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Thema: Kurzlieger Eigenbau-Bericht

  1. #1
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    Standard Kurzlieger Eigenbau-Bericht

    Hallo an alle,

    ich stelle hier mal den Eigenbau eines vollgefederten 20/26" Kurzliegers mit Stahlrahmen und Untenlenker vor.
    Zweck ist neben meinem natürlichen Mitteilungsdrang auch die Weitergabe von Erfahrungen und Anregungen an alle, die sowas auch schon mal gemacht- oder vorhaben, schließlich habe ich auch von ähnlichen Berichten profitiert. Ich werde erst einen Gesamteindruck geben und dann nach und nach einzelne Teile näher beschreiben. Ich versuche, es nicht zu lang werden zu lassen.

    Allgemeines:
    Wie ich überhaupt auf Liegeräder (LRs) aufmerksam geworden bin, weiß ich gar nicht mehr; war glaube ich ein Bericht irgendwo, dass LRs schneller als Rennräder sein sollen. Konkreter wurde der Gedanke dann vor etwa einem 3/4 Jahr, da ich seit ca. einem Jahr täglich 25Km Arbeitsweg fahre, und mir das langsam etwas zu unbequem wurde, obwohl ich davor zum Teil mehr Km auf Rennrad und MTB gemacht habe, halt nur nicht täglich.
    Bevor ich mit dem Bau begann, habe ich nie ein LR live gesehen, geschweige denn drauf gesessen. Ich mag es, ins Blaue zu konstruieren, so Dinge wie Probemodelle zum Erfahrung sammeln o. Ä. finde ich schrecklich. Beim Bauen zu sehen, ob die Theorie funktioniert, ist bei mir die Motivation. Natürlich alles innerhalb vernünftiger Grenzen (Sicherheit). Die nötige Internetrecherche brachte mich dann zu diesen Eckdaten:
    -Kurzlieger "semi-tief"
    -20/26" Räder
    -Untenlenker (zuerst hauptsächlich wegen der Optik)
    -Hauptrahmen aus Stahl (wegen der Verarbeitung)
    -vollgefedert
    Erstes grobes Vorbild war dann die Speedmachine von HP.

    Das Rad ist prinzipiell jetzt zu Weihnachten fertig geworden, da habe ich nämlich die letzten Teile (Bremsen) bekommen. Die Gesamtbauzeit ist sehr schwer zu beschreiben, da ich immer mal kleine Teile zwischendurch auf der Arbeit gemacht habe und auch zwischendurch länger keine Zeit hatte. So hat es ca. ein 3/4 Jahr gedauert. Vom Gefühl her könnte ich es, vorausgesetzt ich hätte alle Kaufteile und Maschinen und Urlaub, in höchstens zwei Wochen noch mal bauen.

    Daten:
    Radstand: 120cm
    Lenkwinkel (belastet): ca. 66°
    Nachlauf: 6cm
    Sitzhöhe (belastet): ca. 40cm
    Tretlagerüberhöhung: ca. 27cm
    Sitzwinkel: ca. 40°
    Gewicht: komplett ca. 16,5kg (unter Vorbehalt, da mit einer alten Personenwaage gewogen)
    Farbe: Ral 9001

    Auf diesem Bild ist das Rad zu 95% fertig. Z.B. Schutzbleche und Bremsen sind noch nicht final.

    Der Plan:
    Als erstes habe ich einen 1:1 Plan auf drei Bögen Transparentpapier gezeichnet. Hierzu habe ich zuerst den Radstand festgelegt; das ist eine Entscheidung, die ich am Anfang einfach treffen musste, um dem Rad eine grundlegende Richtung zu geben. 120-130cm sind geläufige Maße für Kurzlieger. Dann konnte ich schon die Räder einzeichnen. Die nächste Entscheidung war der Nachlauf, wiederum entscheidend für den Charakter des Rades. Hat man den Nachlauf festgelegt und kennt die Maße der Gabel ergibt sich daraus der Lenkkopfwinkel. Dadurch war die Lage des Steuerrohrs auch schon festgelegt und ich konnte es einzeichnen. Im Prinzip habe ich dann so weitergemacht, also unveränderliche oder gewollte Maße (z.B. Sitzhöhe) zuerst eingezeichnet und den Rest dann angepasst, bis der Lenkkopf mit dem Schwingenlager möglichst effizient verbunden war, was ja die Hauptfunktion des Rahmens ist. Das Ganze erforderte natürlich einige kleinere Kompromisse, da ja ziemlich viele Maße unter einen Hut gebracht werden mussten, die teilweise von einander abhängen. Eine 1:1 Zeichnung ist sehr hilfreich, um zu sehen, ob etwas wirklich passt, und man muss nichts umrechnen. Ich hatte ja nur Material für einen Versuch.
    Alles in allem kann ich sagen, dass sich der Entwurf relativ organisch entwickelt hat, viele Dinge ergaben sich überraschend flüssig, aber Arbeit war es schon.

