Seite 3 von 6 ErsteErste 1 2 3 4 5 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 60 von 101

Thema: Schaltungsbandbreite im VM

  1. #41
    Registriert seit
    13.04.2012
    Ort
    81249 München
    Beiträge
    850
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Radius Hornet
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von labella-baron Beitrag anzeigen
    Hm - Warum fertigen dann die Hersteller doppelt so viele Modelle (2-fach und 3-fach)?
    Frag mich was leichteres. Bis auf das geringere Gewicht kann meiner Meinung nach ein 3-fach-Werfer alles, was ein 2-facher auch kann, nur umgekehrt gilt das nicht.

    (Steighilfen am großen Blatt)
    Zitat Zitat von labella-baron Beitrag anzeigen
    Wie dort nebenbei auch zu sehen ist, ist der Umwerfer noch etwas weiter nach hinten gekippt als bei mir. Der Ultegra 3-fach müsste also die Differenz auf jeden Fall packen. Was stört denn an Deiner derzeitigen Lösung mit Schraube und verlängerten Leitblechen? Ist der Umwerfer zu instabil, dauert das Schalten zu lange, oder erfordert es zu viel Konzentration?


    Viele Grüße,
    Stefan
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  2. #42
    Registriert seit
    31.10.2009
    Beiträge
    459
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Radius Hornet
    Wunschtrike
    Eigenbau

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Man könnte dafür einen bestehenden 2fach Umwerfer zurechtbiegen und das Leitrohr reinführen.
    Den Seilzug oben am Umwerferschlitz befestigen und schon hast du ein geleitetes System mit beliebiger Kapazität im Umwerfer.
    Da zwischen Zugbefestigung (also Seilzug an Leitrohr) und Führung (also verbogenem Umwerfer) kein Abstand ist entstehen keine Momente und es sollte ziemlich Verschleisarm funktionieren.

    Gruß,
    Justus
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  3. #43
    Registriert seit
    13.04.2012
    Ort
    81249 München
    Beiträge
    850
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Radius Hornet
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Imrahil Beitrag anzeigen
    Warum automatisiert man sich nicht die Narbenschaltung?
    Statt einen Umwerfer direkt am Kettenblatt könnte man doch einen Umwerfer basteln der an die sowieso meist vorhandenen kettenleitrohre andockt und mit einem einfachen seilzug auf einer Schiene das leitrohr verschiebt.
    Mit einem guten Kettenfanghaken am großen Blatt braucht man eigentlich nur etwas, das die Kette in diesen Haken einhängt, den Rest machen dann Haken, Kette und Zähne ohne Beteiligung des Umwerfers unter sich aus. Wie man die Kette in den Haken bekommt, ist dann eigentlich fast egal - es geht alles, was die Kette so lange gegen das große Blatt drückt, bis der Haken gegriffen hat. Auf dem Zugtrum liegen allerdings recht große Kräfte, daher schlage ich mal eine Alternative zum per Seilzug betätigten Kettenleitrohr vor: Ein langer zweiarmiger Hebel, dessen senkrecht stehende Achse per Schelle am Tretlagermast befestigt wird, mit vorn einem Leitblech (analog dem inneren Blech des Umwerfers) und hinten einem Griff.


    Da es hier vielleicht gut hinpasst, mal ein kleiner Ausflug zu selbstgemachten Kettenfanghaken. labella-baron hat ja sowas ähnliches in diesem Thread auch schon verlinkt. Zuerst mal zwei Bilder von Haken, die ich aus Innenlaschen einer Kette gebastelt habe:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Schalthilfen-seitlich.jpg 
Hits:	112 
Größe:	71,6 KB 
ID:	31669Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Schalthilfen-vorn.JPG 
Hits:	105 
Größe:	37,8 KB 
ID:	31670

