich lediglich mit einem Tesa-Streifen sichern, da es sonst bei starken Vibrationen aus dem Halter gerutscht ist.
    Geändert von tiefflieger (21.05.2012 um 12:35 Uhr)
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  14. #14
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    Das schaut gut aus. Ist das ein 90° Winkel, den Du in den Sitz geschraubt hast?
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  15. #15
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    Standard AW: Erfahrungsbericht eines LR-Anfängers Gehe zum vorherigen Beitrag

    Ist der Original Sattelrohr Halter für die Lampe. Ich habe das Halteband abgeschnitten und ein Loch in den restlichen Halter gebohrt und natürlich ein kleines Loch in das schöne Troytec
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