    Als nächstes kommt der Rahmen
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  2. #2
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    Alle Achtung, wie Du das angefertigt hast!!!
    Gefällt mir sehr gut.
    Die Sitzposition scheint ähnlich wie beim Dalli zu sein. Nur sitzt Du höher. Vermutlich bist Du damit recht flott unterwegs.
    Trotz Deines ersten Beitrages scheinst Du schon allerhand Fachwissen zu besitzen.
    Ich wünsche Dir allezeit unfallfreies Fahren.
    Wir warten auf Fahrberichte.

    Gruß,
    Horst.
    Gruß,
    Horst.

    Ein Leben ohne VM ist möglich, aber sinnlos
    und mein Rollator ist das Strada.

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    Basteleien am STRADA; PE-Schaum-Haube am Strada; Basteleien am Mango; - Basteleien II am Mango - Basteleien am Scorpion - Bau einer Bodenwanne am Scorpion - Bau von Heckverkleidung und Heckkoffer

    "Ahnentafel": Nöll SL4 > Dalli Shark > Scorpion > Mango >
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  3. #3
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    Hallo

    Sehr schöne Geometrie.Glückwunsch zum Eigenbau und gute Fahrt. Sicher ist auch noch Potential zur Gewichtsoptimierung vorhanden (Reifen und Räder). Gibt es einen bestimmten Grund warum beim Steuerkopf zwei Gehrungen angearbeitet wurden? Und aus was für Rohr ist der Hauptrahmen?

    Viele Grüsse
    Lutz
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  4. #4
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    Das schaut aus wie Fluxrohr. Wie hast Du den Ausleger gebaut? Hat Herr Mischner da etwa auch noch welche von rumliegen?
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  5. #5
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    Hallo und Danke für die Antworten. Ich bitte um Verständnis, wenn ich auf die Fragen noch nicht direkt antworte, aber ich verspreche, dass fast alles in den kommenden Beschreibungen der Einzelteile beantwortet wird. Später beantworte ich natürlich alle übrigen Fragen soweit ich kann.
    Wie gesagt, gleich kommt die nähere Beschreibung des Rahmens.
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  6. #6
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    Der Rahmen:
    Die Entscheidung, welches Material ich nehme, war wirklich nicht einfach, und die Beschaffung war dann auch das langwierigste am ganzen Bau. Bei völlig freier Wahl hätte ich vermulich Alu genommen, und zwar wegen der leichten Verarbeitung, der natürlichen Korrosionsbeständigkeit und weil ich damit beim Bau eines normalen Rahmens schon gute Erfahrungen gemacht habe. (Es ist mMn nicht so, dass Alu automatisch wesentlich leichtere Rahmen ergibt - bei gleicher Festigkeit und Dauerbelastbarkeit). Dafür hätte ich aber für jede Schweißnaht zu einer fremden Werkstatt fahren müssen, das war mir im Hinblick auf mögliche spätere Änderungen zu umständlich. Auf ein DC WIG-Schweißgerät habe ich jeden Tag Zugriff, so war Stahl schon mal klar, fragte sich nur noch, was für einer. Am liebsten hätte ich CroMo Stahl verwendet, da dieser nicht ohne Grund bei professionellen Stahlrahmen genommen wird (25CroMo4). Damit kann man bei gleicher Festigkeit etwas leichter bauen, da man geringere Wandstärken wählen kann. Leider war CroMo Stahl in LR-geeigneten Abmessungen nicht zu vernünftigen Preisen oder nur sehr umständlich zu bekommen, soll heißen: man muss bei richtigen Händlern zu große Mengen abnehmen oder Liegeradbauer verkaufen auch nur zu hohen Preisen oder gar nicht weil der Markt sehr schlecht ist und sie selbst kaum noch was haben/hatten. Bei einem anderen LR-Hersteller (es wurde hier ja schon angesprochen: Flux) bin ich dann aber doch fündig geworden, er hatte zwei Angebote: 50x1 25CroMo4 Rohr (50mm Durchmesser, 1mm Wandstärke) mit 1-2 Monaten Wartezeit oder spezielles St-52 Rohr sofort. Ich habe dann zu meinem Erstaunen ca. 1,5m St52 Rohr bestellt. Dieses Rohr ist laut Angabe extra für den Hersteller zum LR-Bau angefertigt worden, und wurde dort auch lange verwendet. St-52 ist ja im Prinzip allgemeiner Baustahl, was ich anfangs eigtl. vermeiden wollte, da ich etwas Angst vor grober Baumarktbastelei hatte. Als das Material dann kam (Kosten: ca. 40€ + Versand), wusste ich aber, dass die Entscheidung ok war. Das Rohr ist spiegelglatt nahtlos gezogen und macht einen ganz anderen Eindruck als normale Konstruktionsrohre. Das Besondere ist der Querschnitt, von der Bezeichnung her ist es Quadratrohr, doch der Kantenradius ist so groß, dass es mehr wie an vier Seiten abgeflachtes Rundrohr wirkt (kann man auf den Bildern noch sehen). Die genaue Angabe ist 60x52x1,2 Rohr ST-52 mit 20mm Kantenradius. Durch die flachen Seiten kann man das Rohr sehr leicht genau bearbeiten, da man eine Auflage hat und es einfach um 90° drehen kann, sehr hilfreich beim Bohren und einspannen.
    Die Rohrstücke habe ich mit einer Gehrungssäge aus dem Baumarkt zuhause geschnitten, was erstaunlich gut funktionierte. Ich hatte erwartet, die Schnittstellen zum Schweißen anpassen zu müssen, doch ich konnte alle Teile auf einer Glasplatte zusammenlegen und alle Winkel passten sofort und es war kein Spalt zwischen den Stücken.
    Der Hauptanspruch an den Rahmen war, das Steuerrohr und das Schwingenlager exakt und fest zu verbinden. Dazu habe ich eine Vorrichtung gebaut, die die Positionen dieser beiden genau festlegt (s. Bild), weil das schwierig von Hand zu messen ist. Erst nachdem alles andere verschweißt war, habe ich das Steuerrohr und das Schwingenlager mit der Vorrichtung im fertigen Rahmen fixiert und fest angeheftet, dann ausgespannt und fertiggeschweißt. So ist der Verzug vom Schweißen möglichst gering, der kann nämlich sehr groß sein.