    Die eigentlichen Haken sind jeweils oben über dem linken Loch der angenieteten Innenlaschen. Am wichtigsten ist, dass man die Hinterseite der Lasche zum Blatt hin schräg abschleift, links und rechts vom Haken nimmt man dann später noch so viel Material weg, dass dort der nicht angeschrägte Teil der gegriffenen Außenlasche nicht stört. Über dem linken Haken sieht man im ersten Bild ganz gut, wie die Zahnlücke und die Vorderflanke des folgenden Zahns ausgearbeitet sind. Dort liegt das Ende der gegriffenen Außenlasche. Im zweiten Bild sieht man außer dem "Zahn" des vorderen Hakens noch zwei seitlich abgefeilte Zähne, da habe ich Platz für die Außenseite einer Innenlasche geschaffen. Der folgende Zahn rechts daneben greift dann zwischen die beiden folgenden Außenlaschen und sichert die Kette auf dem Blatt, ohne dass die Kette je auf die Höhe der Zahnköpfe gelangt.
    Die Aufgabenteilung der Bastelmaßnahmen ist etwa so: Der Haken greift die Kette und zieht sie ans Blatt, auch wenn der Umwerfer nicht mehr dagegendrückt (das ist der Punkt, der einem "Wildwest-Umwerfer" sehr entgegenkommt). Außerdem hebt er die Kette an. Die bearbeiteten Zähne am Blatt kommen ins Spiel, wenn die Kette weit genug angehoben wurde. Die hineingefeilten und -geschliffenen Gassen müssen mindestens dafür sorgen, dass ein oder zwei Zähne in die Kette greifen, damit die nicht wieder vom Blatt rutschen kann, und am besten lassen sie die Kette auch gleich von Anfang an zwischen den Zähnen einrasten. Die endgültige Positionierung der Kette in diesen Schalthilfen erfolgt bei der Montage des Blattes dadurch, dass das kleinere Blatt passend hingedreht wird. Wenn dieses nicht gerade eine durch 5 teilbare Zähnezahl hat, kann man damit die Lage der Kette in 1/5-Schritten ändern. Schwierig wird's bei Blattgrößen wie 35-55-65, da muss man bereits bei der Anordnung der Schalthilfen am Blatt dafür sorgen, dass die Kette passend positioniert ist, oder man greift zu einem 54er Blatt...

    Innenlaschen haben als Haken den Vorteil, dass die Befestigung unkritisch ist. Die Lagerkragen stützen sich in einer 5mm-Senkung ab, und die große Anlagefläche sorgt dafür, dass Kettenzug keine großen Biegemomente aufbringt und auch die Befestigung nicht sehr auf Zug belastet. Deswegen reicht hier ein 3,5mm-Messingröhrchen als Niet aus, um auch bei Schaltvorgängen unter (Teil-)Last die Haken sicher zu halten. Man kann einen Haken bestimmt auch aus einer halben Innenlasche bauen, ich fand es nur einfacher, zwei Niete reinzuziehen, als die Lasche zu halbieren und nachher aufzupassen, dass sie sich nicht verdreht. Vorher hatte ich kegelig aufgetriebenene und eingenietete Speichenstückchen als Haken probiert. Die sind zwar sehr schön unauffällig und funktionieren an sich auch, aber sie waren nach kurzer Zeit locker - ein 2mm-Loch in Alu hält dem Kettenzug einfach nicht stand. Die gezeigten Haken schalten zwar nicht schnell, aber zuverlässig. Zwei Ketten haben sie bereits überlebt, obwohl ich nicht gerade sehr sorgfältig schalte und oft auch noch Last drauf habe.

    Günstig ist es, wenn die Kette möglichst flach ins Blatt läuft. Allerdings setzt die Breite der Zähne hier Grenzen - zwei Zähne, bevor die erste Außenlasche einen Zahn fängt, liegt eine andere Außenlasche neben einem Zahn, weniger geht nicht. Alu-Blätter haben aber eine Schulter unterhalb der Zähne, und zumindest die kann man im Bereich des Hakens wegschleifen oder -feilen.


