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Thema: Messung CwA und Cr

  1. #1
    _jenne Gast

    Standard Messung CwA und Cr

    Eine sehr interessante Methode zur Messung vom Luftwiderstand und Rollwiderstand steht im <a href="http://www.pinoforum.de/phpBB2/viewtopic.php?p=1463">Pinoforum</a>.

    Tom schrieb dazu:
    <blockquote class=zitat>Wie man das macht (bzw.machen kann), habe ich ja schon gefunden: Kolling macht Ausrollversuche auf waagrechter Strecke: d.h. möglichst genau waagrechte, gut asphaltierte Strecke von mindestens 300 -400 m Länge aussuchen. Dann an einem möglichst windstillen Tag Testfahrten (in beide Richtungen, um Windeinfluss auszugleichen) machen: Auf über 30 km/h beschleunigen, dann nicht mehr treten, (Tacho resetten,) und bei 3 Geschwindigkeiten (z.B. 30, 20, 10 km/h) die gerollte Strecke aufzeichnen.
    Daraus kann man den Rollwiderstand und Luftwiderstand errechnen.</blockquote>
    sowie:
    <blockquote class=zitat>Alfons Kolling: http://maschinenbau.freepage.de/kolling/rollversuche.html

    Bei Kolling unter "6.2: Links" findet man unter "9." einen online-Rechner, in dem man die gemessenen Werte eingibt und sich den Luft- und Roll-Widerstand ausrechnen lässt. Geht aber anscheinend nur mit Internet Explorer, nicht mit Mozilla Firefox.
    Man muss also gar nicht selbst rechnen oder gar Differenzialgleichungen lösen!!! </blockquote>

    Das müsste man mal testen. Kennt das hier einer?
    j.

    Pinoforum
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  2. #2
    Registriert seit
    01.01.1970
    Beiträge
    246

    Standard Re: Messung CwA und Cr Gehe zum vorherigen Beitrag

    Guten Abend Jenne,

    wenn man die Vereinfachung akzeptiert, daß die Leistung für den Rollwiderstand linear mit der Geschwindigkeit steigt und für den Luftwiderstand mit der 3. Potenz, also kein quadratisches Glied auftaucht, dann geht auch eine Lösungsformel, ganz ähnlich der für quadratische Gleichungen. Man braucht noch die Masse des Systems. Ohne Differenzialrechnung.

    Aber worauf kommt es Dir denn genau an?

    Die scheinbaren Unstimmigkeiten mit der "Kreuzotterberechnung" liegen m.E. in den unterschiedlichen Körperhaltungen (Lenkerbreite bei Untenlenker usw.)und Textilien.

    Mir reicht zum Ausprobieren von Sitzwinkel, Reifentyp, Luftdruck usw. ein einfacher Rollversuch. Ich messe einfach die nur durch rollen erreichte höchste Geschwindigkeit. Z.B. bremst eine nasse Straße ganz erstaunlich, der Luftdruck geht bei dünnen Reifenflanken wenig ein, aber der Sitzwinkel deutlich.


    Freundliche Grüße

    mathias
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  3. #3
    _david Gast

    Standard Re: Messung CwA und Cr Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hi Jenne,

    Vor ca. 10 Jahren habe ich das mal gemacht. Wichtig war eine kontinuierliche Datenaufzeichnung, um schlechte Messreihen einfacher zu erkennen. Am ungewöhnlichen Verlauf der Geschwindigkeit-Zeit-Kurve erkennt man dann sofort, ob eine nicht-spürbare "Bö" die Messung verfälscht hat. Wichtig für eine höhere Genauigkeit des Cw-Wertes ist eine möglichst hohe Startgeschwindigkeit. Zur Datenaufzeichnung hatte ich damals einen Laptop benutzt und den Reed-Kontakt des Tachos an die serielle Schnittstelle angeklemmt. Auswertung erfolgte dann mit Excel-Solver. Es war schwierig, eine wirklich ebene Fahrbahn zu finden und ganz windstille Tage gibt es auch höchst selten. Das macht die Methode etwas unpraktisch.

    Eine Alternative (schneller + einfachere Auswertung) wäre die direkten Messung des Fahrwiderstandes, indem man sich von einem anderen Fahrzeug schieben lässt und mit einer (Zug)Waage die nötige Kraft misst. Hat das mal einer probiert??? Hast Du nicht so eine Waage?

    David

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  4. #4
    _peter n. Gast

    Standard Re: Messung CwA und Cr Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Jenne,

    diese Seiten kenne ich, ich habe schon lange versucht, CW bzw. CWa meines Cab-Bikes zu ermitteln.

    Ich muss sagen, irgendwie ging das bisher nur schief.

    Ich kann Werte errechnen, die sind von der Grössenordnung her plausibel. Aber sie sind nicht mehr plausibel im Vergleich zu anderen bekannten Werten von Normalrad, Rennrad, Quest, Leitra usw.