    Der Hauptrahmen besteht aus vier Rohrelementen, die Rohre sind hochkant angeordnet, da ich die höchste Belastung in senkrechter Richtung vermute. Bei Nr. 1 (vorne) habe ich für die Auslegerklemmung vorne unten zwei Rundstahlstücke mit M6 Innengewinde aufgelötet und dann samt Rohr ca. 5-6cm geschlitzt (2mm Trennscheibe). In Nr.2 sitzt das Steuerrohr genau rechtwinklig, weil das für mich viel leichter herzustellen war, als eine schräge Bohrung. Deswegen ist der Rahmen auch vierteilig (es sieht aber auch gut aus). Den Durchbruch für das Steuerrohr habe ich erst vorgebohrt und dann auf der Planscheibe einer Drehmaschine auf das genaue Maß gedreht. Hier musste ich einen Kompromiss machen zwischen einer genauen Passung ohne Spalt (gut zum Schweißen) und etwas Spiel um es später auf der Vorrichtung genau anzupassen. Nr.3 verbindet 2 und 4. Nr. 4 trägt neben dem Schwingenlager (gleicher Kompromiss) auch das Lenklager und Halterungen für Sitz und Federbeinaufnahme.
    Zur Sicherheit habe ich um das Steuerrohr herum noch passend gefeilte Rohrstückchen gelötet, um z.B. die Kräfte beim Bremsen und von Stößen auf eine Größere Fläche zu leiten, 1,2mm Wandstärke sind nämlich wirklich nicht viel. Außerdem habe ich an den Verbindungen zwischen Nr. 2 und 3 und 4 Blechstücke hochkant aufgelötet, um die Festigkeit gegen Durchbiegung zu erhöhen. Ob das viel bringt, kann ich nicht sagen; eine Lötstelle mit so kleiner Fläche ist nämlich um einiges schwächer als eine Schweißnaht. Hat aber Spaß gemacht und sieht schick aus.
    Dann kamen noch mehrere kleinere Sachen wie z.B. Befestigungsmöglichkeiten für die Umlenkrollen. In 1,2mm kann man ja kein Gewinde schneiden, man kann aber Löcher bohren und Gewindeeinsätze aus Alu mit einer normalen Blindnietzange befestigen, was sehr gut hält.
    Als alles fertig war habe ich die Nähte und Lötstellen sauber geschliffen (viel Arbeit bei Hartlot-Flussmittel) und den Rahmen sandgestrahlt, danach pulverbeschichten lassen (RAL 9001 cremeweiß). Nach dem Beschichten sieht man jede kleine Delle, man sollte wirklich erst beschichten, wenn alles sauber ist.
    Da die Beschichtung nur außen ist, habe ich zuletzt verdünnte Hohlraumversiegelung in den Rahmen gegossen, geschwenkt und wieder rausgeschüttet. Bei richtiger Verdünnung und Temperatur bleibt eine schön dünne, flexible Versiegelungsschicht auf der Innenseite. Verdünnt habe ich, weil ich nicht ein halbes Pfund Versiegelung im Rahmen wollte, das Mittel ist ja eigtl. für Autos. So sind es irgendwas um 25g und die Schicht ist dick genug.
    Der Hauptrahmen (ohne Schwinge und Ausleger) wiegt mit Beschichtung (wiegt fast nichts) und Versiegelung ca. 2280g, wenn ich mich recht erinnere.