    Viele Grüße,
    Stefan
    Zitieren Zitieren 2   0   0

  4. #44
    Registriert seit
    14.12.2007
    Beiträge
    1.648
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Optima Baron
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Fanfan Beitrag anzeigen
    Da es hier vielleicht gut hinpasst, mal ein kleiner Ausflug zu selbstgemachten Kettenfanghaken. labella-baron hat ja sowas ähnliches in diesem Thread auch schon verlinkt. Zuerst mal zwei Bilder von Haken, die ich aus Innenlaschen einer Kette gebastelt habe:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Schalthilfen-seitlich.jpg 
Hits:	112 
Größe:	71,6 KB 
ID:	31669Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Schalthilfen-vorn.JPG 
Hits:	105 
Größe:	37,8 KB 
ID:	31670
    Danke für die ausführliche Erläuterung.
    Glaube fast alles verstanden zu haben, aber wieso genügt nicht einer dieser Fanghaken?

    Diese Schalthilfen sollten ja weder am Lasttrumm noch am Leertrumm anschnäbeln, wenn sich die Kette auf dem kleineren Blatt befindet. Deshalb wohl auch die Nieten, da diese kaum auftragen. Was sind das genau für Nieten und wie werden sie vernietet?

    Hast du bei ungeradzahligem kleinen Blatt nicht auch das Problem, dass nur bei jeder zweiten Umdrehung der Fanghaken eine Außenlasche erwischt und das sehr viel "Unruhe" in den Schaltvorgang bringt?
    Geändert von labella-baron (17.05.2012 um 19:43 Uhr)
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  5. #45
    Registriert seit
    14.12.2007
    Beiträge
    1.648
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Optima Baron
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Fanfan Beitrag anzeigen
    Was stört denn an Deiner derzeitigen Lösung mit Schraube und verlängerten Leitblechen? Ist der Umwerfer zu instabil, dauert das Schalten zu lange, oder erfordert es zu viel Konzentration?
    Ja, diese Verlängerung hat bereits zweimal ihren Geist aufgegeben.
    Das Schräubchen streift sehr leicht an der Kurbel - da ist wenig Freiheit, da sonst das Außenleitblech gleich wieder an der Kette anschnäbelt.
    Und ja - das Schalten damit erfordert im Grunde zu viel Konzentration.
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  6. #46
    Registriert seit
    14.12.2007
    Beiträge
    1.648
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Optima Baron
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Imrahil Beitrag anzeigen
    Man könnte dafür einen bestehenden 2fach Umwerfer zurechtbiegen und das Leitrohr reinführen.
    Den Seilzug oben am Umwerferschlitz befestigen und schon hast du ein geleitetes System mit beliebiger Kapazität im Umwerfer.
    Ich verstehs noch nicht: Das Zugseil ist nicht mehr im Umwerfer geklemmt, sondern oben am inneren Leitblech befestigt
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  7. #47
    Registriert seit
    14.12.2007
    Beiträge
    1.648
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Optima Baron
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Nobbi Beitrag anzeigen
    Wenn der Umwerferkäfig nach unten hin nicht lang genug ist so dass die Kette auf dem kleinsten KB am unteren Verbindungsblech hängen bleibt, dann muss man den Umwerfermast weiter nach hinten drehen, dadurch wird die effektive Umwerferhöhe größer.
    Zitat Zitat von Nobbi Beitrag anzeigen
    Kauf Dir eine Adapterschelle für Anlötsockelumwerfer, dann brauchst Du nur noch ein passendes Distanzstück aus Alu feilen um den Umwerfer (natürlich einen für Lötsockel) in eine 'nach hinten gedrehte' Position zu bringen.
    So ganz sicher bin ich mir jetzt nicht, ob ich es richtig verstanden habe:
    Das Distanzstück muss keilförmig werden und das untere Ende des Keils muss stärker sein - richtig?

    Edit: Nee verdammt, das obere Ende des Keils muss stärker sein - oder?
    Geändert von labella-baron (17.05.2012 um 21:58 Uhr)
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  8. #48
    Registriert seit
    13.04.2012
    Ort
    81249 München
    Beiträge
    850
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Radius Hornet
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von labella-baron Beitrag anzeigen
    Danke für die ausführliche Erläuterung.
    Glaube fast alles verstanden zu haben, aber wieso genügt nicht einer dieser Fanghaken?