    Und mir kam es doch besonders auf den Vergleich dieser Räder zum Cab-Bike an.


    Das Problem:
    Kleinste Meßfehler haben große Auswirkungen auf das Ergebnis.

    Es ist sehr schwer, eine wirklich ebene Strecke zu finden. Dazu muss sie richtig lange sein, wenn ich auf >40km/h beschleunigen und ausrollen lassen möchte. 500m reichen nicht, habe ich in Erinnerung.

    Windstill soll es sein, das ist nicht einfach.

    Auch ich bin Strecken mehrfach hin- und zurückgefahren, habe Werte gemittelt. Trotzdem ist das Ergebnis immer nur so in etwa OK.

    Stoppe ich mit Tacho und Stoppuhr? -> Ungenau (was der Tacho genau macht, weiss ich nicht, und genau von Hand stoppen ist auch schwierig)

    Dann bin ich mit GPS-Aufzeichnung gefahren -> Ungenau (ich nehme an, es werden intern zu viele Werte gemittelt)

    Meine Hoffnung ist nochmals zu messen mit Aufzeichnung (Polar-Uhr mit Tachofunktion). Vielleicht ist diese genau genug, dann muss aber wieder das Wetter, die Strecke stimmen....

    Eine andere Methode ist ja das Ausrollen-lassen bergab. Aus der Masse und dem Gefälle und der sich ergeben Geschwindigkeit lässt sich CWa bestimmen.
    Aber finde erst einmal ein geeignet lange, konstante Gefällstrecke mit bekanntem Gefälle.

    Ich habe also dabei noch nichts Rechtes fertiggebracht und habe es nun bleiben lassen. Wenn ich bloss eine normale Tretlageraufnahme im CB hätte, so hätte ich schon längst eine Leistungsmesskurbel.

    Peter










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  5. #5
    _chris (forummaster) Gast

    Standard Re: Messung CwA und Cr Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Es ist sehr schwer, eine wirklich ebene Strecke zu finden.

    Nicht hier im Münsterland. <img src=http://bilder21.parsimony.net/forum37385/biggrin.gif alt=biggrin>

    Wird der Cr eigentlich in der Regel pro LaufRad oder
    gesamt pro Fahrrad angeben?

    chris



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  6. #6
    _jenne Gast

    Standard Re: Messung CwA und Cr Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Eine Alternative (schneller + einfachere Auswertung) wäre die direkten Messung des Fahrwiderstandes, indem man sich von einem anderen Fahrzeug schieben lässt und mit einer (Zug)Waage die nötige Kraft misst. Hat das mal einer probiert??? Hast Du nicht so eine Waage?

    Ich habe eine Zugwaage, keine Schiebewaage :-). Bei Zug wäre der Windschatten des Vorausfahrenden wohl verfälschend.
    j.
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  7. #7
    _trubby Gast

    Standard Re: Messung CwA und Cr Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Es ist sehr schwer, eine wirklich ebene Strecke zu finden.
    >Nicht hier im Münsterland. <img src=http://bilder21.parsimony.net/forum37385/biggrin.gif alt=biggrin>
    >Wird der Cr eigentlich in der Regel pro LaufRad oder
    >gesamt pro Fahrrad angeben?
    >chris

    Wie "in der Regel angegeben"? Gab's schon mal Hersteller, die da Angaben bei den technischen Daten gewagt haben?

    BTW: Ich halte ja Cr Messungen in der freien Wildbahn für Unsinn. Schon eine Aussage wie "dieser oder jener Reifen hat einen Cr von XY" ist m.E. nutzlos, da zu viele Faktoren mitwirken (Reifen, Schlauch, Felge, Speichenspannung, Nabe, Reifendruck, Talkum/kein Talkum, Fahrbahnbelag, Fahrzeuggewicht fahrbereit, etc., pp.), so daß eine Cr Messung eigentlich nur für ein komplettes Rad incl. Fahrer und nur auf einem Prüfstand für definierte Bedingungen vergleichbare Ergebnisse liefern kann.

    Grüße,
    André

    http://www.rollende-seiten.de/opti.html
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  8. #8
    _david Gast

    Standard Re: Messung CwA und Cr Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Eine Alternative (schneller + einfachere Auswertung) wäre die direkten Messung des Fahrwiderstandes, indem man sich von einem anderen Fahrzeug schieben lässt und mit einer (Zug)Waage die nötige Kraft misst. Hat das mal einer probiert??? Hast Du nicht so eine Waage?
    >Ich habe eine Zugwaage, keine Schiebewaage :-). Bei Zug wäre der Windschatten des Vorausfahrenden wohl verfälschend.
    >j.

    Auch mit Zugwaage kann man Schub messen :-)

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    David
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