    Zum Schweißen und Löten:
    Wie gesagt, WIG Gleichstrom mit 90% Argon Gas und ganz normaler Draht von der Schutzgasrolle (SG 2, 1mm). Dicker war nicht nötig, da ich nicht viel Zusatz brauchte und wegen der geringen Wandstärke auch wenig Strom nahm (ca. 25-30 Amp.). Das St-52 Rohr ist so rein, wenn man die Nahtstellen vorher noch mit Schleifvlies etwas säubert, schweißt es sich sauber wie Edelstahl, keine Poren oder Blasen. Beim Anschweißen von Kleinteilen aus normalem Stahl merkte ich deutlich den Unterschied. Das Rohr wurde übrigens ständig von Innen mit normalem Schutzgas gespült; ich habe das zum ersten Mal so gemacht und war überrascht, wie viel das bringt. Die Naht ist dann innen fast sauberer als außen. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte das unbedingt machen, das ist keine unnötige Spielerei.
    Gelötet habe ich mit Silberlot (50%, cadmiumhaltig) und einem Propanset aus dem Baumarkt. Vorher hatte ich nur Erfahrung mit Messinglot und Autogenbrenner, und die ersten Probenähte haben gar nicht geklappt. Als ich das richtige Gefühl für die Temperatur hatte, ging es aber sehr gut. Silberlot ist zwar nicht ganz so fest wie z.B. Messinglot und das Flussmittel ist ne Quälerei, aber es hat auch zwei große Vorteile: man kann es ohne zu teure Ausrüstung zuhause machen und die geringere Temperatur (um 650°C) ist materialschonender. Ich habe manche Stellen lange und mehrfach erwärmt, und hatte keine Probleme mit z.B. Verzug.
    Wenn möglich, sollte bei so dünnem Material kein Spalt zwischen den Teilen sein.

    So, das war der größte Brocken, als nächstes kommt der Ausleger.
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  7. #7
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    Meinen Respekt für die Arbeit!!!!
    Das Rohr aus ST52 war für dich die beste wahl, denn der Schweißdraht hat normalerweise die gleiche Zugfestigkeit, was aber noch wichtiger ist, St52 wird nicht weich beim Schweißen. Würde man CrMo Stahl schweißen hätte man zwar einen teuren Rahmen, es würd aber an den Schweißstellen weich werden wg. zu großer Temperaturen.
    gruss
    günter

    ps. das mit dem Rohr-mit-Gas-spülen kannte ich noch nicht, werd ich mal ausprobieren, danke!
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  8. #8
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    @dahofa: Günter, kannst du noch mal genau sagen, wie du das mit dem Stahl meinst?
    Weil sich das irgendwie anhört, als wäre ein CrMo Rahmen schwächer als einer aus St-52. Wenn du wegen dem Draht meinst, für CrMo hätte ich anderen genommen.
    Übrigens, das CrMo Rohr wäre kaum teurer gewesen.

    Grüße von
    Patric
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  9. #9
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    Hi Patric,

    Glückwunsch zu dem tollen Rad!