    Hast du bei ungeradzahligem kleinen Blatt nicht auch das Problem, dass nur bei jeder zweiten Umdrehung der Fanghaken eine Außenlasche erwischt und das sehr viel "Unruhe" in den Schaltvorgang bringt?
    Ich habe bis auf ein 53er noch nie ein ungeradzahliges Blatt gehabt, und bei geradzahligen greift ein einzelner Haken entweder immer oder nie - deshalb zwei Haken, und von denen greift dann bei jeder Umdrehung einer. Unruhe im Schaltvorgang habe ich nur, wenn ich zu viel Druck auf den Umwerfer ausübe oder wenn zu wenig(!) Zug auf der Kette ist, in beiden Fällen tanzt die Kette am Blatt recht stark. Sonst kann ich guten Gewissens davon ausgehen, dass der nächste Tritt mit Links langsam ist.

    Zitat Zitat von labella-baron Beitrag anzeigen
    Diese Schalthilfen sollten ja weder am Lasttrumm noch am Leertrumm anschnäbeln, wenn sich die Kette auf dem kleineren Blatt befindet. Deshalb wohl auch die Nieten, da diese kaum auftragen. Was sind das genau für Nieten und wie weden sie vernietet?
    Das Anschnäbeln ist der zweite Grund dafür, dass ich den rechten Haken etwas versenkt habe. Beim linken ist mir dann aufgefallen, dass die Kette am Lieger viel länger ist als am Up, daher habe ich mir das da gespart. Probleme gibt's trotzdem nicht, auch nicht wenn die Kette diagonal läuft (die Hornet hat keine Rollen im Zugtrum).
    Die Niete sind einfach Abschnitte von einem Messingrohr aus dem Bastlerladen, außen 3,5mm, innen 2,5mm; Conrad oder Baumärkte haben das Material vielleicht auch. Zuerst mit einem Dorn leicht aufgeweitet, damit sie klemmen, dann beidseitig mit einem Körner aufgetrieben und am Ende direkt mit dem Hammer breitgeklopft. Ich weiß nicht mehr, ob ich die andere Seite einfach auf den Amboss gelegt hatte oder ob ich die mit einem in den Schraubstock gespannten zweiten Körner unterstützt hatte.


    Übrigens glaube ich, dass Deine Schraube als Haken ähnlich gut funktioniert. Du hattest Deiner Beschreibung nach die Position aber danach ausgesucht, dass die Schraube eine Außenlasche greift, und damit ist der Anschluss in den Zähnen auf dem großen Blatt noch nicht unbedingt gegeben. Zur Schraube selber fällt mir höchstens ein, dass man den Kopf mit einer Feile noch etwas schärfen könnte, und ich bin etwas unsicher, ob M3 die Kräfte auf Dauer aushält.


    Viele Grüße,
    Stefan
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  9. #49
    Registriert seit
    14.12.2007
    Beiträge
    1.648
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Optima Baron
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Fanfan Beitrag anzeigen
    Übrigens glaube ich, dass Deine Schraube als Haken ähnlich gut funktioniert. Du hattest Deiner Beschreibung nach die Position aber danach ausgesucht, dass die Schraube eine Außenlasche greift, und damit ist der Anschluss in den Zähnen auf dem großen Blatt noch nicht unbedingt gegeben.
    Ja, deswegen habe ich inzwischen auf dem großen Blatt nach der Schraube zwei Zähne "geopfert" - sieht abscheulich aus
    Zur Schraube selber fällt mir höchstens ein, dass man den Kopf mit einer Feile noch etwas schärfen könnte, und ich bin etwas unsicher, ob M3 die Kräfte auf Dauer aushält.
    Ja ich auch. Außerdem scheint die Kante der Edelstahl-Senkschraube relativ schnell zu verschleißen - habe jetzt die zweite drin und die sieht auch schon etwas stumpf aus - nach insgesamt guten 6 Mm.
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  10. #50
    Registriert seit
    08.05.2010
    Ort
    bei München
    Beiträge
    864
    Velomobil
    Alleweder A1-A4
    Liegerad
    Nazca Fiero
    Wunschtrike
    -

    Standard Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von labella-baron Beitrag anzeigen
    Nee verdammt, das obere Ende des Keils muss stärker sein - oder?
    Genau, es muss oben stärker sein.

    Gruss,
    Norbert
    while (!sleep()) {sheep++};
    Zitieren Zitieren 1   0   0

  11. #51
    Registriert seit
    27.01.2010
    Ort
    07768 Kahla
    Beiträge
    4.505
    Wunschmobil
    Eigenbau
    Wunschlieger
    -
    Trike
    Steintrikes Alien

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Stefan,
    Zitat Zitat von Fanfan Beitrag anzeigen
    Übrigens glaube ich, dass Deine Schraube als Haken ähnlich gut funktioniert. Du hattest Deiner Beschreibung nach die Position aber danach ausgesucht, dass die Schraube eine Außenlasche greift, und damit ist der Anschluss in den Zähnen auf dem großen Blatt noch nicht unbedingt gegeben.
    Auch ich benutze Senkkopfschrauben als Steighilfen ... ich habe mir fuer den Ort der Steighilfe genau die Stellen gesucht bei denen Kette genau auf den Zahn passt(bei mir sind es 3Steighilfen die exakt passen). Der Zahn davor wird amputiert. das sieht zwar etwas "seltsam" aus schadet aber nicht, im Gegenteil, auch das runterschalten geht so auch besser ... .

    Zur Schraube selber fällt mir höchstens ein, dass man den Kopf mit einer Feile noch etwas schärfen könnte, und ich bin etwas unsicher, ob M3 die Kräfte auf Dauer aushält.
    Edelstahlschrauben verschleissen mangels haertbarkeit sehr schnell, ich benutze hochfeste Schrauben(ChroMo) ... der Stahl ist relativ Korrosionstraege.
    Und die Schraubenkoepfe werden nitriert. ich mache eine Mischung aus Borax und Kalisalpeter etwa 10% Borax ...
    Die Schraube wird rot gemacht und mit dem kopf in das Pulver getunkt, es schmilzt auf und solange es schaumt ist gut, hoert es auf waermt man nach bis es wieder fluessig wird und tunkt wieder. Die Temperatur sollte ungefaehr bei 400-500°C bleiben und des Prozedure etwa 20minuten besser 1Stunde durchgehalten werden.
    Dann macht man die Schraube wieder rot und wirft sie zum vergueten in rauchendes Olivenoel ~290°

    So ist sie zwar bruchfest aber auch ausreiched hart und der Kopf ist dank des nun etwa 3/10 tief eingedrungen Nitrates ausserordendlich(fuehr normalen Sahl) verschleissfest. So halten die Schrauben solange wie ein normales Alu-Kettenblatt, also 50-60Mm, bei etwa 2Jahre ...

    Blaetter mit geradzahliger Differenz bekommen meist zwei Steigilfen, Blaetter mit ungeradzahliger entweder eine oder drei


    mfG
    Matthias
    Geändert von mbi03 (18.05.2012 um 16:38 Uhr)
    Zitieren Zitieren 2   0   0

  12. #52
    Registriert seit
    19.10.2009
    Ort
    Genf
    Beiträge
    89
    Wunschmobil
    Go-One Evolution
    Wunschlieger
    -
    Trike
    Catrike 700

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hab gerade mein Evo abgeholt. Ich hab mich auch lange mit dem Thema schaltung beschäftigt.

    Heute wurde es endlich fertig.
    Vorne habe ich jetzt Durace 3x 30/42/52 (davor 30/42/60)
    Hinten Ritzek 11-27
    Neu dazu Sram Dual Drive 27
    auf 26" RAD.

    die übersetzung geht von 1.62m bis 12.86m oder bei Trittfrekuenz von 60 in kmh 5.84 bus 77.15

    Das ist alles nur auf dem Papier. Beim Fahren macht es eine riesen Freude. Sehr leise (die Kette is kürzer etwa 10cm), schlaltet sich alles sehr einfach (nur ganz kleine vorne hängt ein bischen. Oben hinaus habe ich auf jedenfall noch speilraum zum schneller fahren.
    Freu mich schon endlich wieder Evo fahren zu können.

    gruss

    Klaus
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  13. #53
    Registriert seit
    21.11.2006
    Ort
    A-6850 Dornbirn
    Beiträge
    1.813
    Blog-Einträge
    20
    Velomobil
    Alleweder A1-A4
    Wunschlieger
    -
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Jörg,

    Dir geht's beim Schaltwerk darum ob der Käfig die Kettenlänge "wegspannen" kann?