    Eine Frage habe ich zu dem Alurahmen, von dem Du geschrieben hast.
    Welches Material hast Du da genommen?
    Ich will nächstes Jahr ein Trike (ähnlich Thunderbolt Mk II) bauen. Momentan bin ich dabei, das Teil in Solidworks zu modellieren und die Rohre auf in D übliche Durchmesser umzustellen - bin aber auch noch nicht schlüssig, ob ich Stahl oder Alu (und wenn Alu, welches) ich nehmen soll.
    6060 als häufigste Legierung (gibts bei WMH in vielen Größen) sollte ja warmausgelagert werden (was ich bei mir im Betrieb nicht kann und in ner Härterei wird es wahrscheinlich etwas teuer bei der Größe eines Trikerahmens), oder erfordert entsprechende Wandstärkern. Und in 7020 gibt es viel weniger Auswahl an verschiedenen Durchmessern... Was hast Du denn genommen?

    vg
    Arno
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  10. #10
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    Hallo Arno,

    ich habe den Rahmen nicht komplett von null gebaut, sondern Teile von mehreren Rädern angepasst und ein neues Steuerrohr und einen Hinterbau angeschweißt.
    Dadurch hätte ich mir das Material ja nicht aussuchen können, die Räder waren aber zum Glück aus 7020er, und diese Legierung hätte ich auch gewählt.
    Ich habe damals extra noch nachgeforscht, und soweit ich weiß, härtet 7020 durch die Schweißtemperatur und das anschließende Abkühlen und Lagern bei Raumtemperatur auf sehr akzeptable Festigkeiten aus.
    Damit das gut funktioniert, muss man aber den richtigen Zusatz nehmen, und zwar z.B. AlMg4,5Mn.
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  11. #11
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    Hier noch ein paar Details.
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  12. #12
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    Der Ausleger
    Beim Ausleger hatte ich keine Ahnung, ob ich ihn überhaupt hinbekomme und dann ist er überraschenderweise für meine Ansprüche nahezu perfekt geworden. So hilfreich der Querschnitt des Rahmens beim Bearbeiten war, so schwierig ist es natürlich, ein genau hineinpassendes Rohr zu bekommen. Ich wollte aber ein verschiebbares Tretlager, weil ich keine Erfahrung mit Sitzpositionen habe und ja vllt. auch noch mal was am Sitz ändere.
    Aus dem Vollen herzustellen ist hierbei nicht so günstig, also musste ich ein Rohr in die richtige Form bringen. Dafür habe ich zuerst eine U-förmige, stabile (12mm Stahlblech) Vorrichtung mit einem Deckel gebaut und darin ein Alu-Rundrohr schrittweise gedrückt. Hierbei war gar nicht so wichtig, die flachen Seiten auf das Alu zu drücken, sondern eher den passenden Kantenradius dazwischen hinzubekommen. Als das passte, habe ich die flachen Seiten auf einer Tischfräse nachgearbeitet. Das Ganze funktioniert nur, wenn die Form passt und das Alurohr den richtigen Durchmesser und die richtige Wandstärke hat. Bis alles genau passte, waren einige Versuche mit Probestücken nötig, am Ende habe ich dann glaube ich ein 60x4 Alurohr auf 58,6mm runtergedreht.
    Die Alu-Tretlagerbuchse (ca. 10€) habe ich bei einem Rahmenbauer gekauft, weil ich dafür keinen Gewindeschneider kaufen wollte (um die 150€). Es ist eine BSA Standardbuchse. Den Durchbruch dafür habe ich mit einem Kegel- oder Schälbohrer gemacht, dabei musste ich sehr genau sein, da ich jede Seite einzeln bohren musste. Hat aber gut geklappt.
    Das Umwerferrohr ist ein ganz normales 30mm Alurohr, ich musste es nur im richtigen Winkel auf den Ausleger schweißen, damit der Umwerfer zur Kettenlinie passt. Ich habe den gleichen Winkel wie am MTB genommen und außerdem darauf geachtet, dass es genau mittig auf das Tretlager ausgerichtet ist, halt wie das Sitzrohr am Normalrad.
    An der rechten Seite habe ich dann noch einen Gegenhalter für den von unten kommenden Bowdenzug angenietet. Da ich einen sog. Top-Swing Downpull Umwerfer benutze, kann das Umwerferrohr sehr kurz sein, was mMn. gut aussieht. Das Rohr ist oben mit einem Endstopfen aus Kunststoff (Baumarkt) verschlossen.
    Für das vordere Ende des Auslegerrohrs habe ich dann noch eine Abschlusskappe aus 2mm Alublech gebogen, weil es leicht gerundet besser aussieht.
    Alle Teile habe ich dann in einer Werkstatt mit einem AC/DC WIG-Gerät (Wechselstrom für Alu) zusammengeschweißt. Das Alurohr ist eine einfache, schweißbare Legierung (AlMgSi0,5 glaube ich), Zusatz war AlMg5 2,5mm. Das Schweißen hat dank des hervorragenden Gerätes sehr gut geklappt, was ein Glück war, da ich da nicht so oft rankomme.
    Für einen ganzen Rahmen gibt es bessere Legierungen als diese, aber hierfür reicht das mMn. völlig aus, denn der Ausleger schaut nicht sehr weit aus dem Rahmenrohr heraus und ragt relativ weit herein. Irgendwann werde ich ihn aus Gewichtsgründen wohl noch etwas kürzen.
    Eine Besonderheit: obwohl der Ausleger absolut fest und spielfrei im Rahmenrohr sitzt (sogar schon ohne die Klemmschrauben anzuziehen), hat er die Tendenz, beim Teten ganz geringfügig zu wandern, und zwar in das Rahmenrohr hinein. Ist logisch, wenn man darüber nachdenkt, hat mich aber erst überrascht. Allerdings ziehe ich die Klemmschrauben aus Vorsicht auch nicht sehr fest an. Der Effekt ist nicht stark, aber weil ich nicht jede Woche nachstellen will, habe ich unten am Ausleger einen kleinen Anschlag aus Kunststoff angebracht.
    Würde mich interressieren, ob das vllt. an der Schmierung durch die wachsartige Versiegelung liegt und ob das andere auch kennen.
    Der Ausleger wurde abschließend sandgestrahlt und matt-schwarz gesprüht. Durch das Strahlen hält der Lack sehr gut und wird sehr gleichmäßig.
    Tut mir leid, ich habe mangels Digicam gerade keine Nahaufnahme vom fertigen Ausleger.

    Als nächstes Schwinge und Gabel.
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  13. #13
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    @ parodius4: Wenn man 25CrMo4 Stahl schweißt, verliert er durch die große Hitze an Festigkeit, frag mich jetzt bitte nicht was da genau passiert... Deshalb sind CrMo Rahmen immer hartgelötet, da hat man "nur" Temperaturen um 1000 Grad, die der Festigkeit noch nicht schaden.
    gruss
    günter

    ps. Danke für die neuen Ideen und Anregungen, find ich echt klasse!!!
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  14. #14
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    Schwinge und Gabel
    Die Schwinge stammt aus einem Scott Carbonrahmen, den ich mir mal gekauft hatte, weil ich ein leichtes, vollgefedertes Stadtrad aufbauen wollte. Das Rad wurde auch schön leicht, aber mit der Geometrie konnte ich mich nie richtig anfreunden. Ist halt fürs Gelände gedacht, was ich gar nicht fahre. Daher konnte ich Schwinge und Dämpfer für das LR benutzen. Beides sind sehr gute Teile, der Dämpfer ist ein RockShox SID (rel. leicht) und die Schwinge ist eine Scandiumlegierung und ziemlich leicht und aufwendig verarbeitet. Scandium kenne ich nicht genau, ich vermute es ist eigtl. Alu mit Scandiumanteilen.
    Davon abgesehen ist an der Schwinge noch die Lagerung etwas ungewöhnlich. Sie hat zwei Klemmaugen, und wird auf einen hohlen Alubolzen geklemmt der 2-fach gelagert hinten im Rahmen sitzt. Vorteile sind der gute Sitz, die Optik und die Möglichkeit, das seitliche Spiel einzustellen. Nachteil ist, dass ich zum Ausbau immer den Bolzen aus den Lagern treiben muss. Als Lager habe ich die Originale aus dem Scottrahmen genommen, Lagerbuchse ist ein Stück Stahlrohr, bei dem ich die Lagersitze und die nötige Wandstärke auf der Drehmaschine hergestellt habe, genau wie beim Lenklager. Lagersitze drehen ist übrigens nicht ganz ohne, da der Spielraum zwischen "passt-nicht-rein" und "wackelt" sehr klein ist, und dann kommt ja auch noch die Beschichtung.
    Die Bohrung hinten im Rahmen für die Buchse habe ich wie beim Steuerrohr wieder etwas größer gemacht als nötig, um die Lagerbuchse auf der Vorrichtung noch anpassen zu können, das war mir wichtiger als einfache Schweißbarkeit, zu groß darf der Spalt aber nicht sein. Wollte man so was einlöten, müsste man sehr viel genauer arbeiten.
    Wie gesagt, die Schwinge ist gut, aber die Dämpferaufnahme ist so platziert, dass der Dämpfer relativ weit und hoch in Richtung Vorderrad ragt, was beim Konstruieren etwas störte. Mit einer passend selbstgemachten Schwinge, hätte ich es beim Planen leichter gehabt. Ich habe deswegen z.B. den Radstand nochmal um 2cm auf 120cm erhöht. Jetzt, wo ich weiß, wie es fährt, hätte ich den Radstand auch 130cm machen können (ein Baron hat auch 128cm, glaube ich), aber damals hatte ich Angst vor zu sturem Geradeauslauf, weil Normalräder ja schon kürzer sind. Aber die haben ja auch kein 20" VR.
    Der Dämpfer stützt sich gegen den Rahmen über zwei dreieckige Aluplatten ab, die gleichzeitig auch den Sitz tragen (s. Bild). Das ist übrigens fast das einzige, was vom anfänglichen Speedmachine Vorbild noch übergeblieben ist. Die Platten sind allerdings angeschraubt und können gewechselt werden. Gemacht habe ich sie aus ca. 6mm Alu-Riffelblech vom Schrottplatz (2€), bei dem ich einfach die Riffel weggefräst habe. Sowas spart natürlich Kosten, man braucht aber Maschinenzeit. Danach habe ich mit einer Stichsäge die Form ausgesägt, Löcher gebohrt und wieder sandgestrahlt und gesprüht.

    Zum Sandstrahlen habe ich mir extra mal eine Kabine aus einer alten Gitterbox gebaut. Dann braucht man nur noch einen Kompressor und die Sandpistole (Baumarkt 20€). Früher ohne Kabine hatte ich eine Ecke im Keller mit Folie abgedichtet (etwa wie eine Duschkabine) und darin gestrahlt, weil das Ergebnis einfach sehr gut ist. Ich habe mal einen Rahmen von Hand mit Abbeizer und Schleifpapier entlackt, und das war viel mehr Aufwand. Außerdem wird die Oberfläche sehr schön gleichmäßig und jede Art von Beschichtung hält viel besser, selbst mancher Sprühdosenlack.

    Die Gabel ist eine RST Capa 20" und kostet mit 1 1/8" Cromoly Schaft ca. 90€. Ich habe einfach die günstigste Markengabel mit akzeptabler Optik und Scheibenbremsaufnahme gewählt. Gemessen am Preis sind die Optik und Verarbeitung wirklich sehr gut, allerdings ist die Gabel trotz Einstellschraube viel zu weich, wahrscheinlich absolut auf Kleinkinderräder ausgelegt. Sobald ich mich aufs Rad setzte, war die Gabel komplett am Anschlag. Zum Glück ist die Gabel sehr simpel aufgebaut (eine einstellbare Feder auf einer Seite) und leicht zu zerlegen. Ich musste auf beiden Seiten je eine zusätzliche Spiralfeder zwischen Stand- und Tauchrohr einsetzen, um die richtige Einstellung zu bekommen. Bei richtige Federgröße ist das ganz einfach, die ohnehin schon schwere Gabel wird so aber zu einem richtigen Brocken, vermutlich locker über 2kg. Es gibt ja schon 26" Gabeln ab 1,3kg. Ansprechverhalten ist aber ok.

    Als Nächstes: Räder und Bremsen
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  15. #15
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    Hi Patric,
    auch von mir ein dickes Lob. Fürn ersten Lieger sieht das richtig gut aus!

    Was mir nicht gefällt:
    1)
    Die Schwinge hat konstruktiv einiges versaut, mit einer Eigenen hättest du das Rad optisch besser aufbauen können. Zumal der Aufwand für ne gerade Schwinge sich in Grenzen halten würde.

    2)
    Die Kettenführung sieht recht kompliziert aus, was auch verständlich ist, du must ja an der Gabel vorbei. Hier hätten ein paar Zentimeter mehr Tretlagerhöhe geholfen(oder eine andere Gabel bzw ne andere Schwinge).

    Ansichtssachen
    1) Bei deiner Geometrie hätte es auch ein Obenlenker getan und viel Arbeit erspart.
    2) Bei so einem Rad muss es ein höherwertiger Sitz sein.


    Positiv finde ich das du wenig bis gar nicht bei existierenden Liegern abgeschaut hast.
    Nur weiter so!

    Tschö
    René
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  16. #16
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    Moin,

    schöner Bericht, schöne und professionelle Arbeit.

    ich schließe mich Rene an, die Kettenführung ist etwas ungünstig, kommt auch von der Verwendung einer Standardfedergabel. Eine eigene Schwinge und/oder ein 20 Zoll Antrieb hätten IMHO die Umlenkrolle am Steuerrohr überflüssig gemacht.(Bringt aber auch einige Nachteile wie Großes Kettenblatt und tiefhängendes Schaltwerk.) Siehe Flux S800. Rene sprach vom höheren Tretlager, aber 27 cm ist schon ein großer Abstand zum Sitz. Größer würde ich ihn nicht werden lassen.

    Gruß Joachim

    PS: Mein zweiter Tieflieger hat eine ähnliche Rahmenform, auch mit der Begründung, daß das Steuerrohr leichter zu bohren ist.

    Geändert von iqual (02.01.2009 um 11:29 Uhr) Grund: Bild Eingefügt
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  17. #17
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    Zitat Zitat von iqual Beitrag anzeigen
    Rene sprach vom höheren Tretlager, aber 27 cm ist schon ein großer Abstand zum Sitz. Größer würde ich ihn nicht werden lassen.
    Stimmt also bei 27cm ist nach oben nicht mehr viel Luft(vielleicht noch 30cm). Besser wäre also ne schlanke Gabel (zb mit HeadShock-Prinzip)

    Tschö
    René
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  18. #18
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    Schönes projekt, respekt!

    Das dreieck für sitzbefestigung und dämpferaufnahme erscheint mir etwas optimistisch dimensioniert. An der stelle kommen vom sitz und vom dämpfer nicht unerhebliche belastungen. Dafür, dass es wahrscheinlich eine unbekannte legierung ist (vom schrottplatz), bieb oben im bereich um's loch für die obere oberersitzaufnahme und dem loch für die dämpferaufnahme recht wenig "fleisch".
    Aber gut, das dreieck ist ja jederzeit austauschbar, insofern ist alles im grünen bereich.

    MfG
    Andreas I.
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  19. #19
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    Jo, tolle Arbeit, aber mit ner schlankeren Gabel könnte man die Umlenkrollen auf 1 fürs Zugtrum und 1 fürs Leertrum reduzieren.

    Felix
    Failure is not an option!

    Whatever works for you...
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  20. #20
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    Hallo und danke schon mal für die Kritik, muss ich aber noch was zu sagen:

    Eine eigene Schwinge wäre konstruktionstechnisch (wie schon beschrieben) etwas vorteilhafter gewesen. Ich wollte sie aber verbauen, weil ich sie halt über habe und eine so hochwertige Schwinge mit IS2000 nicht so leicht/schnell hinbekommen hätte. Sie funktioniert jetzt auch sehr gut und optisch finde ich sie absolut in Ordnung, ist halt Ansichtssache. Die Federgabel finde ich optisch viel schlimmer.

    Na ja, die Kettenführung ist etwas kompliziert aber nur auf dem ersten Bild aktuell. Das Zugtrum wird zweimal relativ leicht umgelenkt. Die vordere Rolle fällt wirklich weg, sobald ich eine Headshok Gabel gekauft oder gebaut habe, was das erste ist, was ich am Rad irgendwann verbessern will (s. Schwinge und Gabel). Wenn jemand eine günstigere als die von Recumbentparts kennt, bitte schreiben.
    Die Kettenführung werde ich auch noch näher beschreiben.

    Der Untenlenker ist einfach, weil ich einen wollte, nämlich wegen der Optik und weil ich die Position der Arme gut finde. Einen Obenlenker kann ich so immer noch anbauen, ich habe den Gabelschaft lang genug gelassen.

    René, tut mir leid, bei dem Sitz überhöre ich Kritik (-; . Ich bin so froh, dass ich den hinbekommen habe (auch nur erstes Bild aktuell, den Bau beschreibe ich noch).
    Aber im Ernst, meine zweite Verbesserung - bei unbegrenztem Budget - wäre eine Carbonschale o.Ä.

    Andreas, dir gebe ich vollkommen Recht. Ich hatte die Platten schon fertig und die Löcher bzw. den Steg eigtl. lieber an anderer Stelle gehabt. Allerdings sind die sehr schnell gemacht und ausgebaut, ich teste jetzt einfach wie lange die halten. Sowas kann auch ein guter Erfahrungswert sein.

    Also vielen Dank für Kritik und Anregungen, genau darauf hatte ich auch gehofft.
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