    Gruß,
    Patrick
    Honni soit qui mal y pense!

    www.alltagsvelomobil.de
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  14. #54
    Registriert seit
    13.04.2012
    Ort
    81249 München
    Beiträge
    850
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Radius Hornet
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von mbi03 Beitrag anzeigen
    Auch ich benutze Senkkopfschrauben als Steighilfen ... ich habe mir fuer den Ort der Steighilfe genau die Stellen gesucht bei denen Kette genau auf den Zahn passt(bei mir sind es 3Steighilfen die exakt passen). Der Zahn davor wird amputiert. das sieht zwar etwas "seltsam" aus schadet aber nicht, im Gegenteil, auch das runterschalten geht so auch besser ... .
    Das mittlere Blatt hier hat nur 36 Zähne, da wollte ich so viele Zahnflanken wie möglich erhalten. Aber das Runterschalten könnte ein Grund werden, die Amputation nachzuholen.

    Zitat Zitat von mbi03 Beitrag anzeigen
    Edelstahlschrauben verschleissen mangels haertbarkeit sehr schnell, ich benutze hochfeste Schrauben(ChroMo) ... der Stahl ist relativ Korrosionstraege.
    Und die Schraubenkoepfe werden nitriert. ich mache eine Mischung aus Borax und Kalisalpeter etwa 10% Borax ...
    Die Schraube wird rot gemacht und mit dem kopf in das Pulver getunkt, es schmilzt auf und solange es schaumt ist gut, hoert es auf waermt man nach bis es wieder fluessig wird und tunkt wieder. Die Temperatur sollte ungefaehr bei 400-500°C bleiben und des Prozedure etwa 20minuten besser 1Stunde durchgehalten werden.
    Dann macht man die Schraube wieder rot und wirft sie zum vergueten in rauchendes Olivenoel ~290°
    Gibt's irgendwo zu lesen, wie das Rezept chemisch funktioniert? Zum Nitrieren (bzw. Nitridieren) braucht man ja Stickstoff in Oxidationsstufen unter Null (Nitride, Cyanide, Harnstoff, Ammoniak, etc.). Was ich im Netz finde deutet eher auf Boreinlagerung hin, was aber auch die Härte erhöht.


    Viele Grüße,
    Stefan
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  15. #55
    Registriert seit
    27.01.2010
    Ort
    07768 Kahla
    Beiträge
    4.505
    Wunschmobil
    Eigenbau
    Wunschlieger
    -
    Trike
    Steintrikes Alien

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Sefan,
    Zitat Zitat von Fanfan Beitrag anzeigen
    Gibt's irgendwo zu lesen, wie das Rezept chemisch funktioniert? Zum Nitrieren (bzw. Nitridieren) braucht man ja Stickstoff in Oxidationsstufen unter Null (Nitride, Cyanide, Harnstoff, Ammoniak, etc.). Was ich im Netz finde deutet eher auf Boreinlagerung hin, was aber auch die Härte erhöht.
    Das Verfahren nennt sich Salzbad-Nitrier-Haerten das lernt jeder Schmeid und auch jeder Mechaniker, wenn er schmieden lernt ...
    Das verfahren ist wie das Eisatzhaeten schon aus der Antike bekannt. Damals stellte man, wie auch das ganze Mittelalter hindurch den Salpeter aus vergorenem Urin(Hanrnstoff) her. Der Moench Berthold-Schwarz, wollte eigendlich das Aufkohlen und Nitrieren im einem Arbeitsgang vereinen, aber Sein Schwarz-Pulver war im Umgang leider nicht "praktikabel", jedenfalls zum Haerten.

    Heute hat man da doch unter verwendung Kohlenstoffhaltiger Glaeser eine passendere Kombination.

    Aber die Rezepturen verraet die Industrie nicht im Internet.
    Ich lernte das Rezept aus Borax und Kalisalpeter als Mechanikerlehrling, es ist schon so lange her, im Schmiedelehrgang von einem alten Messerschmiede-Meister, der noch mit 70Jahren bei uns als Lehrmeister arbeitete ... der sagte immer man kann auch fuer den 10fachen Preis und in der 1/2 Zentner-Tuete Nitrirsalz kaufen, aber ausser Borax und Poekel-Salz und feinem Sand, zum strecken, ist da auch nichts anderes an "gewollten Zutataen" drin.

    Der Zusammenhang ist einfach, erhitzes Borax, verglast, mit Quarz geschmolzen bildet es das optisch sehr interessante Borsilikatglas.
    Die Toepfer lieben es fuer Glasuren weil es sehr leicht schmilzt und gut fliesst, und die Glassmaler weil es, sich mit Metallsalzen in allen Regenbogenfarben eingefaerbt, bei geringer Tempereatur, da wird Fensterglas noch garnicht weich, mit dem Glas legiert. (Die Mittelalterlichen Kirchenfenster)
    Schon in der Antike faerbte man so Glaeser(Neros Goldrubin-Pokal), und stellte Lichtechtes Farbpigment "Aegyptisch-Blau" her ...

    Im Nitriersalz bildet es einen Glasfluss der das verzundern verhindert, und sowohl den Luftsauerstoff, als auch den, schon bei geringer Temperatur vom Salpeter abgegebenen Sauerstoff, vom Eisen ferhaelt, damit es nicht entkohlt wird.
    In der Schmiede, dauert tief eindringendes Nitrierhaerten durchaus 10Stunden(Gewindebohrer, Schneideisen, Lehren) ... da waehre ein Kolenstoffstahl ohne Schutzglasur schon zu Schmiedeisen verkommen, fuer so ein kleines Schraeubchen braucht man aber nicht so lange, aber das Gewinde freut sich auch nicht ueber den Zunder.

    Die Firmen die heutzutage Nitrierhaeten mit grossem Geschwurbel im Internet, als den "Neuesten Hi-Tech-Schrei" anpreisen, achten strengstens darauf, das nicht jemand auf das, schon den Galliern und Kelten in der Antike bekannte, Low-tech Verfahren ausplappert.
    Als Wiland der Schmied so etwa um das Jahr 450 den Mimung schmiedete, verwendete er Guano, Vogelkot, die fuer uns interessanten Bestandeile ist Calzium-Nitrat und Ammoniom Nitrat sowie Bushit und Monetit, die auch hier einen Glasfluss bilden.
    Der Mimung wurde 3xgeschmiedet, das erste Mal aus der Luppe ... dann wurde er im Holzkohle und Lehm gewickelt taglang geglueht, und danach, um den Kohlenstoffgehalt auf das rechte Mass zu senken mehrfach gefaltet und ausgeschmiedet, wie es auch heute die Japanischen Schmiede beim Katana machen.
    Dann wurde es unter Guano geglueht und der Galsfluss abgehaemmert ... das Mit dem zerfeilen und an die Gaense verfuettern kam erst spaeter in die Storry,
    den das simpele Verfahren sollte doch im "Inneren Kreis der Schmiede" bleiben.


    Ich habe, wie andere auch immer wieder versucht, in der Wikipedia, und an anderen Orten, das Verfahren im Klartext darzustellen, und festgestellt, das da mein Text, wie bei vielen anderen Rezepturen, und Bastelanleitungen, innerhalb von Stunden ueberschrieben oder geloescht wurde, und man mitunter sogar seine Mailadresse und Webseite gesperrt bekam ...

    mfG
    Matthias
    Geändert von mbi03 (19.05.2012 um 22:50 Uhr)
    Zitieren Zitieren 3   0   0

  16. #56
    Registriert seit
    04.01.2008
    Ort
    Ostbayern
    Beiträge
    3.081
    Blog-Einträge
    171
    Wunschmobil
    -
    Liegerad
    Bacchetta Carbon Aero
    Trike
    Steintrikes Wild One

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von mbi03 Beitrag anzeigen
    ... innerhalb von Stunden ueberschrieben, und man mitunter sogar seine Mailadresse und Webseite gesperrt bekam ...
    Ja, die Industrie ist mächtig, sehr mächtig!

    Du hast aber auch ein riesen Pech, erst entfernt Youtube deine Videos, dann löscht Wikipedia deine Beiträge, sperrt deine Mailadresse und sogar deine Homepage ...

    fluxx.
    Geändert von fluxx (19.05.2012 um 22:58 Uhr)
    Mein Blog - "Karbon und Kondition!"
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  17. #57
    Registriert seit
    12.10.2009
    Ort
    Gießen 35394
    Beiträge
    2.982
    Blog-Einträge
    148
    Velomobil
    Go-One 3
    Wunschlieger
    -
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    ..ich würde mich mal per PM bei dir melden.. wennd ein Posteingang nicht voll wäre..
    Geändert von Smilingdevil (21.05.2012 um 09:17 Uhr)
    Winterpokal 2012/2013: Die Hessischen Tief(f)lieger kommen!
    http://winterpokal.rennrad-news.de/i...user/44375.png

    Whenever there is any doubt, there is no doubt. That's the first thing they teach you.
    Who taught you? I don't remember. That's the second thing they teach you.
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  18. #58
    Registriert seit
    01.10.2006
    Ort
    bei Landschberg
    Beiträge
    3.004
    Blog-Einträge
    10
    Velomobil
    Quest
    Liegerad
    THYS 240
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Joerg046 Beitrag anzeigen
    Ich werd jetzt mal schauen, ob ich das Mountaindrive mit überlanger Achse, selbstgedrehten Adapterstücken aus Alu und einer Drehmomentstütze ( selbstgebaut aus CFK, Standard passt nicht so richtig ) montieren kann.
    Bevor du dich in Unkosten stürzt, fahr unbedingt erstmal irgendwo ein Mountaindrive Probe. Meines flog nach der ersten 50km Runde wieder raus. Ich fand den Fahrkomfort einfach unerträglich.

    Die billigste, aber wohl langwierigste und lästigste Möglichkeit wäre, deinen Körper an einen größeren Drehzahlbereich anzupassen, z.B. durch Fixi-Fahren...

    ... sagt Martin, der das auch nicht kann, der aber in seinem alten Tanker mit einem 57er auskommen gelernt hat...
    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben. Der Pessimist befürchtet, dass das wahr ist.
    ---
    Best talk ever: http://www.albartlett.org/presentations/arithmetic_population_energy_video1.html
    Lesefutter: http://www.peak-oil.com/effizienzrev...ie-bundeswehr/
    How will YOU ride the slide?: http://www.youtube.com/watch?v=Ulxe1ie-vEY
    Tips for cyclists: https://www.youtube.com/watch?v=koh7QoMGKJo
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  19. #59
    Registriert seit
    21.07.2008
    Ort
    Morrinsville, NZ
    Beiträge
    168
    Velomobil
    Sonstiges
    Wunschlieger
    -
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Greenspeed and ICE verbauen Kassetten mit 9-32Z in Trikes.
    Zitieren Zitieren 0   0   0

  20. #60
    Registriert seit
    08.05.2010
    Ort
    bei München
    Beiträge
    864
    Velomobil
    Alleweder A1-A4
    Liegerad
    Nazca Fiero
    Wunschtrike
    -

    Standard AW: Schaltungsbandbreite im VM Gehe zum vorherigen Beitrag

    Zitat Zitat von Sutrai Beitrag anzeigen
    Bevor du dich in Unkosten stürzt, fahr unbedingt erstmal irgendwo ein Mountaindrive Probe. Meines flog nach der ersten 50km Runde wieder raus. Ich fand den Fahrkomfort einfach unerträglich.
    Ist der Fahrkomfort nur im untersetzten Gang schlecht, oder auch im Direktgang? Wie schlägt sich ein MD vom Fahrkomfort und Geräuschen her so z.B. im Vergleich zu einer Rohloff-nabe (die in den untersten Gängen bekanntermaßen recht laut daherkommt)?

    Gruß

    Norbert
    while (!sleep()) {sheep++};
    Zitieren Zitieren 0   0   0

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •